DDR-Fußball-Oberliga 1971/72

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Die Saison 1971/72 war die 23. Auflage der DDR-Oberliga. Meister wurde zum ersten Mal der 1. FC Magdeburg. Die Saison begann am 28. August 1971 und endete am 21. Mai 1972. Im Anschluss traten alle Oberligisten noch einmal innerhalb des Fuwo-Pokals an.

Vor der Saison[Bearbeiten]

Im April 1969 wurde vom Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) beschlossen, dass der ASK Vorwärts Berlin, der in Strausberg und damit im Bezirk Frankfurt (Oder) stationiert war, schrittweise in die Bezirkshauptstadt Frankfurt (Oder) umgesiedelt werden sollte. Im Laufe der Saison 1970/71 wurde dann bekannt, dass auch der 1966 aus dem ASK herausgelöste (und in Ost-Berlin angesiedelte) FC Vorwärts Berlin nach Frankfurt umziehen werde. Der Umzug wurde maßgeblich vom Vorsitzenden der Sportvereinigung Dynamo und Minister für Staatssicherheit Erich Mielke sowie dem ersten Sekretär der SED-Bezirksleitung in Frankfurt Erich Mückenberger forciert. Mielke wollte so bessere Wettkampfbedingungen für den Ortsrivalen BFC Dynamo schaffen (z. B. Zugriff auf mehr Trainingszentren für die Jugendausbildung), während Mückenberger den sportlich eher unterrepräsentierten Bezirk Frankfurt aufwerten wollte.

Offiziell wurde die Verlegung vom Ministerium für Nationale Verteidigung damit begründet, dass man so die sportliche Weiterentwicklung Vorwärts' gewährleisten könne, die in Berlin nicht möglich sei. Dies traf zum Teil zu, z. B. der vom FC Vorwärts seit 1966 gewünschte Ausbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks wurde jahrelang nicht realisiert. Auch die Zuschauerzahlen der Armeefußballer waren im Vergleich zum sportlichen Erfolg und den anderen Oberligisten sehr niedrig. Als weiterer Grund wurde teilweise angeführt, dass im Hinblick auf das Viermächteabkommen über Berlin (welches im September 1971 unterzeichnet wurde) die als Mitglieder der Nationalen Volksarmee geltenden Vorwärts-Fußballer aus Berlin abgezogen wurden, da die Stadt eigentlich entmilitarisiert sein sollte.[1]

Der FC Vorwärts konnte danach nie wieder an seine erfolgreiche Vergangenheit anknüpfen. Der BFC Dynamo dagegen begann seinen sportlichen Aufstieg, der später zum Gewinn von zehn Meisterschaften in Serie führte.

Durch den Aufstieg der ASG Vorwärts Stralsund gab es gleich zwei Premieren: Erstmals war der Bezirk Rostock mit zwei Mannschaften in der Oberliga vertreten und auch die Armeesportvereinigung Vorwärts hatte dadurch zum ersten Mal mehr als einen Vertreter in der obersten Spielklasse.

Saisonverlauf[Bearbeiten]

Die erste Meisterschaft seiner Geschichte sicherte sich der 1. FC Magdeburg am vorletzten Spieltag mit einem 1:0 gegen den Rekordmeister Vorwärts Frankfurt. Die Magdeburger waren zuerst schwach in die Saison gestartet und daher lag lange Zeit Carl Zeiss Jena am aussichtsreichsten im Meisterschaftsrennen. Am Ende rutschte Jena aber noch auf den vierten Platz ab. Vizemeister wurde der BFC Dynamo, der damit seine beste Platzierung seit zwölf Jahren erreichte. Dritter wurde der Vorjahresmeister und - pokalsieger Dynamo Dresden.

Der Kampf gegen den Abstieg wurde am Ende zwischen den drei Mannschaften von Vorwärts Stralsund, Stahl Riesa und dem FC Karl-Marx-Stadt entschieden. Dabei kam es am letzten Spieltag zum direkten Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenletzten Karl-Marx-Stadt und dem Vorletzten Stralsund, welches der FCK mit 2:0 gewann und durch die gleichzeitige Niederlage Riesas bei Carl Zeiss Jena noch auf den rettenden zwölften Tabellenplatz vorrückte. Sowohl Riesa als auch Stralsund konnten aber später wieder in die Oberliga zurückkehren.

DDR-Fußball-Oberliga 1972.jpg
Abschlusstabelle
Platz Mannschaft Sp S U N Tore Diff. Punkte
1. 1. FC Magdeburg 26 17 4 5 48:23  +25 38-14
2. Berliner FC Dynamo 26 13 9 4 45:20  +25 35-17
3. SG Dynamo Dresden (M/P) 26 12 9 5 59:30  +29 33-19
4. FC Carl Zeiss Jena 26 12 7 7 42:34  +8 31-21
5. FC Vorwärts Frankfurt 26 9 9 8 33:36  -3 27-25
6. Hallescher FC Chemie 26 10 7 9 40:44  -4 27-25
7. BSG Sachsenring Zwickau 26 7 11 8 26:25  +1 25-27
8. 1. FC Lokomotive Leipzig 26 9 7 10 30:31  -1 25-27
9. FC Hansa Rostock 26 8 8 10 27:24  +3 24-28
10. BSG Wismut Aue 26 7 9 10 34:46  -12 23-29
11. 1. FC Union Berlin 26 5 11 10 21:32  -11 21-31
12. FC Karl-Marx-Stadt (N) 26 7 5 14 34:48  -14 19-33
13. BSG Stahl Riesa 26 5 8 13 23:41  -18 18-34
14. ASG Vorwärts Stralsund (N) 26 6 6 14 20:48  -28 18-34
Legende
DDR-Meister und Teilnehmer am Europapokal der Landesmeister 1972/73
DDR-Pokalsieger und Teilnehmer am Europapokal der Pokalsieger 1972/73
Teilnehmer am UEFA-Pokal 1972/73
Absteiger in die Liga
(M) Meister der letzten Saison
(P) Pokalsieger der letzten Saison
(N) Aufsteiger der letzten Saison
Aufsteiger aus der DDR-Fußball-Liga 1971/72: FC Rot-Weiß Erfurt, BSG Chemie Leipzig

Kreuztabelle[Bearbeiten]

Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe.

1971/72 1. FC Magdeburg Berliner FC Dynamo SG Dynamo Dresden FC Carl Zeiss Jena FC Vorwärts Frankfurt Hallescher FC Chemie BSG Sachsenring Zwickau 1. FC Lokomotive Leipzig FC Hansa Rostock BSG Wismut Aue 1. FC Union Berlin FC Karl-Marx-Stadt BSG Stahl Riesa ASG Vorwärts Stralsund
1. 1. FC Magdeburg 1:0 2:1 5:0 1:0 3:0 2:1 2:1 1:0 5:0 1:0 4:2 1:0 2:1
2. Berliner FC Dynamo 1:0 2:1 1:0 2:2 1:1 0:1 3:0 1:0 5:1 1:1 2:0 4:0 4:0
3. SG Dynamo Dresden 3:1 2:2 5:1 0:0 6:1 5:2 2:0 2:0 5:3 4:1 2:1 4:2 6:0
4. FC Carl Zeiss Jena 1:1 3:2 1:1 4:0 3:2 3:1 0:0 2:0 1:0 6:2 4:1 3:1 1:0
5. FC Vorwärts Frankfurt 2:2 0:1 1:1 1:1 0:0 2:1 2:1 1:0 3:1 1:0 4:3 3:1 3:0
6. Hallescher FC Chemie 3:1 3:8 2:2 2:0 2:1 2:0 3:1 2:0 3:2 5:1 1:0 3:0 0:0
7. BSG Sachsenring Zwickau 1:1 0:1 3:0 1:2 1:1 2:0 2:1 2:0 1:1 0:0 3:1 2:0 0:0
8. 1. FC Lokomotive Leipzig 1:0 0:0 1:0 0:1 2:0 1:1 0:0 0:0 3:2 3:2 2:1 3:0 7:1
9. FC Hansa Rostock 0:3 0:0 0:0 1:0 3:1 3:1 0:0 0:0 4:0 0:1 2:0 0:0 5:1
10. BSG Wismut Aue 2:4 1:0 1:1 2:2 0:0 1:1 0:0 2:0 4:3 2:0 2:0 2:2 1:0
11. 1. FC Union Berlin 0:2 0:0 0:0 1:1 0:1 0:0 0:0 4:1 1:1 0:0 1:2 1:0 3:0
12. FC Karl-Marx-Stadt 2:1 0:1 1:5 2:1 1:1 4:1 1:1 1:2 0:2 1:1 1:1 2:1 2:0
13. BSG Stahl Riesa 1:1 0:0 2:1 1:1 5:1 2:1 0:0 0:0 1:3 1:0 0:1 2:2 1:0
14. ASG Vorwärts Stralsund 0:1 3:3 0:0 1:0 3:2 2:0 2:1 2:0 0:0 1:3 0:0 1:3 2:0

Statistik[Bearbeiten]

Die Meistermannschaft[Bearbeiten]

1. FC Magdeburg
Ulrich Schulze (21 Spiele / Tore -)

Manfred Zapf (25/3)
Detlef Enge (24/-), Klaus Decker (19/-), Jürgen Achtel (18/-)
Wolfgang Seguin (26/4), Jürgen Pommerenke (25/3), Wolfgang Abraham (25/13)
Hans-Jürgen Hermann (25/6), Jürgen Sparwasser (25/7), Axel Tyll (23/6)

Trainer: Heinz Krügel
außerdem: Hans-Werner Heine (Tor 5/-); Siegmund Mewes (21/5), Helmut Gaube (8/-), Jörg Ohm (7/-), Heinz Oelze (4/1), Rolf Retschlag (3/-), Bodo Sommer (2/-), Wolfgang Steinbach (1/-)

ohne Einsatz: Hans-Georg Moldenhauer (Tor); Günter Fronzeck, Dietmar Hempel, Horst-Werner Höfecker, Martin Hoffmann, Peter Kohde, Bernd Strickrodt

Tore[Bearbeiten]

In den 182 Punktspielen fielen 482 Tore, im Schnitt 2,64 pro Spiel. Das torreichste Spiel mit elf Treffern war Chemie Halle – BFC Dynamo mit 3:8 am 19. Spieltag. Der höchste Sieg waren das 6:0 von Dynamo Dresden gegen Vorwärts Stralsund am zehnten Spieltag sowie das 7:1 von Lokomotive Leipzig gegen Vorwärts Stralsund am 22. Spieltag.

Hans-Jürgen Kreische von der SG Dynamo Dresden wurde zum zweiten Mal Torschützenkönig der Oberliga. Er verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr. Insgesamt zeichneten sich 144 Spieler als Torschützen aus, hinzu kamen fünf Eigentore.

Als einzigem Spieler gelang Dörner (Dresden) am 22. Spieltag gegen Riesa ein Hattrick. Außerdem erzielten Abraham (Magdeburg) gegen Karl-Marx-Stadt (4. Sp.), Kreische (Dresden) gegen Stralsund (10. Sp.) und Halle (18. Sp.), Paul (Riesa) gegen Frankfurt (15. Sp.), Johannsen (BFC) gegen Halle (19.Sp.), Streich (Rostock) gegen Frankfurt (21. Sp.), Lisiewicz (Lok Leipzig) gegen Stralsund (22. Sp.), und Vogel (Jena) gegen Riesa (26. Sp.) ebenfalls drei Tore in einer Begegnung. Es wurden 61 Strafstöße verhängt, wovon 47 verwandelt wurden. Abraham aus Magdeburg traf 7mal, Geisler von Lok Leipzig traf 5mal, Rentzsch aus Zwickau, Dörner aus Dresden, Wolf aus Karl-Marx-Stadt und Uentz von Union trafen je 4mal ins Schwarze. Torhüter Jürgen Croy aus Zwickau parierte 2 Stück. Ein ganz besonderes Kunststück gelang den Spielern Schlutter (Jena) gegen Dresden (7. Sp.) und Hoffmann (Zwickau) gegen den FCV (23.Sp.), die beide jeweils eine Ecke direkt verwandelten.

Spieler Mannschaft Tore
1. Hans-Jürgen Kreische SG Dynamo Dresden 14
2. Wolfgang Abraham 1. FC Magdeburg 13
3. Joachim Streich FC Hansa Rostock 12
4. Rainer Sachse SG Dynamo Dresden 11
5. Norbert Johannsen BFC Dynamo 10
Hartmut Rentzsch BSG Sachsenring Zwickau 10

Zuschauer[Bearbeiten]

Insgesamt sahen 2.071.700 Zuschauer die 182 Oberligaspiele, das ergibt einen Schnitt von 11.383 Zuschauern pro Spiel. Den höchsten Zuschauerschnitt verzeichneten erneut Dresden (23.038). Dahinter lagen dieses Mal Magdeburg (22.231) und Karl-Marx-Stadt (14.000). Der Umzug nach Frankfurt hatte Vorwärts in der Zuschauergunst nicht nach vorn gebracht, denn erneut lagen die Armeefußballer am Ende der Zuschauertabelle (6.885) hinter Carl Zeiss Jena (6.962). Die größte Zuschauerkulisse bedeuteten 45.000 zu den beiden Heimspielen des 1. FC Magdeburg gegen Carl Zeiss Jena am 18. Spieltag und Sachsenring Zwickau am 24. Spieltag. Am wenigsten Zuschauer (1.000) waren beim Spiel zwischen dem BFC Dynamo und Hansa Rostock (26. Spieltag).

Mannschaft Gesamt \varnothing Heim \varnothing Auswärts \varnothing
1. FC Magdeburg 000000000433000.0000000000433.000 000000000016654.000000000016.654 000000000289000.0000000000289.000 000000000022231.000000000022.231 000000000144000.0000000000144.000 000000000011077.000000000011.077
Berliner FC Dynamo 000000000239000.0000000000239.000 000000000009192.00000000009.192 000000000101000.0000000000101.000 000000000007769.00000000007.769 000000000138000.0000000000138.000 000000000010615.000000000010.615
SG Dynamo Dresden 000000000465500.0000000000465.500 000000000017904.000000000017.904 000000000299500.0000000000299.500 000000000023038.000000000023.038 000000000166000.0000000000166.000 000000000012769.000000000012.769
FC Carl Zeiss Jena 000000000304000.0000000000304.000 000000000011692.000000000011.692 000000000090500.000000000090.500 000000000006962.00000000006.962 000000000213500.0000000000213.500 000000000016423.000000000016.423
FC Vorwärts Frankfurt/O. 000000000237700.0000000000237.700 000000000009142.00000000009.142 000000000089500.000000000089.500 000000000006885.00000000006.885 000000000148200.0000000000148.200 000000000011400.000000000011.400
Hallescher FC Chemie 000000000304500.0000000000304.500 000000000011712.000000000011.712 000000000177000.0000000000177.000 000000000013615.000000000013.615 000000000127500.0000000000127.500 000000000009808.00000000009.808
BSG Sachsenring Zwickau 000000000256200.0000000000256.200 000000000009854.00000000009.854 000000000103700.0000000000103.700 000000000007977.00000000007.977 000000000152500.0000000000152.500 000000000011731.000000000011.731
1. FC Lokomotive Leipzig 000000000267500.0000000000267.500 000000000010288.000000000010.288 000000000152000.0000000000152.000 000000000011692.000000000011.692 000000000115500.0000000000115.500 000000000008885.00000000008.885
FC Hansa Rostock 000000000261500.0000000000261.500 000000000010058.000000000010.058 000000000132500.0000000000132.500 000000000010192.000000000010.192 000000000129000.0000000000129.000 000000000009923.00000000009.923
BSG Wismut Aue 000000000256500.0000000000256.500 000000000009865.00000000009.865 000000000118500.0000000000118.500 000000000009115.00000000009.115 000000000138000.0000000000138.000 000000000010615.000000000010.615
1. FC Union Berlin 000000000260000.0000000000260.000 000000000010000.000000000010.000 000000000116000.0000000000116.000 000000000008923.00000000008.923 000000000144000.0000000000144.000 000000000011077.000000000011.077
FC Karl-Marx-Stadt 000000000329500.0000000000329.500 000000000012673.000000000012.673 000000000182000.0000000000182.000 000000000014000.000000000014.000 000000000147500.0000000000147.500 000000000011346.000000000011.346
BSG Stahl Riesa 000000000262500.0000000000262.500 000000000010096.000000000010.096 000000000117000.0000000000117.000 000000000009000.00000000009.000 000000000145500.0000000000145.500 000000000011192.000000000011.192
ASG Vorwärts Stralsund 000000000261500.0000000000261.500 000000000010058.000000000010.058 000000000103500.0000000000103.500 000000000007962.00000000007.962 000000000158000.0000000000158.000 000000000012154.000000000012.154

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • 286 Spieler kamen zum Einsatz, davon waren 28 in allen Punktspielen dabei.
  • Es gab 106 Heimsiege, 55 Unentschieden und 21 Auswärtssiege.
  • 5 Feldverweise und 226 Verwarnungen verhängten die Unparteiischen, wobei 28 Spieler nach der dritten gelben Karte pausieren mussten.

Fußballer des Jahres[Bearbeiten]

Nach der Saison wurde Jürgen Croy von der BSG Sachsenring Zwickau zum ersten Mal als Fußballer des Jahres 1972 ausgezeichnet.

Spieler Mannschaft Punkte
1. Jürgen Croy BSG Sachsenring Zwickau 465
2. Harald Irmscher FC Carl Zeiss Jena 187
3. Manfred Zapf 1. FC Magdeburg 125

FDGB-Pokal[Bearbeiten]

Der FDGB-Pokal wurde in dieser Spielzeit vom FC Carl Zeiss Jena gewonnen. Carl Zeiss schlug im Finale, das kurz vorm letzten Oberliga-Spieltag stattfand den Pokalverteidiger und Vorjahresmeister Dynamo Dresden. Jena war in der Liga nur Vierter und sicherte sich so die Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe.

Internationale Wettbewerbe[Bearbeiten]

Die Europapokalsaison verlief für die DDR-Teilnehmer sehr unterschiedlich. Dynamo Dresden unterlag im Europapokal der Landesmeister in der ersten Runde dem späteren Gewinner Ajax Amsterdam. Auch der HFC Chemie schied im erstmals ausgespielten UEFA-Pokal in der ersten Runde aus, jedoch unter tragischen Umständen: Vor dem Rückspiel beim PSV Eindhoven kam es zu einem Brand im Hotel mit tödlichem Ausgang für den Hallenser Wolfgang Hoffmann. Halle zog sich daraufhin vom Pokal zurück. Der andere Teilnehmer Carl Zeiss Jena kam bis in die dritte Runde und schied dort gegen den späteren Finalisten Wolverhampton Wanderers aus. Für eine Überraschung sorgte der Debütant auf europäischer Ebene BFC Dynamo. Im Europapokal der Pokalsieger schafften die Berliner es bis ins Halbfinale und verloren dort erst im Elfmeterschießen gegen Dynamo Moskau. In dem vor der Saison ausgetragenen Intertoto-Cup nahm die DDR erneut nicht teil.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Jasper: Historie des FC Vorwärts. In: www.fcvfrankfurt.de. Abgerufen am 31. August 2010.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Baingo / Michael Horn (2003): Die Geschichte der DDR-Oberliga, Verlag Die Werkstatt, ISBN 3-89533-428-6
  • Hanns Leske (2007): Enzyklopädie des DDR-Fußballs, Verlag Die Werkstatt, ISBN 978-3-89533-556-3
  • FUWO: Jahrgänge 1971-1972, Sportverlag Berlin, ISSN 0323-8407

Weblinks[Bearbeiten]