Bernd Hölzenbein

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Bernd Hölzenbein

Bernd Hölzenbein (2010)

Spielerinformationen
Geburtstag 9. März 1946
Geburtsort DehrnDeutschland
Position Flügelspieler
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1967–1981
1981–1983
1983–1984
1985
1986
Eintracht Frankfurt
Fort Lauderdale Strikers
Memphis Americans
Baltimore Blasts
FSV Salmrohr
420 (160)
46 0(10)
89 0(41)
24 00(4)
0
Nationalmannschaft
1969
1972
1973–1978
Deutschland U-23
Deutschland B
Deutschland
2 00(0)
1 00(0)
40 00(5)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Autogramm von Bernd Hölzenbein

Bernd Hölzenbein (* 9. März 1946 in Dehrn) ist ein deutscher ehemaliger Fußballspieler und heutiger Fußballfunktionär. Sein größter Erfolg zu seiner aktiven Zeit war der Titel bei der WM 1974. Er arbeitet als Leiter der Scouting-Abteilung bei Eintracht Frankfurt.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abschluss der Realschule erlernte Hölzenbein den Beruf des Kaufmanns, verlegte sich dann aber hauptberuflich aufs Fußballspielen. In der Bundesliga spielte er von 1967 bis 1981 420 Mal für Eintracht Frankfurt und wurde mit der Mannschaft 1974, 1975 und 1981 DFB-Pokalsieger und 1980 Gewinner des UEFA-Pokals. Seine 160 Bundesligatore sind bis heute Vereinsrekord. Bernd Hölzenbein ist Ehrenspielführer von Eintracht Frankfurt.

Nach dem Pokalendspiel am 2. Mai 1981 wechselte Hölzenbein zu den Fort Lauderdale Strikers in die USA. Mit den Memphis Americans (1983/84) sowie den Baltimore Blasts, für die er 1985 die US-Hallenrunde bestritt, war er für weitere US-Vereine aktiv. Zum Ende seiner Karriere 1986 kehrte er nach Deutschland zurück und spielte vom Januar bis Juni 1986 für den FSV Salmrohr in der Oberliga Südwest. Hier verhalf er dem Klub 1986 zum Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga.

Nach seiner aktiven Laufbahn war er kurzzeitig Co-Trainer bei Viktoria Aschaffenburg, bevor er von November 1988 bis November 1994 Vizepräsident von Eintracht Frankfurt war. Vom 1. Dezember 1994 bis 4. November 1996 war Hölzenbein bei Eintracht Frankfurt als Manager angestellt. Zudem war er zu dieser Zeit Eigentümer eines Tennis- und Squash-Zentrums in Sprendlingen.[1]

Seit 2004 ist er als sportlicher Berater und Chefscout bei Eintracht Frankfurt tätig. Außerdem ist er offizieller FIFA WM-Botschafter und unterstützt als Schirmherr das Forschungsprojekt STOCCER zur Fußball-WM.

Bernd Hölzenbein wohnt heute in Gravenbruch, einem Stadtteil von Neu-Isenburg. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 7. Mai 1969 beim 2:2-Unentschieden gegen die Auswahlmannschaft Österreichs in Graz und am 24. September 1969 bei der 1:2-Niederlage gegen die Auswahlmannschaft Rumäniens in Bukarest, bestritt Hölzenbein seine einzigen beiden Länderspiele für die U-23-Nationalmannschaft.[2] Danach bestritt er am 29. März 1972 sein einziges Länderspiel für die B-Nationalmannschaft, die in Tatabanya gegen die Auswahl Ungarns mit 2:1 gewann.[3]

Für die A-Nationalmannschaft spielte er von 1973 bis 1978 vierzigmal und erzielte fünf Tore. Sein erstes Turnier war die Fußball-WM 1974 in Deutschland. Bis auf ein Spiel gegen die DDR wurde er in jedem Spiel eingesetzt. 1974 wurde er in München mit der Nationalelf Fußballweltmeister. Nachdem Hölzenbein im WM-Finale gegen die Niederlande im Strafraum von Wim Jansen zu Fall gebracht wurde, schoss Paul Breitner per Elfmeter das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1. Die Ansichten über die Berechtigung des Strafstoßes gingen auch nach Betrachtung der Zeitlupe auseinander. Die Bild-Zeitung behauptete einige Wochen nach dem Finale, Hölzenbein habe zugegeben, dass er sich fallen gelassen habe, musste diese Behauptung jedoch später mit dem Abdruck einer Gegendarstellung widerrufen. Hölzenbein bestritt nachdrücklich, diese Aussage je getätigt zu haben. Er wies zudem darauf hin, dass neuere Technik (DVD) es jedem ermögliche, das Foul und damit die Berechtigung des Elfmeters nachzuvollziehen. Dennoch fand die Bezeichnung „Schwalbe“ durch diesen Vorfall Eingang in die niederländische Sprache. Hölzenbein nahm zwei Jahre später an der Europameisterschaft 1976 teil, wo Deutschland Vize-Europameister wurde. Hölzenbein nahm 1978 an der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien teil, wo Deutschland nach der Niederlage gegen Österreich in der zweiten Finalgruppe aus dem Turnier ausschied. Es war das letzte Turnier, an dem er für die Nationalelf teilnahm.

Bernd Hölzenbein gehört dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball an. Die Stiftung Jugendfußball wurde im Jahr 2000 von Jürgen Klinsmann, weiteren erfolgreichen Nationalspielern sowie den Dozenten des Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet.

Erfolge[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Die Folge "Einfach irre" (Staffel 4, Folge 7) der RTL-Sitcom Alles Atze dreht sich um ein Sammelbild von Bernd Hölzenbein.

Ehrungen[Bearbeiten]

Seit dem 23. Januar 2013 ziert ein Abbild von Bernd Hölzenbein eine der zwölf „Säulen der Eintracht“ in der U-Bahn Station Willy-Brandt-Platz in Frankfurt.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sport-Bild vom 18. Mai 1994, S.41
  2. Kicker Almanach 1987 - S. 137 - ISBN 3-7679-0245-1
  3. Kicker Almanach 1987 - S. 104 - ISBN 3-7679-0245-1
  4. [1]