Wiesing

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wiesing (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wiesing
Wappen von Wiesing
Wiesing (Österreich)
Wiesing
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz
Kfz-Kennzeichen: SZ
Fläche: 10,36 km²
Koordinaten: 47° 24′ N, 11° 48′ O47.40527777777811.797777777778566Koordinaten: 47° 24′ 19″ N, 11° 47′ 52″ O
Höhe: 566 m ü. A.
Einwohner: 2.033 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 196 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6210
Vorwahl: 05244
Gemeindekennziffer: 7 09 39
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 19
6210 Wiesing
Website: www.wiesing.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Alois Aschberger (Unabhängige Wiesinger Liste)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
10 Unabhängige Wiesinger Liste

3 Wir für Wiesing

Lage der Gemeinde Wiesing im Bezirk Schwaz
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Über dieses Bild
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Wiesing vor dem Rofangebirge
Wiesing vor dem Rofangebirge
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wiesing ist eine Gemeinde mit 2033 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Schwaz, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schwaz.

Geografie[Bearbeiten]

Wiesing liegt im mittleren Unterinntal nördlich des Inns, beim Eingang ins Zillertal, am Südfuß des Rofangebirges. Die Besiedlung ist gebildet durch den Hauptort und die Siedlungen Erlach und Rofansiedlung.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Buch in Tirol, Eben am Achensee, Jenbach und Strass im Zillertal im Bezirk Schwaz. Östlich schließt mit der Gemeinde Münster der Bezirk Kufstein an.

Keltische Wehranlage auf dem Buchberg[Bearbeiten]

Ab 1981 wurde auf dem nördlich des Inn gelegenen Inselberg Buchberg bei Wiesing eine durch die Anlage eines Steinbruchs freigelegte Anlage untersucht. Seit 1984 ist das Areal durch den Ausbau des Steinbruchs zerstört.

Auf der Kuppe am westlichen Ende des Berges wurden zwei Mauergevierte ergraben. Die Funde ergaben eine Besiedlung ab dem 2. Jahrhundert v. Chr., die Keramik weist auf die Späthallstatt- bis Frühlatènezeit hin. Die auf einem Kalksteinsockel errichtete massive, offenbar bei einem kriegerischen Vorfall verbrannte Palisade schloss ein 25x25 m großes Geviert ein. Die Anlage war nach der Lage der Pfeiler nicht überdacht, an der Ostseite war ein Zugang. Hier wurden auch die meisten Artefakte, hauptsächlich Keramikscherben, gefunden. Eine Deutung für einen Kultbezirk ist fraglich, eher wird ein Wehrbau angenommen. Das Fehlen von Brandopferplätzen, die geringen Keramikfunde, vor allem aber 13 Pfeil- und eine Lanzenspitze an der Ostmauer verstärken diese Annahme. Nach der offenbar durch feindliche Eroberung erfolgten Zerstörung des Mauerwerkes wurde vor der Ostmauer ein Kalksteinwall errichtet, dem ein System von drei Gräben vorgelagert war. Ein weiterer davor liegender Schutzwall bestätigt die Funktion als Wehranlage.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wiesing

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wiesing profitiert verkehrsmäßig von seiner Lage mit mehreren Klein- und Mittelbetrieben, daneben gibt es viele Auspendler.

Von der A 12 Inntalautobahn führen die B 169 ins Zillertal und B 181 zum Achensee. Die Kanzelkehre an der Achenseestraße bietet einen Ausblick auf das Inntal und den Eingang des Zillertals. Über die Westbahn mit der Haltestelle Münster-Wiesing besteht Anschluss an die S-Bahn.

Blick auf das Unterinntal, rechts unten die Gemeinde Wiesing.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wiesing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 274.