Rumpelstilzchen

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Dieser Artikel befasst sich mit einem Märchen der Brüder Grimm. Zu weiteren Bedeutungen siehe Rumpelstilzchen (Begriffsklärung).
Ein Diener des Königs belauscht Rumpelstilzchen, Freizeitpark Efteling, 2008

Rumpelstilzchen ist ein Märchen (ATU 500). Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ab der 1. Auflage von 1812 an Stelle 55 (KHM 55).

Handlung[Bearbeiten]

Rumpelstilzchen trifft die Müllerstochter, Illustration (ca. 1889)
Die Müllerstochter und das Rumpelstilzchen, Illustration von Walter Crane (1886)

Ein Müller behauptet von seiner schönen Tochter, sie könne Stroh zu Gold spinnen, und will sie an den König verheiraten. Der König lässt die Tochter kommen und stellt ihr die Aufgabe, über Nacht eine Kammer voll Stroh zu Gold zu spinnen, ansonsten müsse sie sterben. Die Müllerstochter ist verzweifelt, bis ein kleines Männchen auftaucht und ihr gegen ihr Halsband Hilfe anbietet und für sie das Stroh zu Gold spinnt. In der zweiten Nacht wiederholt sich das Gleiche und die Müllerstochter gibt ihren Ring her. Darauf verspricht der König dem Mädchen die Ehe, falls sie noch einmal eine Kammer voll Stroh zu Gold spinnen kann. Diesmal verlangt das Männchen von der Müllerstochter ihr erstes Kind, worauf sie schließlich ebenfalls eingeht.

Nach der Hochzeit und der Geburt des ersten Kindes fordert das Männchen den versprochenen Lohn. Die Müllerstochter bietet ihm alle Reichtümer des Reiches an, aber das Männchen verlangt ihr Kind. Durch ihre Tränen erweicht, gibt es ihr aber drei Tage Zeit, seinen Namen zu erraten. Dann soll sie das Kind behalten dürfen. In der ersten Nacht probiert es die Königin mit allen Namen, die sie kennt; doch ohne Erfolg. In der zweiten Nacht versucht sie es erfolglos mit Namen, die sie von ihren Untertanen erfragt hat. Am Tag darauf erfährt sie von einem Boten, dass ganz entfernt ein Männchen in einem kleinen Haus wohnt, das nachts um ein Feuer tanzt und singt:

Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut, dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!

Die Königin fragt zunächst, ob Rumpelstilzchen „Kunz“ oder „Heinz“ heiße, und nennt dann erst den korrekt überlieferten Namen. So kann sie das Rätsel nun lösen, und Rumpelstilzchen zerreißt sich vor Wut selbst mit den Worten:

„Das hat dir der Teufel gesagt!“

Frühere Auflagen[Bearbeiten]

Jacob Grimm schickte das Märchen schon 1808 mit anderen an Savigny für dessen Tochter. Wilhelm Grimms handschriftliche Urfassung Rumpenstünzchen von 1810 entspricht diesem noch weitgehend.[1] Jacob notierte handschriftlich zum Titel: Fischarts Spiel Verzeichnis n° 363. « Rumpele stilt, oder der Poppart. »[2], verband das Märchen also mit dem Namen des Klopfgeistes Rumpele stilt oder der Poppart (aus Fischarts Kinderspielverzeichnis in seiner Gargantua-Übersetzung Geschichtsklitterung, zuerst 1575, hier 1594).[3] Rumpelstilz war eine Bezeichnung für einen bösartigen Kobold, der, ähnlich wie ein Poltergeist, Geräusche macht, indem er an Stelzen (vermutlich sind damit Dinge wie z. B. Tischbeine gemeint) rüttelt (rumpelt). Der Erstdruck von 1812 beruhte inhaltlich auf Familie Hassenpflug und Dortchen Wild, wie Wilhelm Grimm in sein Handexemplar notierte: Dortchen 10 März 1811. Hassenpflugs.[4] Seine Ergänzung, wie sich das Männchen zum Schluss zerreißt (Lisette), statt nur fortzulaufen, und Jacobs Grimms Namensvorschläge Cunz oder Hinz, wurden in die 2. Auflage von 1819 übernommen. Deren lebendige Dialoge prägen auch erst die bekannte Wendung vom Stroh zu Gold spinnen. Die Namenssuche passt jetzt zur Dreigliederung der Handlung, indem erst ein Bote ausgeschickt, dann herumgefragt wird, schließlich der Bote (nicht der König) das Männchen beobachtet. Erst zur 6. bzw. 7. Auflage wird die Geldgier des Königs noch unterstrichen, indem er schon bei Sonnenaufgang nachschaut und sie dann nimmt, wenns auch eine Müllerstochter ist. [5]

Grimms Anmerkung[Bearbeiten]

Grimms Anmerkung vermerkt Nach vier im Ganzen übereinstimmenden, im Einzelnen sich ergänzenden Erzählungen aus Hessen, in einer davon ist es der König, der auf der Jagd das Männlein belauscht (wie in der 1. Auflage). Sie stammen teils von Familie Hassenpflug, teils von Dortchen Wild, das Zerreißen des Männchens (ab der 2. Auflage) von Lisette Wild. In einer fünften Fassung (sie entspricht der handschriftlichen Urfassung von 1810) soll ein kleines Mädchen Garn spinnen, doch es wird immer Gold und es ist traurig, sitzt auf dem Dach und spinnt. Da kommt das Männlein, das ihm einen Königssohn verspricht und das Kind fordert. Die Magd belauscht es, wie es auf einem Kochlöffel ums Feuer reitet. Als es verraten ist, fliegt es zum Fenster hinaus. In einer sechsten steigt eine Frau in einen Garten wegen schöner Kirschen, ein schwarzer Mann kommt aus der Erde, fordert das Kind, kommt dann auch trotz aller Wachen des Ehemannes und lässt es ihr nur, wenn sie seinen Namen weiß. Der Mann belauscht ihn in seiner Höhle, die von Kochlöffeln umhängt ist.

Grimms zählen weiter auf: Karoline Stahl S. 85 das Stäbchen; Müllenhoff Nr. 8; Kletkes Märchensaal Nr. 3; Zingerle Nr. 36 und S. 278; Pröhle Nr. 23; Bechstein Nr. 20; Colshorn S. 83; schwedisch bei Cavallius S. 210; Fischarts Gargantua (Kap. 25, Nr. 363); Müllenhoffs Sagen S. 306, 578; Aulnoy Nr. 19; Villandons Ricdin Ricdon in La Tour ténébreuse, dänisch weiterbearbeitet in Ryerup Morstabsläsning S. 173.

Fenia und Menia konnten alles mahlen, so dass der König sie Frieden und Gold mahlen ließ. Die kummervolle Arbeit der Golddrahtfertigung kam oft armen Jungfrauen zu, wozu Grimms ein altdänisches Lied aus Kämpe Viser S. 165, B. 24 zitieren (vgl. Wolfdietrich Str. 89; Iwein 6186–6198):

nu er min Sorg saa mangesold,
som Jongfruer de spinde Guld.

Zum Erraten des Namens vergleichen sie: Eine dänische Sage bei Thiele 1, 45, wo einer einem Troll Herz und Augen schuldet und belauscht, wie die Trollfrau zu ihrem Kind vom Vater spricht; Turandot in 1001 Tag; eine schwedische Volkssage von St. Olav in Gräters Zeitschrift Idunna und Hermode 3, 60. 61. Das Abfordern des Kindes greife in sehr viele Mythen ein.

Vergleiche[Bearbeiten]

Rumpelstilzchen geht ebenso wie die älteste literarische Fassung Ricdin Ricdon aus La Tour ténébreuse von Marie-Jeanne Lhéritier de Villandon (1705) zweifellos auf ältere Volksmärchen zurück. Der Märchentyp heißt Name des Unholds (AaTh 500), wobei ein fließender Übergang zu Volkssagen, oft Teufelssagen, besteht. Dazu passt der Teufelspakt um das Kind, die Verschleierung durch einen lächerlich machenden (aber sagentypisch individuellen) Namen, aber auch Rumpelstilzchens letzte Worte: „Das hat dir der Teufel gesagt!“[6] Versponnenes Stroh wirkt wirklich, etwa auf Messgewändern, wie Gold.[7] Die Wendung ab der 2. Auflage wo Fuchs und Has sich gute Nacht sagen ist literarisch vielfältig belegt.[8]

Interpretation[Bearbeiten]

Der Volksmund bezeichnet vor dem Hintergrund dieses Märchens als Rumpelstilzchen oft eher kleinwüchsige Menschen, die durch ihre aufbrausende oder tobsüchtige Art auffallen – vielleicht im Versuch, ihren Mangel an körperlicher oder menschlicher Größe zu kompensieren. ("Rumpelstilzchen" = "Schrumpelstelzchen" = "Zwerg mit kurzen Beinen"). Besonders in Oberbayern bezeichnet "a Rumpelstilz" abschätzig einen - nicht unbedingt kleinwüchsigen - Choleriker.

Seit dem 19. Jahrhundert glaubten Märchendeuter in Zwergen Angehörige einer unterdrückten und später dämonisierten Urbevölkerung zu sehen, die durch Kinderraub ihre Gene verbessern wollten. Der Märchenforscher Lutz Röhrich zeigt anhand des jüngsten Vertreters dieser Stoßrichtung (Otto Kahn: Rumpelstilz hat wirklich gelebt, 1967) sowie psychoanalytischer Ansätze (Freud, Wittgenstein, Bühler, von Beit, s.u.) die Unvereinbarkeit verschiedener Interpretationen, die auch nur von Grimms Endfassung ausgehen.[9] Alle Interpretationen durchzieht immerhin die Beobachtung eines Narzissmus um Geld und Ehe.

Sigmund Freud deutete den Traum einer jungen Frau nach dem Besuch ihres Mannes: Über eine steile Treppe durch eine kleine Tür kommt ein Männchen mit Glatze und roter Nase in ihr braunes Zimmer und tanzt komisch herum. Es ähnelt ihrem Schwiegervater, dann fällt ihr Rumpelstilzchen ein.[10] Carl Gustav Jung bestätigt, dass der Geist in Träumen von Frauen oft groteske Zwergformen hat. Im Traum wie im Märchen tritt er auf, wenn guter Rat fehlt. Greis und Knabe gehören zusammen, sie bilden den Mercurius der Alchemie. Dabei weiß man nie, ob ein Geist moralisch gut ist.[11]

Für Ottokar Graf Wittgenstein ist das Stroh ein Bett, das Männchen der Penis, vom Gold weiß die Jungfrau noch nichts. Zu -stilzchen assoziiert er stehlen, stelzen, stolz, stolzieren, steif, wie der Gang des Storches, der die Kinder bringt.[12] Charlotte Bühler und Josephine Bilz sehen einen Reifungsprozess vom Mädchen zur Mutter.[13]

Hedwig von Beit deutet tiefenpsychologisch Vater und König als Animusgestalten, die die Heldin beherrschen und ihr Prahlerei und Geldgier eingeben. Diese einseitige Bewusstseinslage führt durch eine Notlage zur Bindung an unbekannte Mächte, in allen Varianten unterweltlicher Art (schwarzer Mann, schwarzer Kobold usw.). Sie fordern letztlich das Selbst, wofür Halsband, Ring und Kind Symbole sind, erstere auch als Pflicht oder magische Fessel deutbar. Kind und Männlein sind das Unbewusste in seiner Doppelnatur. Die Nennung des Dämons fixiert, distanziert oder löst ihn auf. Es ist ein verbreitetes folkloristisches Motiv, dass die Unterirdischen nicht wollen, dass man ihren Namen oder ihr Alter weiß. Naturvölker halten ihre Namen für etwas Konkretes, auf das man achten muss.[14]

Auch Ulla Wittmann geht von der Ambivalenz des Animus aus. Rumpelstilzchen leistet eine Transformation natürlicher Triebe, wo das Bewusstsein nicht weiterkommt, in zielgerichtete Arbeitskraft. Ehrgeiz, Leistung und Anpassung kosten aber das weibliche, lebendige Selbst. Das unintegrierte Männliche wird überwunden durch seine positive Seite, den im Wald lauschenden Boten (wie Wolf und Jäger in Rotkäppchen).[15]

Angela Waiblinger berichtet den Heilungsverlauf einer depressiven Patientin, der spontan Rumpelstilzchen in Tagträumen erschien und den Weg zu ihrer weiblichen Identität wies. Sie hatte sich bisher den Prestigewünschen ihres Vaters nach Schulnoten und guter Heirat ergeben, während sie ihre Mutter als abwesend erlebte. Rumpelstilzchen ist zugleich Greis, Kind und Mittler der Großen Mutter, es versucht den Mangel an Beziehung zwischen Eros und Logos, Gut und Böse zu beheben.[16]

Kurt Stiasny sieht alchemistische Motive in der Verwandlung von unscheinbarem zu beständigem, in der ambivalenten (mercurischen) Zwerggestalt und im Vers vom backen und brauen, wobei die Urfassung besser passt.[17]

Eugen Drewermann analysiert, wie der Müller seine Armut durch die Schönheit seiner Tochter kompensiert, was umgekehrt im Wahn mündet, daraus Geld machen zu können. Bei der Tochter führt das zu einer narzisstischen Besessenheit auf Kosten ihres weiblichen Selbst.[18]

Für Wilhelm Salber geht es hier um ewiges Ersehnen von Idealzuständen, was als fremdbestimmtes Labyrinth von Tätigkeiten erlebt wird. Es entsteht ein Spiel zwischen totaler Hingabe und Vernichtung – entschiedene Tat erreicht das Ersehnte, aber beendet die Bewegung. [19]

Rezeptionen[Bearbeiten]

Christian Peter Hansen verband eine nordfriesischen Rumpelstilzchen-Variante mit Ekke Nekkepenn 1858 zu Der Meermann Ekke Nekkepenn. Ähnliche Anklänge hat das Feuermännlein in Theodor Storms Märchen Die Regentrude von 1863.

In Hermine Mörikes Parodie Was aus Rumpelstilzchen geworden ist macht sich Rumpelstilzchen im Schlosskeller mit Ungarwein der Königin wieder ganz (vgl. Cluricaun bzw. KHM 185) und wird im Wald auf Vermittlung des Salamanders zum König der Giftpilze (vgl. KHM 172).[20] Janoschs Rumpelstühlchen wirft die größten, stärksten und dicksten Freier ab, nur nicht die schöne Königstochter, weshalb sich ein kluger Mann einfach auf ihren Schoß setzt.[21] Bei Rosemarie Künzler ruft das Mädchen in der Strohkammer Du spinnst, nie werde es diesen abscheulichen König heiraten und sein Kind hergeben, worauf Rumpelstilzchen umsonst gesponnen hat und sich wütend zerreißt.[22] Irmela Brender argumentiert, Rumpelstilzchen werde ungerecht behandelt, das so viel geleistet hat und sich nur allein fühlte.[23] John Katzenbach verarbeitet das Märchen 2002 in dem Psychothriller The Analyst. Siegfried Stadler deutet es ironisch als gnadenlosen Konkurrenzkampf unter Arbeitern.[24] Ein Manga erschien 2012 von Anna Hollmann.[25]

Es existiert ein Hörspiel von Franz Fühmann.[26] Der Komponist und Texter Roland Zoss vertonte Rumpelstilzchen 2004 in der Schweizer Mundart-Märchenserie Liedermärli. Christian Peitz' Hörspiel-CD Rumpelstilzchen schlägt zurück erschien 2009.

Theaterfassungen[Bearbeiten]

Briefmarken der Deutschen Post der DDR (1976)

Verfilmungen[Bearbeiten]

Rumpelstilzchen kommt auch vor in den Komödien Werner – Beinhart! (Comicverfilmung, Deutschland 1990), 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug (Schneewittchen-Parodie, Deutschland 2006), Für immer Shrek (USA 2010) und der Fernsehserie Once Upon a Time – Es war einmal… (USA, ab 2011).

Literatur[Bearbeiten]

Brüder Grimm[Bearbeiten]

  • Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Vollständige Ausgabe. Mit 184 Illustrationen zeitgenössischer Künstler und einem Nachwort von Heinz Rölleke. S. 314–317. Düsseldorf und Zürich, 19. Auflage 1999. (Artemis & Winkler Verlag; Patmos Verlag; ISBN 3-538-06943-3)
  • Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand mit den Originalanmerkungen der Brüder Grimm. Mit einem Anhang sämtlicher, nicht in allen Auflagen veröffentlichter Märchen und Herkunftsnachweisen herausgegeben von Heinz Rölleke. Band 3: Originalanmerkungen, Herkunftsnachweise, Nachwort. S. 106–108, 466. Durchgesehene und bibliographisch ergänzte Ausgabe, Reclam, Stuttgart 1994, ISBN 3-15-003193-1.
  • Heinz Rölleke (Hrsg.): Die älteste Märchensammlung der Brüder Grimm. Synopse der handschriftlichen Urfassung von 1810 und der Erstdrucke von 1812. Herausgegeben und erläutert von Heinz Rölleke. S. 238–243, 379–380. Cologny-Geneve 1975. (Fondation Martin Bodmer; Printed in Switzerland)

Varianten[Bearbeiten]

  • Christian Peitz: Rumpelstilzchen schlägt zurück (Hörspiel). Verlag HoerSketch, Münster 2009.
  • Kurt Ranke (Hrsg.): Schleswig-Holsteinische Volksmärchen. Kiel 1958. S. 96–102.
  • Hedwig von Beit: Gegensatz und Erneuerung im Märchen. Zweiter Band von «Symbolik des Märchens». Zweite, verbesserte Auflage, A. Francke, Bern 1956, S. 536.

Literaturwissenschaft[Bearbeiten]

  • Hans-Jörg Uther: Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. de Gruyter, Berlin 2008. S. 134–139, ISBN 978-3-11-019441-8.
  • Lutz Röhrich: Rumpelstilzchen. In: Siegfried Schödel (Hrsg.): Arbeitstexte für den Unterricht. Märchenanalysen. Reclam, Stuttgart 1977, ISBN 3-15-009532-8, S. 123–155. Zuerst erschienen als: Lutz Röhrich: Rumpelstilzchen. Vom Methodenpluralismus in der Erzählforschung. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 68/69 (1972/73) S. 567–596.
  • Lutz Röhrich: Name des Unholds. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 9. S. 1164–1175. Berlin, New York, 1999.
  • Walter Scherf: Das Märchenlexikon. Zweiter Band L–Z. S. 1000–1005. C. H. Beck, München 1995, ISBN 3-406-39911-8.

Zeitschrift Märchenspiegel (1997–1999)[Bearbeiten]

  • Kurt Stiasny: Alchemie in Grimmschen Märchen. In: Märchenspiegel. Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege. MSP 1/97, Februar 1997, 8. Jahrgang. S. 2. (herausgegeben von der Märchen-Stiftung Walter Kahn (with English summaries); ISSN 0946-1140)
  • Lutz Röhrich: Heut back’ ich, morgen brau ich, übermorgen hol’ ich der Königin ihr Kind … Zwergsagen und -märchen. In: Märchenspiegel. Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege. MSP 1/98, Februar 1998, 9. Jahrgang. S. 6. (Herausgeber: Märchen-Stiftung Walter Kahn; ISSN 0946-1140)
  • Kurt Stiasny: Falsch aus der Feder geflossen. Wilhelm Grimms unvorteilhafte Bearbeitungen dreier beliebter Märchen. In: Märchenspiegel. Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege. MSP 2/99, Mai 1999, 10. Jahrgang. S. 43. (Herausgeber: Märchen-Stiftung Walter Kahn; ISSN 0946-1140)

Interpretationen[Bearbeiten]

Psychoanalyse[Bearbeiten]

  • Sigmund Freud: Märchenstoffe in Träumen. In: Internationale Zeitschrift für ärztliche Psychoanalyse. Bd. 1 (1913), H. 2, S. 147–151. Nachdruck Nendeln/Liechtenstein 1969. S. 147–148. Auch in: Sigmund Freud: Gesammelte Werke. Chronologisch geordnet. Band X. London 1949. S. 1–9.
  • Ottokar Graf Wittgenstein: Märchen-Träume-Schicksale. Eugen Diederichs, Düsseldorf/Köln 1965, S. 199–210.
  • Charlotte Bühler, Josephine Bilz: Das Märchen und die Phantasie des Kindes. München 1958. Zuerst erschienen 1918 als Beiheft 7 der Zeitschrift für angewandte Psychologie.

Tiefenpsychologie[Bearbeiten]

  • Hedwig von Beit: Gegensatz und Erneuerung im Märchen. Zweiter Band von «Symbolik des Märchens». Zweite, verbesserte Auflage, A. Francke, Bern 1956. S. 535–543.

Psychotherapie[Bearbeiten]

  • Ulla Wittmann: Ich Narr vergaß die Zauberdinge. Märchen als Lebenshilfe für Erwachsene. Ansata, Interlaken 1985, ISBN 3-7157-0075-0, S. 161–164.
  • Angela Waiblinger: Rumpelstilzchen. Gold statt Liebe. 6. Auflage, Kreuz, Zürich 1991, ISBN 3-268-00010-X.
  • Wilhelm Salber: Märchenanalyse (= Werkausgabe Wilhelm Salber. Band 12). 2. Auflage. Bouvier, Bonn 1999, ISBN 3-416-02899-6, S. 97-99.
  • Eugen Drewermann: Von der Macht des Geldes oder Märchen zur Ökonomie. Patmos, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-491-21002-8, S. 17–71.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Rumpelstilzchen – Quellen und Volltexte
 Commons: Rumpelstilzchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lothar Bluhm und Heinz Rölleke: „Redensarten des Volks, auf die ich immer horche“. Märchen - Sprichwort - Redensart. Zur volkspoetischen Ausgestaltung der Kinder- und Hausmärchen durch die Brüder Grimm. Neue Ausgabe. S. Hirzel Verlag, Stuttgart/Leipzig 1997, ISBN 3-7776-0733-9, S. 88.
  2. Heinz Rölleke (Hrsg.): Die älteste Märchensammlung der Brüder Grimm. Synopse der handschriftlichen Urfassung von 1810 und der Erstdrucke von 1812. Herausgegeben und erläutert von Heinz Rölleke. Cologny-Geneve 1975, S. 238. (Fondation Martin Bodmer, Printed in Switzerland).
  3. Hans-Jörg Uther: Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Berlin 2008. S. 135. (de Gruyter; ISBN 978-3-11-019441-8)
  4. Heinz Rölleke (Hrsg.): Die älteste Märchensammlung der Brüder Grimm. Synopse der handschriftlichen Urfassung von 1810 und der Erstdrucke von 1812. Herausgegeben und erläutert von Heinz Rölleke. Cologny-Geneve 1975, S. 241. (Fondation Martin Bodmer, Printed in Switzerland).
  5. http://de.wikisource.org/wiki/Rumpelstilzchen Wikisource: Rumpelstilzchen, verschiedene Auflagen bei Grimm.
  6. Lutz Röhrich: Name des Unholds. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 9. S. 1164–1175. Berlin, New York, 1999.
  7. Lutz Röhrich: Name des Unholds. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 9. S. 1168. Berlin, New York, 1999.
  8. Lothar Bluhm und Heinz Rölleke: „Redensarten des Volks, auf die ich immer horche“. Märchen - Sprichwort - Redensart. Zur volkspoetischen Ausgestaltung der Kinder- und Hausmärchen durch die Brüder Grimm. Neue Ausgabe. S. Hirzel Verlag, Stuttgart/Leipzig 1997, ISBN 3-7776-0733-9, S. 88.
  9. Lutz Röhrich: Rumpelstilzchen. In: Siegfried Schödel (Hrsg.): Arbeitstexte für den Unterricht. Märchenanalysen. Stuttgart 1977. S. 123–155. Reclam-Verlag. ISBN 3-15-009532-8. Zuerst erschienen als: Lutz Röhrich: Rumpelstilzchen. Vom Methodenpluralismus in der Erzählforschung. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 68/69 (1972/73) S. 567–596.
  10. Lutz Röhrich: Rumpelstilzchen. In: Siegfried Schödel (Hrsg.): Arbeitstexte für den Unterricht. Märchenanalysen. Stuttgart 1977. S. 126–129. Reclam-Verlag. ISBN 3-15-009532-8. Zuerst erschienen als: Sigmund Freud: Märchenstoffe in Träumen. In: Internationale Zeitschrift für ärztliche Psychoanalyse. Leipzig/Wien 1913. Nachdruck Nendeln/Liechtenstein 1969. S. 147–148. Auch in: Sigmund Freud: Gesammelte Werke. Chronologisch geordnet. Band X. London 1949. S. 1–9.
  11. C.G. Jung: Gesammelte Werke. Neunter Band. Erster Halbband. Die Archetypen und das kollektive Unbewusste. Walter, Olten und Freiburg im Breisgau, 1976, ISBN 3-530-40797-6, S. 230–234.
  12. Lutz Röhrich: Rumpelstilzchen. In: Siegfried Schödel (Hrsg.): Arbeitstexte für den Unterricht. Märchenanalysen. Reclam, Stuttgart 1977, ISBN 3-15-009532-8. S. 130–133. Zuerst erschienen in: Ottokar Graf Wittgenstein: Märchen–Träume–Schicksale. Eugen Diederichs, Düsseldorf/Köln 1965, S. 199–210.
  13. Charlotte Bühler, Josephine Bilz: Das Märchen und die Phantasie des Kindes. München 1958. Zuerst erschienen 1918 als Beiheft 7 der Zeitschrift für angewandte Psychologie.
  14. Hedwig von Beit: Gegensatz und Erneuerung im Märchen. Zweiter Band von «Symbolik des Märchens». Zweite, verbesserte Auflage. A. Francke, Bern 1956. S. 535–543.
  15. Ulla Wittmann: Ich Narr vergaß die Zauberdinge. Märchen als Lebenshilfe für Erwachsene. Ansata, Interlaken 1985, ISBN 3-7157-0075-0, S. 161–164.
  16. Angela Waiblinger: Rumpelstilzchen. Gold statt Liebe. 6. Auflage. Kreuz, Zürich 1991, ISBN 3-268-00010-X
  17. Kurt Stiasny: Alchemie in Grimmschen Märchen. In: Märchenspiegel. Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege. MSP 1/97, Februar 1997, 8. Jahrgang. S. 2. (herausgegeben von der Märchen-Stiftung Walter Kahn (with English summaries); ISSN 0946-1140); Kurt Stiasny: Falsch aus der Feder geflossen. Wilhelm Grimms unvorteilhafte Bearbeitungen dreier beliebter Märchen. In: Märchenspiegel. Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege. MSP 2/99, Mai 1999, 10. Jahrgang. S. 43. (Herausgeber: Märchen-Stiftung Walter Kahn; ISSN 0946-1140)
  18. Eugen Drewermann: Von der Macht des Geldes oder Märchen zur Ökonomie. Patmos, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-491-21002-8, S. 17–71.
  19. Wilhelm Salber: Märchenanalyse (= Werkausgabe Wilhelm Salber. Band 12). 2. Auflage. Bouvier, Bonn 1999, ISBN 3-416-02899-6, S. 97-99.
  20. Hermine Mörike: Was aus Rumpelstilzchen geworden ist. In: Wolfgang Mieder (Hrg.): Grimmige Märchen. Prosatexte von Ilse Aichinger bis Martin Walser. Fischer Verlag, Frankfurt (Main) 1986, ISBN 3-88323-608-X, S. 224-226 (zuerst erschienen in: Fliegende Blätter. Bd. 178 / 89. Jahrgang, Nr. 4577, 20. April 1933, S. 245-246.).
  21. Janosch: Das Rumpelstühlchen. In: Janosch erzählt Grimm's Märchen. Fünfzig ausgewählte Märchen, neu erzählt für Kinder von heute. Mit Zeichnungen von Janosch. 8. Auflage. Beltz und Gelberg, Weinheim und Basel 1983, ISBN 3-407-80213-7, S. 113-119.
  22. Rosemarie Künzler: Rumpelstilzchen. In: Wolfgang Mieder (Hrg.): Grimmige Märchen. Prosatexte von Ilse Aichinger bis Martin Walser. Fischer Verlag, Frankfurt (Main) 1986, ISBN 3-88323-608-X, S. 227-228 (zuerst erschienen in: Hans-Joachim Gelbert (Hrg.): Neues vom Rumpelstilzchen und andere Haus-Märchen von 43 Autoren. Beltz Verlag, Weinheim und Basel 1976, S. 26-28.).
  23. Irmela Brender: Das Rumpelstilzchen hat mir immer leid getan. In: Wolfgang Mieder (Hrg.): Grimmige Märchen. Prosatexte von Ilse Aichinger bis Martin Walser. Fischer Verlag, Frankfurt (Main) 1986, ISBN 3-88323-608-X, S. 229-233 (zuerst erschienen in: Hans-Joachim Gelbert (Hrg.): Neues vom Rumpelstilzchen und andere Haus-Märchen von 43 Autoren. Beltz Verlag, Weinheim und Basel 1976, S. 198-200.).
  24. Siegfried Stadler: Marx' Märchen. In: Die Horen. Bd. 1/52, Nr. 225, 2007, ISSN 0018-4942, S. 211-216.
  25. Grimms Manga. Sonderband. Tokyopop, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8420-0638-6.
  26. Jürgen Krätzer: Franz Fühmann: Die Richtung der Märchen. In: Die Horen, Bd. 1/52, Nr. 225, 2007, ISSN 0018-4942, S. 136.
  27. vvb.de