Kirchdorf an der Amper

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirchdorf a.d.Amper
Kirchdorf an der Amper
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchdorf a.d.Amper hervorgehoben

Koordinaten: 48° 28′ N, 11° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 32,96 km2
Einwohner: 3235 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85414
Vorwahl: 08166
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 136
Gemeindegliederung: 16 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
85414 Kirchdorf a.d.Amper
Website: www.gemeinde-kirchdorf-amper.de
Bürgermeister: Uwe Gerlsbeck
Lage der Gemeinde Kirchdorf a.d.Amper im Landkreis Freising
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Kirchdorf an der Amper (amtlich: Kirchdorf a.d.Amper) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kirchdorf liegt im Ampertal, einem großen Landschaftsschutzgebiet.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 16 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindeteil Nörting wurde als erster in der Gemeinde im Jahre 788 unter dem Freisinger Bischof Atto (783–811) urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Helfenbrunn folgte im Jahre 813.

Im Jahr 1102 ist das Ortsadelsgeschlechts der Kirchdorfer erstmals nachweisbar, das bis zu seinem Aussterben im Jahr 1423 eine wichtige Rolle in dem Kirchdorf spielte. Kirchdorf war ein von Weihenstephan aus gegründeter Seelsorgemittelpunkt im unteren Ampertal. Der Ort wurde im Jahre 1123 das erste Mal urkundlich erwähnt. Dem Prämonstratenserkloster Neustift in Freising wurde die Pfarrei 1358 inkorporiert. Das Kloster wurde auch wichtigster Grundherr im Gemeindegebiet und ließ von 1706 bis 1708 die Kirchdorfer Kirche neu erbauen. Kirchdorf war zeitweise auch ein bedeutender Wallfahrtsort.

Kirchdorf war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Teil der Obmannschaft Länbach des Amtes Sichendorf (bei Zolling) im Landgericht Moosburg und wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl Kirchdorfs durch die Aufnahme von Heimatvertriebenen stark an. Am 12. März 1979 wurde der Name der Gemeinde Kirchdorf amtlich in Kirchdorf an der Amper (Kirchdorf a.d.Amper) geändert.[3]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarreien im Gemeinde Gebiet Kirchdorf:

  • Pfarrei St. Martin in Kirchdorf mit Filialkirchen St. Katharina Nörting, St. Pankratius in Hirschbach und St. Georg in Palzing
  • Pfarrei St. Nikolaus in Wippenhausen mit Filialkirchen in Burghausen und St. Clemens Oberberghausen

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Tünzhausen (der Gemeindeteil Schnotting) und Wippenhausen (Wippenhausen selbst mit Burghausen) eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. März 2014 wurde Uwe Gerlsbeck (CSU) zum neuen Bürgermeister gewählt.[5]

Der zeitgleich gewählte Gemeinderat setzt sich neben dem Bürgermeister aus 8 Mitgliedern der CSU/FW und 6 Mitgliedern der FWG zusammen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Über silbernen Wellenbalken in Rot zwei aufrechte, abgewendete goldene Hirschstangen, darüber ein aufrechter silberner Schlüssel mit gegabeltem Bart.

Wappenbegründung: Der silberne Wellenbalken deutet auf die Lage der Gemeinde an der Amper hin. Die zwei Hirschstangen weisen nicht auf den Hirschbach hin, der durch das Gemeindegebiet fließt, sie sollen vielmehr auf das Wappen des Ortsadelsgeschlechts der Kirchdorfer zurückgehen. Der silberne Schlüssel weist auf die frühere Zugehörigkeit zum Kloster Neustift hin.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine ÖPNV-Anbindung mit den MVV-Buslinien 601 und 695.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Örtlicher Sportverein ist der SC Kirchdorf e. V., es gibt mehrere Schützenvereine: Schützenlust Wippenhausen, Schützenverein Edelweiß Hirschbach-Kirchdorf, Schützenverein Hubertus Helfenbrunn und Schützenverein Siegfried Nörting.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gemeindeentwicklung wurden 2002 18 Arbeitskreise gegründet. Daraus entstand der Gemeindeentwicklungsplan mit dem Leitsatz „Natürlich gut leben im Ampertal“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchdorf an der Amper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kirchdorf an der Amper in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 11. September 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 576.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 464.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/