Fahrenzhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fahrenzhausen
Fahrenzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fahrenzhausen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 21′ N, 11° 34′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 465 m ü. NHN
Fläche: 37,64 km2
Einwohner: 5026 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85777
Vorwahl: 08133
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 123
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 21
85777 Fahrenzhausen
Website: www.fahrenzhausen.de
Bürgermeister: Heinrich Stadlbauer (Freie Bürgerliste[2])
Lage der Gemeinde Fahrenzhausen im Landkreis Freising
Landkreis DachauLandkreis ErdingLandkreis KelheimLandshutLandkreis LandshutLandkreis MünchenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmAllershausenAttenkirchenAu in der HallertauEching (Landkreis Freising)FahrenzhausenFreisingGammelsdorfHaag an der AmperHallbergmoosHörgertshausenHohenkammerKirchdorf an der AmperKranzbergLangenbach (Oberbayern)MarzlingMauernMoosburg an der IsarNandlstadtNeufahrn bei FreisingRudelzhausenWang (Oberbayern)WolfersdorfPaunzhausenZollingKarte
Über dieses Bild
Fahrenzhausen

Fahrenzhausen ist eine Gemeinde und eine Ortschaft im oberbayerischen Landkreis Freising.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Amper, etwa 25 km nördlich von München.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 17 amtlich benannte Gemeindeteile:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrenzhausen wurde im Jahr 1020 erstmals urkundlich erwähnt und wird 1372 als Schrannenort, also als ein Ort, an dem Gericht gehalten wurde, bezeichnet. Fahrenzhausen gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Dachau des Kurfürstentums Bayern. Der Ort wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbstständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der bayrischen Gemeindegebietsreform wurde Fahrenzhausen am 1. Juli 1972 um Großnöbach (mit Jarzt) vergrößert. Gleichzeitig wechselte die vergrößerte Gemeinde vom Landkreis Dachau in den Landkreis Freising.[4] Am 1. Januar 1977 wurden etwa 150 Einwohner der Gemeinde Haimhausen und am 1. Januar 1978 etwa 50 Einwohner der ehemaligen Gemeinde Günzenhausen (bei Eching) nach Fahrenzhausen umgegliedert. Schließlich wurde am 1. Mai 1978 der frühere Hofmarksort Kammerberg eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3.166 auf 5.041 Einwohner bzw. um 59,2 %.

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2ß15
Einwohner 2564 2800 3120 3369 3584 3916 4505 4624 4784

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2020
Wahlbeteiligung: 56,42 %
 %
40
30
20
10
0
26,2 %
9,8 %
2,5 %
33,8 %
27,7 %
FBL
FWE
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,2 %p
-2,7 %p
+2,5 %p
+2,5 %p
-3,5 %p
FBL
FWE

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002, 2008, 2014 und 2020 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:[6]

Partei / Wählergruppe 2002 2008 2014 2020
CSU 5 5 4 5
SPD 2 2 2 2
FDP 1
Freie Wählergruppe Einigkeit 6 5 5 5
Freie Bürgerliste 3 4 5 7
Gesamt 16 16 16 20

Nach Prozenten wurde folgendermaßen abgestimmt:

Partei / Wählergruppe 2002 2008 2014 2020
CSU 33,5 % 27,8 % 22,5 % 26,2 %
SPD 12,9 % 15,7 % 13,8 % 09,8 %
FDP 02,5 %
Freie Wählergruppe Einigkeit 33,8 % 28,9 % 29,0 % 27,7 %
Freie Bürgerliste 19,8 % 27,6 % 34,7 % 33,8 %
Gesamt 100 % 100 % 100 % 100 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Ersten Bürgermeister wurde im März 2014 Heinrich Stadlbauer von der Freien Bürgerliste mit 53,4 % der Stimmen gewählt. Bei der Kommunalwahl 2020 wurde er mit 67,7 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Fahrenzhausen.svg
Wappenbeschreibung

„In Silber eine eingeschweifte blaue Spitze, darin über gesenktem silbernem Wellenbalken eine silberne Schalenwaage, die mit fünf roten Edelsteinen besetzt ist; rechts oben ein links gewendeter, rot bekrönter schwarzer Mohrenkopf mit rotem Ohrring und rotem Kragen, links oben ein rotes Beil.“[7]

Wappenerklärung[8]

Der Wellenbalken weist hin auf die Lage der Gemeinde an der Amper. Im Mittelpunkt des Wappens steht die Waage als Gerichtssymbol, das auf die Bedeutung von Fahrenzhausen als Gerichtssitz im Mittelalter hinweist.

Der gekrönte „Mohrenkopf“ steht für die Gemeindeteile, die zum Hochstift Freising gehörten, das eine ebensolche Darstellung im Wappen führt. Das Beil ist in den Familienwappen einiger Geschlechter zu finden, die im heutigen Gemeindegebiet Grundherrschaft und Gerichtsrechte ausübten.

Kirche St. Veit

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die spätgotische Pfarrkirche St.Veit aus dem 15. Jahrhundert wurde später im Stil des Barock umgestaltet. Charakteristisch und weithin sichtbar ist der schlanke Zwiebelturm.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 44, im produzierenden Gewerbe 530 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 431 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren es 172 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 2304. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Im Jahr 2016 bestanden Zudem 54 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 2038 ha, davon waren 1759 ha Ackerfläche und 247 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab es folgende Einrichtungen:

  • vier Kindertageseinrichtungen mit 286 Plätzen und 244 betreuten Kindern, davon 43 unter drei Jahren
  • eine Volksschule mit acht Klassen und 189 Schülern, die von elf Lehrern unterrichtet wurden (Schuljahr 2017/18)

Im Ort geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl von Paur (1804–1873), Beamter und Politiker, wurde im Ortsteil Unterbruck geboren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fahrenzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinderat-Detailansicht. Gemeinde Fahrenzhausen, abgerufen am 28. Juni 2020.
  3. Gemeinde Fahrenzhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. September 2019.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 443.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  6. Gemeinde Fahrenzhausen: Wahl des Gemeinderats 2020, Amtliches Endergebnis, abgerufen am 22. Juni 2020
  7. Eintrag zum Wappen von Fahrenzhausen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Website der Gemeinde: Das Wappen von Fahrenzhausen