Grünau im Almtal

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Grünau im Almtal
Wappen von Grünau im Almtal
Grünau im Almtal (Österreich)
Grünau im Almtal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Gmunden
Kfz-Kennzeichen: GM
Fläche: 230,18 km²
Koordinaten: 47° 51′ N, 13° 57′ O47.85277777777813.955555555556528Koordinaten: 47° 51′ 10″ N, 13° 57′ 20″ O
Höhe: 528 m ü. A.
Einwohner: 2.078 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 9 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4645
Vorwahl: 07616
Gemeindekennziffer: 4 07 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Dorf 17
4645 Grünau im Almtal
Website: www.gruenau.at
Politik
Bürgermeister: Alois Weidinger (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
10 ÖVP, 9 SPÖ, 4 FPÖ, 2 Grüne
Lage der Gemeinde Grünau im Almtal im Bezirk Gmunden
Altmünster Bad Goisern Bad Ischl Ebensee Gmunden Gosau Grünau im Almtal Gschwandt Hallstatt Kirchham Laakirchen Obertraun Ohlsdorf Pinsdorf Roitham St. Konrad (Oberösterreich) St. Wolfgang im Salzkammergut Scharnstein Traunkirchen Vorchdorf OberösterreichLage der Gemeinde Grünau im Almtal im Bezirk Gmunden (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gruenau im almtal.jpg
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Grünau im Almtal ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Gmunden im Traunviertel mit 2078 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Geografie[Bearbeiten]

Grünau im Almtal liegt auf einer Höhe von 528 m ü. A. im Salzkammergut (Traunviertel). Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 18,2 km, von West nach Ost 21,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 230 km², damit ist Grünau die größte Gemeinde Oberösterreichs. 74,5 % der Fläche sind bewaldet. Neben dem Almsee im Süden des Gemeindegebietes, liegen nordöstlich davon der Kleine und der Große Ödsee in einem Seitental (Hetzautal) des Almtals. Südlich der Seen überragt der Große Priel, der höchste Gipfel des Toten Gebirges die kalkweiße Gebirgskette.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Es gibt nur die Katastralgemeinde Grünau und Ortschaft Grünau im Almtal. Dazu gehören neben dem Dorf Grünau etwa zwei Dutzend Weiler und Rotten, einige Streusiedlungen und etliche Gehöfte, sowie Berghütten.[1]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die einzige Gemeinde, durch die Grünau durch das Almtal und auch verkehrstechnisch verbunden ist, ist Scharnstein im Norden. Außerdem grenzt Grünauer Gemeindegebiet noch an die zur Region Traunsee gehörenden Gemeinden Ebensee und Gmunden, an die Steyrtal-Gemeinden Steinbach, Micheldorf, Klaus und Hinterstoder, sowie an die Gemeinden Altaussee und Grundlsee im Steirischen Salzkammergut.

Gmunden Scharnstein
Ebensee Nachbargemeinden Klaus an der Pyhrnbahn (Bez. Kirchdorf a.d.K.)
Altaussee (Bez. Liezen, Stmk.) Grundlsee (Bez. Liezen, Stmk.) Hinterstoder (Bez. Kirchdorf a.d.K.)

Geschichte[Bearbeiten]

Mit der Gründung des Benediktinerstiftes Kremsmünster durch Herzog Tassilo III. 777 wird allmählich auch die Landschaft an der Alm in den Blickpunkt der Geschichte gerückt. Als das Stift im 10. Jahrhundert durch die Ungarneinfälle schwer in Mitleidenschaft gezogen wird, verliert es auch die Gegend am Almsee. Im Jahr 992 stellt nämlich Graf Arnold von Lambach dem Stift unter anderem die Fischerei im Almsee sowie die Weiden am Kasberg zurück. Nach den Ungarnstürmen gründete ein Nachkomme dieses Grafen, der heilige Adalbero, 1056 das Stift Lambach. Er hatte das Gebiet um Grünau geerbt und machte es mit seinen Mönchen urbar.

Im Jahr 1160 erscheint erstmals der Name Gruona. Kremsmünster ließ nichts unversucht, das verlorengegangene Gebiet zurückzugewinnen. Der Pfarrzehent aus Grünau fiel 1224 an Lambach.

Dieser Umstand lässt auf das Bestehen einer Kirche, vielleicht sogar schon einer eigenen Pfarre Grünau um 1250 schließen. Die erste Kirche von Grünau war dem heiligen Kilian, dem Bischof von Würzburg und Lambacher Stiftspatron, geweiht.

1418 ging Grünau durch Tausch von Lambach an Reinprecht II. von Walsee über, den Besitzer der Herrschaft Scharnstein. Die Kirche ist seither dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht. Patronat und Vogtei waren seitdem an Scharnstein gebunden. Die Selbständigkeit der Pfarre wurde während der nächsten Zeit geschmälert, weil sie die Scharnsteiner Schlosskapläne geistlich nur mitbetreuten.

Erst nach dem Aussterben der Walseer (1483) erlangte die Pfarre ihre Selbständigkeit zurück. Das Besetzungsrecht blieb freilich weiterhin in der Herrschaft Scharnsteins bis zum Sturz der Jörger im Jahre 1620. Bereits im Jahre 1625 erwarb das Stift Kremsmünster die Herrschaft Scharnstein und damit auch die Grundobrigkeit über die Pfarre Grünau. Auf Wunsch der Pfarrangehörigen wurde Grünau 1964 dem Kremsmünsterer Seelsorgebereich eingegliedert. Bis heute wird Grünau vom Stift Kremsmünster betreut.

Grünau gehörte im Laufe der Neuzeit dann zu folgenden Grundherren: Starhemberger, Jörger, Kaiser Maximilian I., Fernberger sowie das Stift Kremsmünster.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Nach 1866 wurde der Ort zum Exil des Welfenherzogs König Georg V. von Hannover.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.137 Einwohner, 2001 dann 2.115 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Gmunden.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

10
9
4
2
10 
Von 25 Sitzen entfallen auf:

Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:

Bürgermeister ist Alois Weidinger von der SPÖ. Vizebürgermeister ist Johann Ettinger von der ÖVP.

Wappen[Bearbeiten]

Coat of arms Grünau im Almtal.svg

Beschreibung des Gemeindewappens:

Gespalten von Grün und Silber mit einem Nadelbaum in gewechselten Farben.

Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.
Der je zur Hälfte im Schneekleid des Winters bzw. im sommerlichen Grün dargestellte, den Wappenschild dominierende Nadelbaum spricht für den landschaftlichen Reichtum der Tourismusgemeinde mit dem Almtal und den unter Naturschutz stehenden Gewässern Almsee und Ödseen, dem Cumberland-Wildpark und Einrichtungen des zu allen Jahreszeiten prosperierenden Alpinismus.

Verliehen wurde das Wappen 1992.

Regionalpolitik[Bearbeiten]

Grünau wird schon seit den 1950ern zum Salzkammergut gerechnet, und war seitens des Tourismusverbands Almtal Gründungsmitglied und Teilregion der gemeinsamen Salzkammergut Tourismus GmbH (2001). Über den Verein zur touristischen, wirtschaftlichen und ländlichen Entwicklung des Almtales – Verein Almtal „Vera“ (VERA)[2] mit Beteiligung von Oberösterreich Tourismus sowie der Regionalmanagement OÖ.[3] wurde jüngst die Zusammenarbeit mit den nördlichen Gemeinden intensiviert, und per 1. Jänner 2013[4] die Tourismusregion (mehrgemeindiger Tourismusverband, MTV) Almtal gegründet (erste Vollversammlung war 21. Jänner 2013 in Vorchdorf).[5] Damit bildet Grünau das Ostende der Region Salzkammergut, die aber heute nach Norden noch gegen Wels hin ausgreift.

Grünau ist auch Mitglied im Verband Bergsteigerdörfer.

Hauptort der Gemeinde: Dorf Grünau im Almtal[Bearbeiten]

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Grünau im Almtal (Dorf)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gmundenf8, Oberösterreich
Pol. Gemeinde Grünau im Almtal  (KG Grünau)
Ortschaft Grünau im Almtal
Koordinaten 47° 51′ 12″ N, 13° 57′ 24″ O47.85342413.956635528
Höhe 528 m ü. A.
Postleitzahl 4644 Grünau im Almtalf0
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Grünau-Zentralgebiet (40708 000)
Bild
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

Gemeindehauptort ist das Dorf Grünau im Almtal. Der Ort liegt etwa 35 Kilometer südlich von Wels und 15 Kilometer südöstlich von Gmunden, knapp an der nordwestlichen Gemeindegrenze. Er erstreckt sich an der Einmündung des Grünaubachs in die Alm, auf um die 530 m ü. A. Höhe.

Die Ortslage Grünau und Schindlbachstraße in direkter Umgebung – der Zählsprengel Grünau-Zentralgebiet – umfasst etwa 320 Gebäude mit etwa 900 Einwohnern, das ist etwas weniger als die Hälfte der gesamten Gemeinde. Ortschaft und Katastralgemeinde Grünau umfassen aber die gesamte Gemeinde.

Im Norden erheben sich Windhagkogel (1334 m ü. A.) und Hochsalm (1405 m ü. A.), im Westen der Zwillingskogel (1402 m ü. A.), im Südosten der Hausberg Zuckerhut (902 m ü. A.) und der Hochberg (Farrenaubühel1287 m ü. A.). Die Berge gehören alle zu den Kalkvoralpen (Salzkammergut-Voralpen bzw. Oberösterreichische Voralpen).

Nachbarorte
Scharten Wändt
Wiesleithen Nachbargemeinden In der Lahn
Obere Höll

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft ist geprägt vom zweisaisonalen Tourismus mit rund 138.000 Übernachtungen pro Jahr, sowie ferner von der Forstwirtschaft und Holzverarbeitung.

In Grünau im Almtal ist die Konrad Lorenz Forschungsstelle der Universität Wien ansässig.

Verkehr[Bearbeiten]

Grünau ist auf Straßen von Gmunden bzw. Wels erreichbar. Mit beiden Städten gibt es eine Linienbus-Verbindung. Eine Bus-Verbindung mit niedriger Frequenz verbindet Grünau mit dem Almsee (14 km). Grünau ist der Endbahnhof der Almtal-Lokalbahn mit dem Ausgangspunkt Wels Hauptbahnhof.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Grünau mit Hauptaltar
  • Pfarrkirche: Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten zählt die barocke Pfarrkirche "St. Jakobus der Ältere" von 1695 mit ihrem Hochaltar, der von der Stiftskirche Kremsmünster stammt. Die Figurengruppe im oberen Teil des barocken Altares stammt von dem Nürnberger Renaissancebildhauer Hans Peisser (nachrichtlich bezeugt), einem Schüler oder Nachfolger des Veit Stoß, und wurde 1531 vollendet. Sie stellt Christus als Erlöser mit den Heiligen Benedikt und Agapitus dar und gehört zu den wenigen monumentalen Meisterwerken der Renaissance nördlich der Alpen.
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Grünau im Almtal
  • Natur: Landschaftlich hat Grünau sehr viel zu bieten. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen neben dem Almsee und das umgebene Landschaftsschutzgebiet mit seiner faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt, die Ödseen, der Cumberland Wildpark sowie die Kasbergalm.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Echoblasen: Von Ende Juni bis Anfang September findet jeden Mittwoch ein Echoblasen am Almsee statt, bei dem mit Blechinstrumenten mit dem natürlichen Echo musiziert wird.
  • Bläserfest: Ein weiterer kultureller Höhepunkt ist das jährliche Bläserfest, an dem Bläsergruppen aus ganz Österreich teilnehmen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger:

Personen mit Bezug zum Ort:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grünau im Almtal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vergl. auch Strassenbezeichnung Grünau im Almtal, Stand 7. Oktober 2004 (pdf, gruenau.ooe.gv.at; 642 kB).
  2. Das Almtal (almtal.at) – offizielle Webpräsenz der Region (Verein Vera)
    Verein Almtal „VERA“ (almtalonline.at)
  3. Tourismusverband Almtal: Kundmachung; abgerufen am 6. Feb. 2013
  4. ORF-Online: Aufbruchstimmung im Almtal
  5. ÖVP Bad Wimsbach Neydharting: MTV Almtal aus Taufe gehoben, abgerufen am 6. Feb. 2013
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