Jean Schlumberger

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Jean Schlumberger (* 26. Mai 1877 in Gebweiler, Elsass; † 25. Oktober 1968 in Paris) war ein deutsch-französischer Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Jean Schlumberger stammt aus einer wohlhabenden elsässischen Familie. Seine Brüder waren die Geophysiker und Geologen Conrad und Marcel Schlumberger.

1909 gründete er zusammen mit André Gide und anderen "aus dem Geist der Elite" die Zeitschrift Nouvelle Revue Française, "von der sich sagen lässt, dass sie die Wiege der literarischen Moderne Frankreichs war".[1]

Schlumberger wandte sich von seinem ursprünglichen Protestantismus ab und vertrat den Agnostizismus. Erbsünde existierte für ihn zwar nicht mehr, seine literarischen Figuren tragen aber einen dauerhaften Kampf zwischen Instinkt und Gewissen, Gut und Böse aus. Er sprach sich für den Vorrang der unverhüllten Wahrheit und der sich selbst gegenüber rücksichtslosen Wahrhaftigkeit auf der einen Seite vor der Schicklichkeit auf der anderen Seite aus.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Théâtre, 1943 (11. Aufl.)
  • Éveils, 1950 (4. Aufl.)
  • Œuvres, 7 Bände 1958–1962
  • Correspondance. Jacques Rivière - Jean Schlumberger 1980

Literatur[Bearbeiten]

  • Gilbert-Lucien Salmon (Hg.): Jean Schlumberger et la Nouvelle Revue Française: actes du colloque de Guebwiller et Mulhouse des 25 et 26 décembre 1999. Avec des inédits de Jean Schlumberger recueillis et prés. par Pascal Mercier. Paris: L' Harmattan 2005. ISBN 2-7475-6917-9
  • Jean Schlumberger: Notes sur la vie littéraire: [1902 - 1968]. Ed. ètablie, p´res. et annot. par Pascal Mercier. [Paris]: Gallimard 1999. (Les cahiers de la NRF) ISBN 2-07-074814-6
  • Johanna Dorothea Hosbach: Jean Schlumberger: Problematik und Stil des Gesamtwerkes. Genève: Droz [u.a.] 1962. (Kölner romanistische Arbeiten; N.F. 24)
  • Joseph Breitbach: Jean Schlumberger. Persönlichkeit und Werk. Ein Überblick. Vortrag, am 30. Oktober 1952 anlässlich des 75. Geburtstages von Jean Schlumberger in Stuttgart gehalten. Zürich: Kurt Bösch Presse 1952

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Harpprecht, "Wen die Vorsehung führt ...", in: Die Zeit, 16/2002 [1].

Weblinks[Bearbeiten]