iBooks

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Dieser Artikel behandelt das Programm zum Lesen von E-Books; zu der Laptopreihe, siehe iBook.
iBooks
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Entwickler Apple Inc.
Aktuelle Version 3.2
(14. November 2013)
Betriebssystem ab iOS 7
ab OS X 10.9
(für aktuelle App-Versionen)
Programmier­sprache Objective-C
iBooks-Webseite

iBooks ist eine Verwaltungssoftware für elektronische Bücher (E-Book) auf Apple-Geräten die iOS ab 3.3 oder OS X ab 10.9 unterstützen. iBooks unterstützt PDF, EPUB und das hauseigene .ibooks-Dateiformat. Elektronische Bücher können in iBooks lesen und je nach Dateiformat mit unterschiedlichen Funktionsumfang mit Lesezeichen, Markierungen oder Notizen versehen werden. Über iTunes oder iCloud erfolgt eine Synchronisation zwischen mehreren Endgeräten auch hinsichtlich aktuell aufgeschlagener Seite, Anmerkungen und optischer Reihenfolge im Bücherregal. Das Hinzufügen von elektronischen Büchern kann bspw. aus einer E-Mail, aus dem Dateisystem (auf Mac OS) oder durch kaufen im Onlineshop mit iTunes-Account erfolgen. Verlage können ihre elektronischen Bücher im integrierten Onlineshop neben dem Dateiformat .ibooks auch im plattformübergreifenden .epub anbieten.

Geschichte[Bearbeiten]

Apple stellte iBooks der Öffentlichkeit am 27. Januar 2010 vor im Rahmen der Präsentation des iPad.

Seit Juni 2011 ist es außerdem möglich, E-Books direkt über den Rechner im iTunes Store zu kaufen.[1] Diese E-Books werden im iBookstore zur Verfügung gestellt werden. Als Dateiformat soll der offene Standard EPUB verwendet werden, ergänzt um die Apple-spezifische Implementierung einer digitalen Rechteverwaltung. Wenn eine Arbeit im ibooks-Format erstellt wurde und eine Gebühr dafür erhoben werden soll, darf sie nur im iBookstore von Apple verkauft werden. Für andere Formate, wie z.B. PDF oder ePub gilt diese Einschränkung nicht. Soll das Werk jedoch kostenlos vertrieben werden, darf es auch über andere Vertriebswege verteilt werden und zwar auch im .ibooks-Format.[2]

Für den iBookstore hat Apple Vertriebsverträge mit fünf großen Verlagen in den Vereinigten Staaten abgeschlossen und tritt in unmittelbare Konkurrenz zu Amazon und dessen E-Book-Reader Kindle.[3] Der iBookstore wurde in den Vereinigten Staaten zum Verkaufsstart angeboten, ist aber inzwischen auch in Deutschland verfügbar.

Am Tag nach der iPad-Präsentation nahm Amazon, bisheriger Marktführer unter den Vertreibern von E-Books, Bücher des New Yorker Verlags Macmillan Publishers Ltd., dem fünftgrößten Verlag der Vereinigten Staaten, aus dem Programm, weil Macmillian das Vertriebsmodell von Apple bevorzugt. Am nächsten Tag wurden die Bücher wieder aufgenommen und Macmillan das Recht eingeräumt, vom Festpreis-Konzept Amazons abzuweichen.[4]

Auf der WWDC 2010 wurde iBooks um einige Funktionen erweitert: Nun gibt es die App auch für das iPhone und den iPod touch und es wurde die Möglichkeit hinzugefügt, PDF-Dateien zu betrachten. Außerdem können nun Abschnitte in den E-Books markiert und kommentiert werden.

Am 19. Januar 2012 stellte Apple eine neue Version der App, genannt iBooks 2, vor. Damit lassen sich iBooks mit multimedialen Inhalten, z.B. 3D-Animationen oder Fotogalerien, lesen und über den iBooks Store beziehen. Gleichzeitig wurde die kostenlose App iBooks Author präsentiert, mit der sich solche Bücher ohne spezielle Kenntnisse erstellen und veröffentlichen lassen.[5] Mit iBooks 3 wurde die iCloud fest in die App integriert. Außerdem sind gekaufte Bücher direkt im Bücherregal verfügbar und können aktualisiert werden.

iBooks ist nicht im iOS vorinstalliert, sondern kann wie Apps von Drittanbietern über den App Store geladen werden.

Am 10. Juni 2013 stellte Apple auf der WWDC eine speziell angepasste Version von iBooks für das Desktop-Betriebssystem OS X vor[6]. Dieses Datum ist ein Wendepunkt in der langen Geschichte von iTunes, weil seit dem alle elektronischen Bücher nicht mehr in iTunes, sondern in iBooks verwaltet werden auf einem Mac. Schließt man ein Apple-iOS-Gerät an einen Mac an, so werden in iTunes nur die Syncro-Einstellungen vorgehalten (bspw. nur bestimmte oder alle elektronische Bücher); die Dateien selber werden dann aus iBooks abgeglichen.

Vergleich Funktionsumfang[Bearbeiten]

Der Funktionsumfang zwischen iBooks für iOS und iBooks für Mac OS X ist Stand März 2014 noch recht ähnlich in den Kernfunktionen. Ein charakteristischer Unterschied besteht in der Version für Mac, dass diese mehrere iBook-Fenster parallel unterstützt und damit ein gleichzeitiges Arbeiten mit mehreren geöffneten Büchern erlaubt.

Elektronische Bücher wurden vor iBooks für den Mac in iTunes verwaltet. Verglichen mit dem Vorgänger (Stand März 2014) hat iBooks für den Mac noch nicht ganz die Reife zur Verwaltung von vielen elektronischen Büchern erreicht. So fehlt u. a. die Möglichkeit der Vergabe von Bewertungspunkten oder die Meta-Daten von elektronischen Bücher zu ergänzen/korrigieren oder im Kontextmenü fehlt der Eintrag "Zeige Datei im Finder" (also im Dateisystem) und auch die Backup-Unterstützung von Time Machine ist nur rudimentär.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. iTunes 10.3 ist da: Drahtloser Sync und iBookstore, bei ifun.de. Abgerufen am 19. September 2011
  2. Apple FAQ iBooks Author
  3. Apple wird der Großverlag der Welt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Februar 2010
  4. Amazon knickt vor US-Verlag MacMillan ein. In: Handelsblatt, 1. Februar 2010.
  5. Zeit.de: Apple will Markt für Lehrbücher revolutionieren
  6. Vorstellung von iBooks für Mac