Kreisreform Baden-Württemberg 1973

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 fand in Baden-Württemberg eine Kreisgebietsreform statt, bei der 32 Landkreise neu gebildet wurden und drei Landkreise unverändert oder nahezu unverändert bestehen blieben. Bereits in den Jahren zuvor, d. h. seit 1967, hatte es zur Vorbereitung der Kreisreform Umgliederungen einzelner Gemeinden gegeben.[1] Außerdem lief seit 1970 die freiwillige Phase der Gebietsreform in Baden-Württemberg, in der es bereits mehrere Gemeindezusammenschlüsse über die Kreisgrenzen hinweg gegeben hatte.[2]

Landkreise 1967
Landkreise 1975
Veranschaulichung der Änderungen
In diesem Artikel fehlen folgende wichtige Informationen: Der Artikel enthält nur eine Auflistung, welche Orte den Landkreis gewechselt hat. Aber eine Beschreibung der politischen Umstände, der historischen Hintergründe sowie der gesellschaftlichen Debatte fehlt völlig!

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Zusammensetzung der Landkreise[Bearbeiten]

Die Aufzählungen geben im Wesentlichen das Kreisreformgesetz vom 26. Juli 1971[3] wieder. Abweichungen und spätere Änderungen der Kreisgrenzen sind als Anmerkungen hinzugefügt.[4] [5]

Alb-Donau-Kreis[Bearbeiten]

Alb-Donau-Kreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Ulm:

Landkreis Biberach[Bearbeiten]

Landkreis Biberach mit dem Sitz des Landratsamtes in Biberach an der Riß:

Landkreis Böblingen[Bearbeiten]

Landkreis Böblingen mit dem Sitz des Landratsamtes in Böblingen:

Bodenseekreis[Bearbeiten]

Bodenseekreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Friedrichshafen:

Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald[Bearbeiten]

Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit dem Sitz des Landratsamtes in Freiburg im Breisgau:

Landkreis Calw[Bearbeiten]

Landkreis Calw mit dem Sitz des Landratsamtes in Calw:

Landkreis Emmendingen[Bearbeiten]

Der Landkreis Emmendingen wurde nur in geringem Umfang verändert.

Es kamen lediglich einige Gemeinden des Landkreises Freiburg zum Kreisgebiet:

  • die Gemeinde Jechtingen am 1. Januar 1973
  • Infolge der noch nicht abgeschlossenen Gemeindereform wurden nach 1973 noch die beiden Gemeinden Kiechlinsbergen[8] und Leiselheim[9] umgegliedert.

Enzkreis[Bearbeiten]

Enzkreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Pforzheim:

Landkreis Esslingen[Bearbeiten]

Landkreis Esslingen mit dem Sitz des Landratsamtes in Esslingen:[7]

Landkreis Freudenstadt[Bearbeiten]

Landkreis Freudenstadt mit dem Sitz des Landratsamtes in Freudenstadt:

Landkreis Göppingen[Bearbeiten]

Der Landkreis Göppingen blieb im Wesentlichen unverändert.

Es gab nur folgende Änderungen:

  • Der Ort Lenglingen wurde in die Stadt Göppingen eingemeindet. Er gehörte bis 1972 zur Gemeinde Großdeinbach, Landkreis Schwäbisch Gmünd, wurde dann in die Stadt Schwäbisch Gmünd eingegliedert und kam 1973 dann zu Göppingen
  • Bereits vor der Kreisreform 1973 war der Landkreis Göppingen um drei Orte vergrößert worden: Am 1. April 1972 war die Gemeinde Maitis (Landkreis Schwäbisch Gmünd) infolge der Eingliederung in die Stadt Göppingen dem Landkreis Göppingen zugeteilt worden. Ferner waren Türkheim und Waldhausen, beide bis 1972 zum Landkreis Ulm gehörig, am 1. Januar 1971 bzw. 1. März 1972 in die Stadt Geislingen an der Steige eingegliedert worden und somit zum Landkreis Göppingen gekommen.

Landkreis Heidenheim[Bearbeiten]

Der Landkreis Heidenheim blieb als einziger unverändert.

Landkreis Heilbronn[Bearbeiten]

Landkreis Heilbronn mit dem Sitz des Landratsamtes in Heilbronn:

Hohenlohekreis[Bearbeiten]

Hohenlohekreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Künzelsau:

Landkreis Karlsruhe[Bearbeiten]

Landkreis Karlsruhe mit dem Sitz des Landratsamtes in Karlsruhe:

Landkreis Konstanz[Bearbeiten]

Landkreis Konstanz mit dem Sitz des Landratsamtes in Konstanz:

Landkreis Lörrach[Bearbeiten]

Landkreis Lörrach mit dem Sitz des Landratsamtes in Lörrach:

Landkreis Ludwigsburg[Bearbeiten]

Landkreis Ludwigsburg mit dem Sitz des Landratsamtes in Ludwigsburg:

Odenwaldkreis[Bearbeiten]

Odenwaldkreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Mosbach (am 10. September 1974 Umbenennung in Neckar-Odenwald-Kreis wegen der Verwechslungsgefahr mit dem hessischen Odenwaldkreis):

Ortenaukreis[Bearbeiten]

Ortenaukreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Offenburg:

Ostalbkreis[Bearbeiten]

Ostalbkreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Aalen:

Landkreis Rastatt[Bearbeiten]

Landkreis Rastatt mit dem Sitz des Landratsamtes in Rastatt:

Landkreis Ravensburg[Bearbeiten]

Landkreis Ravensburg mit dem Sitz des Landratsamtes in Ravensburg:

Rems-Murr-Kreis[Bearbeiten]

Rems-Murr-Kreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Waiblingen:

Landkreis Reutlingen[Bearbeiten]

Landkreis Reutlingen mit dem Sitz des Landratsamtes in Reutlingen:

Rhein-Neckar-Kreis[Bearbeiten]

Rhein-Neckar-Kreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Heidelberg:

Landkreis Rottweil[Bearbeiten]

Landkreis Rottweil mit dem Sitz des Landratsamtes in Rottweil:

Landkreis Schwäbisch Hall[Bearbeiten]

Landkreis Schwäbisch Hall mit dem Sitz des Landratsamtes in Schwäbisch Hall:

Schwarzwald-Baar-Kreis[Bearbeiten]

Schwarzwald-Baar-Kreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Villingen-Schwenningen:

Landkreis Sigmaringen[Bearbeiten]

Der neue Landkreis Sigmaringen mit ehemals badischen, württembergischen und hohenzollerischen Anteilen

Landkreis Sigmaringen mit dem Sitz des Landratsamtes in Sigmaringen:

Tauberkreis[Bearbeiten]

Tauberkreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Tauberbischofsheim (am 1. Januar 1974 Umbenennung in Main-Tauber-Kreis):

Landkreis Tübingen[Bearbeiten]

Landkreis Tübingen mit dem Sitz des Landratsamtes in Tübingen

Landkreis Tuttlingen[Bearbeiten]

Landkreis Tuttlingen mit dem Sitz des Landratsamtes in Tuttlingen:

Landkreis Waldshut[Bearbeiten]

Landkreis Waldshut mit dem Sitz des Landratsamtes in Waldshut:

Zollernalbkreis[Bearbeiten]

Zollernalbkreis mit dem Sitz des Landratsamtes in Balingen:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. GesBl 147/1968, betreffend Eingliederung der Gemeinden Achberg, Burgau, Gaisweiler, alle Landkreis Sigmaringen, Adelsreute, Wangen, beide Landkreis Überlingen, und Wilflingen, Landkreis Hechingen, in andere Landkreise sowie die Aufhebung weiterer Exklaven, die keine selbständigen Gemeinden darstellten. Siehe auch: Territoriale Besonderheiten in Südwestdeutschland nach 1810
  2. GesBl 515/1970, betreffend Eingliederung der Gemeinden Korb, Landkreis Buchen, Nordhalden, Landkreis Konstanz, Reutin, Landkreis Rottweil, Türkheim, Landkreis Ulm, in Gemeinden anderer Landkreise und Vereinigung der Gemeinden Immeneich, Landkreis Waldshut, und Schlageten, Landkreis Säckingen
  3. Erstes Gesetz zur Verwaltungsreform, GesBl 314/1971
  4. Zwischen dem 1. September 1971 und dem 31. Dezember 1972 wurden in rund 70 Fällen Landkreisgrenzen durch Eingemeindung oder Neubildung von Gemeinden verändert. Sofern dies ohne Auswirkung auf den Zuschnitt der neuen Landkreise blieb, wird es im Folgenden nicht erwähnt.
  5. Im Zuge der Gemeindereform wurden von 1970 bis 1975 insgesamt 41 Gemeinden in Stadtkreise eingemeindet. Sie werden im Folgenden nicht erwähnt.
  6. a b Am 1. November 1972 wurde Moosbeuren nach Oberstadion eingemeindet (GABl 1312/1972) und kam deshalb nicht zum Landkreis Biberach.
  7. a b Am 1. Januar 1975 vereinigten sich Leinfelden und Musberg, beide Landkreis Böblingen, mit Echterdingen und Stetten auf den Fildern, beide Landkreis Esslingen, zur neuen Gemeinde (Stadt) Leinfelden-Echterdingen im Landkreis Esslingen (Besonderes Gemeindereformgesetz §74, GesBl 248/1974).
  8. a b Am 1. Januar 1974 wurde Kiechlinsbergen nach Endingen eingemeindet (GABl 82/1974) und kam dadurch zum Kreis Emmendingen.
  9. a b Am 1. April 1974 wurde Leiselheim nach Sasbach eingemeindet (GABl 485/1974) und kam dadurch zum Kreis Emmendingen.
  10. a b Am 1. September 1973 wurde Schönenbach, Landkreis Waldshut, nach Schluchsee, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, eingemeindet (GABl 865/1973).
  11. a b Am 1. Januar 1973 wurde Hochdorf, bisher Landkreis Horb, nach Nagold eingemeindet (GABl 1144/1972) und kam deshalb nicht zum Landkreis Freudenstadt.
  12. a b Am 1. Oktober 1974 wurde Garrweiler, Landkreis Freudenstadt, nach Altensteig, Landkreis Calw, eingemeindet (GABl 801/1974).
  13. a b Am 1. März 1972 wurde Roßwag nach Vaihingen an der Enz eingemeindet (GABl 376/1972) und kam deshalb nicht zum Enzkreis.
  14. a b Am 1. April 1974 wurde Busenweiler, Landkreis Freudenstadt, nach Dornhan, Landkreis Rottweil, eingemeindet (GABl 236/1974).
  15. a b Am 1. Dezember 1972 wurden Baisingen und Ergenzingen (mit dem zuvor eingemeindeten Eckenweiler), bisher Landkreis Horb, nach Rottenburg am Neckar eingemeindet (GABl 1420/1972) und kamen deshalb nicht zum Landkreis Freudenstadt.
  16. a b Am 1. Januar 1973 wurde Gerichtstetten nach Hardheim eingemeindet (GABl 98/1973) und kam deshalb nicht zum Tauberkreis.
  17. a b Am 1. Januar 1975 vereinigte sich (die am 1. November 1973 aus Rechenberg und Stimpfach neu gebildete Gemeinde) Stimpfach, Ostalbkreis, mit Weipertshofen, Landkreis Schwäbisch Hall, zur neuen Gemeinde Stimpfach im Landkreis Schwäbisch Hall (Besonderes Gemeindereformgesetz §42 (2), GesBl 248/1974).
  18. a b Am 1. Juli 1974 wurde Hörschwag nach Burladingen, Zollernalbkreis, eingemeindet (GABl 662/1974).
  19. a b Am 1. Februar 1973 vereinigte sich Schömberg, Zollernalbkreis, mit Schörzingen, Landkreis Rottweil, zur neuen Stadt Schömberg (GABl 259/1973).
  20. a b Am 1. Januar 1974 vereinigte sich Deißlingen mit Lauffen ob Rottweil zur neuen Gemeinde Deißlingen (GABl 80/1974) und kam dadurch vom Schwarzwald-Baar-Kreis zum Landkreis Rottweil.

Siehe auch[Bearbeiten]