Ampflwang im Hausruckwald

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Ampflwang im Hausruckwald
Wappen von Ampflwang im Hausruckwald
Ampflwang im Hausruckwald (Österreich)
Ampflwang im Hausruckwald
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 20,56 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 13° 34′ O48.09277777777813.566666666667566Koordinaten: 48° 5′ 34″ N, 13° 34′ 0″ O
Höhe: 566 m ü. A.
Einwohner: 3.408 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 166 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4843
Vorwahl: 07675
Gemeindekennziffer: 4 17 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hausruckstraße 12
4843 Ampflwang im Hausruckwald
Website: www.ampflwang.at
Politik
Bürgermeisterin: Rosemarie Schönpass (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
13 SPÖ, 7 ÖVP, 4 FPÖ,
1 BZÖ
Lage der Marktgemeinde Ampflwang im Hausruckwald im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Ampflwang im Hausruckwald im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ampflwang
Ampflwang
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Die röm.-kat. Pfarrkirche
Drehscheibe und Ringlokschuppen des Lokpark Ampflwang (2006)
Information auf einer Zeittafel der Landesausstellung „Kohle und Dampf“ 2006 in Ampflwang.

Ampflwang im Hausruckwald ist eine im Hausruckviertel im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich gelegene Marktgemeinde mit 3408 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten]

Ampflwang im Hausruckwald liegt auf 566 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,9 km, von West nach Ost 6 km. Es grenzt im Norden an die Marktgemeinde Eberschwang, im Osten an die Gemeinde Zell am Pettenfirst, im Süden an Neukirchen an der Vöckla und im Westen an Frankenburg. Die Gesamtfläche beträgt 20,6 km². 54,9 % der Fläche sind bewaldet, 34 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Ortsteile der Gemeinde sind: Aigen, Ampflwang, Buchleiten, Eitzing, Hinterschlagen, Innerleiten, Lukasberg, Ort, Rödleiten, Rabelsberg, Schachen, Scheiblwies, Schmitzberg, Siedlung, Vorderschlagen, Wörmansedt, Waldpoint, Wassenbach.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Von Gold und Schwarz geteilt; oben aus der Teilungslinie eine grüne, aufrecht stehende Eichel an zweiblättrigem Stiel; unten ein goldener Dreiberg, belegt mit schwarzem, schräggekreuztem Hammer und Schlegel. Die Gemeindefarben sind Schwarz-Gold-Grün.

Die grüne Farbe bezeugt die Lage Ampflwangs in waldreicher Umgebung. Das schwarze Feld, der gekreuzte Hammer und Schlegel stehen für den Kohlebergbau. Die Eichel mit dem Eichenlaub ist dem Stammwappen der Khevenhüller entnommen, den ehemaligen Grundherren über einen Teil Ampflwangs.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Marktgemeinde Ampflwang im Hausruckwald liegt am Südhang des Hausruckwaldes, in einem durch niedrige Hügelketten gebildeten, von Süd nach Nord verlaufenden Tal. Der Ort wurde 1169 erstmals urkundlich erwähnt und war bis zur Entdeckung der Braunkohle um 1766 eine bäuerliche Siedlungsgemeinschaft. 1809 fällt Ampflwang, wie das übrige Hausruckviertel auch, im Zuge der Napoleonischen Kriege an Bayern, wo es bis 1814 bleibt.

Da die Braunkohle und damit verbunden die Wolfsegg-Traunthaler-Kohlenwerks AG, die den Kohleabbau in der Gemeinde betrieben hat, immer mehr an Bedeutung gewann, stieg nach dem Ersten Weltkrieg die Zahl der Einwohner auf über 2000. Die Folge war die Umstellung von einer bäuerlichen auf eine industrielle Erwerbsstruktur. Ampflwang wurde im Jahre 1969 aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung im Hausruckgebiet zum Markt erhoben. Gleichzeitig wurde das Recht zur Führung des Gemeindewappens verliehen. In den 1970er-Jahren erreichte die Gemeinde eine Bevölkerungszahl von über 4000 Menschen. Bereits im Jahre 1961 erfolgte der Beschluss des Gemeinderates, Ampflwang zur Fremdenverkehrsgemeinde zu erklären. Seit dieser Zeit wandelte sich der Industrieort zu einer Tourismusgemeinde und ist heute vor allem für sein Engagement im Reittourismus bekannt.

Bedingt durch die weitgehende Auskohlung, des Auslaufens von Abnahmeverträgen, aber auch der Tatsache, dass die Gestehungskosten der Ampflwanger Kohle über den Weltmarktpreisen lagen, erfolgte im Jahre 1995 die Liquidierung des Bergbaubetriebes. Ein weiterer kleiner, im Tagebau betriebener Abbaubetrieb wurde inzwischen geschlossen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

In der Zeit, als der Bergbau noch im Hausruckviertel herrschte, zogen viele Menschen nach Ampflwang, da sie dort zwar keine leichte, aber eine gut bezahlte Arbeit im Bergbau finden konnten. Bei der Volkszählung 1961 erreichte Ampflwang mit 3.965 Einwohnern den bisherigen Höhepunkt. Nachdem die WTK am 25. Mai 1995 aus wirtschaftlichen Gründen die Schließung des Werks in Ampflwang beschloss, zählt die Gemeinde heute aufgrund der damit verbundenen Abwanderung rund 13 Prozent weniger Einwohner. Die Bemühungen, den Ort zu erhalten, tragen mittlerweile allerdings Früchte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ampflwang im Hausruckwald
  • Eisenbahnmuseum:
Ampflwang beheimatet den Lokpark Ampflwang, das oberösterreichische Eisenbahn- und Bergbaubaumuseum der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte, mit einer umfangreichen Sammlung von Lokomotiven. Das Museum befindet sich in der ehemaligen Montageanlage am Endpunkt der ehemaligen Montanbahn von Timelkam nach Ampflwang. Das Eisenbahnmuseum war der Hauptaustragungsort der oberösterreichischen Landesausstellung 2006 "Kohle und Dampf". Die ehemalige Ampflwanger Bahn wird in den Sommermonaten als Museumsbahn und Zubringer zum Museum betrieben.
  • Kulturpark Ampflwang:
Im Zentrum der Anlage liegt der Kohlebrecher Buchleiten. Dieser wurde vollständig umgebaut und verwandelte sich von einer historisch bedeutenden Industrieanlage in ein modernes Veranstaltungszentrum. Hier finden Vernissagen und Ausstellungen bekannter regionaler Künstler statt.
Der Brecher beherbergt seit 2010 auch das Oberösterreichische Landes-Bergbauarchiv. Das Archiv bewahrt industrie-, wirtschafts- und sozialgeschichtlich relevante Unterlagen des OÖ. Braunkohlebergbaues.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Marktgemeinde Ampflwang war vor allem von der Landwirtschaft, aber seit Mitte des 18. Jahrhunderts auch vom Bergbau geprägt. Ab dem Ende des 20. Jahrhunderts und dem Niedergang der Braunkohlenproduktion schuf sich der Ort ein weiteres Standbein mit dem Tourismus. Ampflwang, das sich auch als „Dorf der 607 Pferde“ präsentiert, ist heute weit über die Grenzen Österreichs als „Reiterdorf“ bekannt und genießt unter Reitfreunden einen hohen Bekanntheitsgrad wegen seiner zahlreichen Reitwege und eines großen Islandpferdegestüts.

Durch die Ansiedlung des Robinson-Ferienclubs gelang es, die Zahl der Nächtigungen zu vervielfachen. Die 3600-Einwohner-Gemeinde hält heute bei weit über 100.000 Nächtigungen jährlich und zählt damit zu den größten Tourismusgemeinden des Bundeslandes, was auch die Einstufung in die Tourismusklasse A seit 1999 bestätigt.

Neben dem Tourismus konnte auch das übrige Gewerbe durchwegs positive Entwicklungen vermelden.

Verkehr[Bearbeiten]

Ampflwang liegt an der B143 (Hausruck Straße) zwischen Vöcklabruck und Ried im Innkreis. Die ÖBB-Postbus-Linie 706 verbindet Ampflwang von Montag bis Samstag mit der Westbahnstrecke in Vöcklabruck. Die zusätzlichen Buslinien 707 und 708 fahren lediglich an Werktagen, ebenso wie die Line 852 nach Ried im Innkreis.[2]

In das Ortsgebiet führt die von Timelkam kommende Ampflwanger Bahn. Seit 1996 wird diese ehemalige Industriestrecke von der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte als Museumsbahn betrieben, und ist damit nicht Teil des öffentlichen Bahnverkehrs.

Bildung[Bearbeiten]

  • Volksschule Ampflwang
  • Neue Mittelschule Ampflwang mit Schwerpunkt Informatik
  • Zweigstelle der Landesmusikschule Ottnang am Hausruck
  • Nebenstelle der Volkshochschule Vöcklabruck
  • Gemeinde- und Schulbücherei
  • Katholisches Bildungswerk

Sport[Bearbeiten]

  • ASKÖ Raika Ampflwang
  • Skiclub Ampflwang

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ampflwang im Hausruckwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (2. Nachtrag), in Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1970, S. 52 (PDF)
  2. ÖBB Postbus Fahrplandownload 2014, abgefragt am 7. Jänner 2014