Dettingen an der Iller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dettingen an der Iller
Dettingen an der Iller
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dettingen an der Iller hervorgehoben
48.10888888888910.111944444444545Koordinaten: 48° 7′ N, 10° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 545 m ü. NHN
Fläche: 11,14 km²
Einwohner: 2292 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 206 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88451
Vorwahl: 07354
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 031
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberdettinger Str. 16
88451 Dettingen an der Iller
Webpräsenz: www.dettingen-iller.de
Bürgermeister: Alois Ruf
Lage der Gemeinde Dettingen an der Iller im Landkreis Biberach
Bayern Alb-Donau-Kreis Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Sigmaringen Ulm Achstetten Alleshausen Allmannsweiler Altheim (bei Riedlingen) Attenweiler Bad Buchau Bad Schussenried Berkheim Betzenweiler Ummendorf (bei Biberach) Biberach an der Riß Burgrieden Dettingen an der Iller Dürmentingen Dürnau (Landkreis Biberach) Eberhardzell Erlenmoos Erolzheim Riedlingen Ertingen Gutenzell-Hürbel Hochdorf (Riß) Ingoldingen Kanzach Kirchberg an der Iller Kirchdorf an der Iller Kirchdorf an der Iller Langenenslingen Laupheim Laupheim Maselheim Mietingen Mittelbiberach Moosburg (Federsee) Ochsenhausen Oggelshausen Riedlingen Riedlingen Riedlingen Rot an der Rot Schemmerhofen Schwendi Seekirch Steinhausen an der Rottum Tannheim (Württemberg) Tiefenbach (Federsee) Ummendorf (bei Biberach) Unlingen Unlingen Uttenweiler Wain WarthausenKarte
Über dieses Bild

Dettingen an der Iller ist eine Gemeinde im östlichen Landkreis Biberach in Oberschwaben.

Geographie[Bearbeiten]

Im Osten grenzt die Gemeinde an den Freistaat Bayern. Der etwa 4 km lange Grenzverlauf ist deckungsgleich mit dem damaligen linken Ufer des noch unkorrigierten Laufs der Iller im Jahr 1852.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Dettingen gehören die Ortsteile Kleinkellmünz, Buchau und Hammerschmiede sowie die Wohnplätze Illerkraftwerk, Venusmühle und Geiwiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste schriftliche Spuren finden wir von Dettingen bereits im Jahre 799, wo ein Edler, Namens Adalmann dem Kloster St. Gallen Güter zu Tantingen verehrt hat. Sodann schenkte 876 Egino demselben Kloster St. Gallen Güter und Leute zu Tetinga ( Urkunde von 876 fälschlicherweise als erste Erwähnung angesehen). Der Name Dettingen lässt sich durch die Endung -ingen auf eine alemmanische Gründung eines Edlen namens Tetto zurückführen. Dettingen besaß auch einen eigenen Dorfadel, der 1268 in einer Schenkungsurkunde des Kloster Ochsenhausen überliefert ist, der Ritter Heinrich von Thädingen. Die Bezeichnung Thädingen für Ober- und Unterdettingen taucht 1165/66 auch auf, als Welf VII. Kellmünz, Filzingen, Unterroth, Weiler und beide Dettingen niederbrennen ließ. Wo sich aber die Burg der Herren zu Dettingen befand, ist nicht nachgewiesen bzw. überliefert.

Vom 11. Jahrhundert bis zum Reichsdeputationshauptschluss Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Herrschaft Kellmünz an der Iller.

1806 fiel Dettingen zunächst an das Königreich Bayern, um bereits 1810 zum Königreich Württemberg zu wechseln.

Weltkriege[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg fielen 48 Männer und sieben blieben vermisst. Aus dem Zweiten Weltkrieg kamen 56 Soldaten nicht mehr zurück und 27 sind bis heute vermisst. Am 18. April 1945 gegen 13:50 Uhr warfen amerikanische Flugzeuge Bomben auf Unterdettingen. Dabei kamen sechs Einwohner, fünf Evakuierte, ein polnischer Landarbeiter, ein italienischer Landarbeiter und fünf Soldaten einer Eisenbahnpioniereinheit um ihr Leben.

Bei den Einwohnern des Ortes, die ihr Leben lassen mussten, handelte es sich um drei Bauern auf dem Weg zur Feldbestellung und zwei Frauen, die in ihren Häusern getroffen wurden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Sportgelände SV Dettingen an der Iller 2012

Verkehr[Bearbeiten]

Dettingen ist durch die Bundesautobahn 7 gut an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Die nächsten Flughäfen befinden sich in Memmingen, Stuttgart und München.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Discounterkette Norma betreibt in Dettingen ein zentrales Auslieferungslager.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Dettingen verfügt über eine eigene Grund- und Hauptschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Dorfmuseum mit Backhaus und einer funktionstüchtigen Schmiede

Bauwerke[Bearbeiten]

Raststätte Illertal Ost
Rathaus mit Brunnenanlage

Literatur[Bearbeiten]

  • Krezdorn, Siegfried, 1100 [Elfhundert] Jahre Dettingen an der Iller : vom reichsritterschaftl. Bauerndorf zur modernen Landgemeinde, Aufnahmen von Joachim Feist, Hrsg. von d. Gemeinde Dettingen an d. Iller, 1976
  • Eggmann, Ferdinand, Die Geschichte des Illerthales. J. F. Ling, Ulm 1862

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dettingen an der Iller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)