Campi Bisenzio

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Campi Bisenzio
Wappen
Campi Bisenzio (Italien)
Campi Bisenzio
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Florenz (FI)
Koordinaten: 43° 50′ N, 11° 8′ O43.82555555555611.13333333333338Koordinaten: 43° 49′ 32″ N, 11° 8′ 0″ O
Höhe: 38 m s.l.m.
Fläche: 28,62 km²
Einwohner: 45.279 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.582 Einw./km²
Postleitzahl: 50013
Vorwahl: 055
ISTAT-Nummer: 048006
Volksbezeichnung: Campigiani
Schutzpatron: Beata Teresa Maria della Croce (23. April)
Website: Gemeinde Campi Bisenzio

Campi Bisenzio ist eine Gemeinde mit 45.279 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Florenz in der Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Lage von Campi Bisenzio in der Provinz Florenz
Palazzo Conti in Campi Bisenzio

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 29 km², die Einwohnerdichte beträgt etwa 1.489 Einwohner/km². Sie ist damit die dichtestbesiedelte Stadt der Toskana. Sie liegt ca. 10 km nordwestlich der Provinz- und Regionalhauptstadt Florenz an den Flüssen Arno, Bisenzio, Marina und Ombrone Pistoiese[2].

Zu den Ortsteilen zählen Capalle, Il Rosi, La Villa, Le Miccine, Limite (Campi Bisenzio), San Cresci, San Donnino, San Giorgio a Colonica, San Piero a Ponti und Sant’Angelo a Lecore.

Die Nachbargemeinden sind Calenzano, Florenz, Poggio a Caiano (PO), Prato (PO), Scandicci, Sesto Fiorentino und Signa.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Bewohner der Gegend waren wahrscheinlich die Ligurer[3], gefolgt von den Etruskern. Spuren der Römer lassen sich bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen. Diese hinterließen dem Ort das (bis heute unveränderte) Straßensystem und den Ortsnamen. Der Ort entwickelte sich entlang des Bizensio, kurz nach dem Zusammenfluss mit dem Flüsschen Marina, was schon in antiken Zeiten zu regelmäßigen Flutkatastrophen führte. Um das Jahr 1000 begann das Wachstum des Ortes, Ortsteile wie San Piero a Ponti wurden gegründet[4]. Durch eine Schenkung von Otto I. ging der Ort in den Machtbereich der Familie Mazzinghi[5] über, die ihn mit Burg (Castrum Mazzinghorum) und Festung (Rocca Strozzi, 12. Jhd) ausstattenden. Es ist möglich, dass der Konflikt von Ghibellinen und Guelfen hier im Jahre 1215[6] oder 1216[7] bei einem Streit der florentinischen Familien der Amidei mit den Buondelmonti seinen Ursprung nahm. Seit 1170 war das Gebiet dem Sestiere di San Pancrazio von Florenz untergeben, 1292 wurde es dem Quartiere di Santa Maria Novella zugeteilt[8]. Nach der Niederlage der Guelfen gegen die Ghibellinen am 4. September 1260 in der Schlacht bei Montaperti wurde das Zentrum von den Ghibellinen zerstört. Die zweite Zerstörung geschah 1364, als Pisa den Ort im Krieg mit Florenz einnahm. Nach der Rückeroberung verstärkte Florenz erneut die Stadtmauern. Dennoch entstanden weitere Schäden durch die spanischen Truppen bei der Belagerung von Florenz 1529[9]. Die Gemeinde in der heutigen Form entstand 1774 (damals noch mit Signa, Montemurlo und Calenzano) durch ein Dekret von Leopold II. In der Zeit der Besatzung der Toskana durch Napoleon (1807–14) wurden Signa, Montemurlo und Calenzano eigenständige Gemeinden. Der Namenszusatz Bisenzio wurde dem Ortsnamen Campi 1862 hinzugefügt[10].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Der Ort unterhält Gemeindepartnerschaften mit:[11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Campi Bisenzio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Offizielle Webseite der Gemeinde Campi Bisenzio, abgerufen am 12. Februar 2010 (italienisch)
  3. Campibisenzio.com, abgerufen am 12. Februar 2010 [1]
  4. Offizielle Webseite der Gemeinde Campi Bisenzio, abgerufen am 12. Februar 2010 [2]
  5. Intoscana.it, abgerufen am 12. Februar 2010 [3]
  6. Offizielle Webseite der Gemeinde Campi Bisenzio, abgerufen am 12. Februar 2010 [4]
  7. Enrico Faini: Annali di Storia di Firenze. Universität Florenz 2006, S. 11–12, abgerufen am 12. Februar 2010 (Onlineversion, PDF; 1,8 MB)
  8. Intoscana.it, abgerufen am 12. Februar 2010 [5]
  9. Offizielle Webseite der Gemeinde Campi Bisenzio, abgerufen am 12. Februar 2010 [6]
  10. arteestoria.com/storia/toscana/Campi_Bisenzio_storia_3.htm, abgerufen am 12. Februar 2010 (nicht mehr abrufbar)
  11. Offizielle Webseite der Gemeinde Campi Bisenzio zu den Gemeindepartnerschaften, abgerufen am 12. Februar 2010 (italienisch)