V. Reserve-Korps (Deutsches Kaiserreich)

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Das V. Reserve-Korps war ein Großverband der Armee des Deutschen Kaiserreiches.

Gliederung[Bearbeiten]

Das Korps war bei Kriegsbeginn der 5. Armee unterstellt und wie folgt gegliedert:

  • 9. Reserve-Division
    • 17. Reserve-Infanterie-Brigade
    • 19. Reserve-Infanterie-Brigade
    • Reserve-Dragoner-Regiment Nr. 3
    • Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 9
    • 4. Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 5
  • 10. Reserve-Division
    • 77. Reserve-Infanterie-Brigade
    • 18. Reserve-Infanterie-Brigade
    • Reserve-Ulanen-Regiment Nr. 6
    • Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 10
    • 1. und 2. Reserve-Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 5

Geschichte[Bearbeiten]

Mit der Mobilmachung am 2. August 1914 bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das Korps aufgestellt. Kommandierender General war General der Infanterie von Gündell, als Generalstabschef fungierte Oberstleutnant von Stockhausen. Die zugeteilte 9. Reserve-Division stand unter Generalleutnant von Guretzky-Cornitz, die 10. Reserve-Division stand unter Generalleutnant von Wartenberg.[1]

Im Verband mit der 5. Armee marschierte das Korps durch das neutrale Luxemburg nach Frankreich. Das Korps kämpfte ab 22. August in der Schlacht bei Longwy- die 10. Reserve-Division rang um den Ort Ville de Montois und erreichte den Crusnesfluß bei Pierrepont. Die 9. Reserve-Division erzwang im Verein mit der 34. Division den Durchmarsch durch Fillieres und verfolgte den Gegner auf Joppecourt. Nach weiteren Gefechten lag das Korps am Ostufer der Maas auf der Wöevre-Ebene im Stellungskrieg vor Verdun.

Ende Februar 1916 ging das Korps in der Schlacht um Verdun zum Angriff über. Während der Kämpfe um das Dorf und das Fort Vaux erlitt sein Großverband schwere Verluste und musste schließlich Mitte Juni aus der Front gezogen werden. Es wurde dann zur Erholung und Auffrischung in die Champagne verlegt.

Der Verband verblieb während des weiteren Kriegsverlaufs ausschließlich an der Westfront.

Kommandierender General[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
General der Infanterie Erich von Gündell 2. August 1914 bis 3. September 1916 [2]
Generalleutnant Otto von Garnier 3. September 1916 bis 27. August 1917 [2]
Generalleutnant Viktor Kühne 27. August bis 16. November 1917 [2]
General der Infanterie Franz Freiherr von Soden 17. November 1917 bis 31. Januar 1919 [2]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reichsarchiv: Band I. Kriegsgliederungen S. 676 und 677
  2. a b c d Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939 Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 628