Manfredonia
| Manfredonia | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Apulien | |
| Provinz: | Foggia (FG) | |
| Koordinaten: | 41° 38′ N, 15° 55′ O41.63333333333315.9166666666675Koordinaten: 41° 38′ 0″ N, 15° 55′ 0″ O | |
| Höhe: | 5 m s.l.m. | |
| Fläche: | 351 km² | |
| Einwohner: | 57.455 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 164 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 71043 | |
| Vorwahl: | 0884 | |
| ISTAT-Nummer: | 071029 | |
| Demonym: | Manfredoniani oder Sipontini | |
| Schutzpatron: | San Lorenzo Maiorano | |
| Website: | Manfredonia | |
Manfredonia ist eine Stadt und Gemeinde (italienisch comune) mit 57.455 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) im italienischen Apulien, Provinz Foggia. Sie liegt an der Küste auf einer Höhe von vier Metern am Südrand des Gebirgszugs Gargano, der Teil des Parco Nazionale del Gargano ist. Manfredonia heißt auch der Golf im Osten des Ortes.
Die Nachbarorte sind Carapelle, Cerignola, Foggia, Monte Sant’Angelo, San Giovanni Rotondo, San Marco in Lamis und Zapponeta.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Gründung des antiken Vorläufers Siponto wird Diomedes, dem Helden im Trojanischen Krieg, zugeschrieben. In Wirklichkeit liegt die Gründung durch die Daunier, Immigranten aus Illyrien, nahe. Dokumentiert wird dies durch 2000 Stelen aus dem 7./6. vorchristlichen Jahrhundert mit szenischen Darstellungen und Inschriften. Im Zweiten Punischen Krieg wurde Siponto von den Römern erobert.
Ein Erdbeben verwandelte die Landschaft 1223 in einen der Gesundheit der Bevölkerung unzuträglichen Sumpf; Malaria trat auf. Deshalb legte Manfred, Sohn des Staufer-Kaisers Friedrich II., wenige Kilometer nördlich 1256 den Grundstein zu einer neuen Stadt, der er seinen Namen gab. Dabei wurden die Ruinen des benachbarten antiken Siponto in die Neuanlage mit einbezogen. Manfred gab den Bau der Festung noch in Auftrag, erlebte aber ihre Fertigstellung nicht mehr, da er in der Schlacht von Benevent gegen Karl von Anjou fiel. Die Anjou, die die Festung vollendeten, benannten die Stadt, um die Erinnerung an den ungeliebten Ghibellinen Manfred auszulöschen, in Sypontum Novellum (Nuova Siponto) um, doch dieser Name konnte sich am Ende nicht durchsetzen.
1528 konnte Manfredonia einem Angriff der Truppen Franz I. unter Marschall Lautrec widerstehen.
Bei einem Angriff der Türken 1620 aber wurde Manfredonia in Brand gesetzt und dem Erdboden gleich gemacht, so dass nur noch die Festung und die Stadtmauern übrig blieben. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgte der langsame Wiederaufbau; die Verbesserung der Kommunikationswege, die Anlage des Hafens und der daraus resultierende Handel über das Adriatische Meer sorgten für eine Revitalisierung der Stadt, die heute auch touristisch erschlossen ist.
Manfredonia ist auch der Sitz des Erzbischofs von Manfredonia-Vieste-S. Giovanni Rotondo.
[Bearbeiten] Sehenswertes
Das mittelalterliche Schloss des Hauses Anjou-Plantagenet und Teile der Stadtmauer sind gut erhalten.
In der Kirche S. Domenico befindet sich die Kapelle der Magdalena, die alte Zeichnungen aus dem 14. Jahrhundert enthält.
Eine Sammlung daunischer Stelen ist im Archäologischen Museum von Manfredonia zu besichtigen.
[Bearbeiten] Santa Maria di Siponto
s. Haupartikel Santa Maria di Siponto
Drei Kilometer im Südwesten befindet sich die Kathedrale Santa Maria Maggiore di Siponto, die 1117 im romanischen Stil erbaut wurde. Sie markiert die Stelle, an der sich früher Siponto befand, der Hafen von Arpi, das 194 v. Chr. römische Provinz wurde. Diese Kirche wurde auf antiken und frühchristlichen Vorgängerbauten ab 1025 in mehreren Baufolgen errichtet, im 11. Jahrhundert zweimal durch Erdbeben schwer geschädigt und durch einen 1117 geweihten Neubau ersetzt, der die Maße und die Anordnung des Vorgängerbaues wiederholt.
[Bearbeiten] San Leonardo di Siponto
s. Hauptartikel: San Leonardo di Siponto
San Leonardo ist eine kleine, ehemalige Abteikirche in Apulien. Die an der Außenseite, insbesondere im Nordportal erhaltenen Steinmetzarbeiten gehören nach kunstgeschichtlicher Meinung zum "Schönsten"[2] , was die apulische Romanik hervorgebracht hat. Eine weitere Besonderheit ist die Einfügung einer Öffnung im Gewölbe, das zur Zeit der Sommersonnenwende am 21. Juni jeden Jahres einen Lichtstrahl exakt zwischen zwei Pfeiler fallen lässt.
[Bearbeiten] Traditionen
Im Anklang an mutmaßliche illyrische Traditionen (erschlossen durch szenische Darstellungen auf den Stelen) wird im Februar/März der Carnevale Dauno mit Maskenumzügen gefeiert.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
- ↑ Rotter: Apulien, S. 115
[Bearbeiten] Weblinks
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