Fahrenzhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fahrenzhausen
Fahrenzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fahrenzhausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 21′ N, 11° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 465 m ü. NHN
Fläche: 37,64 km2
Einwohner: 5041 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85777
Vorwahl: 08133
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 123
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 21
85777 Fahrenzhausen
Website: www.fahrenzhausen.de
Bürgermeister: Heinrich Stadlbauer (FBL)
Lage der Gemeinde Fahrenzhausen im Landkreis Freising
Landkreis DachauLandkreis ErdingLandkreis KelheimLandshutLandkreis LandshutLandkreis MünchenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmAllershausenAttenkirchenAu in der HallertauEching (Landkreis Freising)FahrenzhausenFreisingGammelsdorfHaag an der AmperHallbergmoosHörgertshausenHohenkammerKirchdorf an der AmperKranzbergLangenbach (Oberbayern)MarzlingMauernMoosburg an der IsarNandlstadtNeufahrn bei FreisingRudelzhausenWang (Oberbayern)WolfersdorfPaunzhausenZollingKarte
Über dieses Bild

Fahrenzhausen ist eine Gemeinde an der Amper im oberbayerischen Landkreis Freising.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrenzhausen hat 17 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrenzhausen wurde im Jahr 1020 erstmals urkundlich erwähnt und wird 1372 als Schrannenort, also als ein Ort, an dem Gericht gehalten wurde, bezeichnet. Fahrenzhausen gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Dachau des Kurfürstentums Bayern. Der Ort wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbstständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der bayrischen Gemeindegebietsreform wurde Fahrenzhausen am 1. Juli 1972 um Großnöbach (mit Jarzt) vergrößert. Gleichzeitig wechselte die vergrößerte Gemeinde in den Landkreis Freising.[3] Am 1. Januar 1977 wurden etwa 150 Einwohner der Gemeinde Haimhausen und am 1. Januar 1978 etwa 50 Einwohner der ehemaligen Gemeinde Günzenhausen (bei Eching) nach Fahrenzhausen umgegliedert. Schließlich wurde am 1. Mai 1978 der frühere Hofmarksort Kammerberg eingemeindet.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2564 Einwohner
  • 1970: 2800 Einwohner
  • 1987: 3120 Einwohner
  • 1991: 3369 Einwohner
  • 1995: 3584 Einwohner
  • 2000: 3916 Einwohner
  • 2005: 4505 Einwohner
  • 2010: 4624 Einwohner
  • 2015: 4784 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014
 %
40
30
20
10
0
25,0 %
31,3 %
31,2 %
12,5 %
FBL
FWE
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,8 %p
+3,7 %p
+2,3 %p
-3,2 %p
FBL
FWE

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat. Seit März 2002 gehören dem Gemeinderat vier Parteien und Gruppierungen an:[5]

Partei / Wählergruppe 2002 2008 2014
CSU 5 5 4
SPD 2 2 2
Freie Wählergruppe Einigkeit 6 5 5
Freie Bürgerliste 3 4 5
Gesamt 16 16 16

Nach Prozenten wurde folgendermaßen abgestimmt:

Partei / Wählergruppe 2002 2008 2014
CSU 33,5 27,8 22,5
SPD 12,9 15,7 13,8
Freie Wählergruppe Einigkeit 33,8 28,9 29,0
Freie Bürgerliste 19,8 27,6 34,7
Gesamt 100 100 100

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Ersten Bürgermeister wurde im März 2014 Heinrich Stadlbauer von der Freien Bürgerliste mit 53,4 % der Stimmen gewählt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 31, im produzierenden Gewerbe 386 und im Bereich Handel und Verkehr 176 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 247 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1410. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 99 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2225 ha, davon waren 1837 ha Ackerfläche und 358 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2017):

  • 4 Einrichtungen mit 334 Plätzen und 241 Besuchern, davon 41 unter drei Jahren
  • 1 Volksschule mit acht Klassen und 175 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl von Paur (1804–1873), Beamter und Politiker, wurde im Ortsteil Unterbruck geboren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Fahrenzhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 16. August 2018
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 443.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens- Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/index.php

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fahrenzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien