Zurück in die Zukunft III

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Filmdaten
Deutscher Titel Zurück in die Zukunft III
Originaltitel Back to the Future Part III
Zurück in die zukunft 3 logo.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1990
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Robert Zemeckis
Drehbuch Bob Gale
Produktion Neil Canton
Bob Gale
Musik Alan Silvestri
Kamera Dean Cundey
Schnitt Harry Keramidas
Arthur Schmidt
Besetzung

Zurück in die Zukunft III (Originaltitel: Back to the Future Part III) ist eine Science-Fiction-Filmkomödie des Regisseurs Robert Zemeckis aus dem Jahr 1990. Das Drehbuch zum Film schrieb Bob Gale. Der Film stellt den dritten Teil der Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie dar. Der erste Teil Zurück in die Zukunft erschien 1985, der zweite Teil Zurück in die Zukunft II wurde 1989 veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung beginnt mit der Wiederholung der letzten beiden Minuten aus dem zweiten Teil: Am 12. November 1955 um 22:04 Uhr schlägt der Blitz in die Rathausuhr von Hill Valley ein, Marty McFly reist in dem von Dr. Brown zur Zeitmaschine umgebauten DeLorean DMC-12 zurück in seine Zeit 1985, und der andere Marty (aus der Zeitreise des zweiten Films) läuft kurz darauf auf Brown zu und spricht ihn an. Brown fällt in Ohnmacht.

Am nächsten Tag zeigt Marty dem Dr. Brown des Jahres 1955 den Brief des Dr. Brown aus dem Jahr 1885, in das er zum Ende des letzten Films versetzt wurde. Mit Datum 1. September 1885 berichtet Brown, dass er glücklich als Schmied im „Wilden Westen“ lebe. Die beschädigte Zeitmaschine habe er in einem Stollen versteckt. 1955-Brown und Marty suchen den Stollen auf und finden das Auto, stoßen jedoch in der Nähe auf den Grabstein des Dr. Brown, der den 7. September 1885 als Todesdatum nennt, also sechs Tage nachdem er den Brief geschrieben hatte. Brown sei von Buford Tannen wegen einer Auseinandersetzung um 80 Dollar in den Rücken geschossen worden.

Die Zeitmaschine kann anhand eines Schaltplans mit Bauteilen aus den 50er Jahren notrepariert werden – dabei wird ein winziger IC „made in Japan“ durch eine riesige Konstruktion aus Elektronenröhren auf der Motorhaube ersetzt – und Marty reist damit zum 2. September 1885 zurück, um Brown vor dem Tod zu retten. Die neue Zeitreise beginnt in einem Autokino, wobei Marty direkt auf ein Plakat zufährt, das Indianer auf Pferden darstellt. Auf seinen Einwand, dass er in die Indianer fahren würde, entgegnet Doc Brown, dass dort im Jahr 1885 keine Indianer seien. (Bei der Ankunft landet Marty allerdings genau in einer Verfolgungsjagd zwischen Indianern und Kavallerie.) Marty versteckt den Wagen in einer Höhle. Auf der Flucht vor einem Bären stürzt Marty einen Abhang hinunter und wird ohnmächtig. Als er aufwacht, befindet er sich auf der Farm der aus Irland eingewanderten Familie McFly, offensichtlich seine Vorfahren. Marty nennt sich ihnen gegenüber Clint Eastwood.

In Hill Valley besucht er den Saloon und trifft dort auf Buford „Mad Dog“ Tannen und dessen Bande. Er gerät mit ihnen aneinander, und sie wollen ihn gerade hängen, als Doc Brown auftaucht und ihn rettet. Marty erzählt ihm von der Grabinschrift und davon, dass die Inschrift von einer Clara erstellt wurde, welche offenbar seine Geliebte war. Brown kennt allerdings keine Clara. Später erfährt man, dass die neue Lehrkraft von Hill Valley so heißt: Clara Clayton. Als Wissenschaftler will Brown weder die Geschichte verändern noch Bindungen eingehen, darum entscheidet er sich, die Frau nicht treffen zu wollen. Stattdessen planen Brown und Marty, in ihre jeweiligen Gegenwarten zurückzukehren.

Leider wurde die Zeitmaschine durch einen Indianerpfeil beschädigt und hat keinen Treibstoff mehr. Beim Versuch, den Motor mit hochprozentigem Alkohol zu betreiben, wird die Einspritzanlage irreparabel beschädigt. Um das Auto auf die 88 Meilen pro Stunde (etwa 142 km/h) zu beschleunigen, bleibt nur, es mit einer Dampflokomotive anzuschieben. Brown kennt eine geeignete, geradlinige und ebene Bahnstrecke, welche zur Clayton-Schlucht führt. Bei der Inspektion der Gleise trifft Brown auf Clara, deren Kutschpferde durchgegangen waren, und rettet sie. Die beiden verlieben sich.

Buford Tannen will Brown erschießen, doch Marty geht dazwischen. Tannen fordert ihn für den folgenden Montag – den Tag der geplanten Abreise – zum Duell. Brown seinerseits muss sich zwischen seiner Liebe und seinem Verstand entscheiden. Er beichtet Clara die Zeitreise. Clara unterstellt ihm eine billige Ausrede, die er bei Jules Verne gefunden habe. Am Boden zerstört sucht Doc Brown den Saloon auf, wo er sich zwar nicht betrinkt (er verträgt keinen Alkohol), aber durch seine Erzählungen aus den 1980er Jahren doch einen volltrunkenen Eindruck erweckt.

Marty kann sich am nächsten Morgen vor dem Duell nicht drücken, wirft aber seine Waffe weg, Tannen gibt einen Schuss ab, und Marty geht zu Boden. Als Tannen siegessicher vor ihm steht, entwaffnet ihn Marty. Er hatte sich die Eisentür eines Ofens vor den Körper geschnallt, die die Kugel abfing (der Trick stammt aus einer Szene des Clint-Eastwood-Films Für eine Handvoll Dollar, die Marty im zweiten Zurück-in-die-Zukunft-Film gezeigt wird). Nun soll die Heimreise losgehen.

Indessen erkennt Clara, dass Brown sie nicht belogen hat. Sie findet die Pläne der beiden und reitet ihnen hinterher. Sie holt die beiden ein, als die Dampflokomotive schon fährt. Nach einer akrobatischen Szene auf dem fahrenden Zug gelangt nur Marty rechtzeitig in die Zeitmaschine und kehrt allein ins Jahr 1985 zurück, wo die Schlucht inzwischen den Namen Eastwood-Schlucht trägt, da man glaubte, er sei zusammen mit der Dampflokomotive in die Schlucht gestürzt. Als kurz darauf ein moderner Eisenbahnzug auf dem Gleis entgegenkommt, wird der DeLorean völlig zerstört.

Zum Ende des Films erreichen auch Brown und seine Frau Clara das Jahr 1985, in einer zur Zeitmaschine umfunktionierten Dampflokomotive. Er stellt seine beiden Kinder Jules und Verne vor und verabschiedet sich mit den Worten: „Deine Zukunft ist noch nicht geschrieben. Die Zukunft ist, was du daraus machst.“

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Im Film wird der Roman Von der Erde zum Mond aus dem Jahr 1865 von Jules Verne zitiert.
  • Die Bauten für Hill Valley entstanden extra für diesen Film unter freiem Himmel in Jamestown, Kalifornien. 1996 wurde die Westernstadt durch ein Feuer zerstört; ironischerweise entfacht durch einen Blitzeinschlag.
  • Bob Gale und Robert Zemeckis holten von Clint Eastwood die Erlaubnis dafür ein, dass sein Name so oft im Film genannt wird; er ist im Abspann auch der letzte von den „Special Thanks“.
  • Michael J. Fox wurde während der Szene, in der Buford ihn hängen will, einmal versehentlich tatsächlich aufgehängt und verlor für kurze Zeit das Bewusstsein. Er beschreibt diese Nahtoderfahrung in seiner Autobiographie Comeback.
  • Einige Szenen, die Michael J. Fox während des Eisenbahn-Finales im DeLorean zeigen, mussten rückwärts gedreht werden, da die Versicherung befürchtete, der Zug könnte beim Vorwärtsfahren entgleisen.
  • Das spektakuläre Ende der Zugfahrt wurde mit einem Eisenbahnmodell im Maßstab 1:4 gefilmt, für dessen Bau ILM zwei Monate gebraucht hatte.
  • Der Zug der „Rail Town 1897“ in Jamestown, Kalifornien war in vielen Western zu sehen, einschließlich „Zwölf Uhr mittags“ und „Pale Rider – Der namenlose Reiter“.
  • Tom Wilson trainierte mit dem Weltmeister und Schnellschuss-Experten Arvo Ojala, um Bufords Waffe gekonnt zu bedienen und „der schnellste Schütze im Westen“ zu werden.
  • Bei der Einweihung der Rathausuhr wird im Anschluss an die Ansprache des Bürgermeisters der Battle Cry of Freedom intoniert.
  • Die drei Mitglieder der Band ZZ Top haben im Film einen Gastauftritt und spielen in einer Tanzkapelle die Trommel und die beiden Gitarren. Zudem steuerten sie zum Soundtrack des Films den Titel Doubleback bei, welcher auch während des Abspanns gespielt wird.
  • Die Dreharbeiten begannen im September 1989 und endeten am 22. Januar 1990.
  • Die Produktionskosten wurden auf rund 40 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 244 Millionen US-Dollar ein, davon rund 87 Millionen US-Dollar in den USA.
  • Kinostart in den USA war am 25. Mai 1990, in Deutschland am 12. Juli 1990.
  • Der Westernfilm A Million Ways to Die in the West aus dem Jahr 2014 handelt im Jahr 1882. Christopher Lloyd hat als Doc Brown einen Cameo-Auftritt. Man sieht ihn in seiner Werkstatt an dem DeLorean arbeiten.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

  • Lexikon des internationalen Films: „Nicht so ausgereift wie seine beiden Vorgänger, liefert der Film nach einem verwirrenden Anfang in erster Linie eine Western-Parodie mit anachronistischen Elementen. Endprodukt einer Erfolgs-Serie, das zwar deutliche Ermüdungserscheinungen aufweist, für ein unterhaltendes Filmerlebnis aber noch gut genug ist.“[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ralph Sander: Dreimal Zukunft und zurück. Einige Anmerkungen zu Robert Zemeckis’ Zeitreise-Trilogie „Back to the Future“. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 1996, Wilhelm Heyne Verlag, München, ISBN 3-453-09445-X, S. 293–302

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zurück in die Zukunft III im Lexikon des internationalen Films