Vöhrenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Vöhrenbach
Vöhrenbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Vöhrenbach hervorgehoben
48.0452777777788.3044444444444797Koordinaten: 48° 3′ N, 8° 18′ O{{#coordinates:48,045277777778|8,3044444444444|primary
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Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Höhe: 797 m ü. NHN
Fläche: 70,47 km²
Einwohner: 3869 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78147
Vorwahl: 07727
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 068
Adresse der
Stadtverwaltung:
Friedrichstraße 8
78147 Vöhrenbach
Webpräsenz: www.voehrenbach.de
Bürgermeister: Robert Strumberger
Lage der Stadt Vöhrenbach im Schwarzwald-Baar-Kreis
Schweiz Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Emmendingen Landkreis Konstanz Landkreis Tuttlingen Landkreis Waldshut Ortenaukreis Landkreis Rottweil Bad Dürrheim Blumberg Bräunlingen Bräunlingen Brigachtal Dauchingen Donaueschingen Furtwangen im Schwarzwald Gütenbach Hüfingen Hüfingen Königsfeld im Schwarzwald Mönchweiler Niedereschach St. Georgen im Schwarzwald Schönwald im Schwarzwald Schonach im Schwarzwald Tuningen Triberg im Schwarzwald Unterkirnach Unterkirnach Unterkirnach Villingen-Schwenningen Villingen-Schwenningen Villingen-Schwenningen VöhrenbachKarte
Über dieses Bild

Vöhrenbach ist eine kleine Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt Vöhrenbach liegt im Tal der Breg im mittleren Schwarzwald zwischen Furtwangen und der Kreisstadt Villingen-Schwenningen. Der Waldanteil an der Gesamtfläche liegt bei 77 %.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Stadt grenzt im Uhrzeigersinn beginnend im Norden an die Stadt St. Georgen im Schwarzwald, im Osten an Villingen-Schwenningen, Unterkirnach und Donaueschingen, im Süden an Bräunlingen und Eisenbach (Hochschwarzwald), im äußersten Südwesten an Titisee-Neustadt und im Westen an die Stadt Furtwangen. Bis auf Eisenbach und Titisee-Neustadt (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) gehören die Nachbargemeinden zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Vöhrenbach besteht aus der Stadt Vöhrenbach (in den Grenzen von 1970) und den drei Stadtteilen Hammereisenbach-Bregenbach, Langenbach und Urach sowie 89 weiteren Dörfern, Weilern, Zinken, Höfen und Häusern.[2][3]

→ Siehe auch: Liste der Orte im Schwarzwald-Baar-Kreis

Die offizielle Benennung der Stadtteile erfolgt durch den vorangestellten Namen der Stadt und durch Komma getrennt das Wort „Stadtteil“ und der Name des jeweiligen Stadtteils. Die Stadtteile sind räumlich identisch mit der früher selbstständigen Gemeinden gleichen Namens. Die Kernstadt und die drei Stadtteile bilden Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung und in den drei Stadtteilen sind jeweils kommunalrechtliche Ortschaften mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.

Im Stadtteil Hammereisenbach-Bregenbach liegt die abgegangene Burg Neufürstenberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Vöhrenbach erhielt im Jahre 1244 von den Grafen von Urach als Konkurrenz zu Villingen das Stadtrecht. Die Stadt konnte jedoch nie auch nur annähernd die Bedeutung Villingens erreichen. 1806 kam die Stadt zum neu gegründeten Großherzogtum Baden.

Im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform wurden am 1. Juli 1971 Hammereisenbach-Bregenbach und am 1. Dezember 1971 Langenbach sowie Urach eingemeindet.
siehe auch Krumpenschloss.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Unechte Teilortswahl und damit die Gliederung des Stadtgebiets in vier Wohnbezirke wurde zur Gemeinderatswahl 2009 aufgehoben.

Neben dem Bürgermeister sind im Gemeinderat 14 Abgeordnete vertreten. Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 52,4 % (- 3,2) zu folgendem Ergebnis:[4]

Partei / Liste Stimmenanteil +/− Sitze +/−
CDU 40,4 % − 7,3 6 − 3
SPD 34,6 % + 5,4 5 ± 0
Bürger- und Wählervereinigung (BWV) 25,0 % + 1,9 3 − 1

Bürgermeister[Bearbeiten]

Nach der Sage der „Sieben Jungfrauen“ soll es in Vöhrenbach nicht möglich sein, einen Bürgermeister in seinem Amt zu bestätigen. Die Herren Sorg, Neininger und Wolf wurden nach der ersten Amtsperiode abgewählt. Erst Karl-Heinz Schneider gelang es 1981, wiedergewählt zu werden. Als sich Karl-Heinz Schneider 1997 für eine vierte Amtsperiode bewarb, gewann sein Herausforderer Robert Strumberger.[5] Und auch Robert Strumberger wurde bereits zwei mal wiedergewählt.

  • 1918−1931 Karl Kraut
  • 1939−1941 Paul Siedle
  • 1941−1945 Fritz Dold
  • 1945 Karl Faller
  • 1946 Bernhard Wiedemann
  • 1946 Egon Hettich
  • 1946-1957 Ernst Sorg
  • 1957−1964 Johann Neininger (1957 - 1971 Bürgermeister in Langenbach, 1971 - 1977 Ortsvorsteher in Langenbach)
  • 1964−1972 Heinrich Wolff
  • 1972−1997 Karl-Heinz Schneider
  • Seit 1997 Robert Strumberger

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau ein goldener Wellenschrägbalken, darin eine aufwärtsschwimmende rote Forelle.“

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Vöhrenbach unterhält seit 1973 partnerschaftliche Beziehungen zu der französischen Gemeinde Morteau in der Franche-Comté.

Das Uhrmacherhäusle in Vöhrenbach
Pfarrkirche St. Martin

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Ort liegt an der Deutschen Uhrenstraße.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Ein besonderes Baukulturdenkmal ist die Linachtalsperre. Dieses jahrelang stillgelegte Wasserkraftwerk wurde ab 16. März 2007 neu aufgestaut und reaktiviert. 1,2 Millionen Kilowattstunden soll das Erneuerbare Energie-Kraftwerk erbringen. Nebenher soll der Linachstausee künftig zur Touristenattraktion werden.[6]
  • Die katholische Pfarrkirche Allerheiligen im Ortsteil Urach stammt aus dem 11. bis 18. Jahrhundert und enthält Kunstwerke von Matthias Faller.
  • Das Uhrmacherhäusle aus dem Jahr 1726 wurde kürzlich saniert.
  • Bruderkirchle oder Michaelskapelle: Die Kapelle an der Steige der alten Straße von Vöhrenbach über Herzogenweiler nach Villingen wurde um 1580 zum erstenmal urkundlich erwähnt.

Sport[Bearbeiten]

Der seit 1997 jährlich veranstaltete Schwarzwald-Bike-Marathon führt auch durch Vöhrenbach.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft der Stadt ist geprägt von mittelständischer Industrie, Handwerk und Gewerbe sowie Tourismus. In den Ortschaften spielt die Landwirtschaft eine größere Rolle. Wirtschaftlich ist Vöhrenbach stark verbunden mit der Nachbarstadt Furtwangen.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Verbindungen nach Furtwangen und Villingen sind über die L 173 sichergestellt. Die L 172 bietet eine Verbindung nach Titisee-Neustadt sowie via L 180 nach Donaueschingen. Die östlich von Villingen-Schwenningen verlaufende A 81 ist die am Nächsten gelegene Autobahn.

Bis 1972 war Vöhrenbach auch durch die Bregtalbahn (DonaueschingenFurtwangen) erschlossen. Der westliche Streckenabschnitt von Bräunlingen nach Furtwangen wurde jedoch nach der Stilllegung in einen Radweg umgewandelt.

Bildung[Bearbeiten]

In Vöhrenbach gab es mit der Josef-Hebting-Schule eine Grund- und Hauptschule. Mit der Neuorganisation der Schullandschaft schloss man sich über die Kreisgrenze hinweg mit den Hauptschulen in Unterkirnach und Eisenbach (Hochschwarzwald) zusammen. Die Josef-Hebting-Schule ist damit jetzt eine Grund- mit Werkrealschule mit Außenstellen in Unterkirnach und Eisenbach [1]. Der Gemeinderat Eisenbach beschloss am 8. Mai 2014, diese Vereinbarung spätestens zum Sommer 2016 zu kündigen.[7] Alle weiterführenden Schulen befinden sich in Furtwangen Für die jüngsten Einwohner gibt es zwei römisch-katholische Kindergärten im Ort.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vöhrenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 606–609
  3. Hauptsatzung der Stadt Vöhrenbach vom 12. Dezember 2007
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  5. Warum werden Bürgermeister abgewählt? Seite 109f.
  6. Wasserkraftwerk wiederbelebt (taz vom 16. März 2007, S. 8, 74 Z. BERNWARD JANZING)
  7. Amts- und Mitteilungsblatt, 15. Mai 2014