Li Na (Tennisspielerin)

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Li Na Tennisspieler
Li Na
Nationalität: China VolksrepublikChina China
Geburtstag: 26. Februar 1982
Größe: 172 cm
Gewicht: 65 kg
1. Profisaison: 1999
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Carlos Rodriguez
Preisgeld: 10.877.601 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 452:173
Karrieretitel: 7 WTA, 19 ITF
Höchste Platzierung: 4 (6. Juni 2011)
Aktuelle Platzierung: 6
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 121:50
Karrieretitel: 2 WTA, 16 ITF
Höchste Platzierung: 54 (28. August 2006)
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 20. Mai 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)
Li Na in Wimbledon, 2008

Li Na (chinesisch 李娜 Lǐ Nà; * 26. Februar 1982 in Wuhan, Hubei) ist eine chinesische Tennisspielerin. Ihren größten sportlichen Erfolg feierte sie mit dem Titelgewinn 2011 bei den French Open.

Inhaltsverzeichnis

Karriere [Bearbeiten]

Seit 1999 ist die Rechtshänderin Tennisprofi. Sie gewann bislang 19 ITF- sowie sechs WTA-Einzeltitel. Im Doppel kann sie 16 ITF- und zwei WTA-Turniersiege vorweisen. Am 4. Juni 2011 gewann sie - als erste Asiatin überhaupt - die French Open. Ihr Coach war bis August 2012 ihr Ehemann Jiang Shan, seither wird sie von Carlos Rodriguez betreut, dem früheren Trainer von Justine Henin.

2007 [Bearbeiten]

Zu Beginn des Jahres scheiterte Li beim Turnier an der Gold Coast in Runde zwei. In Sydney erreichte sie das Halbfinale, wobei sie in Runde zwei Jelena Dementjewa nach Abwehr von fünf Matchbällen mit 3:6, 6:1, 7:5 besiegen konnte. Im Anschluss unterlag sie Kim Clijsters mit 1:6, 6:1 und 5:7. Bei den Australian Open erreichte Li nach einem Sieg in Runde drei über Dinara Safina das Achtelfinale, wo sie Martina Hingis mit 6:4, 3:6 und 0:6 unterlag.

Beim Turnier in Indian Wells kam sie nach Siegen über Jelena Janković und Wera Swonarjowa bis ins Halbfinale. In Miami musste sie sich im Viertelfinale Anna Tschakwetadse geschlagen geben, nachdem sie in der Runde zuvor über Kim Clijsters hatte triumphieren können. Ihr bestes Ergebnis während der Sandplatzsaison war das Erreichen der dritten Runde bei den French Open. Nach Birmingham musste Li die Saison wegen einer Rippenverletzung früh beenden.

2008 [Bearbeiten]

Das Jahr begann für sie mit einem Titelgewinn beim Gold Coast-Turnier. Sie bezwang Sybille Bammer, Monique Adamczak, Nicole Vaidišová, Patty Schnyder, ehe sie im Endspiel Wiktoryja Asaranka mit 4:6, 6:3, 6:4 besiegte.

2009 [Bearbeiten]

In diesem Jahr blieb Li ohne Titel. Mit dem Achtelfinaleinzug bei den French Open gelang ihr ein Achtungserfolg, bei den US Open zog sie ins Viertelfinale ein.

2010 [Bearbeiten]

Im Juni des Jahres gewann Li den ersten WTA-Titel der Kategorie "International": Beim Rasenturnier in Birmingham, wo sie bereits 2006 ihren zweiten WTA-Titel im Doppel (an der Seite von Jelena Janković) verbuchen konnte, bezwang sie im Finale die Russin Marija Scharapowa mit 7:5, 6:1. Davor erreichte sie bei den Australian Open das Halbfinale und bei den French Open die dritte Runde. In Wimbledon gelang ihr der Einzug ins Viertelfinale, bei den US Open schied sie dagegen bereits in der Auftaktrunde aus.

2011 [Bearbeiten]

Im Januar gewann Li das Turnier in Sydney. Im Finale kämpfte sie die Belgierin Kim Clijsters mit 7:63, 6:3 nieder. Bei den Australian Open erreichte sie mit einem Halbfinalsieg über die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki zum ersten Mal das Finale eines Grand-Slam-Turniers. Dieses Mal unterlag sie Clijsters mit 6:3, 3:6 und 3:6.

Mit den French Open 2011 gewann Li ihr erstes Grand-Slam-Turnier. Sie bezwang im Endspiel von Paris Titelverteidigerin Francesca Schiavone mit 6:4, 7:60 und rückte damit in der WTA-Weltrangliste auf Position 4 vor. In Wimbledon musste sie dagegen bereits nach Runde zwei die Koffer packen. Gegen Sabine Lisicki zog sie in einem packenden Dreisatzmatch am Ende den Kürzeren, nachdem sie zwei Matchbälle nicht hatte verwerten können. Bei den WTA Championships in Istanbul bezwang sie in ihrem Auftaktmatch Scharapowa in zwei Sätzen, doch nach glatten Niederlagen gegen Asarenka und Samantha Stosur war das Turnier für sie bereits nach der Vorrunde beendet.

2012 [Bearbeiten]

Erneut schied sie bei den Australian Open gegen Kim Clijsters aus, diesmal in einem engen Dreisatzmatch bereits im Achtelfinale. Das Endspiel des Sandplatzturniers von Rom verlor sie nach mehreren Regenunterbrechungen gegen Scharapowa mit 6:4, 4:6, 6:75. In Paris konnte sie ihren Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen. Gut ins Turnier gestartet, unterlag sie im Achtelfinale der French Open überraschenderweise der Kasachin Jaroslawa Schwedowa mit 6:3, 2:6 und 0:6. In Wimbledon erreichte sie dieses Mal nur Runde zwei. In Montréal stand sie zum zweiten Mal in diesem Jahr in einem Finale, sie unterlag jedoch Petra Kvitová mit 5:7, 6:2 und 3:6. In der Woche darauf gewann sie das Premier-Turnier von Cincinnati, wo sie im Finale Angelique Kerber mit 1:6, 6:3 und 6:1 besiegte. Bei den US Open schied sie in Runde drei gegen das britische Jungtalent Laura Robson aus (4:6, 7:6, 2:6).

Turniersiege [Bearbeiten]

Einzel [Bearbeiten]

WTA Tour [Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 3. Oktober 2004 China VolksrepublikChina Guangzhou WTA Tier III Hart SlowakeiSlowakei Martina Suchá 6:3, 6:4
2. 5. Januar 2008 AustralienAustralien Gold Coast WTA Tier III Hart WeissrusslandWeißrussland Wiktoryja Asaranka 4:6, 6:3, 6:4
3. 13. Juni 2010 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA International Rasen RusslandRussland Marija Scharapowa 7:5, 6:1
4. 14. Januar 2011 AustralienAustralien Sydney WTA Premier Hart BelgienBelgien Kim Clijsters 7:63, 6:3
5. 4. Juni 2011 FrankreichFrankreich Paris Grand Slam Sand ItalienItalien Francesca Schiavone 6:4, 7:60
6. 19. August 2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cincinnati WTA Premier 5 Hart DeutschlandDeutschland Angelique Kerber 1:6, 6:3, 6:1
7. 5. Januar 2013 China VolksrepublikChina Shenzhen WTA International Hart TschechienTschechien Klára Zakopalová 6:3, 1:6, 7:5

ITF-Turniere [Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 13. Juni 1999 China VolksrepublikChina Shenzhen ITF Hart Korea SudSüdkorea Yang-Jin Chung 6:2, 6:3
2. 20. Juni 1999 China VolksrepublikChina Shenzhen ITF Hart Korea SudSüdkorea Yang-Jin Chung 6:0, 6:0
3. 29. August 1999 BelgienBelgien Westende ITF Sand BelgienBelgien Daphne Van De Zande 6:3, 6:1
4. 23. Januar 2000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Boca Raton ITF Hart Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sandra Cacic 6:4, 6:3
5. 26. März 2000 China VolksrepublikChina Nanjing ITF Hart KanadaKanada Marie-Eve Pelletier 7:6, 6:2
6. 2. April 2000 China VolksrepublikChina Nanjing ITF Hart China VolksrepublikChina Ding Ding 6:2, 6:2
7. 16. April 2000 China VolksrepublikChina Shenyang ITF Hart China VolksrepublikChina Tian Tian Sun 6:0, 6:4
8. 23. April 2000 China VolksrepublikChina Dalian ITF Hart China VolksrepublikChina Li Ling Chen 6:4, 6:4
9. 14. Mai 2000 Korea SudSüdkorea Seoul ITF Sand Korea SudSüdkorea Eun-Ha Kim 6:3, 7:6
10. 28. Mai 2000 VietnamVietnam Ho Chi Minh City ITF Hart IndonesienIndonesien Wynne Prakusya 6:1, 6:2
11. 9. Juli 2000 ItalienItalien Civitanova ITF Sand SchweizSchweiz Emmanuelle Gagliardi 6:3, 4:6, 7:6
12. 22. April 2001 VietnamVietnam Ho Chi Minh City ITF Hart ItalienItalien Roberta Vinci 6:4, 7:5
13. 29. Juli 2001 China VolksrepublikChina Guangzhou ITF Hart China VolksrepublikChina Nan Nan Liu 6:1, 6:2
14. 10. Februar 2002 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Midland ITF Hart (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mashona Washington 6:1, 6:2
15. 23. Mai 2004 China VolksrepublikChina Peking ITF Hart JapanJapan Seiko Okamoto 6:4, 6:4
16. 30. Mai 2004 China VolksrepublikChina Tongliao ITF Hart MarokkoMarokko Bahia Mouhtassine 6:4, 2:6, 7:6
17. 6. Juni 2004 China VolksrepublikChina Wulanhaote ITF Hart China VolksrepublikChina Nan Nan Liu 6:0, 6:0
18. 13. Juni 2004 China VolksrepublikChina Peking ITF Hart (Halle) ThailandThailand Suchanun Viratprasert 6:2, 6:4
19. 31. Oktober 2004 China VolksrepublikChina Shenzhen ITF Hart China VolksrepublikChina Tian Tian Sun 6:3, 4:6, 6:2

Doppel [Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 18. Juni 2000 UsbekistanUsbekistan Taschkent WTA Tier IV Hart China VolksrepublikChina Li Ting UsbekistanUsbekistan Iroda Tulyaganova
UkraineUkraine Hanna Saporoschanowa
3:6, 6:2, 6:4
2. 18. Juni 2006 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Tier III Rasen SerbienSerbien Jelena Janković Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jill Craybas
SudafrikaSüdafrika Liezel Huber
6:2, 6:4

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren und den WTA Tour Championships [Bearbeiten]

Li Na in Paris, 2010

Einzel [Bearbeiten]

Turnier 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Karriere Titel
Australian Open 3 1 AF 3 HF F AF F F 0
French Open 3 3 AF 3 S AF S 1
Wimbledon VF 2 3 VF 2 2 VF 0
US Open 1 AF AF VF 1 1 3 VF 0
WTA Tour Championships RR RR RR 0

Privatleben [Bearbeiten]

Li Na studierte Journalismus an der Universität für Wissenschaft und Technik Zentralchina und schloss das Studium mit dem Bachelor ab. Sie ist seit 2008 verheiratet, ihr Mann war bis August 2012 auch ihr Trainer.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Li Na – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Chinesische Eigennamen Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Chinesischen. Li ist hier somit der Familienname, Na ist der Vorname.