XIV. Reserve-Korps (Deutsches Kaiserreich)

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Das XIV. Reserve-Korps war ein Großverband der Armee des Deutschen Kaiserreiches.

Gliederung[Bearbeiten]

Das Korps war bei Kriegsbeginn der 7. Armee unterstellt und wie folgt gegliedert:

  • 26. Reserve-Division (1. Königlich Württembergische)
    • 51. Reserve-Infanterie-Brigade
    • 52. Reserve-Infanterie-Brigade
    • Württembergisches Reserve-Dragoner-Regiment
    • Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 26
    • 4. Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 13
  • 28. Reserve-Division
    • 55. Reserve-Infanterie-Brigade
    • 56. Reserve-Infanterie-Brigade
    • Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 14
    • Reserve-Dragoner-Regiment Nr. 8
    • Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 29
    • 1. und 2. Reserve-Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 13

Geschichte[Bearbeiten]

Mit der Mobilmachung am 2. August 1914 bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das Korps aufgestellt und lag den gesamten Krieg über an der Westfront. General der Artillerie von Schubert war erster Kommandierender General, als Generalstabschef fungierte Oberstleutnant Bronsart von Schellendorff. Die unterstellte 26. und 28. Reserve-Division wurden von General der Infanterie von Soden und Generalleutnant Curt von Pavel befehligt.[1]

Im August 1914 im Verband der 7. Armee im Elsass eingesetzt, wurde das Korps Ende September während des Wettlaufes zum Meer in den Raum westlich von St. Quentin an die Somme abtransportiert und der 2. Armee unterstellt. Im Raum Combles westlich Bapaume eingesetzt, folgte ein fast zweijähriger Stellungskrieg.

Am Beginn der Schlacht an der Somme im Juli 1916 lag das XIV. Reserve-Korps im Hauptangriffsfeld der britischen Angriffe zwischen Gommecourt - Ovillers-la-Boisselle und Thiepval. Das Korps hielt 36 Kilometer Front, zugeteilt waren die 52. Division, 26. und 28. Reserve-Division sowie die 12. Division. Noch am ersten Angriffstag musste die angegriffene Front durch das Einführen der 185. Division und der Bayerische 10. Reserve-Division verstärkt werden, die Stellungen konnten im Wesentlichen gehalten werden. Am 3. Juli musste die 28. Reserve-Division gegenüber der britischen 7. Division Mametz, vor der gegnerischen 21. und 17. Division den Ort Fricourt aufgeben. Der Abschnitt wurde zusätzlich durch die herangeführte bayerische Division Burkhardt und die 183. Division gestützt. Den südlicher vom Gegner am schwersten bedrängten Abschnitt der 12. Division zwischen Longueval bis zur Somme übernahm bereits das eingreifende Generalkommando des VI. Reserve-Korps (11. und 12. Reserve-Division) unter General von Goßler.

Hermann von Stein

Kommandierender General[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
General der Artillerie Richard von Schubert 2. August bis 15. September 1914 [2]
Generalleutnant Hermann von Stein 16. September 1914 bis 28. Oktober 1916 [2]
Generalleutnant Georg Fuchs 29. Oktober 1916 bis 11. März 1917 [2]
Generalleutnant Otto von Moser 12. März 1917 bis 7. Februar 1918 [2]
Generalleutnant Arthur von Lindequist 8. Februar bis 14. Juni 1918 [2]
Generalleutnant Richard Wellmann 15. Juni bis 24. August 1918 [2]
General der Infanterie Curt von Morgen 24. August 1918 bis 9. Januar 1919 [2]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reichsarchiv: Der Weltkrieg 1914-1918, Mittler, Band I, S. 681
  2. a b c d e f g Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939 Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 632