Strasburg (Uckermark)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Strasburg (Uckermark)
Strasburg (Uckermark)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Strasburg (Uckermark) hervorgehoben
53.513.7564Koordinaten: 53° 30′ N, 13° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Höhe: 64 m ü. NHN
Fläche: 86,83 km²
Einwohner: 5122 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17335
Vorwahl: 039753
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 130
Stadtgliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schulstr. 1 in 17335
Strasburg (Uckermark)
Webpräsenz: www.strasburg.de
Bürgermeister: Norbert Raulin (SPD)
Lage der Stadt Strasburg (Uckermark) im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Torgelow-Holländerei Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichsruh Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Kölzin Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild

Strasburg (Uckermark) ist die einzige uckermärkische Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt im Landkreis Vorpommern-Greifswald und ist nicht amtsangehörig.

Geographie[Bearbeiten]

Strasburg liegt im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns unweit der Landesgrenze zu Brandenburg. Die Grundmoränen des Gebietes erreichen durchschnittliche Höhen von 60 bis 100 m ü. NN. Im Norden des Gemeindegebietes hat Strasburg einen Anteil an den Brohmer Bergen (Höhen bis 133 m ü. NN). Weiter nördlich fällt das Gebiet zum Galenbecker See und der Friedländer Großen Wiese fast auf Meeresspiegelhöhe ab. Abgesehen von einigen kleinen abflusslosen Seen entwässern die Bäche und Gräben über den Mühlbach zur Uecker (Ucker). Die nächstgrößeren Städte sind Pasewalk, Prenzlau und Neubrandenburg.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Strasburg gehören die Ortsteile Gehren (am 9. September 1992 eingemeindet), Neuensund (am 9. September 1992 eingemeindet), Schwarzensee mit den Ortsbereichen Klepelshagen und Rosenthal.

Ortsbereiche der Stadt sind: Boldshof, Burgwall, Glantzhof, Karlsburg, Karlsfelde, Klepelshagen, Köhnshof, Lauenhagen, Linchenshöh, Ludwigsthal, Luisenburg, Louisfelde, Marienfelde, Muchowshof, Ottilienau, Ravensmühle, Schneidershof, Schönburg, Rosenthal, Schwarzensee-Siedlung, Wilhelmsburg, Wilhelmslust, Ziegelhausen, Zimmermannsmühle.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Heinrichswalde, Rothemühl, Uckerland, Mildenitz, Groß Miltzow, Schönhausen und Galenbeck.

Geschichte[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung seit 1990
Denkmal "Trümmerfrau" in Strasburg (von Herbert Köhnke)

Die Anfänge der Stadt reichen mehr als 750 Jahre zurück. Strasburg wurde im 13. Jahrhundert durch Herzog Barnim I. von Pommern gegründet. Mit der Schreibweise Straceburch wird der Ort 1267 erstmals urkundlich erwähnt. Aus den Dörfern Altstädt, Falkenberg und Jüteritz ließ er die Stadt planmäßig anlegen. Die Randlage im Dreiländereck von Pommern, Mecklenburg und Brandenburg machte Strasburg zum Ziel zahlreicher Grenzkriege. Mit dem Frieden von Prenzlau im Jahre 1479 kam die Uckermark einschließlich Strasburg zu Brandenburg.

Im 17. Jahrhundert wurde die Einwohnerzahl der Stadt durch den Dreißigjährigen Krieg, Stadtbrände und die Pest zeitweise auf 200 dezimiert.

Mit der Ansiedlung von 244 Glaubensflüchtlingen aus Frankreich, den Hugenotten, Ende des 17. Jahrhunderts begann die wirtschaftliche Erholung Strasburgs. Im Zeitalter der Industrialisierung erhielt die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Strasburg 1945 zu 55 % zerstört und in den 1950/60er Jahren wiederaufgebaut.

Bis Mai 1945 war Strasburg eine Stadt in der preußischen Provinz Brandenburg, ab Juli 1945 in der von der sowjetischen Besatzungsmacht neu konstituierten Provinz Brandenburg, die nach der offiziellen Auflösung Preußens 1947 in Land Brandenburg umbenannt wurde. Mit Auflösung der Länder in der DDR im Jahre 1952 kam Strasburg zum Bezirk Neubrandenburg und wurde Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

1990 wurde Strasburg in das neu konstituierte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern eingegliedert. Im Zuge der Verwaltungsreform 1994 verlor Strasburg seinen Status als Kreisstadt und war nunmehr Teil des neuen Landkreises Uecker-Randow. Obwohl der größte Teil der Uckermark anlässlich der Länderneubildung 1990 wieder zum Land Brandenburg kam, verblieb Strasburg aufgrund des Ergebnisses eines Bürgerentscheides im Jahre 1991 bei Mecklenburg-Vorpommern.

Seit dem 1. März 1995 lautet der offizielle Stadtname „Strasburg (Uckermark)“.[3]

Die Innenstadt wurde im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.

Strasburg um 1650

Politik[Bearbeiten]

Stadtvertretung[Bearbeiten]

Die Strasburger Stadtvertretung hat 17 Mitglieder.

Wahlgruppe Sitze
CDU 5
SPD 5
Die Linke 4
Bürgerbündnis UER 3

(Stand: Kommunalwahl 2009)

Wappen[Bearbeiten]

Stadtwappen im Strasburger Gewerbegebiet

Das Wappen wurde unter der Nr. 132 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Blau über Wasser eine goldene Burg mit ungezinnter Mauer und drei gezinnten Türmen, der mittlere Turm stärker als die beiden äußeren, alle drei Türme mit rotem Spitzdach, goldenem Knauf und schwarzer Fensteröffnung; auf der Torstelle ein silberner Schild mit golden bewehrtem roten Adler.“

Das Wappen wurde 1997 neu gezeichnet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Strasburg (Uckermark)

  • Die evangelische Stadtkirche St. Marien zu Strasburg wurde von 1250 bis 1280 errichtet und später zu einer hochgotischen Hallenkirche umgestaltet. Ihre heutige Gestalt erhielt sie 1868 anlässlich einer umfassenden Restaurierung.
  • Die katholische Kirche Heilige Familie wurde 1910 im neoromanischen Stil erbaut. Sie ist eine Filialkirche der katholischen Kirche Pasewalk.
  • Das 1849 errichtete klassizistische Rathaus wurde 1999 saniert. Die Grundmauern eines früheren Rathauses von 1599 wurden bei der Sanierung des Marktplatzes gefunden.
  • Von der mittelalterlichen Stadtmauer, die früher bis acht Meter hoch war, sind noch Teile erhalten.
  • Das Heimatmuseum der Stadt ist in einem ehemals als Waisenhaus und Schule genutzten Gebäude von 1760 untergebracht.
  • Der 36 Meter hohe ehemalige Wasserturm wurde 1928 errichtet und ist durch ein Restaurant und Hotel umgeben.
  • Auf dem Sinaihügel befindet sich der alte Jüdische Friedhof.
  • Ein Denkmal von 1968 für die Opfer des Faschismus befindet sich in der Bahnhofstraße
  • Der Strasburger Stadtsee im Südosten an der B104 ist ein Badesee.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die Stadt war früher preußischer Grenzbahnhof an der Bahnstrecke Bützow–Stettin und ist heute Halt für Regionalbahn- und Regionalexpresszüge der Deutschen Bahn AG. Von dort aus gingen auch die mittlerweile stillgelegten Bahnen nach Neustrelitz sowie nach Prenzlau ab.

Die Bundesautobahn 20 führt direkt an Strasburg vorbei und verfügt in vier Kilometern Entfernung über eine Anschlussstelle. Die Stadt liegt außerdem an der Bundesstraße 104 von Neubrandenburg nach Stettin.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2.
  • Lieselott Enders: Die Uckermark - Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis zum 18 Jahrhundert. Verlag Hermann Böhlaus Nachf., Weimar 1992, ISBN 3-7400-0805-9.
  • Werner Lippert: Geschichte der Stadt Strasburg in der Uckermark. Hg: Norbert Raulin, Schibri-Verlag, Milow, ISBN 3-928878-50-6.
  • Erwin Schulz: Chronik der Stadt Strasburg (Uckermark). Hg: Norbert Raulin, Schibri-Verlag, Milow, ISBN 3-933978-33-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung (PDF; 109 kB)
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995

Weblinks[Bearbeiten]