Herbert Wimmer
| Herbert Wimmer | ||
(1972) |
||
| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 9. November 1944 | |
| Geburtsort | Eupen, Belgien | |
| Größe | 179 cm | |
| Position | Mittelfeld | |
| Vereine in der Jugend | ||
| Borussia Brand | ||
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| bis 1966 1966–1978 1978–1979 |
Borussia Brand Borussia Mönchengladbach Borussia Brand |
366 (51) |
| Nationalmannschaft | ||
| 1968–1976 | Deutschland | 36 (4) |
| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Herbert „Hacki“ Wimmer (* 9. November 1944 in Eupen, Belgien) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er feierte große Erfolge mit Borussia Mönchengladbach in den 1970er Jahren, sowohl national als auch international. Auch seine Nationalmannschaftskarriere verlief erfolgreich.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Laufbahn
[Bearbeiten] Jugend- und Amateurkarriere
Wimmer durchlief alle Jugendmannschaften seines Heimatvereins SV Borussia Brand in Aachen. Dort zeichnete er sich als lauffreudiger und kombinationssicherer Flügelstürmer aus. In der Saison 1965/66 gelang dem Verein der Aufstieg in die Verbandsliga Mittelrhein, und Herbert Wimmer wurde in die Länderpokalauswahl Mittelrhein berufen. Er erregte die Aufmerksamkeit von Hennes Weisweiler, zu diesem Zeitpunkt Trainer von Borussia Mönchengladbach. Nach zweimaligem Probetraining vor der Saison 1966/67 erhielt der Spieler einen Profivertrag.
[Bearbeiten] Borussia Mönchengladbach
[Bearbeiten] Bundesliga
Hacki Wimmer feierte sein Bundesligadebüt am ersten Spieltag der Runde 1966/67. Gladbach spielte dabei am 20. August 1966 0:0 beim FC Schalke 04, und Wimmer lieferte auf Rechtsaußen einen guten Einstand. Er absolvierte als Stammspieler alle 34 Spieltage der Saison, schoss drei Tore und die Borussen erreichten Platz acht in der Meisterschaft. In den darauf folgenden zwei Jahren landete die Borussia jeweils auf Position drei der Tabelle.
Während dieser Zeit entwickelte sich der athletische Rechtsaußen technisch und taktisch entscheidend weiter. Hacki wurde als ausdauernder und kombinationssicherer Mittelfeldspieler geachtet und kompensierte die mangelnde Defensivarbeit des damaligen Spielmachers Günter Netzer, wodurch dieser seinen Vorwärtsdrang ausleben konnte. 1970 konnte Wimmer mit den Fohlen die erste deutsche Meisterschaft erringen. Hacki wurde als „Mann für die langen Wege“ bekannt und erzielte in 30 Spielen sechs Tore. Im Jahr darauf wiederholte die Mannschaft den Erfolg. Von 1975 bis 1977 kamen drei weitere Titel dazu.
Nach der Saison 1977/78 verabschiedete sich Hacki mit 366 Bundesligaeinsätzen und 51 Toren aus dem Profigeschäft. Er spielte noch eine Saison bei seinem Heimatverein, bevor er aufgrund von Hüftproblemen seine Karriere beendete.
[Bearbeiten] DFB-Pokal
1973 gewann Herbert Wimmer mit Borussia Mönchengladbach den DFB-Pokal. Die Mannschaft traf im Finale auf den 1. FC Köln und siegte knapp mit 2:1.
[Bearbeiten] Europapokal
Ab 1970 spielte Wimmer mit Borussia Mönchengladbach im Europacup. Hervorzuheben ist dabei das sogenannte „Büchsenwurf“-Spiel am 20. Oktober 1971 gegen Inter Mailand. Gladbach gewann das Spiel mit 7:1. Die UEFA annullierte jedoch das Ergebnis, weil ein Spieler von Inter Mailand von einer Büchse aus dem Publikum getroffen wurde. In den Nachholspielen schied die Mannschaft dann aus dem Wettbewerb aus.
Die Fohlen verloren 1973 das UEFA-Cup-Finale gegen den FC Liverpool und 1974 das Halbfinale des Pokalsiegerwettbewerbs gegen den AC Mailand, konnten aber im Jahr darauf den UEFA-Cup mit überzeugenden Leistungen gegen Twente Enschede gewinnen. Hackis Europacup-Karriere endete 1978 mit einem 0:3 im Landesmeister-Finale gegen den FC Liverpool. Er hatte bis dahin 58 Spiele auf europäischer Ebene absolviert und sechs Tore erzielt.
[Bearbeiten] Erfolge mit Borussia Mönchengladbach
- Deutscher Meister: 1970, 1971, 1975, 1976, 1977:
- DFB-Pokalsieger: 1973
- UEFA-Cupsieger: 1975
[Bearbeiten] Nationalmannschaft
1966 lief Wimmer erstmalig in der U 23 des DFB im Spiel gegen Rumänien auf. Das A-Nationalmannschafts-Debüt folgte am 23. November 1968 im WM-Qualifikationsspiel in Nikosia gegen Zypern unter Bundestrainer Helmut Schön. Die deutsche Auswahl gewann durch einen Treffer von Gerd Müller mit 1:0. Für die WM 1970 wurde er noch nicht berücksichtigt.
Hacki wurde mit der Bundes-Auswahl Europameister 1972 und Weltmeister 1974. Er trug maßgeblich zum Erfolg dieser noch heute bewunderten Mannschaft bei.
Nach 36 Länderspielen beendete Herbert Wimmer am 20. Juni 1976 in Belgrad nach dem Spiel gegen die Tschechoslowakei seine Nationalmannschaftskarriere. Insgesamt zeichnete er sich durch Technik, Kombinationsvermögen und Fairness aus. Als defensiver Mittelfeldspieler war er mit diesen Eigenschaften integraler Bestandteil der Mannschaft.
[Bearbeiten] Erfolge mit der Nationalmannschaft
- Europameister: 1972
- Vize-Europameister: 1976
- Weltmeister: 1974
[Bearbeiten] Persönliches
Nach seinem Karriere-Ende 1978 übernahm Hacki den Betrieb seines Vaters, einen Tabakwarengroßhandel. Dort hatte er bereits während seiner aktiven Zeit gearbeitet. Er wohnte immer in seinem Heimatort und fuhr jeden Tag 80 Kilometer zum Training nach Mönchengladbach.
[Bearbeiten] Literatur
- Lorenz Knieriem, Hardy Grüne: Spielerlexikon 1890-1963. Agon-Verlag, 2006, ISBN 3-89784-148-7.
- Matthias Kropp: Deutschlands große Fußballmannschaften. Teil 5: Borussia Mönchengladbach. Agon-Verlag, 1994, ISBN 3-928562-39-8.
- Heinrich Peuckmann: Mehr Helden aus dem Fußball-Westen. Aschendorff Verlag, Münster 2003, ISBN 3-402-05463-9, S. 89–93.
- Jürgen Bitter: Deutschlands Fußball-Nationalspieler. Das Lexikon. Sportverlag, Berlin 1997, ISBN 3-328-00749-0.
- Raphael Keppel: Deutschlands Fußball-Länderspiele 1908–1989. Sport- und Spiel-Verlag Hitzel, Hürth 1989, ISBN 3-9802172-4-8.
[Bearbeiten] Weblinks
- Herbert Wimmer in der Datenbank von fussballdaten.de
- Herbert Wimmer bei Deutsche Fußball Route NRW
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wimmer, Herbert |
| ALTERNATIVNAMEN | Wimmer, Hacki |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 9. November 1944 |
| GEBURTSORT | Eupen, Belgien |