Rollshausen

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Rollshausen in Niedersachsen. Für den gleichnamigen Ortsteil der hessischen Gemeinde Lohra siehe Rollshausen (Lohra).


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rollshausen
Rollshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rollshausen hervorgehoben
51.57305555555610.215555555556160Koordinaten: 51° 34′ N, 10° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Samtgemeinde: Gieboldehausen
Höhe: 160 m ü. NHN
Fläche: 11,68 km²
Einwohner: 835 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37434
Vorwahl: 05528
Kfz-Kennzeichen: GÖ, DUD, HMÜ
Gemeindeschlüssel: 03 1 52 020
Adresse der Verbandsverwaltung: Hahlestr. 1
37434 Gieboldehausen
Bürgermeister: Reinhard Scharf (CDU)
Lage der Gemeinde Rollshausen im Landkreis Göttingen
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Über dieses Bild

Rollshausen ist eine Gemeinde im Landkreis Göttingen in Niedersachsen. Sie gehört der Samtgemeinde Gieboldehausen an, die ihren Verwaltungssitz in dem Flecken Gieboldehausen hat.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Rollshausen liegt im Untereichsfeld und besteht aus den Orten Rollshausen und Germershausen. Zwischen dem Hellberg und dem Warteberg gelegen, wird die Gemeinde von der Hahle durchflossen und besitzt insgesamt eine Gemarkung von 9,15 km².

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1821):

  • 1821 - 460
  • 1939 - 579
  • 1973 - 762
  • 1986 - 665
  • 1996 - 684
  • 2001 - 721

Geschichte[Bearbeiten]

Am 9. November 1141 findet Rollshausen seine erste Erwähnung. Erzbischof Markolf von Mainz bestätigte damals, in einer teilweise gefälschten Urkunde dem Northeimer Kloster St. Blasien Besitzungen in einem Ort, welcher unter dem Namen "Rotholvishusen" genannt wird. Während des Dreißigjährigen Krieges hatte auch Rollshausen, unter den Kämpfen zwischen Herzog Christian von Braunschweig und General Tilly schwer zu leiden. Von letzterem ist bezeugt, dass er, auf dem Hellberg, ein Nachtlager einrichtete. Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts zählte Rollshausen zum Verwaltungsbezirk des Amtes Gieboldehausen, bevor es dann schließlich von 1885 bis 1972 zur Gemeinde Duderstadt gehörte. Ab dem 1. Januar 1973 bildeten sodann Rollshausen und Germershausen eine Einheitsgemeinde, bevor es schließlich Mitglied der Samtgemeinde Gieboldehausen wurde.

Traditionelle Erwerbsquellen im Ort bildeten seit jeher die Landwirtschaft, das Handwerk und der Handel. 1890 baute man eine Ziegelei und 1901 eine Zigarettenfabrik. Über Jahrzehnte existierte zudem ein Müllereibetrieb. Heute besitzen mehrere Gewerbebetriebe ihren Sitz in Rollshausen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindewahl 2011
Wahlbeteiligung: 71,87 %[2]
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
87,75 %
12,25 %
Unabh.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Rollshausen setzt sich aus neun Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Am 21. Mai wurde der neue Bürgermeister gewählt.

  • CDU: 8 Sitze
  • Einzelbewerberin Heise: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahlen am 11. September 2011)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Margareta[Bearbeiten]

Katholische Kirche St. Margaretha

In den Jahren 1901 bis 1903 erbaute man nach den Plänen des Hildesheimer Baurats Herzig die St. Margareta-Kirche in Rollshausen. Sie stellt eine dreischiffige neuromanische Basilika dar und besitzt die Ausmaße in der Länge 38,5 m und in der Breite 15,5 m. Das Querhaus der Kirche erstreckt sich über eine Länge von 21 m und besitzt eine halbrunde Apsis. Der Vorgängerbau, eine Barockkirche aus dem Jahre 1639, besaß einen Fachwerkturm. Dessen massiver Unterbau lässt auf eine noch früher angelegte spätmittelalterliche Kirche aus dem Jahr 1471 schließen. Das Außenbild der heutigen Kirche wird geprägt durch die backsteinernen Außenfassade, welche im Innenraum ummauert wurde und mit Gurt- Arkadenbögen, Wandpfeiler und Triumphbogen abgesetzt ist. Die Ausstattung stammt ebenfalls aus der Erbauungszeit und präsentiert sich somit im neuromanischen Stil. Unter den Ausstattungsstücken finden sich eine Herz-Jesu- und eine Margareta-Statue von 1903 sowie ein Zelebrationsaltar, der aus Muschelkalk-Kernstein besteht. Eine weitere Besonderheit stellt die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kreuzwegstation dar. Sie ist beidseitig reliefiert mit der Kreuzigung und der Kreuztragung, besitzt die Form eines Medaillons und hat einen Durchmesser von ca. 50 cm. Weitere Bestandteile des Kreuzwegstationsmedaillons sind die zahlreichen Figuren, die lebendige Schilderung der beiden Szenen sowie die besondere Ansichtigkeit und Physiognomie. Seit dem 1. November 2014 gehört die Kirche zur Pfarrei „St. Johannes der Täufer“ mit Sitz in Seulingen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Rollshausen ist über die Bundesstraße 247 (NortheimDuderstadt), die in unmittelbarer Nähe des Ortes verläuft, und über Landstraßen an die Bundesstraße 27, die von Göttingen nach Herzberg am Harz führt, an das Straßennetz angebunden.
Rollshausen hatte einen Bahnhaltepunkt an der Bahnstrecke Leinefelde–Wulften. Diese ist inzwischen stillgelegt.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Bernhard Theele: Chronik zur Kirche und Pfarrei in Rollshausen. Hildesheim, 1904.
  • Hartmut Nickel: Aus der Geschichte des Ortes Rollshausen. Duderstadt, 1991.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rollshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. http://wahlen.kds.de/2011kw/indexgie.htm Kommunalwahlergebnisse Südniedersachsen