Timothy Olyphant

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Timothy Olyphant (2011)

Timothy David Olyphant (* 20. Mai 1968 in Honolulu, Hawaii) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Olyphant wurde in Honolulu geboren. Seine Eltern zogen, als er zwei Jahre alt war, mit ihm nach Modesto (Kalifornien).[1] Sein Vater arbeitete in einer Kellerei. Im Alter von sechs Jahren begann er mit Schwimmen und war 1986 Finalist bei den USA Swimming Short Course National Championships über 200 Meter Lagenschwimmen.[2] Er besuchte in Modesto die Fred C. Beyer High School.[3]

Olyphant schwamm danach für die University of Southern California in Los Angeles, wo er Kunst studierte. Er belegte das Wahlfach Schauspielerei an der UC Irvine, um die benötigte Punktzahl für seinen Abschluss zu erzielen. Olyphant entschied sich dann, in New York City Schauspiel zu studieren, und schloss dort mit einem Master ab.[4]

Olyphant lebt mit seiner Frau Alexis Knief und den drei gemeinsamen Kindern in Westwood (Los Angeles). Das Paar ist seit 1991 verheiratet.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Sein Spielfilmdebüt gab Olyphant 1996 in Der Club der Teufelinnen in einer kleineren Rolle neben Goldie Hawn und Diane Keaton. In Lebe lieber ungewöhnlich stand er neben Ewan McGregor und Cameron Diaz vor der Kamera und erhielt daraufhin die Rolle des zynischen Filmstudenten Mickey in dem Horrorfilm Scream 2.

Er erhielt 1998 beim HBO-TV-Film The Sound of War eine Rolle über die Verfilmung der Geschehnisse bei der Schlacht im Hürtgenwald 1944. Danach spielte er einen Liebhaber von Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker) in der US-Fernsehserie Sex and the City. Als Drogendealer Todd Gaines im Film Go vom Regisseur Doug Liman ist er an der Seite von Katie Holmes, Scott Wolf and Sarah Polley zu sehen, dabei hatte John August sein Debüt als Drehbuchautor. Es folgten Rollen in Advice from a Caterpillar (1999), No Vacancy (1999), Der Club der gebrochenen Herzen – Eine romantische Komödie (2000) und Nur noch 60 Sekunden.

Ab März 2004 spielte Olyphant die Hauptrolle des Sheriff Seth Bullock in der Serie Deadwood von HBO. Dies gilt als sein Durchbruch als etablierter Darsteller.[5] Vorausgegangen waren Rollen in den Kinofilmen Rock Star und Dreamcatcher. Neben der Serie Deadwood spielte er in dem Film The Girl Next Door einen Pornofilmproduzenten, wobei auch die Schauspieler Emile Hirsch und Elisha Cuthbert zu sehen sind.

Im Januar 2007 hatte Olyphant einen Auftritt in der Komödie Lieben und lassen, in dem er den Liebhaber von Jennifer Garner spielte. Dabei setzte er sich gegen mehrere Darsteller durch, die die Rolle ebenfalls haben wollten, wie zum Beispiel Matthew Fox.[6] Olyphant spielte somit das erste Mal neben Jennifer Garner, mit der er zusammen Schauspiel in New York studierte.[1] Seine nächste Rolle hatte er als Terrorist im vierten Teil der Stirb Langsam-Reihe. Anschließend verkörperte er die Rolle des Agent 47 in der Computerspiel-Verfilmung Hitman – Jeder stirbt alleine, für diese Rolle rasierte sich Olyphant eine Glatze.

In der Komödie Bill spielt er neben Jessica Alba und Aaron Eckhart einen Fernsehmoderator. In dem über den Irakkrieg handelnden Film Stop-Loss verkörpert er einen Lieutenant Colonel. Durch seine Arbeit an der Seite von Glenn Close in der FX-Serie Damages – Im Netz der Macht wurde seine Rolle in der Fernsehserie Samantha Who? an Billy Zane neu vergeben.[7] Im Jahr 2009 stand er mit Steve Zahn und Milla Jovovich in dem Thriller A Perfect Getaway als Irakveteran vor der Kamera.

In dem Film The Crazies – Fürchte deinen Nächsten, der 2010 in die Kinos gekommen ist, spielt Timothy Olyphant die Hauptrolle des Stadtsheriffs. Seit Frühling 2010 ist er in der Serie Justified die Hauptrolle des U.S. Marshals Raylan Givens zu sehen. Für diese Rolle erhielt Olyphant 2011 eine Emmy-Nominierung in der Kategorie Hauptdarsteller in einer Dramaserie (Outstanding Lead Actor in a Drama Series)

In dem Action-Thriller Ich bin Nummer Vier von Regisseur D. J. Caruso, verkörperte Olyphant die Rolle des Wächters Henri der den Alien John Smith alias Nummer Vier, dargestellt von Alex Pettyfer, beschützt, doch im Verlauf des Films stirbt. Im gleichen Jahr verlieh er in der computeranimierten Komödie Rango, dem Geist des Westens seine Stimme.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c John Patterson: Timothy Olyphant: a law unto himself. In: The Guardian, 29. April 2010. Abgerufen am 7. Juni 2010. 
  2. Frankie Garland: Olyphant Moves up to the big time. In: Modesto Bee, 26. März 1986. Abgerufen am 7. Juni 2010. 
  3. Lisa Millegan: Olyphant back with a badge. In: Modesto Bee, 17. März 2010. Abgerufen am 6. Juni 2010. 
  4. Timothy Olyphant. 
  5. Shuib Taib: Saddle up and ride!, New Straits Times. 5. Februar 2007. Abgerufen am 5. Februar 2007. 
  6. Stephen Schaefer: Olyphant goes from Wild West to wild at heart. In: Boston Herald, 23. Januar 2007. Abgerufen am 24. Januar 2007. 
  7. "Sam Who" Recast Scoop: Zane In, Olyphant Out Entertainment Weekly, 19. Dezember 2008

Weblinks[Bearbeiten]