Jack Charlton

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Jack Charlton

Jack Charlton (1969)

Spielerinformationen
Voller Name John Charlton
Geburtstag 8. Mai 1935
Geburtsort Ashington, NorthumberlandEngland
Position Innenverteidiger
Vereine in der Jugend
1950–1952 Leeds United
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1952–1973 Leeds United 628 (70)
Nationalmannschaft
1965–1970 England 35 (06)
Stationen als Trainer
1973–1977
1977–1983
1984–1985
1986–1995
FC Middlesbrough
Sheffield Wednesday
Newcastle United
Irland
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

John „Jack“ Charlton, OBE (* 8. Mai 1935 in Ashington) ist ein ehemaliger englischer Fußballspieler und -trainer.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten]

Spielerlaufbahn[Bearbeiten]

Der defensive Mittelfeldspieler Jack Charlton ist der ältere Bruder von Bobby Charlton, der bereits als Jugendlicher zu Manchester United kam, als Jack Charlton noch beim britischen Militär diente. Lange Jahre stand Jack im Schatten seines talentierten Bruders, kam aber nach dem Militär- und Polizeidienst zu Leeds United. Diesem Club blieb er bis zu seinem Karriereende treu. Leeds spielte in den 1950er und Anfang der 1960er Jahre noch in unterklassigen Ligen, während Bruder Bobby Charlton bereits Nationalspieler wurde. 1957 und 1964 stieg Leeds in die First Division auf. Erst im Alter von 30 Jahren gab er unter Nationaltrainer Alf Ramsey 1965 sein Debüt in der englischen Nationalmannschaft und nahm ein Jahr später an der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 teil und gehörte zur Mannschaft, die im Finale gegen Deutschland Fußballweltmeister wurde.

1967 wurde er zum Fußballer des Jahres in England gewählt und wurde damit direkter Nachfolger seines Bruders Bobby. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko gehörte er erneut zum Kader des Titelverteidigers, war allerdings als 35-Jähriger nicht mehr Stammspieler. Bei diesem Turnier machte er sein 35. und letztes Länderspiel im Vorrundengruppenspiel gegen die Tschechoslowakei. Nach zahlreichen Anläufen und einigen Finalniederlagen konnte Jack Charlton 1972 endlich mit Leeds den englischen Pokal gewinnen. Er beendete 1973 nach 773 Spielen für Leeds im Alter von 38 Jahren seine aktive Laufbahn.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Gleich im Anschluss an seine Fußballerkarriere wurde er Trainer vom englischen Zweitligisten FC Middlesbrough und wurde am Ende der ersten Saison zum Trainer des Jahres gewählt – eine Ehre, die bisher noch nie einem Trainer eines Clubs zuteilwurde, der nicht in der Premier League spielte. Er blieb Trainer von Middlesbrough bis 1977. Er war danach als neuer Nationaltrainer im Gespräch, jedoch fiel die Wahl nicht auf ihn, so dass er Trainer von Sheffield Wednesday wurde. Anfang der 1980er Jahre zog er sich nach einer wenig erfolgreichen Tätigkeit bei Newcastle United aus dem Trainergeschäft zurück und übernahm aber dann völlig überraschend die irische Fußballnationalmannschaft, die bisher europäisches Mittelmaß darstellte. Dies sollte sich unter Jack Charlton ändern.

Der erste große Erfolg war die Qualifikation zur Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 1988 in Deutschland. Gleich im ersten Gruppenspiel bezwang seine Mannschaft den großen Konkurrenten England mit 1:0, was Charlton in Irland zur Kultfigur werden ließ. Irland schied zwar im letzten Vorrundenspiel gegen den späteren Europameister Niederlande unglücklich durch ein spätes Gegentor aus, konnte sich aber zwei Jahre später zum ersten Mal bei einer Fußball-Weltmeisterschaft präsentieren. Und wieder wurde Irland mit England und den Niederlanden in eine Vorrundengruppe gelost. Diesmal konnten sie sich allerdings für die nächste Runde nach drei Unentschieden qualifizieren und scheiterten erst im Viertelfinale an Italien mit 0:1.

1991 verpasste Charlton die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 1992 in Schweden. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA sorgte seine Mannschaft dann aber wieder für Furore, als sie in der Vorrunde den späteren Vize-Weltmeister Italien besiegten. Im Achtelfinale unterlagen sie den Niederlanden mit 0:2.

Als Jack Charlton 1995 die Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 1996 verpasste, trat er von seinem Amt zurück und beendete seine Trainerlaufbahn.

Weblinks[Bearbeiten]