Zolling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zolling
Zolling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zolling hervorgehoben
Koordinaten: 48° 27′ N, 11° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Verwaltungs­gemeinschaft: Zolling
Höhe: 429 m ü. NHN
Fläche: 34,54 km2
Einwohner: 4928 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85406
Vorwahl: 08167
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 157
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
85406 Zolling
Website: www.zolling.de
Bürgermeister: Maximilian Riegler (CSU)
Lage der Gemeinde Zolling im Landkreis Freising
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Zolling ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising und der Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt sechs Kilometer nördlich von Freising im Ampertal am Eingang zur Hügellandschaft der Hallertau an der Kreuzung der B 301 Freising–Mainburg und der Staatsstraße 2054.

Sie umfasst neben dem Hauptort Zolling (ehemals auch als Unterzolling bezeichnet) die Gemeindeteile Abersberg, Anglberg, Flitzing, Eichenhof, Gerlhausen, Haarland, Hacklschwaig, Hartshausen, Haun, Holzen, Kratzerimbach, Moos, Moosmühle, Oberappersdorf, Oberzolling, Ölpersberg, Osterimbach, Palzing, Siechendorf, Thann, Unterappersdorf, Willertshausen und Walkertshausen.

Östlich von Palzing befindet sich das Naturschutzgebiet Amperauen mit Altwasser bei Palzing, eingetragen unter NSG-00291.01, mit einer Größe von 64,5 ha.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 744 wurde Zolling in einer der ältesten Urkunden in den Traditionen des Hochstifts Freising erwähnt, als ein gewisser Moatbert und seine Frau Totana am 12. September ihren Besitz, den sie von seinem Vater Petto erhalten haben, in die Hand des Bischofs Ermbert und der „allerseligsten, immer jungfräulichen Mutter Maria“ legten. Da dieser Grundbesitz jedoch sehr umfangreich war, muss Zolling schon lange vor dieser ersten Erwähnung bestanden haben. Auch zahlreiche archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Umgebung bereits ein uraltes Siedlungsgebiet ist. Auch die Namensgebung deutet darauf hin, da die Ortsnamen mit der „-ing“ Endung in der frühen Siedlungszeit der Bajuwaren im 6. Jahrhundert entstanden sind, die sich dabei von Personennamen der Siedler ableiten. In Zolling soll sich demnach ein Mann namens Zollo mit seiner Familie niedergelassen haben.

Zolling gehörte vor der Säkularisation als eine geschlossene Hofmark zum Hochstift Freising, das 1803 aufgehoben wurde.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Fusion der ehemaligen Hofmark und der ehemals niederbayerischen Obmannschaft Siechendorf entstand 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern die selbstständige politische Gemeinde (Unter-)Zolling. Das Kraftwerk Zolling wurde von der 1955 aus der Fusion der Amperwerke AG und der Isarwerke AG entstandenen Isar-Amperwerke projektiert. Am 4. Oktober 1958 erfolgte die Inbetriebnahme.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Anglberg (erstmals erwähnt im Jahr 1256) eingegliedert. Am 1. April 1971 folgten Palzing (807) und Teile von Wimpasing. Oberappersdorf (860) kam am 1. Januar 1972 hinzu. Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Itzling folgten am 1. Juli 1972.[2] Weitere geschichtsträchtige Orte auf dem Gemeindegebiet sind Flitzing (936) und Thann (1024).

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfplatz mit St. Johannes und Maibaum
Pfarrkirche St. Johann Baptist

Katholische Pfarreien im Gemeinde Gebiet Zolling:

  • Pfarrei St. Johann Baptist Zolling mit den Filialkirchen Flitzing, Hartshausen, Oberzolling und der Wallfahrtskirche Thann
  • Pfarrei St. Georg Oberappersdorf mit den Filialkirchen Gerlhausen und Obermarchenbach
  • Pfarrei St. Martin (Gemeinde Kirchdorf) mit Filialkirche St. Georg Palzing

Zolling gehört zum Gebiet der Evangelischen Kirchengemeinde Freising.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian Riegler (CSU) ist seit den Kommunalwahlen im Jahr 2008 Nachfolger von Georg Wiesheu (Überparteiliche Wählergemeinschaft/CSU) als erster Bürgermeister.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraftwerk Zolling (HDR)

Das eher landwirtschaftlich geprägte Zolling beherbergt das Steinkohlekraftwerk Zolling, zu dem ein 220 Meter hoher Kamin gehört. Seit 2003 hat der Betreiber auch ein Biomasseheizkraftwerk mit 20 MW elektrischer Leistung am Netz.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Zolling

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In sehr vielen elektronischen Verzeichnissen wird die Zollinger Postleitzahl dem Weiler Wälschbuch mit zwei Anwesen zugeordnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 464.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zolling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien