Eckhard Schimpf

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Eckhard Schimpf (* 1. Juli 1938 in Braunschweig) ist ein deutscher Journalist, Buchautor und Motorsportler. Bis zum Eintritt in den Ruhestand war er stellvertretender Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung. Er ist nach wie vor journalistisch aktiv.

Leben[Bearbeiten]

Schimpf besuchte in Braunschweig das Martino-Katharineum und die Gaußschule. Danach absolvierte er ein Volontariat bei der Braunschweiger Zeitung. Dort war er bis 2003 beschäftigt, davon die letzten 14 Jahre als Mitglied der Chefredaktion. Seither ist er als freier Autor tätig.

Motorsport[Bearbeiten]

Schimpfs besonderes Interesse gilt dem Automobilsport und Oldtimern. Bis 1982 fuhr er rund 350 Autorennen in ganz Europa. Unter anderem nahm er viermal (1971, 1972, 1973 und 1978) im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft an der als „Mutter“ des heutigen Rallyesports geltenden Rallye Monte Carlo teil, kam aber nur beim letzten Start auf einem VW-Werks-Golf-Diesel auch ins Ziel. Im 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring im Rahmen der Sportwagen-Weltmeisterschaft errang er seine größten Erfolge. 1976 war er zusammen mit Edgar Dören für Porsche Kategoriesieger und Siebenter im Gesamtklassement, 1979 mit Hans-Georg Bürger auf BMW Sieger in der Kategorie bis 2 Liter und Gesamtsechster sowie 1982 – ebenfalls auf BMW – mit Mario Ketterer und Anton Fischhaber Vierter in der Gesamtwertung.

Nach wie vor ist er als Berichterstatter bei Klassiker-Ereignissen wie dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Comer See oder dem Concours d’Elegance in Pebble Beach sowie den großen Automobilausstellungen in Frankfurt, Genf, Detroit, Los Angeles und Tokio tätig. Seine Berichte über Motorsport und Automobilausstellungen erschienen in verschiedenen Zeitungen, darunter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung.

Braunschweiger Geschichte[Bearbeiten]

Schimpf hat zahlreiche Bücher zu Automobil- und Motorsportthemen sowie zur Geschichte der Stadt Braunschweig verfasst. Seine beiden Klinterklater-Bücher verkauften sich zusammen über 70.000 Mal.[1]

Schimpfs Großvater mütterlicherseits war Gründer der Firma Mast-Jägermeister. Schimpf selbst war von 1972 bis 2000 als „Jägermeisters Mann an den Rennstrecken“ auch Manager für die Sponsor-Aktivitäten des Likörherstellers im Automobilbereich.

Ehrung[Bearbeiten]

Im Februar 2011 wurde Schimpf der 2. Preis der Göttinger Alexanderstiftung für sein Porträt von Hans Eckensberger[2], Gründer, Verleger und Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung verliehen.[3]

Publikationen[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • 17 Jahre war ich grade. Klinterklaters Lieder mit Bildern und Geschichten. Braunschweiger Zeitungsverlag, Braunschweig 2001.
  • Braunschweig – unsere Stadt. (in Zusammenarbeit Gerd Winner). Braunschweiger Zeitungsverlag, Braunschweig 2002.
  • Bugatti. Die Renngeschichte von 1920 bis 1939. (mit Julius Kruta). Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2006, ISBN 978-3-7688-1830-8.
  • Heilig: die Flucht des Braunschweiger Naziführers auf der Vatikan-Route nach Südamerika. Appelhans Verlag, Braunschweig 2005, ISBN 3-937664-31-9.
  • Im Land des Löwen. Das Eckhard-Schimpf-Lesebuch. Archiv-Verlag, Braunschweig 2005, ISBN 978-3596245246.
  • Jägermeister Racing. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3768819893.
  • Klinterklater I – Typisch braunschweigisch. 750 Redensarten, Ausdrücke und kleine Geschichten, Braunschweiger Zeitungsverlag, Braunschweig 1993.
  • Klinterklater II – Typisch braunschweigisch. 850 Redensarten, Ausdrücke und kleine Geschichten, Braunschweiger Zeitungsverlag, Braunschweig 1995.
  • Klinterklater. Typisch braunschweigisch: Tausend Redensarten, Ausdrücke und kleine Geschichten. (Neuausgabe der Bände I & II von 1993/95), Klartext Verlag, Essen 2011, ISBN 978-3-8375-0034-9.
  • Mein Braunschweig. Wie war das damals? Eckhard Schimpf erzählt. Klartext Verlag, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0033-2.
  • Nachts, als die Weihnachtsbäume kamen. Eine ganz normale Braunschweiger Kindheit im Chaos von Kriegs- und Nachkriegszeit. Braunschweiger Zeitungsverlag, Braunschweig 1997.
  • Powerplay. Porsche Turbo – Die ganze Geschichte. (Mit Clauspeter Becker, Malte Jürgens, Michael Köckritz und Peter Vann). Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02039-4.
  • Prinzenpark. Die ersten Auto- und Motorradrennen der Nachkriegszeit. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3365-3.
  • Stuck. Die Rennfahrerdynastie. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-7688-3164-2.
  • Porsche & Piёch. Die Rennwagen des Ferdinand Piёch von 1963 bis 1972, Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-7688-3593-0.

Hörbuch[Bearbeiten]

  • Jägermeister Racing. 2 CDs. Gelesen von Eckhard Schimpf, Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2010, ISBN 978-3768897167.

DVD[Bearbeiten]

  • Braunschweig 1945 – Bombardierung, Befreiung, Leben in Trümmern. Erinnert und kommentiert von Eckard Schimpf. Braunschweiger Zeitung und Archiv Verlag, Braunschweig 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eckhard Schimpf: Klinterklater. Typisch braunschweigisch: Tausend Redensarten, Ausdrücke und kleine Geschichten. (Neuausgabe). Klartext Verlag, Essen 2011, S. 7.
  2. Sieh’ nach den Sternen, hab’ acht auf die Gassen (PDF; 1,2 MB) auf alexanderstiftung.de
  3. Hinweis auf alexanderstiftung.de