Amarante

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Dieser Artikel behandelt die Stadt in der portugiesischen Region Norte. Zum brasilianischen Ingenieur siehe José Alberto Albano do Amarante.
Amarante
Wappen Karte
Wappen von Amarante
Amarante (Portugal)
Amarante
Basisdaten
Region: Norte
Unterregion: Tâmega
Distrikt: Porto
Concelho: Amarante
Koordinaten: 41° 16′ N, 8° 4′ W41.266666666667-8.0666666666667Koordinaten: 41° 16′ N, 8° 4′ W
Einwohner: 56.450 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 301,33 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner pro km²
Kreis Amarante
Flagge Karte
Flagge von Amarante Position des Kreises Amarante
Einwohner: 56.450 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 301,33 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 26
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Amarante
Alameda Teixeira de Pascoaes
4600-011 Amarante
Präsident der Câmara Municipal: Armindo José da Cunha Abreu (PS)
Webpräsenz: www.cm-amarante.pt


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Amarante [ɐmɐˈɾɐ̃tɯ] ist eine Stadt in der portugiesischen Region Norte mit etwa 9.900 Einwohnern. Sie liegt am Tâmega, einem Nebenfluss des Douro.

Amarante am Ufer des Tâmega

Geschichte[Bearbeiten]

Die Brücke Ponte de São Gonçalo

Archäologische Funde belegen eine Besiedlung seit der Altsteinzeit, insbesondere aus der Bronzezeit stammen hier zahlreiche Funde. Der Ortsname geht möglicherweise auf die Bezeichnung Villa Amaranthi zurück, in Verbindung mit dem hiesigen Landgut (Villa rustica) des römischen Feldherrn Amarantus. Eine andere, ebenfalls auf römische Zeit zurückgehende Erklärung des Ortsnamens sieht den Begriff ad Maranus (lat. für: beim Gebirge Marão) als Ursprung. Eine weitere Theorie schließlich, die sich in der 1814 veröffentlichten Stadtgeschichte findet, führt den Ortsnamen auf den hier um 360 v. Chr. von keltiberischen Turdulen gegründeten Ort Araduca zurück. Hiernach nahm der römische General Seneciones nach der Eroberung des Ortes den Beinamen Amarantus an, von Ante Maranum (lat. für: vor dem Gebirge Maranus, heute Marão).[3]

Erste Bekanntheit erhielt der Ort durch das Wirken des Gonçalo de Amarante (port. auch São Gonçalo, 1187-1259). Der Dominikanermönch aus Vizela ließ sich hier nach seinen Pilgerreisen nach Jerusalem und Rom in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts nieder. Ihm verdankt der Ort u.a. seine bekannte Brücke über den Tâmega. In Folge seines vielfältigen Wirkens entwickelte sich Amarante zu einem Wallfahrtsort mit wachsender Bevölkerung. Im 16. Jahrhundert ermöglichte König D. João III. den Bau des Klosters von São Gonçalo an der Stelle, an der der später heiliggesprochene Geistliche wirkte und bestattet wurde.

Lageplan der portugiesischen Verteidigung vom 18. April 1809

Im Verlauf der Napoleonischen Invasionen Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte Amarante starke Zerstörungen. Bekannt wurde die erfolgreiche Verteidigung der strategisch wichtigen Brücke am 18. April 1809 unter der Leitung des portugiesischen Offiziers Silveira, der anschließend den Grafentitel Conde de Amarante erhielt. Zudem trägt Amarante seither im Stadtwappen den Turm- und Schwertorden, den die Kleinstadt danach verliehen bekam.

Der Kreis Amarante erlebte deutliche Erweiterungen im Verlauf der verschiedenen Verwaltungsreformen nach der Liberalen Revolution 1822, als die zuvor eigenständigen Kreise von Gestaço, Gouveia und Santa Cruz de Riba Tâmega aufgelöst wurden.

Im 20. Jahrhundert bereicherten verschiedene Schriftsteller, Maler und andere Künstler aus Amarante das kulturelle Leben des Landes, darunter Teixeira de Pascoaes und Amadeo de Souza-Cardoso.

Am 8. Juli 1985 wurde die bisherige Kleinstadt (Vila) Amarante zur Stadt (Cidade) erhoben, das Datum ist heute kommunaler Feiertag.[4]

Kultur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Kreis Amarante ist landwirtschaftlich geprägt. Besondere Bedeutung hat der Weinbau, und hier besonders der Vinho Verde.

An Industriebetrieben sind Unternehmen der Holzverarbeitung, des Baugewerbes, der Metallverarbeitung und der Lebensmittelindustrie im Kreis ansässig. Der international tätige Baukonzern Mota-Engil, der einer der 50 größten Europas ist, stammt aus Amarante und hat hier weiterhin seinen offiziellen Sitz, wenngleich seine Hauptverwaltung heute in Porto liegt.

Der Fremdenverkehr im Kreis hat an Bedeutung gewonnen, sowohl durch Hotelbetriebe, als auch durch Einrichtungen des Turismo rural.

Überregional bekannt ist zudem das hiesige Kunsthandwerk. Neben Strickwaren und Töpfereien ist insbesondere Flechtwerk zu nennen, darunter die ursprünglich zur Weinlese benötigten Körbe. [5]

Der Bahnhof von Amarante (1993)

Verkehr[Bearbeiten]

Bis 2009 war Amarante über die 1909 eröffnete Linha do Tâmega an das Eisenbahnnetz des Landes angebunden. 2009 wurde der Verkehr eingestellt und durch Busverkehr ersetzt.

Die Stadt liegt an der Autobahn A4, die vom Küstenort Matosinhos im Großraum Porto über Vila Real und Bragança bis zur spanischen Grenze führt. Über die Nationalstraße N101 ist Amarante zudem mit dem 40 km nördlich gelegenen Guimarães und dem 40 km südlich gelegenen Peso da Régua verbunden.

Verwaltung[Bearbeiten]

Kreis Amarante[Bearbeiten]

Kreis Amarante

Amarante ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) im Distrikt Porto. Am 30. Juni 2011 hatte der Kreis 56.450 Einwohner auf einer Fläche von 301,3 km²[1].

Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Celorico de Basto, Mondim de Basto, Vila Real, Santa Marta de Penaguião, Baião, Marco de Canaveses, Penafiel, Lousada sowie Felgueiras.

Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden mehrere Gemeinden zu neuen Gemeinden zusammengefasst, sodass sich die Zahl der Gemeinden von zuvor 40 auf 26 verringerte.[6]

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Amarante:
Gemeinden in der Stadt Amarante sind mit dem Zusatz (Amarante) markiert.

Im historischen Ortskern

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Amarante (1801 – 2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
1.416 15.918 32.931 37.796 47.823 54.159 56.092 59.638 56.450

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • 8. Juli

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 16. April 1997 wurde ein Brandanschlag auf eine Diskothek verübt, bei dem 12 Menschen ums Leben kamen. Es wird vermutet, dass der Attentäter dem Zuhälter-Milieu zuzuschreiben ist.[8] Auf den Tag genau drei Jahre später kam es zu einem ähnlichen Zwischenfall durch Giftgas in einer Diskothek in Lissabon, bei dem 7 Menschen starben und 65 verletzt wurden.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amarante – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2.Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, S.32 (ISBN 978-9724617305)
  4. www.verportugal.net, abgerufen am 9. Dezember 2013
  5. dito
  6. Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014
  7. www.anmp.pt, abgerufen am 12. Dezember 2013
  8. http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/973392
  9. http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0417/allgemeines/0003/index.html