Jelena Wjatscheslawowna Dementjewa

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Jelena Dementjewa Tennisspieler
Jelena Dementjewa
Jelena Dementjewa 2009 in Wimbledon
Nationalität: RusslandRussland Russland
Geburtstag: 15. Oktober 1981
Größe: 180 cm
1. Profisaison: 1998
Rücktritt: 2010
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Preisgeld: 14.867.437 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 576:273
Karrieretitel: 16 WTA, 3 ITF
Höchste Platzierung: 3 (6. April 2009)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 152:86
Karrieretitel: 6 WTA, 3 ITF
Höchste Platzierung: 5 (14. April 2003)
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Olympische Spiele
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Jelena Wjatscheslawowna Dementjewa (russisch Елена Вячеславовна Дементьева, wiss. Transliteration Elena Vjačeslavovna Dement'eva; * 15. Oktober 1981 in Moskau) ist eine ehemalige russische Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Dementjewa begann mit dem Tennissport, als sie sieben Jahre alt war. Sie spielte und trainierte mit ihrer Kollegin Anastassija Myskina teilweise sieben Stunden pro Tag. 1998 begann sie ihre Profikarriere und ein Jahr später erreichte sie bereits die Top 100.

2000 erreichte sie als erste russische Tennisspielerin das Halbfinale bei den US Open, das sie gegen Lindsay Davenport verlor. Im selben Jahr gewann sie die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney (Finalniederlage gegen Venus Williams). Ihren ersten WTA-Titel gewann sie 2003 in Amelia Island.

2004 stand sie zweimal im Finale eines Grand-Slam-Turniers. Bei den French Open verlor sie gegen Anastassija Myskina, bei den US Open unterlag sie Swetlana Kusnezowa. 2005 rangierte Dementjewa am Saisonende auf Platz acht der WTA-Weltrangliste. Zu allen Turnieren reiste sie mit ihrer Mutter Wera, die sie auch coachte und ihr (aus Aberglaube) vor jedem Spiel „Viel Glück“ wünschen musste. Als Allrounderin fühlte sich Dementjewa auf jedem Belag wohl. Sie gehörte zu den schnellsten Tennisspielerinnen auf der Tour. Zu ihren größten Schwächen zählte in erster Linie der Aufschlag. Bemerkenswert ist der Umstand, dass auch viele Spiele nach klarer Führung oft noch über drei Sätze gingen. Des Weiteren bezog sie viele unnötige Niederlagen gegen Spielerinnen, die nicht zu den Top 100 zählten. Nachdem sie z.B. 2004 das Finale der French Open erreicht hatte, schied sie in Wimbledon gegen Sandra Kleinová in der ersten Runde aus. Dazu kam 2004 eine weitere bittere Niederlage gegen Alicia Molik bei den Olympischen Spielen in Athen.

2006[Bearbeiten]

Der Saisonauftakt war miserabel. Bei den Australian Open schied Dementjewa bereits in der ersten Runde mit 5:7 und 3:6 gegen die Deutsche Julia Schruff aus. Sie gewann jedoch das nachfolgende Turnier in Tokio mit einem 6:2-, 6:0-Endspielsieg über Martina Hingis. Diese sagte nach dem Match über Jelena: „Wenn sie jedes Mal so spielen würde, müsste sie bald Grand-Slam-Turniere gewinnen.“

Beim Turnier von Indian Wells kam sie nach Siegen über u. a. Ana Ivanović, Li Na und Justine Henin bis ins Finale, welches sie jedoch gegen ihre Landsfrau Marija Scharapowa mit 1:6 und 2:6 verlor. Bei den French Open kam sie bis in Runde drei, in der sie Shahar Peer mit 4:6, 5:7 unterlag. Sie erreichte das Halbfinale von ’s-Hertogenbosch, das sie nach einem vergebenen Matchball gegen Michaëlla Krajicek verlor.

Beim Grand-Slam-Turnier von Wimbledon kam sie ohne Probleme bis ins Viertelfinale, unterlag dort aber erneut Marija Scharapowa mit 1:6, 4:6. Dementjewa gehörte zu den Spielerinnen, die sich über das laute Stöhnen von Scharapowa beschwerten. Trotz ihrer Niederlage bekam sie zum ersten Mal Lob für ihren Aufschlag, den sie von nun an als Slice spielte und so Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h erreichte. Allerdings hatte sie immer noch ein Problem mit dem zweiten Aufschlag, der entweder zu langsam war oder zu einem Doppelfehler führte.

Beim Fed-Cup-Spiel gegen Kroatien gewann sie ihre beiden Einzel. Im August besiegte sie in Los Angeles u. a. Scharapowa und gewann dann das Finale gegen Jelena Janković mit 6:3, 4:6 und 6:4. Bei den US Open stand sie zum vierten Mal im Viertelfinale, verlor dort diesmal gegen Janković (2:6, 1:6). In Stuttgart musste sie nach einer umkämpften Partie gegen Katarina Srebotnik im folgenden Match aufgrund einer Verletzung aufgeben. In Moskau besiegte sie u. a. Shahar Peer und Patty Schnyder und unterlag dann im Halbfinale Anna Tschakwetadse.

In diesem Jahr war Jelena Dementjewa die einzige der acht bei den WTA Tour Championships angetretenen Spielerinnen, die bei diesem bedeutenden saisonabschließenden Turnier seit dem Jahr 2000 durchgehend dabei war. Nach Niederlagen gegen ihre Landsfrauen Scharapowa und Kusnezowa sowie gegen Kim Clijsters schied sie bereits in der Vorrunde aus.

2007[Bearbeiten]

Das Jahr begann mit einer Achtelfinalteilnahme bei den Australian Open, wo sie aber gegen Nicole Vaidišová mit 3:6, 3:6 verlor. Beim Turnier von WTA Antwerpen verletzte sie sich im Training vor dem Match gegen ihre Landsfrau Jelena Lichowzewa und musste bis Ende Februar pausieren. Am 9. März wollte sie als Vorjahresfinalistin wieder am Turnier von Indian Wells teilnehmen, doch die Verletzung stellte sich als schlimmer heraus als ursprünglich angenommen. Durch die Pause von sechs Wochen fiel sie seit September 2003 zum ersten Mal wieder aus den Top Ten. Am 1. Mai spielte sie beim Turnier von Warschau dann wieder ihre erste Partie, doch es fehlte ihr an Spielpraxis. Sie gewann mit Mühe 6:7, 6:0 und 7:5 gegen Meilen Tu aus den USA und musste sich in der zweiten Runde Venus Williams mit 1:6 und 6:7 geschlagen geben. Bei den German Open in Berlin setzte sie sich in Runde eins gegen Mara Santangelo und in Runde zwei gegen Meghann Shaughnessy jeweils in drei Sätzen durch. Im Achtelfinale unterlag sie ihrer Landsfrau Nadja Petrowa mit 3:6 und 3:6. Beim Tier-I-Turnier von Rom rückte Dementjewa nach Siegen über Maria Elena Camerin, Catalina Castano und Nadja Petrowa bis ins Viertelfinale vor, das sie gegen Jelena Janković allerdings mit 2:6 und 1:6 verlor. Viele Spiele waren dabei umkämpft, sie zeigte jedenfalls aufsteigende Tendenz. In Istanbul, dem letzten Turnier vor den French Open, besiegte sie unter anderem Aljona Bondarenko und gewann das Finale gegen eine starke Aravane Rezaï; die Französin musste beim Stand von 6:7, 0:3 verletzt aufgeben. Dementjewa sicherte sich damit ihren siebten Einzeltitel auf der Tour und ihren ersten in diesem Jahr.

Somit waren die Erwartungen für Roland Garros recht hoch; Dementjewa erreichte allerdings nur die dritte Runde. Nach Siegen über Angelique Kerber und die Französin Mathilde Johansson verlor sie in einem schwachen Spiel, in dem sie beinahe 50 "vermeidbare Fehler" machte, mit 2:6 und 4:6 gegen Marion Bartoli. In Eastbourne, dem Vorbereitungsturnier für Wimbledon, kam sie bis ins Viertelfinale, wo sie erneut gegen Bartoli verlor. Bei der 1:6-, 0:6 -Niederlage hatte Dementjewa wieder mal Probleme mit ihrem Aufschlag.

In Wimbledon unterlag sie in der dritten Runde Tamira Paszek mit 6:3, 2:6 und 3:6. Beim Tier-I-Turnier von San Diego besiegte sie Castano, Kerber, Bartoli und ihre Landsfrau Marija Kirilenko und verlor erst im Halbfinale gegen Patty Schnyder mit 6:7(4) und 0:6. In Los Angeles besiegte Dementjewa als Titelverteidigerin Makarowa, die US-Amerikanerin Brengle und eine starke Daniela Hantuchová, ehe sie im Viertelfinale mit 3:6, 4:6 an Scharapowa scheiterte.

Im kanadischen Toronto verlor sie nach einem Freilos in Runde eins mit 7:6, 3:6 und 2:6 überraschend gegen Francesca Schiavone. Nach Siegen über Stéphanie Cohen-Aloro und Petra Cetkovská rückte sie dann bei den US Open bis in Runde drei vor, in der sie Sybille Bammer mit 1:6, 2:6 deutlich unterlag. Die diesjährige Teilnahme an den WTA Tour Championships war damit in weite Ferne gerückt.

Nachdem sie in Peking im Viertelfinale gegen die zurückgekehrte Lindsay Davenport verloren hatte, schaffte sie auch in Stuttgart den Einzug ins Viertelfinale. Nach überzeugenden Siegen über Amélie Mauresmo und Daniela Hantuchová verlor sie nach hartem Kampf mit 4:6 und 4:6 gegen die Weltranglistenerste Justine Henin. Etwas überraschend gewann sie daraufhin ihr Heimatturnier in Moskau; nach Siegen über Wiktoryja Asaranka und Dinara Safina konnte sie im Finale zum ersten Mal in ihrer Karriere Serena Williams schlagen. Durch ihren 5:7-, 6:1-, 6:1-Erfolg rückte Dementjewa wieder in die Top Ten vor, verpasste aber schlussendlich die Teilnahme an den WTA Tour Championships in Madrid.

2008[Bearbeiten]

Dementjewa 2008 mit Dmitri Medwedew

Bei den Australien Open kam Dementjewa wieder nur bis ins Achtelfinale, sie verlor dort gegen die spätere Siegerin Marija Scharapowa mit 2:6, 0:6. Beim Turnier von Paris verlor sie im Halbfinale nach Matchbällen gegen die junge Ungarin Ágnes Szávay mit 3:6, 6:1 und 5:7. Anfang März gewann sie ihren neunten Einzeltitel auf der Tour. In Dubai besiegte sie Patty Schnyder, Aljona Bondarenko, Ana Ivanović, Francesca Schiavone (die zuvor Justine Henin besiegt hatte) und im Finale Swetlana Kusnezowa mit 4:6, 6:3 und 6:2. Den Erfolg hatte sie sich hart erkämpft. Die Spiele gegen Ivanović und Schiavone dauerten jeweils knapp drei Stunden. Bei den Sony Ericsson Open in Miami musste sie ihr Viertelfinalmatch gegen Janković aufgrund einer Schulterverletzung aufgeben. Trotzdem rückte sie in der Weltrangliste wieder auf Rang acht vor.

Bei den French Open schied Dementjewa im Viertelfinale gegen Dinara Safina aus. In Wimbledon erreichte sie nach Siegen unter anderem über Nadia Petrowa zum ersten Mal das Halbfinale, das sie gegen Venus Willams verlor.

Bei den Olympischen Spielen in Peking besiegte sie unter anderem Serena Williams. Im rein russischen Finale bezwang sie Dinara Safina mit 3:6, 7:5 und 6:3 und gewann nach der silbernen von Sydney im Jahr 2000 nun die Goldmedaille.

Bei den US Open kam sie nach Siegen gegen Li Na im Achtel- und gegen Patty Schnyder im Viertelfinale ins Halbfinale, das sie mit 4:6, 4:6 gegen Jelena Janković verlor. In der Weltrangliste erreichte sie damit wieder ihre bisher höchste Platzierung, Rang 4, den sie zuletzt im Oktober 2004 innehatte.

Nachdem sie in Tokio und Stuttgart jeweils das Viertelfinale erreicht hatte, ging sie beim Kremlin Cup in Moskau als Titelverteidigerin an den Start. Dieses Mal war allerdings im Halbfinale Schluss, sie unterlag der Weltranglistenersten Jelena Janković mit 6:0, 1:6 und 0:6. Zwei Wochen danach besiegte sie im Finale von Luxemburg Caroline Wozniacki und gewann ihren elften Titel. Bereits im September hatte sie die Qualifikation für die WTA Tour Championships in Doha geschafft. In ihrer Gruppe besiegte sie dort ihre Landsfrauen Safina und (die für Serena Williams nachgerückte) und Petrowa und verlor gegen Venus Williams. Damit erreichte sie zum ersten Mal seit 2000 wieder das Halbfinale, das sie mit 6:7, 6:3 und 3:6 gegen Wera Swonarjowa verlor. Das Jahr 2008 schloss Dementjewa auf Position 4 ab.

2009[Bearbeiten]

2009 bei den Australian Open

Zu Beginn des Jahres konnte Dementjewa gleich zwei Turniersiege verbuchen. Zunächst besiegte sie beim WTA-Turnier in Auckland ihre Landsfrau Jelena Wesnina mit 6:4 und 6:1. Eine Woche später schlug sie im Halbfinale von Sydney Serena Williams klar in zwei Sätzen und im Finale Dinara Safina mit 6:3, 2:6 und 6:1. Bei den Australian Open erreichte sie nach vier Achtelfinalteilnahmen erstmals das Halbfinale, das sie mit 3:6 und 4:6 gegen die spätere Siegerin Serena Williams verlor. Beim Hallenturnier von Paris unterlag sie im Finale Amélie Mauresmo in drei Sätzen. In Dubai verlor sie als Titelverteidigerin im Viertelfinale mit 3:6 und 3:6 gegen Venus Williams. Nach dem frühen Aus in Indian Wells gelang ihr in Miami der Sprung ins Achtelfinale, das sie gegen die Wozniacki verlor. In der nach dem Turnier veröffentlichten Weltrangliste stand Dementjewa zum ersten Mal in ihrer Karriere auf Platz drei. Sie war erst die sechste Russin, der dies gelang.

Im Halbfinale von Charleston verlor Dementjewa knapp in drei Sätzen erneut gegen Wozniacki. Beim Turnier von Stuttgart erreichte sie ebenfalls das Halbfinale. In Madrid war nach einer Niederlage gegen Mauresmo im Achtelfinale Schluss. Bei den French Open verlor sie bereits in der dritten Runde mit 3:6, 6:4 und 1:6 gegen Samantha Stosur. In Wimbledon erreichte sie wie im Vorjahr das Halbfinale, das sie nach hartem Kampf und vergebenem Matchball gegen die spätere Siegerin Serena Williams mit 7:6, 5:7 und 6:8 verlor. Den Rogers Cup in Toronto, eines der Vorbereitungsturniere für die US Open, beendete sie mit einem 6:4-, 6:3-Finalsieg über Scharapowa. Bei den US Open unterlag sie dann in der zweiten Runde in drei Sätzen der US-Amerikanerin Melanie Oudin.

Laut WTA hatte sie sich Mitte September erneut für die WTA Tour Championships qualifiziert. In Tokio, wo Dementjewa bereits 2006 gewonnen hatte, verlor sie in der zweiten Runde gegen Kateryna Bondarenko. In Peking, dem Ort ihres Olympia-Triumphes, verlor sie im Viertelfinale mit 5:7 und 3:6 gegen die spätere Finalistin Agnieszka Radwańska.

Bei den abschließenden WTA Tour Championships in Doha schied sie bereits nach der Vorrunde aus. Sie verlor ihre Gruppenspiele gegen Serena Williams (2:6, 4:6) und Swetlana Kusnezowa (3:6, 2:6). Der Sieg gegen Venus Williams mit 3:6, 7:6 und 6:2 hatte nur noch statistischen Wert. Dementjewa schloss das Jahr auf Weltranglistenposition 5 ab.

2010 - Karriereende[Bearbeiten]

Zu Beginn des Jahres konnte Dementjewa ihren Titel beim Turnier von Sydney mit Siegen u.a. über Safina und Asaranka verteidigen. Im Finale bezwang sie Serena Williams mit 6:3 und 6:2. Bei den Australian Open verlor sie bereits in der zweiten Runde in einem engen Match gegen die zurückgekehrte Justine Henin mit 5:7 und 6:7.

Das Hallenturnier von Paris endete mit dem Triumph. Dementjewa gewann ihren 16. Einzeltitel. Im Finale besiegte sie Lucie Šafářová mit 6:7, 6:1 und 6:4. Beim Turnier von Dubai musste sie in Runde zwei aufgrund einer Schulterverletzung beim Stand von 4:6, 1:1 gegen Daniela Hantuchova aufgeben. Das nächste Turnier bestritt Dementjewa bei den Malaysian Open in Kuala Lumpur. An 1 gesetzt unterlag sie dort im Finale mit 3:6 und 2:6 ihrer Landsfrau Alissa Kleibanowa. In Indian Wells war nach einer Niederlage gegen Agnieszka Radwanska im Viertelfinale Endstation. Nach einem Freilos in Runde eins verlor sie in Miami bereits in Runde zwei mit 3:6 und 2:6 gegen Justine Henin. Die folgenden Sandplatzturniere auf dem Weg nach Roland Garros verliefen ebenso unbefriedigend. In Rom verlor sie im Achtelfinale gegen Ana Ivanović mit 1:6 und 6:7, in Madrid schied sie in der zweiten Runde gegen die Rumänin Alexandra Dulgheru mit 1:6, 6:3 und 5:7 aus.

Die French Open endeten mit einer herben Enttäuschung. Nachdem sie bereits während des Spiels bei ihrem Viertelfinalsieg über Petrowa kurze Zeit behandelt worden war, musste sie das Halbfinale gegen die spätere Siegerin Francesca Schiavone wegen Oberschenkelproblemen nach dem ersten Satz aufgeben. Wegen einer Wadenverletzung musste Dementjewa acht Wochen pausieren. Bei ihrem ersten Auftritt danach unterlag sie im Viertelfinale von Stanford in drei Sätzen Scharapowa. Die folgenden Hartplatzturniere verliefen wenig zufriedenstellend. In Cincinnati verlor sie in der zweiten Runde gegen ihre Landsfrau Anastassija Pawljutschenkowa und in Montreal schied sie im Achtelfinale gegen Zheng Jie aus. Beim Turnier von New Haven erreichte sie allerdings das Halbfinale, das sie gegen Caroline Wozniacki mit 6:1, 3:6 und 6:7 verlor.

Die US Open endeten für Dementjewa im Achtelfinale gegen Samantha Stosur. Bei dem über drei Stunden dauernden Match behielt die Australierin mit 6:3, 2:6 und 7:6 die Oberhand.

Beim Turnier von Tokio, das sie 2006 hatte gewinnen können, stieß sie bis ins Finale vor und musste sich dort einmal mehr Wozniacki mit 6:1, 2:6 und 3:6 geschlagen geben. In Peking, dem Ort ihres Olympiatriumphes 2008, verlor sie im Achtelfinale gegen Ivanović in zwei Tiebreaks. Noch während des Turniers wurde bekanntgegeben, dass sich Dementjewa bereits zum zehnten Mal für das Abschlussturnier, die WTA Tour Championships in Doha, qualifiziert hatte. Dort verlor sie ihr Gruppenspiel gegen Wozniacki mit 1:6 und 1:6. Ihr zweites Match gegen Samantha Stosur (4:6, 6:4, 7:6) sollte ihr letzten Sieg sein.

Nach dem letzten Vorrundenspiel gegen Francesca Schiavone, das sie mit 4:6 und 2:6 verlor, gab Jelena Dementjewa am 29. Oktober 2010 ihren Abschied vom Profitennis bekannt. Ein Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier war ihr verwehrt geblieben.

Persönliches[Bearbeiten]

Am 16. Juli 2011 heiratete Dementjewa den russischen Eishockeyspieler Maxim Afinogenow.[1]

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 20. April 2003 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Amelia Island WTA Tier II Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lindsay Davenport 4:6, 7:5, 6:3
2. 14. September 2003 IndonesienIndonesien Bali WTA Tier III Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chanda Rubin 6:2, 6:1
3. 21. September 2003 China VolksrepublikChina Shanghai WTA Tier III Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chanda Rubin 6:3, 7:66
4. 3. Oktober 2004 BelgienBelgien Hasselt WTA Tier III Hartplatz (Halle) RusslandRussland Jelena Bowina 0:6, 6:0, 6:4
5. 5. Februar 2006 JapanJapan Tokio WTA Tier I Teppich (Halle) SchweizSchweiz Martina Hingis 6:2, 6:0
6. 13. August 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles WTA Tier II Hartplatz Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Jelena Janković 6:3, 4:6, 6:4
7. 26. Mai 2007 TurkeiTürkei Istanbul WTA Tier III Sand FrankreichFrankreich Aravane Rezaï 7:65, 3:0 Aufgabe
8. 14. Oktober 2007 RusslandRussland Moskau WTA Tier I Hartplatz (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Serena Williams 5:7, 6:1, 6:1
9. 1. März 2008 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Dubai WTA Tier II Hartplatz RusslandRussland Swetlana Kusnezowa 4:6, 6:3, 6:2
10. 17. August 2008 China VolksrepublikChina Olympia Olympische Spiele Hartplatz RusslandRussland Dinara Safina 3:6, 7:5, 6:3
11. 26. Oktober 2008 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA Tier III Hartplatz (Halle) DanemarkDänemark Caroline Wozniacki 2:6, 6:4, 7:64
12. 11. Januar 2009 NeuseelandNeuseeland Auckland WTA International Hartplatz RusslandRussland Jelena Wesnina 6:4, 6:1
13. 16. Januar 2009 AustralienAustralien Sydney WTA Premier Hartplatz RusslandRussland Dinara Safina 6:3, 2:6, 6:1
14. 23. August 2009 KanadaKanada Toronto WTA Premier 5 Hartplatz RusslandRussland Marija Scharapowa 6:4, 6:3
15. 15. Januar 2010 AustralienAustralien Sydney WTA Premier Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Serena Williams 6:3, 6:2
16. 14. Februar 2010 FrankreichFrankreich Paris WTA Premier Hartplatz (Halle) TschechienTschechien Lucie Šafářová 6:75, 6:1, 6:4

Doppel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 12. Mai 2002 DeutschlandDeutschland Berlin WTA Tier I Sand SlowakeiSlowakei Janette Husárová SlowakeiSlowakei Daniela Hantuchová
SpanienSpanien Arantxa Sánchez Vicario
0:6, 7:6, 6:2
2. 4. August 2002 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego WTA Tier II Hartplatz SlowakeiSlowakei Janette Husárová SlowakeiSlowakei Daniela Hantuchová
JapanJapan Ai Sugiyama
6:2, 6:4
3. 6. Oktober 2002 RusslandRussland Moskau WTA Tier I Teppich (Halle) SlowakeiSlowakei Janette Husárová Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Jelena Dokić
RusslandRussland Nadja Petrowa
2:6, 6:3, 7:6
4. 11. November 2002 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tour Championships WTA Tour Championships Hartplatz (Halle) SlowakeiSlowakei Janette Husárová SimbabweSimbabwe Cara Black
RusslandRussland Jelena Lichowzewa
4:6, 6:4, 6:3
5. 21. Juni 2003 NiederlandeNiederlande ’s-Hertogenbosch WTA Tier III Rasen RusslandRussland Lina Krasnoruzkaja RusslandRussland Nadja Petrowa
FrankreichFrankreich Mary Pierce
2:6, 6:3, 6:4
6. 14. August 2005 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles WTA Tier II Hartplatz ItalienItalien Flavia Pennetta Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Angela Haynes
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethanie Mattek
6:2, 6:4

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren und den WTA Tour Championships[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Karriere
Australian Open 2 3 3 AF 1 1 AF 1 AF AF HF 2 HF
French Open 2 2 2 AF 1 F AF 3 3 VF 3 HF F
Wimbledon 1 1 3 AF AF 1 AF VF 3 HF HF HF
US Open 3 HF AF 2 AF F HF VF 3 HF 2 AF F
WTA Tour Championships HF 1 1 RR RR RR RR HF RR RR HF

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Karriere
Australian Open 2 2 AF AF AF AF
French Open 2 2 AF 2 2 AF
Wimbledon 1 HF AF 2 HF
US Open 2 F AF HF F 2 F
WTA Tour Championships S S

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jelena Dementjewa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dementieva becomes Mrs. Maxim Afinogenov. The Gazette. 18. Juli 2011. Abgerufen am 20. August 2011.