Landolfshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Landolfshausen
Landolfshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Landolfshausen hervorgehoben
51.53972222222210.104166666667191Koordinaten: 51° 32′ N, 10° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Samtgemeinde: Radolfshausen
Höhe: 191 m ü. NHN
Fläche: 16,22 km²
Einwohner: 1077 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37136
Vorwahl: 05507
Kfz-Kennzeichen: GÖ, DUD, HMÜ
Gemeindeschlüssel: 03 1 52 015
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unterdorf 14
37136 Landolfshausen
Webpräsenz: www.landolfshausen.de
Bürgermeister: Michael Becker[2]
Lage der Gemeinde Landolfshausen im Landkreis Göttingen
Staufenberg Hann. Münden Bühren Scheden Rosdorf Friedland Dransfeld Jühnde Niemetal Adelebsen Bovenden Waake Gleichen Landolfshausen Bilshausen Göttingen Seulingen Ebergötzen Bodensee Seeburg Obernfeld Krebeck Wollbrandshausen Rollshausen Wollershausen Duderstadt Gieboldehausen Rhumspringe Rüdershausen Landkreis Göttingen Niedersachsen Hessen Landkreis Northeim Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz ThüringenKarte
Über dieses Bild

Landolfshausen ist ein Ort in Südniedersachsen in der Samtgemeinde Radolfshausen im Landkreis Göttingen.

Geografie[Bearbeiten]

Landolfshausen liegt an der Suhla, etwa 18 km östlich von Göttingen und 10 km westlich von Duderstadt. Die Nachbargemeinden sind Ebergötzen, Seulingen, und Waake.

Zu Landolfshausen gehören die Ortsteile Mackenrode, Potzwenden und Falkenhagen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung Landolfshausens findet man in den Traditiones Fuldenses, in welcher der Ort unter dem Namen Lantolfshausen geführt wird, sowie in den Güterlisten des Hildesheimer Michaelisklosters und des Klosters Reinhausen. Die von Bischof Bernward von Hildesheim ausgestellte Urkunde datiert auf das Jahr 1022 und wird heute als Fälschung angesehen[3]. In diesem Dokument wird zudem das, während der spätmittelalterlichen Wüstungeperiode aufgelassene Dorf Svechusen im Leinegau angesprochen, welches sich unmittelbar in der Nachbarschaft des damaligen Landwardeshusen befand. Eine weitere, benachbarte Wüstung war das, ebenfalls im Spätmittelalter aufgelassene Dorf Drudewenshusen.

Während des Spätmittelalters war Landolfshausen Bestandteil der Herrschaft Plesse, dies geht aus einem Bericht hervor, welcher aussagt, dass die Vertreter der Herren von Plesse Gottschalk der Ältere sowie sein Bruder Jan und Gottschalks Sohn Gottschalk 1395 dem Stift zu Pöhlde ihr halbes Dorf zu Radeleveshusen mit dem Zehnten, Vorwerk, sowie allen Frucht- und Geldzinsen für 56 Göttinger Mark verkauften. Mit diesem Betrag lösten die Plesser wiederum ihre Dörfer Valckenhagen (Falkenhagen), Landolfshausen und Radeleveshusen ein, die zwischenzeitlich im Besitz von Heinrich von Stockhausen waren[4]. Darüber hinaus ist bezeugt, dass die Herren von Plesse das Gericht Landolfshausen mitsamt der wüsten Ortschaft Svechusen gekauft haben. Sie machten das umliegende, stellenweise wüstgefallen Land, wieder urbar und verlehnten es als Erbzinsgut von 124 einhalb Morgen.

Später, Mitte des 19. Jahrhunderts, zählte der Ort zum ehemaligen Amt Radolfshausen. Gemeinsam mit der nahe gelegenen Trudelshäuser Mühle bildete es einen Gemeindeverband und zählte insgesamt 636 Einwohner, die in 106 Häusern wohnten[5], während um das Jahr 1818 das Dorf lediglich 526 Einwohner besaß.

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Falkenhagen, Mackenrode und Potzwenden eingegliedert.[6]

Politik[Bearbeiten]

Die letzten beiden Gemeinderatswahlen am 11. September 2011[7] und am 10. September 2006 führten zu folgenden Ergebnissen:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Gemeinderatswahl 2011
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
66,31 %
(+1,21 %p)
33,69 %
(-1,21 %p)
2006

2011

SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 66,31 7 65,10 7
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,69 4 34,90 4
gesamt 100,0 11 100,0 11
Wahlbeteiligung in % 73,03
Landolfshausen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

In Landolfshausen gibt es die Original Landolfshäuser Blasmusikanten.

Sport[Bearbeiten]

Der Turn und Sport Verein Landolfshausen hat ca. 600 aktive und passive Mitglieder. Hervorzuheben sind die Sektionen Fußball, Handball und Tischtennis.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landolfshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. [1] www.landolfshausen.de, abgerufen am 5. Dezember 2011
  3.  Otto Fahlbusch: Der Landkreis Göttingen in seiner geschichtlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Heinz Reise-Verlag, Göttingen 1960, S. 189.
  4.  Johann Georg Leuckfeld: Antiquitates Poeldenses, Oder Historische Beschreibung des vormahligen Stiffts Poelde, Præmonstratenser Ordens. Gottfried Freytag, Wolfenbüttel 1707, S. 80.
  5.  Friedrich Wilhelm Harseim, C. Schlüter, Friedrich Wilhelm Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlütersche Hofbuchdruckerei, Hannover 1848, S. 82.
  6.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 208.
  7. http://wahlen.kds.de/2011kw/Daten/152403_000040/index.html