Wang (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wang (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wang hervorgehoben

Koordinaten: 48° 30′ N, 11° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Verwaltungs­gemeinschaft: Mauern
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 31,18 km2
Einwohner: 2541 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85368
Vorwahlen: 08761, 08764, 08765, 08709
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 155
Gemeindegliederung: 25 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Hauptstraße 17 c
85368 Wang
Website: www.gemeinde-wang.de
Erster Bürgermeister: Markus Stöber (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Wang im Landkreis Freising
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Wang ist eine ländlich geprägte Gemeinde im nördlichen oberbayerischen Landkreis Freising. Der namensgebende Hauptort Wang liegt am Zusammenfluss von Amper und Isar. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mauern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isarkanal und Ausgleichsweiher

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das eine Fläche von 31,19 km² umfassende recht weiträumige Gemeindegebiet erstreckt sich von der östlich gelegenen Volkmannsdorferau links der Isar über Zusammenfluss von Isar und Amper in westlicher Richtung bis zum Gemeindegebiet von Zolling. Der Hauptort Wang liegt zwischen Bruckberg, Mauern und Moosburg nahe dem Zusammenfluss von Amper und Isar.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 25 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Im Gemeindeteil Volkmannsdorferau befindet sich der 1,16 km² große Moosburger Ausgleichsweiher, der zum Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen gehört. Hier schneidet auch die A 92 das Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Wang wurde erstmals 783 urkundlich erwähnt. Älter sind die Orte Bergen, das im Jahr 722 als „Perge“ erwähnt wird und Thulbach, das im Jahr 754 erwähnt wurde. Große Teile des Gebiets der heutigen Gemeinde gehörten zum Amt bzw. zur Herrschaft Isareck im baierischen Landgericht Moosburg. Die Herrschaft gelangte wahrscheinlich über die Grafen von Moosburg an die Wittelsbacher. Das heutige Schloss wurde in den Jahren 1559 bis 1570 vom Moosburger Baumeister Asmus Hälmayr für Herzog Albrecht V. als Vierflügelanlage erbaut und befindet sich seit 1824 in Besitz der Grafen La Rosée. Wang wurde, ebenso wie die heutigen Gemeindeteile Schweinersdorf, Inzkofen und Volkmannsdorferau, im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbstständige politische Gemeinde.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarreien im Gemeindegebiet sind St. Laurentius (Volkmannsdorf) und St. Petrus (Schweinersdorf), die beide zum Pfarrverband Mauern gehören. Eine evangelisch-lutherische Kirchengemeinde findet sich im benachbarten Moosburg an der Isar.

Eingemeindungen und Gebietsabtretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. April 1971 ein Teil der aufgelösten Gemeinde Schweinersdorf eingegliedert. Volkmannsdorferau kam am 1. Januar 1972 hinzu.[4] Inzkofen mit dem Hauptort der ehemaligen Gemeinde Schweinersdorf folgte am 1. Mai 1978.[5]

Am 1. Mai 1978 wurde die Siedlung Uppenbornstraße, die vorher zur Gemeinde Volkmannsdorferau gehört hatte, an die Stadt Moosburg an der Isar abgetreten.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1446 auf 2582 um 1136 Einwohner bzw. um 78,6 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 14 ehrenamtlich tätigen Bürgern, die sich bei den Kommunalwahlen 2014 und 2020 folgendermaßen auf die einzelnen Listen verteilen:

Wählergruppe 2020 2014
FW Gemeinschaft Inzkofen 4 5
Wählergemeinschaft Wang - Volkmannsdorf 6 4
Zukunft Gemeinde Wang - 2
FW Volkmannsdorferau 4 3

Nach Prozenten wurde folgendermaßen abgestimmt:

Wählergruppe 2020 2014
FW Gemeinschaft Inzkofen 32,9 % 38,5 %
Wählergemeinschaft Wang - Volkmannsdorf 41,4 % 25,7 %
Zukunft Gemeinde Wang - 16,8 %
FW Volkmannsdorferau 25,7 19,1 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl 2020 wurde in der Stichwahl Markus Stöber (WWV) zum neuen Bürgermeister gewählt. Er setzte sich mit 59,4 % der abgegebenen Stimmen gegen Josef Schwaiger (FWI) durch und wurde dadurch Nachfolger des seit 2008 amtierenden Bürgermeisters Hans Eichinger, der aus Altersgründen nicht mehr antrat.[6]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein blauer Wellenbalken, oben ein oberhalber roter Karfunkelstein mit fünf geblumten Stacheln, unten nebeneinander zwei abgewandte blaue Pflugscharen.“ Die gleichzeitig genehmigte rot-weiß-blaue Gemeindeflagge wird nicht verwendet.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das an der Isar gelegene Schloss Isareck wurde von Herzog Albrecht V. von Bayern im 16. Jahrhundert erbaut. Seit 1824 ist es Besitz der Grafen La Rosée.

Kirchenbauten sind u. a.:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nächstgelegener Bahnhof vom Hauptort Wang aus ist Moosburg an der Isar. Die Bahnstrecke München–Regensburg verläuft kurz durch das Gemeindegebiet, ebenso die A 92.

Die Zentralorte der Gemeinde, Wang und Volkmannsdorf, werden durch die Staatsstraße 2045 nach Bruckberg, Moosburg und Mauern angebunden. Die Isarbrücke bei Volkmannsdorf verbindet Volkmannsdorferau mit dem Rest des Gemeindegebiets. Die wichtige Ortsdurchfahrt der Staatsstraße 2045 am Ligeder Berg im Wanger Ortsteil Volkmannsdorf war ab dem 19.  Dezember 2017 gesperrt und später nur einseitig befahrbar. Eine Lösung für die Sanierung des Ligeder Bergs scheint nach langem Hin und Her im April 2022 endlich gefunden.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wang (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Wang in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 11. September 2019.
  3. Gemeinde Wang, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 14. Dezember 2021.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 464.
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  6. Gemeinderatswahl 2020. Abgerufen am 29. Mai 2020.
  7. Eintrag zu Wang auf der Seite kommunalflaggen.eu
  8. Peter Becker: Wang: Straße am Ligeder Berg kann saniert werden. Abgerufen am 27. April 2022.