Moritzburg (Sachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moritzburg
Moritzburg (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moritzburg hervorgehoben
51.16513.679444444444166Koordinaten: 51° 10′ N, 13° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Meißen
Höhe: 166 m ü. NN
Fläche: 46,37 km²
Einwohner:

8.262 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 01466–01468
Vorwahlen: 035207, 0351, 035243 (Steinbach)
Kfz-Kennzeichen: MEI
Gemeindeschlüssel: 14 6 27 150
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßallee 22
01468 Moritzburg
Webpräsenz: www.moritzburg.de
Bürgermeister: Georg Reitz (CDU)
Lage der Gemeinde Moritzburg im Landkreis Meißen
Coswig (Sachsen) Diera-Zehren Ebersbach (bei Großenhain) Glaubitz Gröditz Großenhain Hirschstein Käbschütztal Ketzerbachtal Klipphausen Lampertswalde Leuben-Schleinitz Lommatzsch Meißen Moritzburg Nauwalde Niederau Nossen Nünchritz Priestewitz Radebeul Radeburg Riesa Röderaue Schönfeld Stauchitz Strehla Tauscha Thiendorf Triebischtal Weinböhla Lampertswalde Wülknitz Zeithain Sachsen Dresden Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Landkreis Mittelsachsen Landkreis Nordsachsen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Moritzburg ist eine Gemeinde in Sachsen, die bis 1934 den Namen Eisenberg-Moritzburg trug. Sie ist vor allem durch das Jagd- und Barockschloss bekannt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Lage

Moritzburg liegt in der Mitte Sachsens und ist in nordwestlicher Richtung etwa 13 Kilometer vom Stadtzentrum der Landeshauptstadt Dresden entfernt. Der Ort befindet sich im Landkreis Meißen und bildet eine Gemeinde mit den umliegenden Ortschaften. Moritzburg liegt inmitten des Landschaftsschutzgebietes Friedewald und Moritzburger Teichgebiet. Dieses Gebiet umfasst 22 Moritzburger Teiche mit etwa 418 Hektar Wasserfläche. Naturräumlich wird der Ort dem Westlausitzer Hügel- und Bergland zugeordnet. Das Hügelland liegt zwischen 124 m und 312 m über NN. Es gehört zur Lausitzer Platte und dem Meißner Syenit-Granit-Massiv. Ein mäßig trockenes Klima herrscht vor.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

[Bearbeiten] Geschichte

Schloss Moritzburg mit Eisenberg auf einer Karte aus dem 19. Jahrhundert

Die Gemeinde Moritzburg entstand aus der Landgemeinde Eisenberg, der auch ein Ortsteil namens Moritzburg angehörte. Dabei handelte es sich um das Schloss Moritzburg, die Gebäude in dessen näherer Umgebung und den dazugehörigen Gutsbezirk, also Ländereien und Wälder vom Fasanenschlösschen bis zum Ortsteil Auer. Schon vor 1900 erhielt die Gemeinde den Doppelnamen Eisenberg-Moritzburg. Im Jahre 1934 wurde die Gemeinde in Moritzburg um- und damit endgültig nach dem Schloss benannt.

Von 1945 bis 1996 war im Wald bei Moritzburg der sogenannte „Schatz der Sachsen“ versteckt.

Die Gemeinde Moritzburg vergrößerte sich am 1. Januar 1996 um die Gemeinde Steinbach[2] und am 1. Januar 1999 um Reichenberg[3], das außerdem die am 1. Januar 1994 eingegliederten Ortsteile Friedewald und Boxdorf[4] mit einbrachte.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Politische Verhältnisse

Der Moritzburger Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern, deren Vorsitzender Bürgermeister Georg Reitz (CDU) ist. Die letzte Wahl des Bürgermeisters fand im April 2006 statt. Georg Reitz, erstmals 1999 in das Amt gewählt, erhielt dabei 94 Prozent der Stimmen.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Fasanenschlösschen
Schloss Moritzburg von Osten gesehen

[Bearbeiten] Bauwerke

Bekannteste Sehenswürdigkeit von Moritzburg ist das Jagdschloss Moritzburg. Weitere Sehenswürdigkeiten sind

[Bearbeiten] Veranstaltungen

Es gibt eine Reihe von regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen.

  • Hochzeitsmesse
  • Hengstparade
  • Moritzburg Festival
  • Moritzburger Adventskalender
  • Moritzburger Fisch- und Waldfest (Abfischen des Schloßteichs Ende Oktober)
  • Schloss-Triathlon Moritzburg

von Interesse.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Moritzburg ist über Staatsstraßen mit Dresden (mit Anbindung an die Bundesautobahn 4), Radeburg (mit Anbindung an die Bundesautobahn 13) und Meißen verbunden. Die schmalspurige Lößnitzgrundbahn verbindet Moritzburg mit Radebeul und Radeburg. Den Anfang der dammartigen Schlossauffahrt flankieren zwei verkehrsgeschichtlich interessante, teilweise noch originale kursächsische Postdistanzsäulen von 1730, die sonst nur vor den Stadttoren oder auf dem Marktplatz der Städte aufgestellt wurden, mit Entfernungsangaben in Wegstunden (1 St. = 4,531 km) zu Städten, Poststationen, aber auch damals sächsischen Burgen und Schlössern.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Die örtliche Wirtschaft ist zu großen Teilen vom Tourismus geprägt. In Moritzburg ist das Gestüt Moritzburg, ein Wirtschaftsbetrieb des Freistaates Sachsen, ansässig. Die Ursprünge des Gestütes gehen auf die Jagdleidenschaft August des Starken (1670–1733) und den durch ihn veranlassten Umbau des Schlosses zum Jagdschloss zurück. Mit der Pferdezucht wurde 1828 in den nunmehr königlichen Jagdstallungen begonnen.

[Bearbeiten] Verkehrsanbindung

  • Autobahnen: Bundesautobahn 13 und Bundesautobahn 4
  • Anbindung an überregionale Verkehrsnetze durch S 80, S 81 und S 179
  • S-Bahn-Anschluss über Dresden, Meißen und Radebeul
  • Bus nach Dresden, Meißen, Radeburg, Großenhain
  • Schmalspurbahn Richtung Radebeul-Ost und Radeburg

[Bearbeiten] Bildung

In Moritzburg befindet sich die Evangelische Fachhochschule für Religionspädagogik und Gemeindediakonie.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes

[Bearbeiten] Weitere mit dem Ort in Verbindung stehende Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Moritzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
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