VfB Friedrichshafen

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VfB Friedrichshafen
Logo
Name Verein für Bewegungsspiele
Friedrichshafen e.V.
Vereinsfarben blau-weiß
Gegründet 1909
Gründungsort Friedrichshafen
Vereinssitz Teuringer Straße 2
88045 Friedrichshafen
Mitglieder ca. 4.000
Abteilungen Arnis (Kampfkunst), Badminton, Basketball
Boxen, Eissport, Faustball
Fechten, Fußball, Handball
Inlineskate, Kanu, Karate-Dōjō
Kraftdreikampf, Leichtathletik, Ringen
Ski- und Bergsport, Sportkegeln, Taekwondo
Tennis, Tischtennis, Volleyball
Vorsitzender Maik Fodor
Homepage vfb-friedrichshafen.de

Der Verein für Bewegungsspiele Friedrichshafen, kurz VfB Friedrichshafen ist ein Sportverein aus Friedrichshafen mit mehr als 3.300 Mitgliedern. Die Volleyball-Männer sind die erfolgreichste Mannschaft der 1. Bundesliga und gewannen 2007 die Champions League. Die Mannschaft der Badminton-Abteilung spielte ebenfalls in der ersten Bundesliga. Außerdem existieren 18 weitere Abteilungen, darunter die in den 1930er und 1940er Jahren ebenfalls erstklassig spielenden Fußballer.

Geschichte[Bearbeiten]

Der VfB Friedrichshafen wurde im Herbst 1909 als 1. FC 1909 Friedrichshafen gegründet, benannte sich jedoch 1919 in VfB Friedrichshafen um. Nach der Auflösung des Vereins 1946 wurde er zunächst als Sportgemeinde Friedrichshafen wieder gegründet, die 1949 wieder den Vereinsnamen VfB annahm.[1] Heute ist der Verein u. a. über den Turngau Oberschwaben Mitglied im Schwäbischen Turnerbund.

Volleyball (Männer)[Bearbeiten]

VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH
VfB Volleyball logo.jpg
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Gründung 1969
Adresse Meistershofener Str. 25
88045 Friedrichshafen
Geschäftsführer Jürgen Hauke
Homepage vfb-volleyball.de
Volleyball-Abteilung
Liga Deutsche Volleyball-Bundesliga
Spielstätte ZF-Arena Friedrichshafen
Trainer Stelian Moculescu
Erfolge Champions-League-Sieger:
2007
Deutscher Meister:
1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
Deutscher Pokalsieger:
1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2012, 2014
letzte Saison Vizemeister und Pokalsieger
(Stand: 7. Mai 2014)

Die erste Männermannschaft spielt seit 1987 durchgehend in der Bundesliga und ist Deutscher Rekordmeister und Rekordpokalsieger. Die zweite Männermannschaft, die „Volley YoungStars“, spielt als Nachwuchsteam in der zweiten Bundesliga.

Mannschaft[Bearbeiten]

Der Kader der Saison 2014/15 besteht aus bisher aus folgenden Spielern.

Kader - Saison 2014/15
Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum Position
Michal Finger 6 TschechienTschechien Tschechien 2,02 m 02. Sep. 1993 D
Baptiste Geiler 14 FrankreichFrankreich Frankreich 2,00 m 12. Mär. 1987 AA
Roland Gergye 11 UngarnUngarn Ungarn 1,97 m 24. Feb. 1993 AA
Adrian Gontariu 13 RumänienRumänien Rumänien 2,05 m 14. Mai  1984 D
Jenia Grebennikov 10 FrankreichFrankreich Frankreich 1,92 m 13. Aug. 1990 L
Max Günthör 8 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,08 m 09. Aug. 1985 MB
Wiktor Josifow 12 BulgarienBulgarien Bulgarien 2,03 m 16. Okt. 1985 MB
Moritz Reichert 9 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,95 m 15. Mär. 1995 AA
Thilo Späth 3 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,88 m 08. Juni 1987 L
Simon Tischer 5 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,94 m 24. Apr. 1982 Z
Marten van Gaarderen 4 NiederlandeNiederlande Niederlande 2,00 m 24. Jan. 1990 AA
Nicholas Vogel 7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2,06 m 05. Feb. 1990 MB
Jan Zimmermann 17 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,92 m 12. Feb. 1993 Z

Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel

Neuzugänge 2014
Spieler bisheriger Verein
Michal Finger CZU Prag[2]
Adrian Gontariu AZS Politechnika Warschau[3]
Moritz Reichert Volleyball-Internat Frankfurt[4]
Simon Tischer Asul Lyon Volley[5]
Maarten van Garderen Beauvais Oise UC[6]
Nicholas Vogel TV Bühl[7]
Abgänge 2014
Spieler neuer Verein
Walentin Bratoew unbekannt[6]
Christian Dünnes Berlin Recycling Volleys[8]
Swetoslaw Gozew unbekannt[7]
Yannick Harms Chemie Volley Mitteldeutschland[9]
Nikola Jovović Vero Volley Monza[10]
Wenzeslaw Simeonow unbekannt[3]
Peter Trolle Bonnesen Narbonne Volley[11]

Der Cheftrainer Stelian Moculescu betreute bis zu den Olympischen Spielen 2008 gleichzeitig die deutsche Nationalmannschaft. Donato Iasi und Hannes Bosch arbeiten als Scouts. Die Ärzte Andreas Antonowicz und Johann Kees sowie die Physiotherapeuten Oliver und Kathrin Klenk und Ulf Nitschke sorgen für die medizinische Betreuung.

Geschichte[Bearbeiten]

Spiel des VfB Friedrichshafen gegen Bad Saulgau in der Bundesliga-Saison 2003
Friedrichshafen greift gegen Haching an. Saisonvorbereitungsspiel August 2012

Seit 1969, als der Abteilungsleiter Wolfgang List das erste Team für die Bezirksliga anmeldete, wird Volleyball in Friedrichshafen organisiert gespielt. 1972 wurde die Volleyball-Spielgemeinschaft Bodensee (VSG Bodensee), die sich aus Spielern aus Friedrichshafen, Langenargen und Lindau und Kressbronn zusammensetzte, auf Initiative von Peter Hedrich gegründet. Durch den Beitritt des rumänischen Nationalspielers Gelu Stein und die Verfeinerung der Technik und Taktik gelang 1980 der Aufstieg in die zweite Bundesliga. Ein Jahr später kam Friedrichshafen in die erste Bundesliga[12]. Am 23. Januar 1982 erlangte der Verein mit einem 3:2 den ersten Sieg in der Volleyball-Bundesliga gegen Orplid Frankfurt. Dieses Bundesliga-Gastspiel dauerte allerdings nur eine Saison, denn am Ende stieg die Mannschaft als Tabellenletzter ab. Trainer Gelu Stein beendete seine Karriere und wurde durch den Luxemburger Marc Gerson ersetzt, der 1984 gegen den VfL Sindelfingen den Wiederaufstieg erreichte.

Erwin Weißhaupt, Vorsitzender des „Freundeskreises der Volleyballer“ leitete als Abteilungsleiter eine neue Ära mit dem Ziel der Professionalisierung und einem Stammplatz in der ersten Liga ein. Die ersten Erfolge in der Bundesliga waren dritte Plätze in den Spielzeiten 1992 und 1993 und ein zweiter Platz 1994. Nach einer schlechten ersten Saisonhälfte 1996 wurde der Trainer Luis Ferradas durch Martin Stallmaier ersetzt, der wiederum einen zweiten Platz erreichte. Mit der Verpflichtung von Stelian Moculescu kamen auch die internationalen Erfolge: 1998 der dritte, 1999 der zweite und schließlich 2007 der erste Platz in der Champions League. 2000 wurde die VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH, ein Wirtschaftsunternehmen, gegründet, um die Trennung der Profis von den Amateuren zu realisieren.[13]

Bundesliga[Bearbeiten]

Seit 1987 spielt der VfB Friedrichshafen durchgängig in der ersten Bundesliga. In dieser Zeit wurde der VfB zwölf Mal Deutscher Meister. Von 2005 bis 2011 gewannen die „Häfler“ den Meistertitel sieben Mal in Folge, zunächst drei Mal gegen evivo Düren und dann jeweils zwei Mal gegen Generali Haching und den SCC Berlin. Diese Serie endete im Playoff-Halbfinale der Saison 2011/12, das der Rekordmeister mit 1:3 Spielen gegen die Berlin Recycling Volleys verlor. Das gleiche Ergebnis gab es 2012/13 und 2013/14, als Friedrichshafen ebenfalls den Berlinern unterlag.

DVV-Pokal[Bearbeiten]

Der VfB Friedrichshafen gewann den DVV-Pokal 1998 zum ersten Mal. Zwischen 2001 und 2008 war der VfB Friedrichshafen auf den DVV-Pokal abonniert. Der Klub vom Bodensee gewann die bronzene Trophäe in dieser Zeit acht Mal in Folge. In der Saison 2009/10 scheiterte der VfB im Halbfinale gegen evivo Düren mit 1:3 und verpasste somit den Einzug ins Endspiel. In der folgenden Saison gelang der Mannschaft wieder der Einzug ins Finale, in dem sie gegen Generali Haching mit 2:3 unterlag. Im Endspiel 2012 besiegte Friedrichshafen den Titelverteidiger Haching mit 3:0 und gewann somit zum elften Mal den DVV-Pokal. In der Saison 2012/13 musste sich der VfB beim Viertelfinale in Düren mit 0:3 geschlagen geben. 2014 gelang dem Team der nächste Titelgewinn durch ein 3:2 im Endspiel gegen Berlin.

Europapokal[Bearbeiten]

Seit 1999 spielt der VfB Friedrichshafen durchgehend in der Champions League, dem wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb. Vier Mal – 2007, 2005, 2000 und 1999 – erreichten die Häfler das Final Four, 2007 gewannen sie als erster deutscher Volleyballverein die Champions League. Im Finale am 1. April 2007 wurde der Sieger von 2005, Tours VB, mit 3:1 (25:20, 26:24, 23:25, 25:19) besiegt.

Als deutscher Meister nahm der VfB Friedrichshafen in der Saison 2009/10 zum zwölften Mal an der Champions League teil. In der Vorrunde trafen die „Häfler“ hierbei auf Pallavolo Piacenza, Panathinaikos Athen und Jastrzębski Węgiel und wurden Gruppensieger. Anschließend schieden sie im Play-Off gegen Hypo Tirol Innsbruck mit 3:1 und 0:3 aus. 2010/11 traf der VfB in der Vorrunde auf die polnische Mannschaft Skra Bełchatów, das italienische Team Trentino Volley und Remat Zalău aus Rumänien und verpasste als Gruppendritter die Play-off-Runde. 2011/12 wurden die Häfler in der Vorrunde Gruppenzweiter, waren dann im Achtelfinale mit 3:0 und 3:2 gegen Tours Volley-Ball erfolgreich und schieden schließlich im Viertelfinale mit 0:3 und 0:3 gegen VK Zenit-Kasan aus. In der Saison 2012/13 startete Friedrichshafen mit einer Wildcard, schied aber als Dritter der Gruppe mit Kasan, Knack Randstad Roeselare und Innsbruck nach der Vorrunde aus. 2013/14 spielte der VfB in der Champions-League-Vorrunde gegen Roeselare, Zaksa Kędzierzyn-Koźle und Galatasaray Istanbul. Als schlechtester Gruppenzweiter verpasste die Mannschaft die Play-offs und spielte in der Challenge Round des CEV-Pokals, in der sie gegen Skra Bełchatów verlor.

Spielstätte[Bearbeiten]

Nachdem die Bodenseesporthalle zu klein geworden war, wurden die Volleyball-Heimspiele in die ZF-Arena Friedrichshafen verlegt. 4000 Zuschauer finden in der Arena Platz, die 2002/03 von einer Messehalle umgebaut und als Multifunktionshalle konzipiert wurde. Zusätzlich zu einer weltweit einmaligen indirekten Beleuchtung mit über 1500 Lux bietet die Arena ein Foyer mit Bewirtung sowie einen ausgedehnten VIP-Bereich, ein Leistungszentrum sowie zwei vollformatige Trainingshallen und einen voll ausgestatteten Bereich für Kunstturnen.

Fußball[Bearbeiten]

VfB Fußball
Voller Name VfB Friedrichshafen e.V.
Gegründet 1909
Stadion Zeppelinstadion
Plätze 12.000
Homepage vfb-fussball-fn.de
Liga Landesliga Württemberg, Staffel 4
2013/14 3. Platz

Gauliga[Bearbeiten]

Die Fußballabteilung des VfB gehört zu den erfolgreicheren Vereinen Württembergs. 1935 klopften die Fußballmänner erstmals an das Tor der Erstklassigkeit. In der Aufstiegsrunde zur württembergischen Gauliga scheiterten sie jedoch noch an der Konkurrenz aus Bad Cannstatt und Zuffenhausen.[14] Sechs Jahre später setzte sich der VfB dann zunächst in den Ausscheidungsspielen gegen Eintracht Neu-Ulm durch und gewann auch die Aufstiegsrunde vor dem VfB Kirchheim/Teck und dem Göppinger SV.[15] Als Aufsteiger durfte sich der VfB dann mit den drei großen Stuttgarter Vereinen Kickers, VfB und Sportfreunde messen. Alle drei Vergleiche gingen zu Hause wie auswärts verloren, dennoch gelang dem VfB als Achter und damit Drittletzter knapp der Klassenerhalt. Sowohl den 1. SSV Ulm als auch den Stuttgarter SC ließ der VfB hinter sich. Mit jeweils 4:1 landete die Mannschaft gegen den späteren Vierten VfR Heilbronn und gegen Absteiger Stuttgarter SC die beiden höchsten Saisonsiege, das 1:11 bei den Kickers in Stuttgart bedeutete die höchste Niederlage.[16] In der Spielzeit 1942/43 gelangen dem VfB zwar die höchsten Gauligasiege der Vereinsgeschichte - 4:0 im heimischen Stadion über SV Feuerbach und 5:1 gegen die Sportfreunde aus Stuttgart; doch mit nur zehn Punkte fand er sich am Saisonende auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Um einen Punkt hatte die Mannschaft den Klassenerhalt verpasst.[17]

Oberliga[Bearbeiten]

Mit der Neuorganisation des Fußballs in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg gelang den Fußballmännern 1946 wieder der Sprung in die Erstklassigkeit. Für die Mannschaften der französische Besatzungszone wurde der Spielbetrieb im Januar 1947 in einer zweigleisigen höchsten Spielklasse aufgenommen, die wahlweise als 1. Liga Südwestdeutschland, Ehrenliga oder Oberliga bezeichnet wurde. Als südwürttembergischer Verein war der VfB zusammen mit Vereinen aus Südbaden und Hohenzollern der Gruppe Süd zugeteilt. Hinter dem VfL Konstanz und dem SSV Reutlingen 05 beendete die SG Friedrichshafen die Premierensaison auf einem guten dritten Tabellenplatz (bei insgesamt acht Mannschaften).[18] Zur Saison 1948/49 wurde die Liga auf zwölf Teams erweitert, mit 21:23 Punkten landete man auf den achtem Tabellenplatz im unteren Mittelfeld. Das 6:0 gegen den SV Laupheim bedeutete dabei den höchsten Saisonsieg, bemerkenswert war zudem der 4:3-Erfolg beim Vorjahresersten VfL Konstanz.[19] 1949 sicherte sich Friedrichshafen als Zehnter und damit Drittletzter erneut den Klassenerhalt.[20] Zur Saison 1949/50 durfte der Verein wieder als VfB antreten, stand jedoch vor der großen Herausforderung Qualifikation für die Oberliga Süd. Aus geographischen wie aus verbandstechnischen Gründen hätte man sich qualifizieren müssen, da für den Südwesten die Schaffung einer eingleisigen Oberliga Südwest beschlossen wurde. Als 14. von 16 Vereinen war der VfB am Ende ohne Chance[21] und verpasste damit zugleich die Qualifikation für die II. Division, den zweitklassigen Unterbau der Oberliga Süd.[22].

Drittklassigkeit[Bearbeiten]

Damit spielten die Fußballmänner des VfB ab 1950 in der drittklassigen Amateurliga Württemberg. Die ersten drei Spielzeiten schloss die Mannschaft auf hinteren Plätzen ab, sie wurde jedoch 1954 und 1957 jeweils Meister.[23] Der Titelgewinn 1954 brachte dem VfB die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Amateurmeisterschaft. In den Gruppenspielen setzte sich der VfB gegen den FV Daxlanden, SC Baden-Baden und den 1. FC Lichtenfels durch. Im Halbfinale gegen die Spvgg. 03 Neu-Isenburg endete das erste Spiel mit 2:2 nach Verlängerung und auch im zweiten Spiel ging es in die Verlängerung, die beim 2:3 zu Ungunsten des VfB ausfiel. 1957 berechtigte die Meisterschaft zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur II. Division der Oberliga Süd. Durch eine 0:1-Niederlage gegen Borussia Fulda verpasste der VfB im Entscheidungsspiel die Rückkehr zur Zweitklassigkeit.[1] 1959 stieg der VfB aus der höchsten württembergischen Liga ab, kehrte jedoch bereits ein Jahr später zurück, war nun aber der neu geschaffenen Amateurliga Schwarzwald-Bodensee zugeteilt, die man 1963 gewann.[23] Der VfB schwankte dort in seinen Leistungen, ehe sich das Team 1969 erneut die Meisterschaft sichern konnte. In der Aufstiegsrunde zur zweitklassigen Regionalliga Süd scheiterte man jedoch. Es war das letzte Mal, dass der VfB an das Tor zur Zweitklassigkeit anklopfen konnte.[1]

Stattdessen folgte 1972 sogar der Abstieg aus der Amateurliga, in welche die Häfler aber bereits 1974 zurückkehren konnten. 1978 drohte infolge einer Ligareform erneut ein Abstieg. Die Zersplitterung der drittklassigen Ligen in Baden-Württemberg sollte zur Saison 1978/79 mit der Gründung der Amateur-Oberliga beendet werden. Dank des guten fünften Platzes konnte sich der VfB zunächst für diese qualifizieren. Doch gleich die erste Saison bedeutete nach nur sechs Siegen mit Platz 19 den endgültigen Abstieg in die Viertklassigkeit.[1]

Aktuell: Landesliga Württemberg[Bearbeiten]

Nach dem Aufstieg 2011 spielte der VfB Friedrichshafen in der Saison 2011/12 in der sechstklassigen Verbandsliga Württemberg, kehrte aber nach dem sofortigen Abstieg zur Saison 2012/13 zurück in die siebtklassige Landesliga.

DFB-Pokal[Bearbeiten]

Für überregionale Aufmerksamkeit sorgten die Fußballer des VfB zwei Jahre nach dem Oberligaabstieg noch einmal durch die Qualifikation für die Hauptrunde des DFB-Pokals. In der Pokalrunde 1981 gelang dem VfB zunächst ein 3:1-Sieg beim VfB 03 Bielefeld, in der zweiten Runde schied er bei Eintracht Frankfurt mit 0:6 aus.[1]

Spielstätten[Bearbeiten]

Bis 1911 kickten die Fußballer auf einem Schulplatzgelände, bis 1919 dann Beim Krankenhaus; kurzfristig war auch der Flugplatz Austragungsort für Fußballspiele. Seit 1919 ist das Zeppelinstadion Heimstätte des VfB. 1941 betrug das Fassungsvermögen 5.000 Zuschauer. Derzeit verfügt das Zeppelinstadion über ca. 10.000 Stehplätze und eine Tribüne mit rd. 2.000 Sitzplätzen.[1]

Badminton[Bearbeiten]

Größter Erfolg der Badmintonabteilung war der Gewinn des Vizemeistertitels in den Spielzeiten 2000/2001 und 2001/2002 hinter dem BC Eintracht Südring Berlin bzw. hinter dem SC Bayer 05 Uerdingen. 2000/2001 waren Niels-Christian Kaldau, Xu Huaiwen, Lars Paaske, Nicol Pitro, Björn Siegemund, Claudia Vogelgsang, Ingo Kindervater, Bettina Mayer, Dennis Lens, Michael Fuchs, Peter Weinert und Falko Schmidt am Gewinn der Silbermedaillen beteiligt, im darauffolgenden Jahr Henrik Bengtsson, Tomas Johansson, Ingo Kindervater, Lars Paaske, Michael Pongratz, Björn Siegemund, Peter Weinert, Rasmus Wengberg, Xu Huaiwen, Bettina Mayer, Nicol Pitro und Claudia Vogelgsang. 1997 und 2003 reichte es für das Team nur zu Rang 3. Siegemund und Pitro erkämpften bisher auch die einzigen Deutschen Meistertitel für Friedrichshafen in den Einzeldisziplinen. 2001 gewannen beide gemeinsam das Mixed, Nicol Pitro zusätzlich auch das Damendoppel mit Nicole Grether vom SC Bayer 05 Uerdingen. Siegemund dagegen erweiterte 2004 seine Medaillensammlung durch den Titelgewinn im Herrendoppel gemeinsam mit Ingo Kindervater vom TuS Wiebelskirchen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f VfB Friedrichshafen in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 168. ISBN 3-89784-147-9
  2. VfB Friedrichshafen, Michal Finger verstärkt VfB
  3. a b VfB Friedrichshafen, Erst feiner Zwirn, dann Häfler Farben
  4. VfB Friedrichshafen, Beachweltmeister zieht es an den Bodensee
  5. VfB Friedrichshafen, Simon Tischer kehrt zum VfB zurück
  6. a b VfB Friedrichshafen, Niederländer van Garderen für Häfler Annahmeriegel
  7. a b VfB Friedrichshafen, Vogel verstärkt Häfler Mittelblock
  8. Berlin Recycling Volleys, Vom Pokalsieger zum Meister
  9. Mitteldeutsche Zeitung, CV Mitteldeutschland meldet erste Neuverpflichtung
  10. Südkurier, Nikola Jovovic wechselt nach Italien
  11. VfB Friedrichshafen, Trolle Bonnesen verlässt auf eigenen Wunsch den Verein
  12. http://www.schwaebische.de/sport/fankurve/vfb-friedrichshafen_artikel,-Die-Ehemaligen-druecken-dem-VfB-die-Daumen-_arid,5042251.html
  13. Friedrichshafen – Heimatbuch Band 3, Friedrichshafen 2002 ISBN 3-86136-085-3
  14. Hardy Grüne (1996): Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890 bis 1963. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 1. Kassel: AGON Sportverlag, S. 142 ISBN 3-928562-85-1
  15. Grüne 1996, S. 208
  16. Grüne 1996, S. 222
  17. Grüne 1996, S. 236
  18. Grüne 1996, S. 280
  19. Grüne 1996, S. 286
  20. Grüne 1996, S. 295
  21. Grüne 1996, S. 304
  22. vgl. Grüne 1996, S. 316
  23. a b Grüne 2001, S. 497

Weblinks[Bearbeiten]