Tuningen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tuningen
Tuningen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tuningen hervorgehoben
48.02688.6019743Koordinaten: 48° 2′ N, 8° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Villingen-Schwenningen
Höhe: 743 m ü. NHN
Fläche: 15,59 km²
Einwohner: 2890 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 185 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78609
Vorwahl: 07464
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 061
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Auf dem Platz 1
78609 Tuningen
Webpräsenz: www.tuningen.de
Bürgermeister: Jürgen Roth (CDU)
Lage der Gemeinde Tuningen im Schwarzwald-Baar-Kreis
Schweiz Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Emmendingen Landkreis Konstanz Landkreis Tuttlingen Landkreis Waldshut Ortenaukreis Landkreis Rottweil Bad Dürrheim Blumberg Bräunlingen Bräunlingen Brigachtal Dauchingen Donaueschingen Furtwangen im Schwarzwald Gütenbach Hüfingen Hüfingen Königsfeld im Schwarzwald Mönchweiler Niedereschach St. Georgen im Schwarzwald Schönwald im Schwarzwald Schonach im Schwarzwald Tuningen Triberg im Schwarzwald Unterkirnach Unterkirnach Unterkirnach Villingen-Schwenningen Villingen-Schwenningen Villingen-Schwenningen VöhrenbachKarte
Über dieses Bild

Tuningen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Schwarzwald-Baar-Kreis. Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Villingen-Schwenningen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Tuningen liegt auf der Baar, einem Gebiet zwischen dem Schwarzwald im Westen und der Schwäbischen Alb im Osten.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Tuningen grenzt im Norden an die Stadtteile Mühlhausen und Weigheim der Kreisstadt Villingen-Schwenningen, im Osten an den Trossinger Stadtteil Schura und an die Gemeinden Durchhausen und Talheim sowie im Süden und Westen an die Stadtteile Sunthausen und Hochemmingen der Kurstadt Bad Dürrheim.

Klima[Bearbeiten]

Leicht unterkühltes Reizklima, ständiger leichter Wind, durchschnittlich 1650 Sonnenstunden im Jahr.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Tuningen gehören das Dorf Tuningen und die Höfe Birkenhof, Erlenhof, Haldenhof, Lindenhof, Lochenrain, Obere Mühle, Schonwiesen und Untere Mühle.

Im Gemeindegebiet Tuningens liegt die abgegangenen Ortschaft Kalkhof. Östlich von Tuningen liegt das Schänzle, das als keltische Viereckschanze zu deuten ist.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Tuningen wurde im Jahre 797 in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen erstmals erwähnt. Ab 1813 gehörte der Ort zum Oberamt Tuttlingen, aus dem 1934 der Landkreis Tuttlingen wurde. Seit der Kreisreform von 1973 gehört Tuningen zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Religionen[Bearbeiten]

Neben einer evangelischen und einer römisch-katholischen Kirchengemeinde gibt es in Tuningen auch eine Gemeinde der Methodisten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Im Jahre 1876 hatte Tuningen 1642 Einwohner und war damit nach Tuttlingen und Trossingen die drittgrößte Gemeinde des Oberamts Tuttlingen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl im Juni 2009 führte zu folgendem Ergebnis:

  1. FL 41,7 % (−2,5) - 5 Sitze (−1)
  2. UWV 33,3 % (−2,0) - 4 Sitze (=)
  3. LBU 25,0 % (+4,5) - 3 Sitze (+1)

Partnerschaften[Bearbeiten]

Tuningen pflegt seit 1998 partnerschaftliche Beziehungen zu der italienischen Stadt Camogli in der Provinz Genua.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Tuninger Heimatmuseum wurde am 23. März 1997 im Zuge der 1200-Jahr-Feier, eingeweiht. Die Ausstellung soll Einblick in das Leben und den Alltag der Tuninger von einst gewähren. Das Museum ist jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 14.00–17.00 Uhr geöffnet (Januar bis Mai und Oktober bis Dezember).

Musik[Bearbeiten]

  • Musikverein 1911 Tuningen

Sport[Bearbeiten]

Der Sportverein Tuningen e. V. wurde 1920 unter dem Namen Fussballclub Teutonia Tuningen 1920 gegründet. Am 2. August 1947 fand dann eine Wiedergründung unter dem Namen Sportverein Tuningen statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Tuningen liegt im Kreuz Bundesstraße 523 (TuttlingenVillingen-Schwenningen) und Bundesautobahn 81 (WürzburgGottmadingen) und hat eine eigene Anschlussstelle (Nr 36). Den ÖPNV gewährleistet der Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar.

Bildung[Bearbeiten]

Tuningen verfügt über eine Grundschule mit Ganztagesangebot. Für die jüngsten Einwohner bestehen ein kommunaler und ein evangelischer Kindergarten.

Die Volkshochschule Tuningen stellt eine Außenstelle der Volkshochschule Villingen-Schwenningen dar. Die Leitung der Schule wird seit 1987 von Frau Barbara Groh übernommen. Pro Semester werden etwa 25-30 Kurse und Veranstaltungen angeboten. Diese finden in den Räumlichkeiten der Grund- und Hauptschule, des kommunalen Kindergartens, sowie in der Sporthalle statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Theophil Laitenberger (1903–1996), deutscher Komponist, Kirchen- und Schulmusiker
  • Heinz Müller (1924–1975), deutscher Radsportler und Weltmeister im Straßenrennen 1952

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 604.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tuningen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Tuningen – in der Beschreibung des Oberamts Tuttlingen von 1879