International Federation of Library Associations and Institutions

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Die IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions) ist der Internationale Verband der bibliothekarischen Vereine und Institutionen. Gegründet wurde die IFLA 1927 in Edinburgh (Schottland. Die ersten Präsidenten waren Isak Collijn (1927–1931) und William Warner Bishop (1931–1936).[1] Derzeit gibt es 1700 Mitglieder aus 150 Ländern, die etwa 500.000 Bibliotheken repräsentieren.

Ziel der IFLA ist die Förderung und Entwicklung qualitativer Bibliotheks- und Informationsdienste aller Art, Förderung des freien Zugangs zu Informationen und die Vertretung der Interessen des Bibliotheks- und Dokumentationswesens im Allgemeinen. Um dieses Ziel zu erreichen, veröffentlicht die IFLA Publikationen, darunter die viermal jährlich erscheinende Fachzeitschrift IFLA Journal (ISSN 0340-0352), organisiert Seminare und Workshops sowie eine jährliche Konferenz.

Die IFLA arbeitet mit anderen internationalen Organisationen wie der UNESCO der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) zusammen. Neben der IFLA werden die Interessen des BID-Bereichs international unter Anderem vom European Bureau of Library, Information and Documentation Associations (EBLIDA) vertreten.

Die Zentrale der IFLA befindet sich in Den Haag, Regionalbüros gibt es in Dakar, Singapur und Rio de Janeiro. Präsidentin der IFLA von 2009 bis 2011 war die Südafrikanerin Ellen Tise.[2] Ihre Vorgängerin in diesem Amt (2007–2009) war Claudia Lux. Für die Amtszeit 2011-2013 leitet die Kanadierin Ingrid Parent aus Vancouver die Vereinigung.[3] Als Nachfolgerin ist die Finnin Sinikka Sipilä bereits gewählt.[4]

Abteilungen[Bearbeiten]

Die IFLA ist in acht Abteilungen (Divisions) gegliedert:

Des Weiteren unterteilen sich diese Abteilungen in insgesamt 45 Sektionen. Daneben gibt es Ausschüsse zu den Haupttätigkeitsfeldern (Core Activities) der Organisation. Dazu zählen unter anderem das Free Access to Information and Freedom of Expression Committee, das Copyright and other Legal Matters Committee und die IFLA-CNDL Alliance for Bibliographic Standards.

Konferenzen[Bearbeiten]

Die IFLA organisiert jedes Jahr eine Jahreskonferenz, auf der auch das oberste Verbandsgremium (IFLA Council) tagt. Der erste Kongress fand 1929 in Rom, Florenz und Venedig statt. Als Meilensteine gelten die beiden „World Summits on the Information Society“ 2003 und 2005. Bei diesen Gipfeltreffen ging es um die Gestaltung der weltweiten Informationsgesellschaft.[5]

Konferenzorte:

Verwandte Organisationen[Bearbeiten]

Vergleichbare internationale Institutionen aus verwandten Bereichen sind unter Anderem:

Die 1895 von Paul Otlet als International Institute of Bibliography gegründete International Federation for Information and Documentation (FID) gibt es seit 2002 nicht mehr.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jeffrey M. Wilhite: 85 years IFLA. A history and chronology of sessions 1927 - 2012. De Gruyter Saur, Berlin 2012. ISBN 978-3-11-025329-0

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Past IFLA Presidents
  2. http://www.ifla-deutschland.de/de/aktuelles/archiv_2007.html
  3. President 2011-2013
  4. President-elect 2011-2013
  5. http://www.goethe.de/wis/bib/fdk/de5765215.htm IFLA: Der Weltverband der Bibliotheken