König der Könige (1961)

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König der Könige aus dem Jahr 1961 ist die erste Verfilmung des Lebens und Leidens Jesu Christi, die in Farbe und Ton produziert wurde, noch vier Jahre bevor „Die größte Geschichte aller Zeiten“ von George Stevens entstand.

Handlung[Bearbeiten]

Geboren in Betlehem, aufgewachsen in Nazaret zieht der Zimmermann Jesus durch das Land und verkündet den Menschen das Wort Gottes.

Parallel dazu wird die Karriere des römischen Statthalters Pontius Pilatus erzählt, der sich gegen politische Unruhen und Aufstände der Zeloten behaupten muss. Deren Anführer, Barabbas, und sein treuester Anhänger Judas Ischariot begehen stets Überfälle auf die römischen Truppen.

In Jesus scheinen die Zeloten den geborenen Anführer zum Kampf gegen Rom gefunden zu haben. Judas schließt sich dem Messias an; doch statt Krieg predigt Jesus Frieden und Vergebung.

Judas kann nicht länger ertragen, wie sein Volk leidet, und beschließt, Jesus an die Hohenpriester auszuliefern, um so Jesu Kampfeslust zu provozieren.

Doch es kommt anders: Jesus wird gekreuzigt.

Hintergrund[Bearbeiten]

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Der Film ist ein Remake des gleichnamigen Werkes von Cecil B. DeMille aus dem Jahr 1927, das allerdings bis auf die Exodusszenen in Schwarzweiß gedreht wurde und als Stummfilm angelegt war.

Gedreht wurde der Film in Spanien. So bildete der Navacerrada bei Madrid die Kreuzigungsstätte Golgota, der Chinchón den Berg der Seligpreisungen oder der Lago Alberche den See Genezareth.

Die Vorproduktion dauerte zwei Jahre, von 1958 bis 1960, die Dreharbeiten sieben Monate, von April bis Oktober 1960.

König der Könige ist bis heute der einzige Film von MGM, der das Leben Jesu für sich gesehen behandelt.

Kritiker bemängelten jedoch das Aussehen Christi: rotblond und blauäugig, weniger das eines Juden vor 2000 Jahren.

In diesem Zusammenhang muss auch die skurrile Anekdote erwähnt werden, dass die Szene der Kreuzigung ein zweites Mal gedreht werden musste, da sich ein vorausgewähltes Publikum an Jeffrey Hunters Brustbehaarung störte, da Jesus keine Brustbehaarung gehabt hätte. Hunter musste sich die Brusthaare rasieren, und erneut die Szene drehen. Unbestätigten Angaben zufolge hatten sowohl George Stevens in „Die größte Geschichte aller Zeiten“ als auch 1977 Franco Zeffirelli in „Jesus von Nazareth“ dieses „Jesus-Bild“ von einer unbehaarten Brust Jesu übernommen. Erst der israelische Film „Jesus“ aus dem Jahr 1979 zeigte Jesus wieder mit behaarter Brust.

Interessant ist auch, dass die spanischen Schauspieler ihre Dialoge zwar in Englisch absolvierten, aber in der Postproduktion von US-Amerikanern ebenfalls in Englisch synchronisiert wurden.

Jeffrey Hunter (Jesus) und Siobhan McKenna (Maria) trennt übrigens ein Altersunterschied von nur drei Jahren, die McKenna älter ist.

Eine symbolträchtige Szene des Filmes findet sich im Prolog, die die Einnahme Jerusalems durch Pompejus zeigt, und in der gezeigt wird, wie die Juden zu ihrem einmaligen Privileg kamen, als einziges von Rom annektiertes Volk ihren Glauben an Einen Gott ausleben zu dürfen. In der Szene, die gänzlich ohne Dialog auskam, sieht man einen Priester der Juden, der Pompejus auf Knien anfleht, die Thora nicht zu verbrennen; Pompejus reicht ihm die Schriftrolle.

Die Einnahmen des Filmes weltweit, der mit einem Budget von USD 6.000.000 produziert wurde, betrugen USD 25.000.000.

Kritiken[Bearbeiten]

„Nicholas Rays Versuch, das Leben Jesu zum Gegenstand eines fast dreistündigen Schau- und Erbauungsfilms zu machen, bleibt ohne spirituelle Tiefe. Im Spiel mit verschiedenartigen Stilelementen von der idyllischen Legendenerzählung bis zu Elementen des russischen Revolutionsfilms und krasser Naturalistik beweist die Regie allerdings einiges Geschick. Der Hauptdarsteller handhabt seine Aufgabe mit einer gelungenen Mischung aus Natürlichkeit und Zurückhaltung.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Synchronisation[Bearbeiten]

Deutsche DVD[Bearbeiten]

Warner Home Video veröffentlichte den Film als Kauf-DVD am 28. Juli 2006, König der Könige erschien dabei dort in einer Reihe von DVDs (zumeist Klassikern), die (ohne jegliche Extras) gleich im Nice Price Segment vertrieben wurden. Die DVD trägt den Aufkleber „nicht digital gemastert“, dies entspricht allerdings nicht - wie bei einigen anderen DVDs der Reihe - den Tatsachen, die Veröffentlichung bietet sogar ein hervorragend restauriertes Bild im 16:9 kodierten Originalbildformat von 2.35:1 und ist außerdem mit knapp 164 Minuten Laufzeit (auch hier sind die Coverangaben falsch) ungekürzt, inklusive der für Monumentalfilme der damaligen Zeit typischen Ouvertüre, der Intermission und der Ausgangsmusik.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. König der Könige (1961) im Lexikon des Internationalen Films
  2. Daten bei Synchrondatei