Karl-Henning Seemann

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Karl-Henning Seemann (* 13. März 1934 in Wismar) ist ein deutscher Bildhauer und Zeichner, der insbesondere durch seine Skulpturen und Brunnen im öffentlichen Raum bekannt wurde.

[Bearbeiten] Leben

Von 1953 bis 1955 absolvierte Seemann ein Bildhauerstudium an der Hochschule für Bildende und Angewandte Künste Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake, Heinz Worner, Theo Balden, Arno Mohr, 1955 bis 1959 setzte er das Studium an der Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg bei Alexander Gonda, Bernhard Heiliger und Hans Jaenisch fort. 1958 wurde er in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. 1959 bis 1960 absolvierte er ein Kunsterzieherexamen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Christoph Schellenberger, Gerhard Gollwitzer und Rudolf Daudert und war anschließend bis 1961 als Kunsterzieher am Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium in Mannheim tätig. Von 1961 bis 1965 war Seemann Assistent am Lehrstuhl für Modellieren und Aktzeichnen der TH Braunschweig bei Jürgen Weber.

Seemanns künstlerisches Werk wurde erstmals 1966 mit dem Rudolf-Wilke-Preis der Stadt Braunschweig gewürdigt. 1972 wurde er an die Fachhochschule Aachen berufen und von 1974 bis 1999 war er Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Seemann lebt und arbeitet in Löchgau. Von Juli bis September 2006 waren zahlreiche Werke Seemanns in einer Werkschau im öffentlichen Raum in Möckmühl zu sehen.

[Bearbeiten] Werke

  • Im Wohnort des Künstlers, in Löchgau, befinden sich mehrere von ihm geschaffene Brunnen und Skulpturen: eine Kreuzigungsgruppe mit Maria und Petrus vor dem Westgiebel der Peterskirche (Zweitguss, Original auf dem Tabernakel der Kirche St. Peter in Aachen), der Rathausbrunnen sowie die Skulptur Der Weinskandal auf dem Rathausplatz, der Lörracher Reiter und die Skulptur Reinecke Fuchs am Ortsausgang nach Besigheim sowie die Treppenplastik im Bürgergarten (Zweitguss, Original vor dem Landratsamt in Schwäbisch Hall) und der Hasenropferbrunnen.
  • In Heilbronn stand die Skulptur Sich umdrehendes Mädchen ab 1978 lange Zeit vor dem Eingang zum städtischen Museum in der Eichgasse, wurde aber inzwischen vor die Villa Faißt versetzt. Der Faßträger-Brunnen von 1982 befand sich bis um 2000 in der Fußgängerzone und erinnerte an die Weinbauern, die bis zur Zerstörung Heilbronns 1944 auch zahlreich in der Innenstadt angesiedelt waren. Heute befindet sich der Brunnen am Wein-Panorama-Weg unterhalb des Heilbronner Wartbergs. Im Heilbronner Ortsteil Kirchhausen ist der Nepomukbrunnen als neuer Dorfbrunnen 1994/95 entstanden und erinnert an die Verbundenheit des Ortes zum heiligen Johann von Nepomuk, dem zu Ehren bereits 1758 dort eine Nepomukstatue errichtet wurde.
  • In Nordheim thematisiert der Glockenstupferbrunnen von 2001 eine Episode aus dem polnischen Erbfolgekrieg im 18. Jahrhundert, als die Nordheimer ihre Glocke im Neckar versenkt haben und nach Ende des Krieges (erfolglos) im Neckar nach der versenkten Glocke gestochert („gestupft“) haben.
  • In Schwäbisch Hall sind am Landratsamt Seemanns unbetitelte Figurengruppe sowie der Mann mit Bierflasche (beide Plastiken von 1981) zu sehen.
  • In Aachen befindet sich der Brunnen Kreislauf des Geldes (1977) an der Ecke Hartmannstraße/Ursulinerstraße. Die sechs Bronzefiguren am Brunnenrand zeigen den Umgang mit Geld, die Kreiselbewegung des Wassers steht für den beständigen Fluss des Geldes.
  • In Kiel wurde 2005 eine Plastik zu Ehren des Stadtgründers Adolf IV. von Schauenburg und Holstein im Klostergarten aufgestellt. Sie symbolisiert die Wandlung vom Ritter zum Mönch.
  • In Brackenheim wurde am 31.Januar 2009 eine Plastik zu Ehren des Theodor Heuss von Horst Köhler enthüllt.

[Bearbeiten] Weblinks

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