Johnny English – Der Spion, der es versiebte

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Filmdaten
Deutscher Titel Johnny English – Der Spion, der es versiebte[1]
Originaltitel Johnny English
Produktionsland USA, Vereinigtes Königreich, Frankreich[2]
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 87[1] Minuten
Altersfreigabe FSK 6[3]
JMK 6[4]Vorlage:Infobox Film/Wartung/JMK ohne JMKID
Stab
Regie Peter Howitt
Drehbuch William Davies,
Neal Purvis,
Robert Wade[1]
Produktion Tim Bevan,
Eric Fellner,
Mark Huffam
Musik Howard Goodall,
Ed Shearmur
Kamera Remi Adefarasin
Schnitt Robin Sales
Besetzung

Johnny English – Der Spion, der es versiebte ist eine Filmkomödie von Peter Howitt aus dem Jahr 2003. Der Film parodiert die James-Bond-Filme. Der Hauptdarsteller Rowan Atkinson ist in Deutschland durch die Comedy-Reihe Mr. Bean bekannt geworden.

Handlung[Bearbeiten]

Dem englischen Geheimdienst steht kein Agent mehr zur Verfügung. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Johnny English, ein Büroarbeiter, dem Staragenten Agent One falsche U-Boot-Luken-Codes gegeben hatte, woraufhin dieser ertrank. Bei der Beerdigung, während der Johnny und Bough für die Sicherheit der Gäste zuständig sind, werden alle verbleibenden Agenten und -anwärter ermordet. Dahinter steckt Pascal Sauvage, der mit der britischen Königsfamilie verwandt ist: Er will die britische Insel in ein riesiges Gefängnis verwandeln, um alle Verbrecher der Erde dort zu sammeln.

Englands einzige Hoffnung ist der trottelige Johnny English, der gleich bei seinem ersten Auftrag scheitert, nämlich die nach einer Restaurierung in den Tower von London zurückgebrachten Kronjuwelen zu beschützen. Da Sauvage ein Freund von Pegasus, dem Geheimdienstchef, ist und die Kronjuwelen restauriert hat, genießt er Pegasus’ vollstes Vertrauen. Als sich English ein wenig mehr in die Materie eingearbeitet hat, schränkt sich der Verdächtigenkreis auf zwei Personen ein: Sauvage und die Doppelagentin Lorna Campbell. Er konfrontiert Pegasus mit seinen Vermutungen Pascal Sauvage betreffend, stößt aber von dessen Seite auf Ablehnung und wird aufgefordert, ihn sofort aus den Ermittlungen auszuschließen.

Johnny English beschließt im Laufe seiner „Ermittlungen“, in Pascals Büro einzubrechen. Er nutzt dafür die Gelegenheit einer von Sauvage veranstalteten Party. Leider endet sein Fallschirmsprung auf dem Dach des städtischen Krankenhauses – des zweiten eines Paares sehr ähnlicher Bürotürme. Sein Assistent Bough holt ihn von dort ab, und der Einbruch in Sauvages Büro beginnt – nicht ohne Folgen, denn sie werden bemerkt. Allerdings hat Johnny English seine speziellen Kampfsiegelringe vertauscht und der Wache von Sauvage das Wahrheitsserum und Klein das Muskelmittel gegeben. Sie können sich noch auf die von Sauvage veranstaltete Party retten, als Sauvage über den Einbruch informiert wird. Sauvage setzt dann Pegasus davon in Kenntnis, worauf der wiederum English mit sofortiger Wirkung suspendiert und drei Monate Zwangsurlaub ansetzt. Danach soll English an seinen alten Posten zurückkehren. Für English bleibt Sauvage immer noch der Hauptverdächtige.

Nun kommt Lorna Campbell ins Spiel: Sie wurde beauftragt, den Fall weiter zu verfolgen, möchte aber auf Englishs Hilfe nicht verzichten. Die zwei Agenten können Sauvages Spur weiterverfolgen und finden sogar Beweismaterial, um Sauvages Vorhaben zu beweisen: Sauvage will sich zum König von England krönen lassen und hat (indem er einen ihrer geliebten Corgis mit der Waffe bedrohte) die Queen erpresst, eine Abdankung zu unterschreiben, in dem sie und ihre ganze Familie auf den Thronanspruch verzichten.

Am Tag der Krönung geht alles seinen gewohnten Gang, bis Johnny die Zeremonie stört. So kann er Sauvages miesen Charakter nachweisen, als dieser eine Pistole auf English richtet. Durch einen Zufall wird English gekrönt, der dabei war, Sauvage vom Thron zu stoßen. Er verzichtet jedoch zugunsten der ursprünglichen Königin auf den Thron. Es gelingt dem ehemaligen Agenten, Sauvages Pläne nachzuweisen. Er wird wieder in den aktiven Dienst aufgenommen und auf seinen persönlichen Wunsch hin von der Queen zum Ritter geschlagen. Die Queen hat den 5. August zum nationalen Feiertag erklärt. Sauvage wird wegen Hochverrats angeklagt, der immer noch mit dem Tod bestraft wird. Er will im Falle einer Verurteilung sein Gehirn zu Untersuchungen spenden. English hat bereits das Land verlassen und befindet sich nun in seinem nächsten Einsatz.

Hintergrund[Bearbeiten]

Viele Elemente des Films stammen aus der James-Bond-Reihe: Der vom deutschen Verleiher erdachte Untertitel des Films ist eine Anspielung auf den Film Der Spion, der mich liebte. Der Geheimagent fährt, wie Bond, einen mit vielen Extras ausgestatteten Aston Martin, Er wird in Verfolgungsjagden und Schießereien verwickelt und stürmt feindliche Quartiere, sogar als Fallschirmspringer. Eine attraktive Frau ist ebenfalls an seiner Seite.

Gegen Ende versucht English, einen vermeintlichen Doppelgänger des Erzbischofs von Canterbury durch dessen Tätowierung am Po zu enttarnen, indem er ihm vor laufenden Kameras die Hose herunterzieht. Diese Szene findet sich sehr ähnlich in der Komödie Die nackte Kanone 2½.

Pascal Sauvage begründet seinen Anspruch auf den Thron Englands offenbar auf Wilhelm den Eroberer, welcher früher die Krone für Frankreich erobern wollte. Anscheinend ist er laut des Stammbaums ein Nachfahre. Dies wird im Film jedoch nur leicht angedeutet, da es heute noch Nachkommen von Wilhelm I. gibt.

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Robbie Williams sang das Titellied A Man for all Seasons.
  • Johnny English fährt einen dunkelblauen Aston Martin DB7 Vantage.
  • Während der Krönung Sauvages wird ein Video von English eingespielt, das ihn im Bad zeigt. Das Lied, zudem er Mimiken etc. macht, ist von ABBA und heißt Does your mother know.
  • Anders als im Film behauptet, gab es zum Zeitpunkt der Ausstrahlung im Vereinigten Königreich keine Todesstrafe für Hochverrat mehr (Abschaffung 1998). [5]

Fortsetzung[Bearbeiten]

Die Fortsetzung Johnny English – Jetzt erst recht! kam in Österreich und Deutschland am 6. Oktober 2011 in die Kinos.[6] Die DVD und Bluray Disc zum Film erschien am 9. Februar 2012.

Kritiken[Bearbeiten]

„Turbulenter Spagat zwischen actionbetontem Spionage-Thriller und schwarzer Agentenfilm-Persiflage, unterhaltsam vor allem durch seinen Hauptdarsteller. Das schwache Drehbuch produziert freilich zu viel Leerlauf, was mit einigen fäkalreichen Holzhammer-Gags kaschiert werden soll.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Wenn Johnny English den Tiefpunkt der Reihe bildet, dann deshalb, weil es ihm an jeglichen originellen Ideen mangelt, und der Film stattdessen all jenes vermeintliche Britische dem Spott preisgibt, das unzählige Male dafür herhalten musste.“

epd Film[7]

„Was als Kurzfilm funktionieren mag, hat als abendfüllende Unterhaltung allerdings so seine Längen. Viele Späße bleiben lau, manche sind schlicht unappetitlich.“

Rhein-Zeitung[8]

„Auch wenn sich der Film teilweise bei genreverwandten Vorbildern wie zum Beispiel The Naked Gun bedient, so muss man ihm zugestehen, dass er es versteht, sein Publikum zu unterhalten. Alles in allem bietet Johnny English knappe 90 Minuten locker leichte Unterhaltung, für die sich mit Sicherheit auch "Mr. Bean"-Unlustig-Finder erwärmen können.“

moviemaze.de[9]

„Er (Rowan Atkinson) ließ sich von den 007-Spezialisten Neal Purvis und Robert Wade ("Die Welt ist nicht genug") einen launigen Mix aus "Mr. Bean"-, "Die nackte Kanone"- und "Austin Powers"-Slapstick auf den Leib schreiben, gewürzt mit einer Prise "Black Adder"-Boshaftigkeit. [...] Originell ist das zwar nicht immer. Doch dank Atkinson und seiner famosen Gummivisage nichtsdestotrotz bis an die Schmerzgrenze komisch.“

Cinema[10]

„Weltklasse-Komiker Atkinson traktiert mit einer Dauerdosis Humor - mal deftig-heftig, mal "very british" - die Lachmuskeln bis zum Muskelkater. Nach "Austin Powers" und "Die nackte Kanone" ein neuer und erbarmungslos witziger Spaßknaller.“

kino.de[11]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • 2003: Nominierung für den British Comedy Award in der Kategorie „Best Comedy Film“
  • 2003: Nominierung für den Audience Award in der Kategorie „Best Actor“ (Rowan Atkinson)
  • 2004: Nominierung für den Empire Award in der Kategorie „Best British Film“

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Johnny English – Der Spion, der es versiebte im Lexikon des Internationalen Films
  2. Credits von Johnny English
  3. Freigabebescheinigung (PDF; 73 kB) der FSK
  4. Freigabe der Jugendmedienkommission
  5. http://www.todesstrafe.de/todesstrafenatlas_grossbritannien.html
  6. zelluloid.de: Johnny English 2
  7. epd Film Nr. 5/2003, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, Frankfurt a. M., S. 48–49.
  8. Johnny English – Der Spion, der es versiebte auf rhein-zeitung.de
  9. Johnny English – Der Spion, der es versiebte auf moviemaze.de
  10. Johnny English – Der Spion, der es versiebte auf cinema.de
  11. Johnny English – Der Spion, der es versiebte auf kino.de