Bundesautobahn 92

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Bundesautobahn 92 in Deutschland
Bundesautobahn 92
 European Road 53 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 92
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 134 km

Bundesland:

Ausbauzustand: vierstreifig
Nähe Wallersdorf
Nähe Wallersdorf

Die Bundesautobahn 92 (Abkürzung: BAB 92) – Kurzform: Autobahn 92 (Abkürzung: A 92) – verbindet München mit Deggendorf und ist 134 Kilometer lang. Zwischen dem Autobahnkreuz Neufahrn und dem Autobahndreieck Flughafen München Franz Josef Strauß hat sie drei Fahrstreifen, ansonsten zwei mit Standstreifen. Das Verkehrsleitsystem reicht in Richtung Deggendorf bis kurz vor der Ausfahrt zur Flughafentangente Ost.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 92 folgt im Wesentlichen dem Verlauf der unteren Isar, sodass an ihr die Isarstädte München, Freising, Moosburg, Landshut, Dingolfing, Landau und Plattling liegen. Sie ist momentan der wichtigste Verbindungsweg zwischen München und den ostmitteleuropäischen Ländern wie Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Nach Fertigstellung der A 94 (München–Passau) wird sich ein Teil der Verkehrslast nach Osteuropa auf diese Autobahn verlagern.

Gebietskörperschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Planung und Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein Bruno Güpner für seine Verdienste um die A 92

Die erste Konzeption zum Bau einer Autobahn an der Isar entlang erfolgte Ende der 1960er Jahre. Begonnen wurde mit dem Ausbau der Bundesstraße 11 zunächst mit dem Bau von Ortsumgehungen zwischen Moosburg und Landshut und unter anderem auch mit dem Bau einer Umgehung für Wallersdorf. 1969 wurde die Trasse München–Deggendorf in den Ausbauplan für Bundesfernstraßen als Autobahn A 120 aufgenommen. Bis 1970 war schon ein kleines Stück von fünf Kilometern Länge der Autobahn um Wallersdorf fertiggestellt, die sogenannte „5-Minuten-Autobahn“.

Ursprünglich war geplant, die A 92 ortsnah an Moosburg auf den Trassen der St 2331, weiter bis Landshut der B 11, bei Tiefenbach über die Isar und in der bis vor kurzem noch freigehaltenen Baulücke zwischen Landshut und Altdorf teilweise im Tunnel zu führen. Erkennbar ist diese Planung an der geradlinigen Führung der B 11 und an den bereits gebauten, für die Autobahntrasse ausgelegten Brücken. Die bereits kreuzungsfrei, allerdings nur zweistreifig ausgebaute Trasse der B 11 wurde bei den Planungen zur Umfahrung Landshuts letztlich zugunsten der verwirklichten stadtfernen Trasse insbesondere aus Lärmschutzgründen verlassen.

Das letzte größere Teilstück zwischen Dingolfing und Wallersdorf, 21 Kilometer lang, wurde erst 1988 fertiggestellt.

Ursprünglich war geplant, die A 92 über ihr jetziges Ende bei München-Feldmoching hinaus bis zur Landshuter Allee zu verlängern, wo sie Anschluss an die Münchner Stadtautobahn A 999 gehabt hätte. Für diesen Teilabschnitt war zeitweise auch die Bezeichnung A 991 vorgesehen. Diese Planung wurde aber später zurückgestellt und nicht verwirklicht.

Ebenfalls war geplant, sie an die tschechische Grenze über die E 53/B 11 nach Bayerisch Eisenstein weiterzuführen. Da diese Trasse über die Gebirgszüge des Bayerischen Waldes führen würde, war noch eine Alternativroute durch die Cham-Further Senke geplant.

Sperre wegen Hochwasser im Juni 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 3 zwischen Deggendorf und Hengersberg sowie die A 92 zwischen Deggendorf und Plattling wurden wegen eines Dammbruchs am 4. Juni 2013 im Zuge des Hochwassers in Mitteleuropa jeweils in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.[1]

Verkehrsaufkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2015 entlang der A 92 insgesamt zehn automatische Zählstellen. In West-Ost-Richtung betrug das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen in diesem Zeitraum:[2]

Zählstelle Kfz-Verkehr/Tag Schwerverkehr/Tag
AD München-Feldmoching (N) (9217) 58.930 5.329
Oberschleißheim (O) (9006) 61.786 6.443
AK Neufahrn (W) (9015) --- ---
AK Neufahrn (O) (9007) 101.531 8.089
AS Flughafen München (9185) 98.213 8.815
AS Freising Mitte (9182) 50.214 5.189
AS Freising Ost (9183) 49.698 6.653
AS Erding (9184) 39.203 4.346
Altdorf (O) (9017) 41.496 5.266
Landau a.d. Isar (W) (9019) 31.798 4.442

Das höchste Verkehrsaufkommen entlang der A 92 war 2014 im Bereich des Autobahnkreuzes Neufahrn bei Freising festzustellen, wo sie die A 9 kreuzt. Dort stieg das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen von etwa 65.000 Fahrzeugen auf 95.000 Fahrzeugen an. In den letzten zehn Jahren hat hier der Verkehr zwischen 7.000 und 15.000 Fahrzeugen zugenommen, was einem durchschnittlichen Anstieg von 700 bis 1.500 Fahrzeugen jährlich entspricht. Einen erheblichen Anteil an diesem Anstieg hatte der LKW-Verkehr.

2004 bis 2014*): Durchschnittliches Verkehrsaufkommen Lkw auf der A 92 zwischen dem Autobahnkreuz mit der A 9 bei Neufahrn und dem Autobahndreieck Feldmoching mit der A 99
Quelle: BAYSIS-Datenbank[3]
2004 bis 2014*): Durchschnittliches Verkehrsaufkommen Kfz auf der A 92 zwischen dem Autobahnkreuz mit der A 9 bei Neufahrn und dem Autobahndreieck Feldmoching mit der A 99
Quelle: BAYSIS-Datenbank[3]

Im circa 60 Kilometer langen Teilstück zwischen Plattling und Landshut ist sie eine Autobahn mit niedrigem Verkehrsaufkommen; zählt man bei Landau an der Isar – hier hat die B 20 Anschluss an die A 92 – etwa 31.000 Fahrzeuge so sind es bei Altdorf in Niederbayern – hier hat die B 299 Anschluss an die A 92 – etwa 41.000 Fahrzeuge. In den letzten 16 Jahren hat hier das Verkehrsaufkommen etwa 6.000 bis 7.000 Fahrzeuge zugenommen. Das sind jährlich durchschnittlich 375 bis 438 Fahrzeuge pro Tag mehr. Nahm hier zwischen 2004 und 2009 vornehmlich der PKW-Verkehr zu, so trug hierzu seit 2009 wesentlich der LKW-Verkehr bei.

Verkehrsaufkommen Kfz (2004 bis 2014) auf der A 92 im Bereich zwischen Landau an der Isar und Altdorf in Niederbayern
Verkehrsaufkommen Lkw (2004 bis 2014) auf der A 92 im Bereich zwischen Landau an der Isar und Altdorf in Niederbayern
Verkehrsaufkommen Kfz (2004 bis 2014) auf der A 92 im Bereich zwischen den Autobahnausfahrt Freising-Ost und Flughafen-München
Verkehrsaufkommen Lkw (2004 bis 2014) auf der A 92 im Bereich zwischen den Autobahnausfahrt Freising-Ost und Flughafen-München

Gemäß Verkehrszählung 2010 wird sie im Bereich Landshut/Essenbach von 32.700 bis 34.000 Fahrzeugen täglich befahren, zwischen Landshut Nord und Landshut West verkehren zwischen 38.500 und 36.400 Fahrzeuge und im weiteren Verlauf zwischen Landshut West und Moosburg Nord etwa 41.000 Fahrzeuge pro Tag.[4]

Im Bereich des Flughafens München gibt es seit 2011 Dauerzählstellen. Hier nimmt in Fahrtrichtung München das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen im Bereich der Anschlussstellen Freising-Ost über Freising-Mitte hin zur Anschlussstelle Flughafen-München von 38.000 über 48.000 auf 51.000 Fahrzeuge zu.

Der Anteil des Schwerverkehrs auf der A 92 liegt zwischen 8 und 13 Prozent. Mit 8,15 Prozent war er 2014 im Bereich des Autobahnkreuzes Neufahrn (O) am niedrigsten, während er mit 13,94 Prozent im Bereich des Autobahndreiecks München-Feldmoching am höchsten war. Hatte sich zwischen 1999 und 2004 der prozentuale Anteil des Schwerlastverkehrs reduziert, blieb er in den letzten zehn Jahren nahezu unverändert, wenngleich die absolute Zahl in diesem Zeitraum zwischen 100 und 800 LKW etwas zugenommen hat.

Baufortschritt/Planungsstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 92 verfügt über 70 Brückenbauwerke.[5]

Neu- und Erweiterungsbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubau der Anschlussstelle Dingolfing-Höfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Juni 2013 erfolgte der Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Autobahnanschlussstelle Dingolfing-Höfen bei Betriebskilometer km 88,311 an der Kreisstraße DGF16.[6][7] Die zusätzliche Anschlussstelle soll in erster Linie das BMW-Werk an die Autobahn anschließen, als auch die umliegenden Dörfer. Baubeginn für die Errichtung der neuen Anschlussstelle war am 1. August 2014.[8] Im Dezember 2014 wurde die neue Anschlussstelle schließlich für den Verkehr freigegeben, jedoch statt Dingolfing-Höfen nun mit dem Namen Dingolfing-West, welchen jedoch zuvor schon eine andere Anschlussstelle trug. Die bisherige Anschlussstelle Dingolfing-West wurde infolgedessen in Dingolfing-Mitte umbenannt.[9]

Weiterer Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2015 gab es drei laufende Planfeststellungsverfahren.[10]

München – Landshut / Rastanlage Isartal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobahndirektion Südbayern plant als Neubau eine bewirtschaftete Rastanlage Isartal. Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren[11] lagen in der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg und der Gemeinde Langenpreising vom 27. Januar bis 26. Februar 2014 zur Einsichtnahme auf. Die Einwendefrist ist am 12. März 2014 abgelaufen.[12]

München – Deggendorf / Autobahndreieck München-Feldmoching – AK Neufahrn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobahndirektion Südbayern plant auf 11,475 km einen sechsspurigen Ausbau zwischen dem Autobahndreieck München-Feldmoching und dem Autobahnkreuz Neufahrn. Dafür wird beim Autobahndreieck München-Feldmoching bis Baukilometer 4 + 800 der überbreite Mittelstreifen benutzt, um die Fahrbahn nach innen zu verbreitern, und dann ab Baukilometer 5 + 200 die Fahrbahn beidseitig nach außen verbreitert.[13] Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren[14] lagen in den Gemeinden Eching, Oberschleißheim, Haimhausen und Bergkirchen sowie der Stadt Unterschleißheim zu unterschiedlichen Zeiträumen von Ende September bis Mitte November 2014 zur Einsichtnahme aus. Die Widerspruchsfristen sind vom 12. November bis 1. Dezember 2014 abgelaufen.[12]

Landshut – Deggendorf / Anschlussstelle Plattling-Mitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge einer geplanten Ortsumgehung der Stadt Plattling soll zwischen den Anschlussstellen Plattling-West und Plattling-Nord eine neue Anschlussstelle Plattling-Mitte entstehen. Das Bauprojekt befindet sich derzeit noch in der Planfeststellungsphase.[15]

Panoramabild von einer Brücke und der A 92 bei Moosburg an der Isar

Bundesverkehrswegeplan 2030[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezüglich der A 92 wurden vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr zwei Projekte für den derzeit (Stand März 2016) in Aufstellung befindlichen[16] Bundesverkehrswegeplan 2030 (bis März 2016 als Bundesverkehrswegeplan 2015 bezeichnet) angemeldet. Diese sind wiederum in zwei Teilprojekte unterteilt.

  • Projekt 1) A 92, A 99 (AD Feldmoching) – A 9 (AK Neufahrn)
  • Unterprojekt 1) A 92 AD Feldmoching – AK Neufahrn
  • Unterprojekt 1) A 92 AK Neufahrn – AD Flughafen München[17]

Im ersten Referentenentwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030 sind beide Vorhaben zur A 92 genannt. Diese sind in zwei Kategorien gelistet:

  • Neue Vorhaben - Vordringlicher Bedarf-Engpassbeseitigung (VB-E)
  • Neue Vorhaben - Weiterer Bedarf mit Planungsrecht (WB*)

Die Einstufung erfolgte wie folgt:

Kategorie Projektnummer Straßen-
nummer
Abschnitt Ausbauziel Länge
in km
Investitions-
kosten
in Mio. Euro
Nutzen-
kosten-
verhältnis
Umwelt- und
naturschutz-
fachliche
Beurteilung
Planungs­situation[A 1]
VB-E A092-G020-BY A 092 Autobahnkreuz Neufahrn bis Autobahnkreuz Flughafen München Erweiterung von sechs auf acht Fahrstreifen 6,4 92,9 2,0 mittel[18] ohne Planungsbeginn
WB* A092-G010-BY A 092 Autobahndreieck München-Feldmoching bis Autobahnkreuz Neufahrn Erweiterung von vier auf sechs Fahrstreifen 11,5 87,9 1,4 gering[18] Vorentwurf genehmigt
Gesamt 17,9 180,8
  1. Ist ein Gesehenvermerk (Vorentwurf genehmigt) erteilt, kann hinsichtlich der Prüftiefe eine weitere Trassenplausibilitätsprüfung entfallen (Umweltbericht zum BVWP 2030, Seiten 31ff.).

Für diese Projekte wird die Flächeninanspruchnahme wie folgt angegeben[18]:

  1. Autobahnkreuz Neufahrn bis Autobahnkreuz Flughafen München: 16,1 Hektar
  2. Autobahndreieck München-Feldmoching bis Autobahnkreuz Neufahrn: 19,6 Hektar

Für die zusätzlichen zwei Fahrstreifen errechnet sich bei einer Flächeninanspruchnahme von 16,1 Hektar und einer Länge 10,9 km ein Brutto-Flächenbedarf (Trassenbreite) von 25,2 m im Fall 1. Im Fall 2 sind dies 38,5 m bei 19,6 Hektar und 11,5 km.

An die Veröffentlichung des Referentenentwurfes schloss sich eine sechswöchige Öffentlichkeitsbeteiligung an. Nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen lag ein überarbeiteter Kabinettsentwurf vor. Nach der Ressortabstimmung Ende Juli 2016 hat das Bundeskabinett den Plan am 3. August 2016 beschlossen.[19][20]

Erhaltungsmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 24. Juni 2015 gab es bei der Autobahndirektion Südbayern 98 gelistete gefährliche Stellen auf der A 92, die zur Beseitigung anstehen.[21]

„Blow-up“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 28 °C wird vor „Blow-ups“ gewarnt und ab 30 °C die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h beschränkt.[21] Um die „Blow-up“-Gefahr zu reduzieren, wurden zwischen Feldmoching und Dingolfing-Ost im Abstand von 400 Metern Dehnfugen geschnitten und mit Asphalt verfüllt.[22] Diese sind etwa einen Meter breit. Bei Hitze dehnt sich der Asphalt aus und muss dann abgefräst werden. Alternativ zu den Dehnfugen wird bei Neufahrn ein neuartiger Dehnbeton getestet.[21] Die Kosten beliefen sich hierfür im Jahr 2015 auf etwa 4 Millionen Euro. Die Kosten für die 2016 ausgeführten Nacharbeiten werden auf 6 Millionen Euro beziffert.[23] Bis Mai 2016 wurde der Abschnitt München–Landshut nachgearbeitet; bis Ende des Jahres wird der restliche Abschnitt bis Deggendorf folgen. Damit kann dann auf weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen wegen „Blow-ups“ verzichtet werden.[5]

Generalsanierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 92 war vergleichbar zur A 3 mit einer Betondicke von 22 Zentimetern gebaut worden.[21] Der Verschleiß der Fahrbahndecke sowie die Gefahr durch sogenannte Blow-ups machen Stand August 2015 eine generelle Sanierung der A 92 notwendig. Nach Aussagen der Autobahndirektion Südbayern kann mit deren Durchführung ab 2018 gerechnet werden.[22] Es wird mit Kosten zwischen 300 und 500 Millionen Euro gerechnet.[21] Ein Sanierungskonzept wurde dem Bund Ende 2015 vorgelegt.[5]

Mitte Januar 2016 teilte das Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr mit, dass der Bund die entsprechenden Mittel in Höhe von rund 400 Millionen Euro (das entspricht sechs Millionen Euro pro Kilometer[5]) für die Sanierung der A 92 in Aussicht gestellt hat, so dass die Sanierung eines ersten Abschnitts zwischen den Anschlussstellen Erding und Moosburg-Süd schon ab 2017 begonnen werden kann. Insgesamt soll die A 92 auf einer Gesamtlänge von 75 km erneuert werden.[24] Der Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern teilte im Mai 2016 mit, dass der Abschnitt zwischen AS Flughafen München bis AS Dingolfing-Ost in zehn Abschnitten à sieben Kilometern saniert werden soll. Weitere Abschnitte mit entsprechenden Genehmigungsverfahren sind vorgesehen. Mit einem Abschluss der Gesamtmaßnahme wird im Jahr 2023 gerechnet. Zur Einhaltung des Zeitplans sind durchschnittlich 30 Baustellenkilometer pro Jahr notwendig. Im Verlauf der Strecke gibt es 70 Brückenbauwerke, bei denen ein Neubau zu prüfen ist. Für den Bereich Moosburg geht man davon aus, dass fünf der sechs Brückenbauwerke neu errichtet werden müssen.[5]

Rasthöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt keine Tankstellen oder Rastanlagen mit eigener Auf- und Abfahrt. So haben sich an manchen Autobahnausfahrten Rasthöfe mit Tankstellen entwickelt wie zum Beispiel der Autohof Wörth an der Isar. Eine Rastanlage Isartal soll zwischen Moosburg und Erding in Fahrtrichtung München errichtet werden.[11]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autobahnmeistereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Januar 2016 lagen die Zuständigkeiten für die A 92 wie folgt:[25]

  • im Bereich Anschlussstelle Oberschleißheim (2) und Anschlussstelle Landshut-West (12) bei der Autobahnmeisterei Freising,
  • im Bereich Anschlussstelle Landshut-West (12) und Anschlussstelle Landau a.d.Isar (22) bei der Autobahnmeisterei Freising,
  • im Bereich Anschlussstelle Landau a.d.Isar (22) und Anschlussstelle Deggendorf-Mitte (29) bei der Autobahnmeisterei Pankofen/Kirchroth.

Mautpflicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht Mautpflicht für LKW nach dem Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) auf dem 134,3 km langen Streckenabschnitt Autobahndreieck München-Feldmoching bis zur Anschlussstelle Deggendorf-Mitte.[26]

Temporärer Baustellenanschluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge des Baus des BMW-Logistikzentrums an der Autobahn bei Wallersdorf entstand auf dem Gelände eines stillgelegten Rastplatzes eine Baustellenein- und ausfahrt, so dass die Baufahrzeuge nicht durch die Ortschaft fahren müssen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Anschluss wieder zurückgebaut.[27]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 92 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A3 und A92 könnten länger als eine Woche gesperrt bleiben. Deggendorfer Zeitung, 5. Juni 2013, abgerufen am 8. Juni 2013.
  2. bast - Bundesanstalt für Straßenwesen: Automatische Zählstellen 2015 - A 92. Online auf www.bast.de, abgerufen am 23. Oktober 2016.
  3. a b Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr: Dauerzählstellen. Online auf www.baysis.bayern.de. Abgerufen am 12. Februar 2015.
  4. Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr: Datenabfrage (Straßenverkehrszählungen) A 92. Online auf www.baysis.bayern.de. Abgerufen am 9. März 2015.
  5. a b c d e Landshuter Zeitung: Sanierung mit ehrgeizigem Zeitplan, 19. Mai 2016.
  6. Planfeststellungsbeschluss Bundesautobahn A 92 München – Deggendorf, Neubau der Autobahnanschlussstelle Dingolfing-Höfen. Regierung von Niederbayern, 27. Juni 2013, abgerufen am 9. Dezember 2014 (PDF; 897 kB).
  7. Planfeststellung BAB 92 Neubau Anschlussstelle Dingolfing-Höfen – Übersichtskarte. Regierung von Niederbayern, 30. September 2011, abgerufen am 9. Dezember 2014 (PDF; 9,3 MB).
  8. Für drei Millionen Euro: Dritter Autobahnanschluss für Dingolfing. Straubinger Tagblatt, 1. August 2014, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  9. Freie Fahrt am neuen A92-Anschluss. Passauer Neue Presse, 9. Dezember 2014, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  10. Autobahndirektion Südbayern: Planfeststellungsunterlagen im Internet. Online auf www.abdsb.bayern.de. Abgerufen am 25. Januar 2015.
  11. a b Autobahndirektion Südbayern: A92 München – Deggendorf /Neubau der bewirtschafteten Rastanlage Isartal. Online auf www.abdsb.bayern.de. Abgerufen am 25. Januar 2015.
  12. a b Regierung von Oberbayern: Bundesautobahnen. Online auf www.regierung.oberbayern.bayern.de. Abgerufen am 25. Januar 2015.
  13. Autobahndirektion Südbayern: Feststellungsentwurf – Erläuterungsbericht. PDF. Online auf www.abdsb.bayern.de. Abgerufen am 25. Januar 2015.
  14. Regierung von Oberbayern: A92 München – Deggendorf /6-streifiger Ausbau AD München-Feldmoching bis AK Neufahrn. Online auf www.abdsb.bayern.de. Abgerufen am 25. Januar 2015.
  15. Planfeststellung A92 München – Deggendorf, Neubau der Anschlussstelle Plattling-Mitte mit Aufstufung der Scheiblerstraße zur Kreisstraße. Autobahndirektion Südbayern, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  16. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: Bekanntmachung zur Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen der Erstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030 vom 8. März 2016. In: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (Hrsg.): Bundesanzeiger. Bundesanzeiger Verlag, Köln 14. März 2016 (BAnz AT 14.03.2016 B4 [abgerufen am 15. März 2016]).
  17. Bayerisches Staatsministerium des Innern: Bundesverkehrswegeplan 2015 (BVWP 2015) – Projektanmeldung für den Bereich der Bundesfernstraßen in Bayern – Stand: 12. März 2013. PDF. Online auf www.stmi.bayern.de. Abgerufen am 19. Februar 2015.
  18. a b c Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: Umweltbericht zum Bundesverkehrswegeplan - Stand: März 2016. PDF. Online auf init.pro.contentstream.de, abgerufen am 23. März 2016.
  19. Kerstin Schwenn: Neuer Bundesverkehrswegeplan. Erhalt geht vor Aus- und Neubau. In: FAZ.NET. 15. Juli 2016, abgerufen am 16. Juli 2016.
  20. Kabinett beschließt Bundesverkehrswegeplan 2030. Pressemitteilung 129/2016. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, abgerufen am 3. August 2016.
  21. a b c d e Landshuter Wochenblatt: Marode A 92 ist ein Auslaufmodell, 24. Juni 2015.
  22. a b Landshuter Zeitung: Buckel in der Fahrbahn sind „gutes Zeichen“, 24. August 2015.
  23. idowa: Beginn mit Abschnitt zwischen Erding und Moosburg-Sü. 18. Januar 2016. Online auf www.idowa.de. Abgerufen am 18. Januar 2016.
  24. idowa: Dauerbaustelle auf der A92 schon ab 2017. 18. Januar 2016. Online auf www.idowa.de. Abgerufen am 18. Januar 2016.
  25. Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr: Freistaat Bayern - Straßenübersichtskarte - Zuständigkeiten der Autobahnmeistereien. PDF. 1. Januar 2016, online auf ww.baysis.bayern.de, abgerufen am 17. September 2016.
  26. Bundesanstalt für Straßenwesen: Die Mauttabelle 15.2 (BAB). PDF. Online auf www.mauttabelle.de. Abgerufen am 3. Juli 2015.
  27. Beitrag von DonauTV zum Bau des BMW-Logistikzentrums, abgerufen am 7. November 2016