Bräunlingen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Schwarzwald-Baar-Kreis | |
| Höhe: | 693 m ü. NN | |
| Fläche: | 62,1 km² | |
| Einwohner: |
5886 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 95 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 78199 | |
| Vorwahlen: | 0771, 07707, 07705 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VS | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 26 006 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Kirchstraße 10 78199 Bräunlingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Guse (CDU) | |
| Lage der Stadt Bräunlingen im Schwarzwald-Baar-Kreis | ||
Bräunlingen ist eine Kleinstadt im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg. Sie liegt an der Breg, einem Quellfluss der Donau und gehört zur Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Die nächste größere Stadt ist Donaueschingen.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Zur Stadt Bräunlingen mit den früher selbstständigen Gemeinden Döggingen, Mistelbrunn, Unterbränd und Waldhausen gehören die Stadt Bräunlingen und 16 weitere Dörfer, Höfe und Häuser.
Zur Stadt Bräunlingen in den Grenzen von vor der Gemeindereform der 1970er Jahre gehören die Stadt Bräunlingen, das Dorf Bruggen, die Höfe Beim Schachenhof (Schachen), Hölzlehof und Ziegelhof und die Wohnplätze Forsthaus, Kraftwerk und Waldhüterhaus. Zur ehemaligen Gemeinde Döggingen gehören das Dorf Döggingen und die Wohnplätze Guggenmühle und Brand. Zur ehemaligen Gemeinde Mistelbrunn gehören das Dorf Mistelbrunn und das Gehöft Kohlwald. Zur ehemaligen Gemeinde Waldhausen gehören das Dorf Waldhausen, das Gehöft Waldhauserhof und die Wohnplätze Bittelbrunn und Forsthaus.
Im Stadtteil Bräunlingen liegt der aufgegangene Burgstall Dellingen und die abgegangenen Ortschaften Briburg, Deckenhofen, Öde Kirche, In Stetten und Habseck. Im Stadtteil Unterbränd liegen der Burgstall Kirnberg und im Stadtteil Waldhausen liegen die abgegangenen Ortschaften Ordenhofen, Stegen und Steingart.[2]
Vor- und Frühgeschichte [Bearbeiten]
Eine Kostbarkeit aus der Umgebung Bräunlingens aus der Merowingerzeit ist ausgestellt in der Schatzkammer des Archäologisches Museum Colombischlössle: ein mit Gold, Edelsteineinlagen und einer Bernsteinperle verziertes Prachtschwert.
Geschichte [Bearbeiten]
Bräunlingen wurde 802 als Brülingen erstmals urkundlich erwähnt. Das Stadtrecht erhielt Bräunlingen im Jahr 1305. Zähringer- und später Habsburgerstadt wie auch Villingen und Freiburg im Breisgau. Bräunlingen gehörte in Vorderösterreich zum Oberamt Breisgau, mit dem es 1806 an das Großherzogtum Baden fiel.
Im Stadtgebiet befinden sich die Ruinen der Burg Bräunlingen und Burg Dellingen.
Religionen [Bearbeiten]
Auch nach der Reformation blieb Bräunlingen aufgrund der Zugehörigkeit zu Vorderösterreich vorwiegend katholisch geprägt. In der Kernstadt und in Döggingen gibt es jeweils eine römisch-katholische Pfarrgemeinde. Die evangelischen Gläubigen gehören zur Kirchengemeinde Hüfingen.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Döggingen eingemeindet. Am 1. April 1972 erfolgte die Eingemeindung von Mistelbrunn, Unterbränd und Waldhausen.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,0 % (+ 2,9) zu folgendem Ergebnis:[3]
| Partei / Liste | Stimmenanteil | + / - | Sitze | + / - |
| CDU | 43,3 % | (- 4,8) | 10 | (+ 1) |
| Unabh. Liste / Gruppe 84 | 20,7 % | (+ 0,6) | 5 | (+ 1) |
| FDP | 19,5 % | (+ 6,8) | 4 | (+ 2) |
| SPD | 16,4 % | (- 2,7) | 3 | (± 0) |
Wappen und Flagge [Bearbeiten]
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold ein aufrechter roter Löwe.“
Die Bräunlinger Stadtfarben sind Gelb-Rot.
Städtepartnerschaft [Bearbeiten]
Die Stadt Bräunlingen unterhält mit der Gemeinde Bannewitz in Sachsen eine Städtepartnerschaft. Außerdem ist Bräunlingen mit den übrigen Zähringerstädten freundschaftlich verbunden.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Für 2012 sind im Städtedreieck Donaueschingen / Bräunlingen / Hüfingen die Heimattage Baden-Württemberg geplant.
Verkehr [Bearbeiten]
Die Stadt liegt an der Bregtalbahn nach Donaueschingen. Bis 1971/ 1972 führte die Bregtalbahn von Furtwangen aus über Bräunlingen nach Donaueschingen. Heute ist Bräunlingen jedoch Endpunkt. Bräunlingen ist an das Ringzug-System angeschlossen und besitzt werktags stündliche Verbindungen nach Hüfingen, Donaueschingen, Villingen-Schwenningen, Trossingen und Rottweil. Bräunlingen gehört dem Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar (VSB) an.
Der Ortsteil Döggingen ist über die Bundesstraße 31 (Breisach – Sigmarszell) mit dem überregionalen Straßennetz verknüpft.
Bildung [Bearbeiten]
In Bräunlingen gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Im Ortsteil Döggingen besteht außerdem eine weitere Grundschule. Für die jüngsten Einwohner gibt es zwei römisch-katholische und einen kommunalen Kindergarten.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Alemannische Fasnet
- zahlreiche historische Brunnen
- Wassertretstelle
- Historisches Stadttor und Stadtmauer
- Das Denkmal für Großherzog Friedrich I. von Baden, geschaffen von dem Bildhauer Wilhelm Sauer, enthüllt im Jahr 1909
Museen [Bearbeiten]
Im Kelnhof befindet sich seit 1988 das Heimatmuseum, das zuvor seit 1923 im alten Schulhaus untergebracht war.
- Ottilien Kapelle
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Schwarzwald-Marathon (seit 1968, 2. Oktoberwochenende)
- Laien Man Triathlon
- Straßenmusiksonntag (alle 2 Jahre)
- Kilbig mit Schätzilimarkt (3. Oktoberwochenende)
- verschiedene Fasnetveranstaltungen (Rieswälläball, Zunftball, Ball i dä Hall, Schmutzige Dunstig, Fasnet Mentig- Schauspielfasnet, Hexesunntig)
Sport [Bearbeiten]
Der Hockey Club Bräunlingen wurde 2002 gegründet und spielte mehrfach in der Inline-Skaterhockey-Bundesliga.
Der durch die Brändbachtalsperre gestaute Kirnbergsee wird als Naherholungsgebiet genutzt.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Jakob Watterdinger, war von 1573 bis 1594 Abt des Klosters St. Trudpert
- Placidus Rösch (* 1618) war von 1659 bis 1670 Abt des Klosters St. Peter auf dem Schwarzwald
- Joseph Fuchs (1810–1880) war ein Historienmaler
- Benedikt Widmann (1820–1910) war ein Komponist und Verfasser(?) des Weihnachtsliedes Kling Glöckchen
- Johann Baptist Tuttiné (1838–1889) war ein Großherzoglich Badischer Hofmaler
- Wolfgang Ketterer (1920–2009), deutscher Kunsthändler
- Hermann Ohlicher (* 1949), deutscher Fußballspieler (VfB Stuttgart).
- Uli Kürner (* 1961), Jazzgitarrist und Installationskünstler
- Robert Hofacker (* 1967), deutscher Fußballspieler (Stuttgarter Kickers, SSV Reutlingen 05)
- Ali Güneş (* 1978), türkischer Fußballspieler (u.a. SC Freiburg)
Literatur [Bearbeiten]
- Johannes Baptist Hornung: Geschichte der Stadt Bräunlingen.
- Eugen Balzer: Geschichte der Stadt Bräunlingen mit den Hexenprozessen von Bräunlingen. 1903; Eigenverlag der Stadt Nachdruck Kehrer-Verlag; Freiburg 1984
- Norbert Schmidt, Jürgen Guse: Zähringer-Stadt Bräunlingen.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 562–565
- ↑ www.statistik.baden-wuerttemberg.de
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Homepage der Stadt Bräunlingen
- Bräunlingen: Eintrag mit Ortsgeschichte & Impressionen
- Homepage des Bräunlinger Stadtteils Döggingen
- Homepage des Stadtmuseums - Zentrales Thema ist die Geschichte der Zähringerstadt Bräunlingen
- Die historischen Sehenswürdigkeiten auf einer Architektur-Website
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