Gütenbach

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Gütenbach in Baden-Württemberg, für den gleichnamigen Bach in Wien siehe Gütenbach (Wien)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gütenbach
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Gütenbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 3′ N, 8° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Höhe: 826 m ü. NN
Fläche: 18,49 km²
Einwohner: 1260 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78148
Vorwahl: 07723
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 020
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 10
78148 Gütenbach
Webpräsenz:
Bürgermeister: Thomas Klüdtke

Gütenbach ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Gütenbach liegt im mittleren Schwarzwald, etwa 7 km von der Stadt Furtwangen im Schwarzwald entfernt. Im Westen schließt sich der Oberrheingraben an und im Osten die Schwäbische Alb. Die Böden setzten sich hauptsächlich aus weniger mächtigen Braunerden und Ranker zusammen, die sich auf dem variszisch gebildeten Grundgebirge, aus Graniten und Gneisen bestehend, entwickeln konnten. Dem entsprechend liegen die Siedlungsleitlinien entlang von Kerbtälern bzw. Sohlenkerbtälern. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhenlage von 530 bis 1.120 Meter und weist eine hohe Reliefenergie auf. Über 62 % der Gemarkungsfläche ist bewaldet, was eine starke Podsolierung der Böden zur Folge hat. Bei der Gemeinde Gütenbach handelt es sich um ein Haufendorf, in einem insgesamt ländlich geprägten Raum, das durch einen negativen Bevölkerungssaldo gekennzeichnet ist.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Osten an die Stadt Furtwangen, im Süden an St. Märgen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und im Westen und Norden an Simonswald im Landkreis Emmendingen.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Gütenbach gehören das Dorf Gütenbach, der Weiler Scherensäge, die Zinken Breiteck, Hintertal, Hübschental, Im Grund, Ladstatt, Langengrund, Teich und Vogtsgrund, Häuser und Höfe Oberkilpachtal und Oberlehmannsgrund, die Höfe Eckhöfe, Ettenberg, Gschwendhöfe, Heiligenhof, Leimgrubenhof, Obergrundhof, Scherenhof, Untergrundhof und Unterlehmannsgrund und die Wohnplätze Gaisberg, Gaisdobel, Ganterhäusle, Gutenhof, Neueck, Neueckhöhe, Sattelhof und Unterkilpachtal.[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Gütenbach wurde im Jahre 1360 erstmals als Wuotenbach urkundlich erwähnt und damit in der hochmittelalterlichen Rodungsperiode gegründet. Zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert änderte sich die Bezeichnung in Wüttembach. Anfang des 17. Jahrhunderts kam das Dorf zur Herrschaft Triberg, die zu Vorderösterreich gehörte. 1806 wurde Gütenbach württembergisch, kam aber noch im selben Jahr zum neu geschaffenen Großherzogtum Baden.

[Bearbeiten] Religionen

[Bearbeiten] Katholische Kirche

Gütenbach ist eine traditionell katholische Gemeinde. Die Pfarrkirche ist der Heiligen Katharina geweiht. Die Pfarrgemeinde war vorgesehen für eine Seelsorgeeinheit mit der Nachbarpfarrei St. Andreas in Furtwangen-Neukirch. Nachdem die Pfarrstelle in Gütenbach seit dem 1. März 2006 vakant ist, wird auch ein Zusammenschluss der Kirchengemeinde mit der errichteten Seelsorgeeinheit Furtwangen-Schönenbach-Rohrbach erwogen.

[Bearbeiten] Evangelische Kirche

Die evangelische Pfarrgemeinde Gütenbach ist die kleinste Pfarrgemeinde der Evangelischen Landeskirche in Baden. Die Seelsorge erfolgt von der Pfarrgemeinde Furtwangen aus.

[Bearbeiten] Alt-Katholische Kirche

Gütenbach gehörte mit Neukirch und Furtwangen zu einem Zentrum der alt-katholischen Bewegung nach 1870. Heute ist Gütenbach nach wie vor eine eigenständige Kirchengemeinde, die aber von der alt-katholischen Pfarrgemeinde Furtwangen versorgt wird.

[Bearbeiten] Politik

Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Furtwangen an.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden acht Mitglieder an, sechs von CDU/FW und zwei von SPD/UW.

[Bearbeiten] Wappen

Die offizielle Beschreibung des Wappens lautet: „In Silber ein zerbrochenes schwarzes Rad mit spitzen Zacken.“ Es wurde 1899 vom damaligen Generallandesarchiv vorgeschlagen und vom Gemeinderat angenommen. Das Rad ist das Symbol der Patronin der Pfarrkirche Gütenbach, der Hl. Katharina von Alexandrien.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Theater

In freigewordenen Räumen der Uhrenfabrik Hanhart hat sich eine Kleinkunstbühne, das „Hanh-Art Kunstprojekt“ angesiedelt.

[Bearbeiten] Museen

Im kleinen Dorfmuseum in der ehemaligen Schule finden sich viele Ausstellungsstücke zur Geschichte von Gütenbach, vor allem auch sehr schöne antike Uhren.

[Bearbeiten] Musik

Gütenbach verfügt über einen Musikverein und einen Akkordeonspielring.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Eine wichtige Rolle spielt die Fasnet. In Gütenbach existieren hier vor allem in der Narrengesellschaft Gütenbach die Narrenfigur des Jockele und des Platte-Wiebli.
Gütenbach ist Mitveranstalter des Schwarzwald-Bike-Marathons.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Früher wurden hier, wie in vielen Schwarzwalddörfern, im Winter auf den Bauernhöfen Uhren hergestellt. Später etablierte sich auch eine bescheidene Uhrenindustrie in Gütenbach. Heute spielt die Uhrenindustrie keine große Rolle mehr, Spielwarenhersteller und Sondermaschinenbau haben sich angesiedelt.

[Bearbeiten] Verkehr

Gütenbach liegt an der Landstraße L 173 und es bestehen Busverbindungen nach Waldkirch,Simonswald und Furtwangen.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Der Ort beheimatet unter anderem die Modellbaufirma Faller. Ebenso produziert hier die Firma Hanhart als eine der letzten Uhrenfabriken in der ehemaligen Uhrmacher-Region vor allem Stoppuhren sowie exklusive Fliegeruhren. Außerdem ist in Gütenbach die mittelständische Firma RENA ansässig, die im Sondermaschinenbau für Nasschemieprozesse unter Reinraumbedingungen tätig ist und unter anderem beim Innovationspreis 2005 des Landes Baden-Württemberg mit einer Anerkennung ausgezeichnet wurde.

[Bearbeiten] Bildung

In Gütenbach gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Weiterführende Schulen befinden sich in Furtwangen.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 573

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Gütenbach – Bilder, Videos und Audiodateien
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