Allmannsweiler

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Allmannsweiler (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Allmannsweiler
Allmannsweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Allmannsweiler hervorgehoben
48.0283333333339.5936111111111625Koordinaten: 48° 2′ N, 9° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 625 m ü. NHN
Fläche: 4,1 km²
Einwohner: 305 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88348
Vorwahl: 07582
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Buchauer Straße 2
88348 Allmannsweiler
Webpräsenz: www.allmannsweiler-bc.de
Bürgermeister: Stefan Koch
Lage der Gemeinde Allmannsweiler im Landkreis Biberach
Bayern Alb-Donau-Kreis Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Sigmaringen Ulm Achstetten Alleshausen Allmannsweiler Altheim (bei Riedlingen) Attenweiler Bad Buchau Bad Schussenried Berkheim Betzenweiler Ummendorf (bei Biberach) Biberach an der Riß Burgrieden Dettingen an der Iller Dürmentingen Dürnau (Landkreis Biberach) Eberhardzell Erlenmoos Erolzheim Riedlingen Ertingen Gutenzell-Hürbel Hochdorf (Riß) Ingoldingen Kanzach Kirchberg an der Iller Kirchdorf an der Iller Kirchdorf an der Iller Langenenslingen Laupheim Laupheim Maselheim Mietingen Mittelbiberach Moosburg (Federsee) Ochsenhausen Oggelshausen Riedlingen Riedlingen Riedlingen Rot an der Rot Schemmerhofen Schwendi Seekirch Steinhausen an der Rottum Tannheim (Württemberg) Tiefenbach (Federsee) Ummendorf (bei Biberach) Unlingen Unlingen Uttenweiler Wain WarthausenKarte
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Allmannsweiler ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg bei Bad Buchau am Federsee.

Geographie[Bearbeiten]

Allmannsweiler liegt in einem hügeligen Moränengebiet am Rande des Federseebeckens im Tal des Bierstetter Bachs in der Nähe des Bussens.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Siedlung wurde vermutlich im 8. Jahrhundert gegründet und urkundlich wohl 1268 als Albinswil erstmals erwähnt, 1292 wurde sie sicher als Almswiler genannt. Allmannsweiler gehörte zur Stadt Saulgau, kam mit dieser 1298 in Besitz der Habsburger und war bis 1746 Teil Vorderösterreichs. In dieser Zeit gehörte der Ort zum Amt Bierstetten und war ab 1386 an die Truchsessen von Waldburg verpfändet, die ihn ihrerseits ab 1588 an die Grafen von Zimmern und die Herren von Königsegg weiterverpfändeten. 1746 übertrug das Haus Waldburg Besitz und Grundherrschaft an das Kloster Schussenried. Nach der Säkularisation 1803 kam der Ort mit dem Kloster zunächst an die Grafen von Sternberg-Manderscheid, die aber nie tatsächlich die Herrschaft ausübten. 1806 wurde Allmannsweiler staatshoheitlich Teil des Königreichs Württemberg, 1814 übergaben die Grafen von Sternberg der württembergischen Krone auch den Besitz. Von 1806 bis zu dessen Auflösung war Allmannsweiler Teil des Oberamts Saulgau (ab 1938: Landkreis Saulgau). Am 1. Januar 1973 wurde die Gemeinde Teil des Landkreises Biberach, hat aber kurioserweise nach wie vor die Saulgauer Postleitzahl.

Religionen[Bearbeiten]

Die Pfarrei Hl. Kreuz wurde wie der Ort erstmals 1268(?) und sicher 1292 urkundlich genannt. Ursprünglich in Besitz des Stifts Buchau, wurde sie 1392 an das Kloster Schussenried verkauft. Die Gemeinde gehört heute als Filialkirchengemeinde zur Pfarrei St. Sebastian in Bad Schussenried-Reichenbach im Dekanat Biberach der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Die evangelischen Christen gehören zur Kirchengemeinde Bad Buchau im Dekanat Riedlingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Ort ist stark landwirtschaftlich geprägt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zum Heiligen Kreuz
  • Katholische Filialkirche Zum Heiligen Kreuz, gotische Kirche, vermutlich 1392 errichtet, mit gotischem Turm von 1516–1517, 1737 im Stil des Barock umgebaut, 1825–1826 erweitert, 1969 renoviert.
    Ausstattung: Taufstein um 1600, Hochaltarbild (zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts), Kreuzigungsgruppe (Maria und Johannes, zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts), Strahlenmonstranz (Mitte der 1740er-Jahre), weitgehend erhaltene Orgel von Alois Späth (1870), außen Gedenktafel für Gefallene des Russlandfeldzugs 1812.
  • Wegkapelle an der Straße von Allmannsweiler zum Ottobeurer Hof.

Alle Kulturdenkmale sind in der Liste der Kulturdenkmale in Allmannsweiler verzeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Allmannsweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)