Der zerrissene Vorhang
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| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der zerrissene Vorhang |
| Originaltitel: | Torn Curtain |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1966 |
| Länge (PAL-DVD): | 122 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 16 |
| Stab | |
| Regie: | Alfred Hitchcock |
| Drehbuch: | Brian Moore |
| Produktion: | Alfred Hitchcock für Universal Pictures |
| Musik: | John Addison |
| Kamera: | John F. Warren |
| Schnitt: | Bud Hoffman |
| Besetzung | |
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Der zerrissene Vorhang ist ein 1966 erschienener Film von Alfred Hitchcock.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Der US-amerikanische Raketen-Wissenschaftler Michael Armstrong, begleitet von seiner Assistentin und Verlobten Sarah Sherman, hält sich zu einem wissenschaftlichen Kongress in Kopenhagen auf. Armstrong entscheidet sich plötzlich, in die DDR zu reisen, dort mit Prof. Lindt zusammenzutreffen und ihm eine geheime Raketenformel zu entlocken. Seine Braut folgt ihm, und zusammen versuchen sie, nach erfolgreicher Mission wieder in den Westen zu gelangen.
[Bearbeiten] Hintergründe
Bernard Herrmann sollte, wie bei allen Hitchcock-Filmen seit zehn Jahren, die Filmmusik komponieren. Universal hatte jedoch schon durchblicken lassen, dass man die Zeit symphonischer Filmmusiken für abgelaufen halte. Stattdessen stellte man sich lockere, auch für den Schallplattenverkauf geeignete Unterhaltungsmusik vor. Als Herrmann nach Beendigung der Dreharbeiten Hitchcock die fertig komponierte Filmmusik vorführte, kam es zum Eklat. Herrmanns Musik war wie gewohnt „schwer“ und orchestral. Es kam zum Streit, Hitchcock verließ das Studio, und die Freundschaft war beendet.
Dieser Film wird allgemein als einer von Hitchcocks schwächeren Filmen angesehen. Vielfach wird angemerkt, daß Der zerrissene Vorhang die meisten Anschlussfehler und filmtechnischen Fehler aller Hitchcock-Filme aufweist. Eine bemerkenswerte Szene jedoch ist diejenige, in der Stasi-Mann Gromek (Wolfgang Kieling) ermordet wird: Hitchcock wollte nach eigenen Aussagen zeigen, dass es nicht immer so einfach ist, einen Menschen umzubringen, wie im Film häufig dargestellt. So wird auf Gromek mit einem Messer eingestochen (die Klinge bricht ab), eingeschlagen, er wird gewürgt und schließlich im Gasofen erstickt.
Einige der deutschen Rollen wurden von westdeutschen Akteuren übernommen, so z. B. von Hansjörg Felmy, Günter Strack sowie dem bereits erwähnten Wolfgang Kieling.
[Bearbeiten] Deutsche Fassung
Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1966 in den Ateliers der Berliner Synchron Wenzel Lüdecke in Berlin. Das deutsche Dialogbuch stammt von Fritz A. Koeniger, Synchronregie führte Dietmar Behnke. [1]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Prof. Michael Armstrong | Paul Newman | Claus Biederstaedt |
| Dr. Sarah Louise Sherman | Julie Andrews | Margot Leonard |
| Gräfin Kuchinska | Lila Kedrova | Tina Eilers |
| Heinrich Gerhard | Hansjörg Felmy | Hansjörg Felmy |
| Hermann Gromek | Wolfgang Kieling | Wolfgang Kieling |
| Karl Manfred | Günter Strack | Günter Strack |
| Freddy | Arthur Gould-Porter | Kurt Mühlhardt |
| Mr. Jakobi | David Opatoshu | Hugo Schrader |
| Genosse Haupt | Harold Dyrenforth | Jochen Schröder |
| Hotel-Angestellter | Erik Holland | Jürgen Thormann |
| Bauer | Mort Mills | Hans W. Hamacher |
| Bäuerin | Carolyn Conwell | Ursula Heyer |
| Frau im Bus | Gloria Govin | Marianne Penzel |
[Bearbeiten] Kritik
- "Der Meister aller Meister kocht ab und zu mit Wasser." - Abendzeitung (München)
- "Turbulentes Spionageabenteuer, oberflächlich und naiv in der Zeichnung des mitteldeutschen Milieus, recht spannungslos inszeniert." - „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997
- "Spannende Spionagestory (...). Wie immer löst Hitchcock das Tatsächliche auf in Suspense. Politisch deshalb naiv und unglaubwürdig, filmisch allerdings brillant." (Wertung: 3 Sterne = sehr gut) - Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 952
[Bearbeiten] Cameo
Hitchcock sitzt mit dem Rücken zur Kamera in einer Hotelhalle und hat ein Baby auf dem Knie; offensichtlich hat das Kind soeben in die Windel gemacht. Bei dieser Szene im Film geht die Musik über auf Charles Gounods Trauermarsch für eine Marionette d-moll (1872/79), der als das Hauptthema für die Serie Alfred Hitchcock Presents (1955) verwendet wurde.
Siehe auch: Cameo-Auftritt
[Bearbeiten] Literatur
- Robert A. Harris, Michael S. Lasky, Hrsg. Joe Hembus: Alfred Hitchcock und seine Filme (OT: The Films of Alfred Hitchcock). Citadel-Filmbuch bei Goldmann, München 1976, ISBN 3-442-10201-4
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Thomas Bräutigam: Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation. Mehr als 2000 Filme und Serien mit ihren deutschen Synchronsprechern etc.. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-289-X, S. 407 / Der zerrissene Vorhang in der Deutschen Synchronkartei; abgerufen am 16. Dezember 2007
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