Włocławek

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Włocławek
Wappen von Włocławek
Włocławek (Polen)
Włocławek
Włocławek
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 84,80 km²
Geographische Lage: 52° 39′ N, 19° 5′ O52.6519.083333333333Koordinaten: 52° 39′ 0″ N, 19° 5′ 0″ O
Einwohner: 114.885
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 87-800 bis 87-822
Telefonvorwahl: (+48) 54
Kfz-Kennzeichen: CW
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Bydgoszcz
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 84,80 km²
Einwohner: 114.885
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1355 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0464011
Verwaltung (Stand: 2014)
Stadtpräsident: Andrzej Pałucki
Adresse: Zielony Rynek 11/13
87-800 Włocławek
Webpräsenz: www.wloclawek.pl
Kathedrale von Włocławek

Włocławek [vwɔˈʦwavɛk] (deutsch auch Leslau, 1939–1945 offizieller Name), an der Weichsel gelegen, ist eine polnische Großstadt in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern – rund 90 km südöstlich Bydgoszcz (dt. Bromberg) und 50 km südöstlich von Toruń (Thorn), den beiden Woiwodschaftshauptstädten, sowie 140 km nordwestlich der polnischen Hauptstadt Warschau.

Klima[Bearbeiten]

Im Vergleich zu anderen Orten in Polen herrscht dank der Umgebung von Kiefernwäldern, Anhöhen und Weichseltal ein besonders günstiges Mikroklima. Dabei ist die Sonnenscheindauer besonders hoch und die Niederschlagsmenge besonders gering.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 11. Jahrhundert entstand an der Weichsel eine Siedlung, die seit 1123 der Sitz eines dem Erzbischof von Gnesen unterstellten Bistums ist und 1261 die Stadtrechte nach Kulmer Recht erhielt. Aus der Zeit stammt auch der deutsche Name Leslau. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Stadt mehrfach von Deutschen Ordensrittern zerstört und unterworfen. Erst der Friedensvertrag von Thorn 1466 sicherte den Frieden.

Danach blühte der Getreidehandel, bis die schwedische Invasion 1657 die Stadt zum Teil zerstörte.

Nach der Zweiten Teilung Polens fiel Włocławek 1793 an Preußen. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde die Stadt Bestandteil des neu gebildeten Kongresspolen und 1831 von Russland okkupiert. Der Erste Weltkrieg und die damit einhergehende deutsche Besetzung ruinierten den Industriestandort.

Deportation von Juden am 6. Oktober 1941

Die Stadt gehörte während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) zum Reichsgau Wartheland im Deutschen Reich (siehe auch Landkreis Leslau). Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem ein Drittel der Stadt zerstört wurde, folgte in den Nachkriegsjahren der Wiederaufbau von Fabriken und Werkstätten. Chemische Erzeugnisse sowie die Möbel- und die Nahrungsmittelverarbeitung entwickelten sich bis heute zu den wichtigsten Industriezweigen der Stadt. Seit 1969 besitzt die Stadt eine Schleusenanlage, die den Wasserstand der Weichsel reguliert.

Im Jahre 2012 wurde eine Sonderwirtschaftszone - Włocławek Economic Developement Area mit der Steuerbefreiung und anderer Hilfe für Investierenden aus aller Welt eröffnet.[2]

Deutsche Spuren[Bearbeiten]

Erste Spuren der deutschen Gemeinschaft in Włocławek sind mit den Stadtrechten nach Kulmer Recht (Magdeburger Recht), dem Deutschen Orden und der bekannten Kathedralschule (die u. a. der Astronom Nikolaus Kopernikus besuchte) verbunden. In der Stadt gibt es viele Werke deutscher Künstler, u. a. von Veit Stoß und Hans Meyer im Maria-Himmelfahrt-Dom, von Albrecht Altdorfer und Heinrich Aldegrever in den Kunstsammlungen im Museum des Kujawier und Dobriner Landes sowie Werke von Albrecht Dürer und Augsburger Juwelierarbeiten im Diözesanmuseum. Wichtig waren die Geschäfte von Kaufleuten aus Włoclawek mit den Hansestädten (u. a. Thorn und Danzig).

In Włocławek gab es seit dem 19. Jahrhundert viele große Unternehmer deutscher Herkunft (Gotfryd Gross, Familie Steinhagen, Ferdinand Bohm, Brüder Cassierer, Wilhelm Haack, Hugo Mühsam, Carl Klauke, Teichfeld & Asterblum). Andere namhafte Persönlichkeiten dieser Zeit waren Julian Balthasar Marchlewski, Mitbegründer des Spartakusbundes in Deutschland und Marie Steiner-von Sivers, Anthroposophin und Schauspielerin. Die evangelisch-lutherische Gemeinde war sehr kopfstark.

Marcel Reich-Ranicki, Publizist und Literaturkritiker, verbrachte hier seine Kindheit. In den Jahren 1939–1945 hieß die Stadt Leslau an der Weichsel. Mit der Aktion „Heim ins Reich“ kamen viele deutsche Aussiedler.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Maria-Himmelfahrt-Dom
Sonnenuhr von Kopernikus am Maria-Himmelfahrt-Dom

Maria-Himmelfahrt-Dom[Bearbeiten]

Maria-Himmelfahrt-Dom (poln. Bazylika katedralna Wniebowzięcia Najświętszej Maryi Panny) – gotische (Backsteingotik) Kathedrale, von 1340, mit den ältesten Glasfenster in Polen und zahlreichen Skulpturen (z.B. von Veit Stoß) und Gemälden von Juan Correa de Vivar, Jan aus Florenz, Francisco de Zurbaran oder Józef Mehoffer. Hier befindet sich auch die berühmte Sonnenuhr, die wahrscheinlich von Mikołaj Wódka (Abstemius) und Nikolaus Kopernikus gebaut wurde.

Kopernikusplatz[Bearbeiten]

Priesterseminar

Es gibt hier: Maria-Himmelfahrt-Dom, Priesterseminar (ältestes Seminar in Polen, 1569 gegründet, früher die Kathedralschule) und Sankt-Vitalis-Kirche. Hier wohnte Nikolaus Kopernikus in den Jahren 1488-91. Die Kathedralschule wurde mehrmals zerstört. Heute können wir einen neogotischen Komplex ansehen.

St. Vitaliskirche[Bearbeiten]

St. Vitaliskirche (poln. Kościół św. Witalisa) - gotische (Backsteingotik), von 1330, fundiert von Bischof Mikołaj aus Gołańcza. Bemerkenswert ist der gotische Hauptaltar von 1460. Sie ist eine der ältesten Kirchen in Polen.

Heiliger-Johannes-der-Täufer-Kirche[Bearbeiten]

Heiliger-Johannes-der-Täufer-Kirche

Heiliger-Johannes-der-Täufer-Kirche (poln. Kościół św. Jana Chrzciciela) - spätgotischer Bau mit Renaissance- und Barockelementen, von 1560. Die Kapelle wurde von Jan Baptist aus Venedig (poln. Jan Baptysta Wenecjanin) entworfen.

Brauerei B[Bearbeiten]

Kulturzentrum Brauerei B

Kulturzentrum in der ehemaligen Brauerei aus dem Jahre 1832. Das Kulturzentrum bietet einen Konzertsaal, ein Museum für Massen und Waagen, einen Kinosaal, Räumlichkeiten für mehrere Kulturgesellschaften und Kulturvereine, sowie ein Restaurant und Cafe[4].

Kirchen- und Klosterkomplex der Franziskaner[Bearbeiten]

Franziskaner Kirchen- und Klosterkomplex – von 1639-44, im Barockstil.

Bürgerhäuser[Bearbeiten]

Bürgerliche Häuser – am Altmarkt, aus dem 18.Jh. Hier befindet sich z.B. das Museum für Geschichte.

Marschall-Piłsudki-Boulevard[Bearbeiten]

Marschall-Piłsudki-Boulevard - am größten Fluss Polens, der Weichsel. Hier befinden sich mehrere Speicher (jetzt Museen), der Bischofspalast aus dem Jahre 1861 im klassizistischen Stil (mit Teilen aus XIV Jh.), Bürgerhäuser und ein Unterhaltungspark.

Bischofspalast

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

Diese neogotische Kirche wurde 1877–1881 dank Fryderyk Wilhelm Cords und dem Pfarrer Rudolf Zirkwitz gebaut. Bemerkenswert ist der Altar mit dem Bild von Kazimierz Mirecki nach dem Muster von Paul Delaroche.

Włocławskie-Stausee[Bearbeiten]

Der Staudamm und das Wasserkraftwerk wurden in den Jahren 1963-70 gebaut. 1984 wurde hier der Pfarrer Jerzy Popiełuszko, Führer der Opposition in der Kirche vom kommunistischen Geheimdienst ermordet. Zu seinem Gedenken steht dort jetzt ein hohes Kreuz. Sehr oft führen Pilgerfahrten aus Polen und dem Ausland an diesen Ort. Am Stausee sieht man häufig Yachten, Boote oder Jet-Ski-Fahrer.

Wzorcownia[Bearbeiten]

Plac Grodzki

Die ehemalige Fabrik für Fayencen und andere Keramik wurde 1873 gegründet. Die bekanntesten Inhaber waren Józef Teichfeld und Ludwik Asterblum. Jetzt gibt es hier ein Einkaufs- und Unterhaltungszentrum Wzorcownia im viktorianischen Stil.

Viele Sehenswürdigkeiten gingen schon vor Jahrhunderten verloren, wie die Bischofsburg und der Dom im romanischen Stil, die Fürstenburg, das Rathaus am Altmarkt, der Zisterzienser Kirchen- und Klosterkomplex des Heiligen Gotthard, die mittelalterliche Altstadt, die Synagogen sowie die russisch-orthodoxe Kirche am Freiheitsplatz.[5][6][7]

Museen[Bearbeiten]

Diözesanmuseum

Diözesanmuseum[Bearbeiten]

Es gibt hier einmalige Werke wie z. B. einen Krummstab des Maciej (Matthäus) aus Gołańcza (XIII Jh.) und einen Liturgiekelch (1368), Holzschnitte vom deutschen Künstler Albrecht Dürer, Bilder von Giovanni Francesco Barbieri (Guercino) und aus der Malerschule von Caravaggio, Juwelen einer Augsburger Werkstatt aus dem XVII Jh., sowie historische Möbel. Die Räume zeigen entsprechende Epochen.

Museum Kujawiens und des Dobriner Landes[Bearbeiten]

Hauptsammlungen

Es gibt 2 ständige Ausstellungen: Geschichte von Fayence in Włocławek mit 500 fantasievollen Werken und „Galerie der polnischen Porträt“ (XIX - XX Jh). Die I Hälfte des XIX Jh. vertreten Aleksander Molinari oder Franciszek Pfanhauser, die zweite Hälfte des XIX Jhs. die Gruppe der „Münchner Schule“ (poln. „Szkoła monachijska“): z.B. J. Simmler, oder J. Brandt, die ihre Ausbildung in München machten, „Junges Polen“ die besten Maler: Leon Wyczółkowski (Impressionismus), Jacek Malczewski, und Józef Mehoffer (Sezession), die „Goldener 20er Jahre“ Stanisław Ignacy Witkiewicz, Wojciech Kossak oder Olga Boznańska. Die Ergänzung sind die Porträte der ausländischen Künstler z.B. Anthonis van Dyck oder Marcello Bacciarelli.

Ethnographisches Museum

Museum im Speicher von F. Tournelle zeigt die Tradition Kujawiens in vielen Bereichen: Kleidung, Küche, Architektur, Handwerk oder Sitten. Deshalb kann man hier beeindruckende Ausstellungen über ein Dorf des XIX Jh. anschauen. Das Museum stellt landwirtschaftliche Maschinen aus, die Ausrüstung des kujawischen Hauses oder Gegenstände der polnischen Küche.

Historisches Museum

Die erste Ausstellung zeigt archäologische Exponate aus der Zeit um 2500-3000 v. Ch. (In jener Epoche wurden nah des heutigen Włoclawek Grabhügel gebaut, die wahrscheinlich älter als die Pyramiden in Ägypten sind), mittelalterliches Handwerk oder die Ausrüstung der polnischen Ritter und des Deutschen Ordens (XIV Jh.), Exponate aus dem XVI-XVII Jh.: Möbel, Wiegen, Uhren, Münzkabinett (XII-XVIII Jh.) und eine Apotheke aus dem XIX Jh. Im ersten Stock gibt es eine Ausstellung über die polnischen Aufstände, den Ersten und Zweiten Weltkrieg und den polnisch-sowjetischen Krieg 1920 (Waffen, Uniformen oder auch deutsche Unterlagen), über die industrielle Revolution und Sportmannschaften in Polen im XIX Jh. und Modelle der zerstörten Sehenswürdigkeiten.

Kunstsammlungen

Die ausländische Kunst im Speicher aus 1839 ist durch norditalienische, süddeutsche und niederländische Kunst vertreten: Bilder von Carlo Cignani, Georg Philipp Rugendas, Francesco Salviati und Skizzen von Rembrandt van Rijn, Albrecht Altdorfer, Heinrich Aldegrever, Parmigianino, Vespasiano Strada oder Lucas van Leyden. Es gibt hier die größte Sammlung von Profanwerken des Bildhauers Stanisław Zagajewski ( „L’art brut“, weswegen er auch der „polnischen Gaudi“ genannt wird), unter anderem sehr große keramische Altäre, Menschenfiguren und Tiere, sowie Werke des Bildhauers Wacław Bębnowski (Skulpturen und Objekte von Art Nouveau, Nymphen).[8][9]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Włocławek wurde schon früh zu einer Industriestadt mit bekannten Unternehmen, nicht zuletzt jüdischen, russischen und deutschen Gründungen. Von den im 19. Jahrhundert ansässigen Unternehmen seien erwähnt: die Zichorienfabrik von Ferdinand Bohm, das Cellulosewerk der Brüder Cassirer(Max Cassirer, später auch in Berlin aktiv), die Unternehmen Steinhagen & Sänger Zellstofffabrik, vierzehn Brauereien (bekannteste von Bojańczyk), eine Ziegelei, eine Landmaschinenfabrik (Wilhelm Haack, später auch Hugo Mühsam), die Druckerei Buchholtz und der Seil- und Drahtproduzent Carl Hauke. Aus dem Fayencen- und Porzellanwerk der Unternehmen Teichfeld & Asterblum ist heute das Einkaufszentrum Wzorcownia (dt. „Musterraum“) geworden.

In der Stadt haben internationale, auch deutsche oder schweizerische, Konzerne investiert. Unter den Unternehmen aus DACH-Ländern können wir folgende Unternehmen nennen:

  • WIKA - Messungsindustie,
  • Teutonia von der Gruppe Newell Rubbermaid - Kinderwagen,
  • Brügmann von Salamander Industrie-Produkte - Elemente von Fenstern und Türen,
  • Naturana - Unterwäsche,
  • Busch - Pumpen,
  • PV Prefabet von PV-Gruppe - Bauelemente,
  • DrM - Industriefilter,
  • MEZ Technik - Blechbearbeitung und Stahlkonstruktionen.

Die größten Unternehmen sind: Anwil, Teil der Orlen–Chemiewerke, die z.B. Düngemittel, Stickstoff, Kohlendioxid, Terephthalsäure, PVC, Ammoniak oder Natronlauge produzieren. Mit ANWIL arbeiten die belgischen ACPCO2 oder Solvay oder asiatische Indorama Polymers zusammen, die ihre Standorte hier haben.[10]

Andere große Unternehmen sind z.B.:

  • Akzo Nobel - Farben und Lacken,
  • Koło von Sanitec-Gruppe - Badausstattung
  • Budizol - Bauelemente und Development,
  • TOP-2000 und Oxford Office von Hamelin-Gruppe - Artikel für Schule und Büro, Papier,
  • Lewandowski - Papierhersteller,
  • Radpak - Packmaschinen,
  • Instal-Projekt - Heizungsysteme,
  • DGS - Kappen und Deckel,
  • Cheko - Produkte aus Plastik,
  • Transchem - Eisenbahnunternehmen,
  • AB Filter - Autoindustrie
  • Kujawianka - Süssigkeiten,
  • Bomilla - Süssigkeiten,
  • KZPOW von der Gruppe Agros Nova - Verarbeitung von Obst und Gemüse,
  • Lewiatan - Ladenkette mit Lebensmitteln in ganz Polen mit Hauptsitz in Włocławek,
  • ACV - Wassererwaermung,
  • Delecta von Rieber&Son Group - Lebensmittel,
  • Bakal - Backobst,
  • Anwis - Rollladen,
  • Branta - Textil- und Modeindustrie,
  • Drwal Hubertus Collectuion - Textil- und Modeindustrie,
  • Makoma - Mode für Kinder,
  • Mardtec - Yachten und Boote
  • Run Chłodnia - Tiefkühlkost
  • Opakofarb - Verpackungen für Farben und Lacke
  • D&R Dispersions and Resins - Stoffe für Farben und Lacke[11][12]

Nicht zuletzt dank EU-Fördermitteln und staatlicher Programme und Investitionsanreize entstand ein neuer Industrie- und Technologiepark,[13] ausgestattet mit dem Dokumentumlaufsystem EOSD. Die Stadt ist Sitz einer Industrie- und Handelskammer (KIPH Włocławek).[14][15][16] Die Arbeitslosigkeitsquote liegt bei ca. 22 % (Stand Dezember 2012). Das Lohnniveau ist niedriger als in Warschau oder anderen Großstädten.[17]

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt fünf Hochschulen, darunter:

  • Staatshochschule PWSZ Włocławek
  • Technische Hochschule WSTiP
  • Humanistisch-Ökonomische Hochschule WSHE Włocławek
  • Hochschule für Informatik WSInf
  • Priesterseminar der Diözese in Włocławek (poln. Wyższe Seminarium Duchowne Diecezji Włocławskiej) (das älteste Seminar in Polen, 1569 gegründet).

Es gibt darüber hinaus 15 Oberschulen (z.B. für Automobilindustrie, Chemie, Pharmazie, Elektronik).[18]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke WarschauToruń. Mit anderen Bahnverbindungen kann man auch z.B. nach Danzig, Posen, Łodż, Breslau oder Bydgoszcz fahren.

Direkt bei Włocławek (5 km) gibt es die Autobahn A1 (wurde am 30. April 2014 eröffnet[19]) und Autobahn A2 deutsche-polnische Grenze - Warszawa. Gleichzeitig liegt Wloclawek sehr nahe der Kreuzung von A1 und A2 (98 km). Es gibt drei wichtige Landesstraßen (droga krajowa): Nr. 91 Łódź - Danzig, Nr. 62 Strzelno - Siematycze und Nr. 67 Lipno - Włocławek.

Bei Włocławek befindet sich der Flugplatz Kruszyn, ein lokaler Flughafen für Sportflugzeuge. Geplant ist, diesen zukünftig auch für kleine Passagierflugzeuge und Frachtflugzeuge zu nutzen. Etwa 100 km von der Stadt entfernt liegt der Flughafen Bydgoszcz, 115 km entfernt der Flughafen Łódź und in 130 km Entfernung der Chopin-Flughafen Warschau.

Mit dem Fluss Wisła (Weichsel) gibt auch eine sehr wichtige Wasserstraße in Włocławek.[20]

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

  • Kulturzentrum Browar (dt.: „Brauerei“)
  • Aquapark
  • Yachthafen und Camping Marina Zarzeczewo mit einem Yacht Club
  • Yachthafen in der Altstadt
  • Wassersport- und Yachzentrum YCA
  • Aeroklub Wloclawek mit Camping und Sportzentrum am Flughafen Kruszyn
  • Staatliches Kulturzentrum (Włocławskie Centrum Kultury)
  • Museen:
    • Museum von Kaujawy und Dobriner Land (poln. Muzeum Ziemi Kujawskiej i Dobrzyńskiej)[21] – besteht aus:
      • Kunstsammlungen (poln. Zbiory Sztuki)
      • Ethnographisches Museum (poln. Muzeum Etnograficzne)
      • Museum für Geschichte von Włocławek (poln. Muzeum Historii Włocławka)
      • Museum für den Weichselhandel (in der Planung)
      • Museum für das polnische Dorf in Kłóbka bei Włocławek
      • Stanisław-Noakowski-Museum in Nieszawa bei Włocławek
    • Diözesanmuseum (poln. Muzeum Diecezjalne)[22]
  • Theater: Teatr Impresaryjny im. W. Gniazdowskiego dt. Impresariothetaer von W. Gniazdowski und Teatr "Nasz" dt. Theater "Unser"
  • Galerien: Galeria Sztuki Współczesnej dt. Galerie für Moderne Kunst, Galeria Humoru i Satyry "Na drabinie" dt. Galerie für den Humor und Satire "Auf der Leiter", verschiedene Galerien mit den Altwaren
  • Zahlreiche Musikclubs und Discos
  • Naturpark bei Wloclawek mit über 40 Seen. Es gibt auch einen Stausee mit einer Fläche von 75 km²
  • Einkaufs- und Unterhaltungszentrum Wzorcownia Włocławek in der ehemaligen Fayencefabrik
  • Einkaufszentrum Focus Park Włocławek
  • Reiterzentren und das Pferdegestüt von Arabians in Falborek
  • Golfklub Kujawy
  • Zwei Schwimmhallen, außerdem im Sommer auch bewachte Badeseen
  • Bekannte Tauchbasis MrJacques mit dem eigenen Tauchclub, Laden und Tauchschule am See in der Nähe der Stadt
  • Quad-Park mit vielen Strecken im Park und in der Natur
  • Vier Fitness- und Gymnastikklubs
  • Weltbekannt ist das Institut des Traditionellen Karate (IKT) in Wloclawek
  • Bowlingzentrum Sportbowling und Billlardklubs
  • Viele professionelle Fußballplätze (über 10) und Sporthallen für Basketball, Volleyball usw. (über 20). Dazu OSIR Włocławek (Zentrum des Sports und Erholung) mit der Sporthalle, vielen Fußballplätzen, Beachvolleyballplätzen im Sommer und 2 Schlittschuhbahnanlagen
  • WTK Anwil Wloclawek - Basketballklub, Polens Meister und in der Final Four vom FIBA Pokal
  • Mehrere Tennisanlagen
  • Paintballklubs
  • In der Umgebung gibt es eines der längsten Radwegnetze in Polen[23][24][25]

Gemeinde[Bearbeiten]

Włocławek ist Sitz einer Landgemeinde gleichen Namens, ist aber selber nicht Teil dieser. Die Landgemeinde hat eine Fläche von 219,92 km² auf welcher 6927 Menschen leben (31. Dezember 2013). Zur Gemeinde gehören die folgenden Ortschaften (deutsche Namen bis 1945),[26][27][28] die 26 Ortsteile (sołectwo) bilden:

  • Dąb Mały
  • Dobra Wola
  • Gróbce (1939–1942 Grubze, 1943–1945 Grobing)
  • Józefowo (1943–1945 Josefssee)
  • Kolonia Dębice
  • Kosinowo
  • Koszanowo (1943–1945 Körbenau)
  • Kruszyn (1939–1942 Kruschyn, 1943–1945 Kruschin)
  • Kruszynek (1939–1942 Kruschynek, 1943–1945 Kruschingen)
  • Ludwinowo (1939–1942 Ludwinowo, 1943–1945 Ludwigsfeld)
  • Ładne
  • Łagiewniki (1939–1942 Lagewiki, 1943–1945 Schönlage)
  • Markowo (1939–1942 Markowo, 1943–1945 Marking)
  • Modzerowo (1943–1945 Stauberwald)
  • Mursk (1943–1945 Grünmoor)
  • Nowa Wieś (1939–1942 Nowa Wjes, 1943–1945 Forstdorf)
  • Pińczata (1939–1942 Polska-Warschonchewka, 1943–1945 Wersingen)
  • Poddębice (1939–1942 Poddembize, 1943–1945 Grüneiche)
  • Skoki Duże
  • Smólnik (1943–1945 Kienort)
  • Smólsk (1943–1945 Schmolsig)
  • Telążna Leśna (1943–1945 Telsenwald)
  • Warząchewka Królewska
  • Warząchewka Nowa (1943–1945 Deutsch Warsingen)
  • Warząchewka Polska (1939–1942 Wikarijske, 1943–1945 Warsingen)
  • Wistka Królewska

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

  • Adaminowo
  • Dąb Polski (1943–1945 Klein Dembe)
  • Dąb Wielki (1943–1945 Groß Dembe)
  • Dębice (1939–1942 Dembize, 1943–1945 Eichland)
  • Dobiegniewo (1939–1945 Rennental)
  • Humlin (1939–1942 Humlin, 1943–1945 Hummel)
  • Jazy (1943–1945 Fischsee)
  • Łączki
  • Łuba Druga
  • Mostki (1943–1945 Brückental)
  • Płaszczyzna
  • Potok
  • Przerytka (1943–1945 Wiesenhain)
  • Przyruda
  • Radyszyn
  • Ruda (Ruden)
  • Skoki Małe (1943–1945 Springental)
  • Smolarka
  • Smolarskie
  • Stasin
  • Sykuła
  • Świętosław (1939–1942 Swentoslaw, 1943–1945 Schwenzlau)
  • Telążna Stara
  • Widoń (1939–1942 Widon, 1943–1945 Wieden)
  • Wikaryjskie (1939–1942 Wikarijske, 1943–1945 Schönsee)
  • Wistka Szlacheck
  • Wójtowskie (1943–1945 Storchsee)
  • Zuzałka

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Mit Włocławek verbunden[Bearbeiten]

  • Adolf Theodor Julius Ludwig (1808–1876), evangelischer Pfarrer in Włocławek
  • Nikolaus Kopernikus (1473–1543), Astronom, hat in den Jahren 1489 bis 1491 in der Kathedralschule in Włocławek bei Mikolaj Wodka (Abstemius) gelernt und wahrscheinlich den ersten Sonnenturm konstruiert (kann bis heute besichtigt werden)[34][35]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Włocławek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 3. Juli 2014.
  2. www.wloclawek.pl/strefa
  3. http://visitwloclawek.blogspot.com
  4. http://ckbrowarb.pl/
  5. www.polen-digital.de/wloclawek
  6. www.wloclawek.pl
  7. Adam Ginsbert, Włocławek: studium monograficzne, Warszawa 1968 und spätere Ausgaben
  8. http://www.muzeum.wloclawek.pl
  9. Włocławek i okolice, J.Umiński, KAW 1989 and next
  10. [1]
  11. [2]
  12. [3]
  13. [4]
  14. http://detektor.fm/wirtschaft/Polen-wirtschaftswunder-an-der-weichsel
  15. [5] (PDF-Datei zum Herunterladen auch auf Deutsch)
  16. www.immobilien-kompass.de/nachrichten/investieren-anlegen/:Exklusiv-Ranking--Die-50-besten-Standorte-Europas-fuer-Gewerbeimmobilien/100034932.html
  17. [6]
  18. Włocławek Guidebook 2011, Herausgeber: MPEC Włocławek
  19. http://ddwloclawek.pl/pl/11_wiadomosci/12274_a1_wloclawek_kowal_czynna_ma_majowke.html
  20. Włocławek i okolice. Przewodnik, pod red. Stanisława Kunikowskiego, wyd. III poprawione, Włocławek 2011
  21. www.muzeum.wloclawek.pl
  22. Muzeum Diecezjalne
  23. http://www.wloclawek.pl/aktualnosci/12871.html
  24. http://www.polen-digital.de/wloclawek/wloclawek-die-stadt-der-aktiven-erholung
  25. www.aktywny.wloclawek.pl
  26. Vgl. Deutsche Heereskarte, 3479 Lutbrandau
  27. Vgl. Deutsche Heereskarte, 3380 Leslau
  28. Vgl. Deutsche Heereskarte, 3480 Kowall
  29. http://www.footballaustralia.com.au/news-display/vale-michael-weinstein/44052
  30. http://www.lastfm.de/music/Christian+Schafrik
  31. http://www.helgaolufs.de/de/sites/4.html
  32. www.paul-barz.de/vita.htm
  33. http://www.imdb.com/name/nm1679539/
  34. Słoneczne misterium (III) Gdzie Kopernik chodził do "szkoły średniej"?
  35. Historia Włocławka