Heroldsbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heroldsbach
Heroldsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heroldsbach hervorgehoben
49.69305555555610.997777777778280Koordinaten: 49° 42′ N, 11° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 15,59 km²
Einwohner: 5000 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 321 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91336
Vorwahl: 09190
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 135
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 9
91336 Heroldsbach
Webpräsenz: www.heroldsbach.de
Bürgermeister: Edgar Büttner (SPD)
Lage der Gemeinde Heroldsbach im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger Land Erlangen Landkreis Bamberg Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Bamberg Landkreis Bamberg Wiesenttal Igensdorf Hiltpoltstein Gräfenberg Hallerndorf Forchheim Hausen (bei Forchheim) Heroldsbach Eggolsheim Weißenohe Wiesenthau Weilersbach (Oberfranken) Unterleinleiter Pretzfeld Poxdorf (Oberfranken) Pinzberg Obertrubach Neunkirchen am Brand Leutenbach (Oberfranken) Langensendelbach Kunreuth Kleinsendelbach Kirchehrenbach Hetzles Gößweinstein Effeltrich Ebermannstadt Dormitz IgensdorfKarte
Über dieses Bild

Heroldsbach ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim (Regierungsbezirk Oberfranken).

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Hirtenbachtal, etwa sechs Kilometer südwestlich von Forchheim. Heroldsbach wird vom Hirtenbach durchflossen, der am östlichen Ortsausgang in die Regnitz mündet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Hallerndorf, Hausen, Hemhofen, Adelsdorf.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Heroldsbach gliedert sich in vier Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Gemeinde Heroldsbach bei Forchheim

Die Geschichte aller Ortsteile Heroldsbachs ist eng mit der des ehemaligen Königshofs Forchheim, der etwa um das Jahr 750 errichtet wurde, verbunden. 1007 wurde Heroldsbach als „Herigoldesbach“ (= am Bach des Herigoldes) erstmals urkundlich genannt. Der Ort gehörte zum Königshof in Forchheim und wurde von Kaiser Heinrich II. zusammen mit 14 weiteren Siedlungen dem neu gegründeten Bistum Bamberg geschenkt. Von 1478 an bis 1849 besaßen die Freiherren von Löffelholz das Heroldsbacher Schloss, ein früheres Forsthaus. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. 1923 kam es zur Wiedergründung der 1405 bis 1610 schon existierenden Pfarrei Heroldsbach. Die Gemeinde Heroldsbach wurde am 1. April 1971 durch freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Heroldsbach und Thurn vergrößert. Oesdorf kam am 1. Mai 1971 hinzu.[3] Eine Marienerscheinungsstätte mit Gnadenkapelle in Thurn wurde 1998 eingeweiht.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Heroldsbach hat 16 Mitglieder.

CSU SPD Freie Wähler Heroldsbach-Thurn Freie Wähler Oesdorf Unabhängige Bürger Junge Bürger Freie Wähler Poppendorf Frauenforum Heroldsbach Gesamt
2008 5 3 2 2 1 1 1 1 16 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2008)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 1. Mai 2008 bekleidet Edgar Büttner (SPD) das Amt des Bürgermeisters. Sein Vorgänger war Richard J. Gügel (Freie Wähler Heroldsbach-Thurn)

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Gespalten von Rot und Gold; vorne ein herschauender goldener Löwenkopf mit einer goldenen heraldischen Lilie im Maul; hinten ein schwarzer Steinbockrumpf.“

Verkehr[Bearbeiten]

Von 1892 bis 1999 verkehrte durch Heroldsbach die 23 Kilometer lange normalspurige Hirtenbachtalbahn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche[Bearbeiten]

In Heroldsbach befindet sich die Pfarrkirche Hl. Michael. Kirchlich gehört Heroldsbach zum Dekanat Forchheim und somit zum Erzbistum Bamberg. Zur Pfarrei Heroldsbach gehören noch die Filialkirchen St. Vitus Oesdorf, St. Georg Poppendorf und die Schlosskapelle von Schloss Thurn zum Hl. Sebastian.

Zusammen mit der Pfarrei Hausen bildet die Pfarrei Heroldsbach einen 2006 gegründeten Seelsorgebereich. Seelsorger im Seelsorgebereich Heroldsbach-Hausen sind Pfarrer Franz Noppenberger (seit 2008) und Gemeindereferent Christian Deuber (seit 2012).

Mahnmal für die Gefallenen[Bearbeiten]

Der Münchener Bildhauer Max Seibold [5] schuf nach dem Ersten Weltkrieg das Mahnmal hinter der Kirche für die Gefallenen, das nach 1945 für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs erweitert wurde.

Schloss Thurn[Bearbeiten]

Der Ortsteil Thurn (1422 beurkundet) wurde von dem Adelsgut Thurn geprägt. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die damals baufälligen Schlossgebäude abgetragen und die heutige Anlage, ein barockes, zweiflügeliges Lustschloss, umgeben von einem breiten Wassergraben, errichtet. Der jetzige Besitzer, Hanfried Graf Bentzel-Sturmfeder-Horneck, hat das Areal des alten Schlossparks (etwa 300.000 m²) zum Erlebnispark Schloss Thurn umgestaltet.

Gebetsstätte[Bearbeiten]

Die sogenannte Marienerscheinungsstätte ist kein Wallfahrtsort und wurde 1998 vom Erzbistum Bamberg als Gebetsstätte, nicht aber als Erscheinungsort anerkannt.[6] Der Ort wird besonders an katholischen Feiertagen von Pilgern besucht. Anhänger der angeblichen Erscheinungen haben sich im privaten Pilgerverein Heroldsbach e. V. zusammengeschlossen.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heroldsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/183607&attr=OBJ&val=1201
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 462
  4. Ergebnis Kommunalwahl 2008
  5. Künstlerlexikon Thieme-Becker, Band 30, Seite 454
  6. Website der Gebetsstätte
  7. Website des Pilgervereins