Eben am Achensee

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Eben am Achensee
Wappen von Eben am Achensee
Eben am Achensee (Österreich)
Eben am Achensee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz
Kfz-Kennzeichen: SZ
Hauptort: Maurach
Fläche: 196,59 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 11° 45′ O47.42277777777811.751944444444970Koordinaten: 47° 25′ 22″ N, 11° 45′ 7″ O
Höhe: 970 m ü. A.
Einwohner: 2.979 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 15 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 6212 (Maurach)
6213 (Pertisau)
6215 (Hinterriß, Bächental)
Vorwahl: 05243 bzw. 05245 für Hinterriß
Gemeindekennziffer: 7 09 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
6212 Maurach 81
Website: www.eben.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Ing. Josef Hausberger (Unparteiische Namensliste)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
10 Unparteiische Namesliste - Bürgermeister Josef Hausberger

3 Tiroler Volkspartei Eben am Achensee
2 Unabhängige Bürgerliste Eben

Lage der Gemeinde Eben am Achensee im Bezirk Schwaz
Achenkirch Aschau im Zillertal Brandberg Bruck am Ziller Buch in Tirol Eben am Achensee Finkenberg Fügen Fügenberg Gallzein Gerlos Gerlosberg Hainzenberg Hart im Zillertal Hippach Jenbach Kaltenbach Mayrhofen Pill Ramsau im Zillertal Ried im Zillertal Rohrberg Schlitters Schwaz Schwendau Stans Steinberg am Rofan Strass im Zillertal Stumm Stummerberg Terfens Tux Uderns Vomp Weer Weerberg Wiesing Zell am Ziller Zellberg TirolLage der Gemeinde Eben am Achensee im Bezirk Schwaz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Der Hauptort Maurach am Südufer des Achensees
Der Hauptort Maurach am Südufer des Achensees
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Achenseebahn in Maurach

Eben am Achensee ist eine Gemeinde mit 2979 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schwaz.

Geografie[Bearbeiten]

Eben liegt im Achental, am Ufer des Achensees (oberhalb des Unterinntals) und ist flächenmäßig die größte Gemeinde im Bezirk Schwaz. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Maurach sowie den Ortschaften Bächental, Hinterriß und Pertisau.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung 1112 betrifft eine Schenkung des Gebiets um den Achensee durch die Herren von Schlitters an die Abtei St. Georgenberg-Fiecht. Spätere Lehnsherren waren die Herren von Rottenburg und das Kloster Frauenchiemsee. 1313 erscheinen Maurach und Eben in den Steuerlisten der Rottenburger als eigene Ortsgemeinden. Aus diesen entwickelte sich Maurach-Eben als Verwaltungseinheit.

Unter dem Regenten Sigmund von Tirol wurde der Achensee im 15. Jahrhundert habsburgisch (bis 1918).

Kirchengeschichtlich gehörte Eben zur Pfarrei Münster. Seit 1313 befindet sich das Grab der Volksheiligen Notburga von Rattenberg in Eben. Die Ortskirche, 1474 Kaplanei, 1516 Kuratie und seit 1891 eigene Pfarrei, ist der Hl. Notburga geweiht, und seit 2004 gibt es ein Notburga-Museum.

Der Fremdenverkehr setzte Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Bekannt wurde die Gegend durch die literarischen Werke von Adolf Pichler sowie Hermann von Gilm zu Rosenegg.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at eben am achensee.png
Blasonierung: In einer schwarzen, von blauen Feldern begleiteten aufrechten Spitze ein silbernes Notburga-Kandele.

Begründung: Das Notburga-Kandele erinnert an die hl. Notburga, die in der Wallfahrtskirche zu Eben verehrt wird. Die schwarze Spitze und die blauen Felder weisen auf die Bergumrahmung dieser Gemeinde und den Achensee hin.

Das Gemeindewappen wurde von der Tiroler Landesregierung am 6. Juli 1972 verliehen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Eben ist heute stark touristisch geprägt und hatte 2003 etwa 900.000 Nächtigungen, die sich auf die Sommer- und Wintersaison verteilen.

Neben dem Achenseegebiet im Sommer spielen dabei vor allem die Skigebiete Rofan und Zwölferkopf eine Rolle.

Infrastruktur und Verkehr[Bearbeiten]

Eben am Achensee ist seit dem Mittelalter über das Inntal erreichbar. Von Bayern im Norden führte im 12. Jahrhundert ein Saumpfad vom Achenpass durch das Achental nach Maurach-Eben. Der See wurde mit Flößen befahren, die vom Seeufer aus von Pferden gezogen wurden.

Der erste Dampfer St. Joseph fuhr 1887 über den See. Der touristische Sommer-Schiffsverkehr auf dem Achensee wurde seither stetig ausgebaut zwischen Pertisau, der Gaisalm, dem Achenseebad und Achenkirch am Nordende sowie dem Haus Seespitz (ehemaliger Gasthof), Buchau und Maurach am Südende.

1889 wurde die Achenseebahn zwischen Jenbach und dem Haus Seespitz eröffnet, die ursprünglich auch gewerblichen Zwecken diente; heute fährt die Dampflok nur noch in den Sommermonaten als Touristenbahn mit den Haltestellen Burgeck, Eben, Maurach und Seespitz.

Eine asphaltierte Straße auf der Trasse des alten Saumpfads gibt es seit 1955.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Eben am Achensee
  • Wallfahrtskirche zur Heiligen Notburga

Die Kirche mit spätgotischem Chor und Nordturm (16. Jahrhundert) steht auf den Grundmauern eines romanischen Vorläufers etwas außerhalb des Ortszentrums. 1736 bis 1738 baute der Schwazer Architekt Jakob Singer ein barockes Langhaus an. Auch das Innere ist barockisiert. Die Deckenfresken von Christoph Anton Mayr (1899 restauriert), umgeben von Stuckaturen, zeigen Szenen aus dem Leben der Lokalheiligen, u.a. das charakteristische Sichelwunder. Die Gebeine der Heiligen Notburga werden in einem Glasschrein am Hochaltar aufbewahrt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Knaurs Kulturführer Österreich. Lizenzausgabe München, Zürich 1977, S. 61 f.
  • Baedeker Österreich. 11. Auflage. 2005, S. 165 f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eben am Achensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien