Weiz

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Wappen Karte
Wappen von Weiz
Weiz (Österreich)
DEC
Weiz
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Steiermark
Politischer Bezirk Weiz (WZ)
Fläche 5,07 km²
Koordinaten 47° 13′ N, 15° 38′ O47.21888888888915.625277777778479Koordinaten: 47° 13′ 8″ N, 15° 37′ 31″ O
Höhe 479 m ü. A.
Einwohner 8880 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 1751 Einwohner je km²
Postleitzahl 8160
Vorwahl 03172
Gemeindekennziffer 6 17 55
AT224
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Hauptplatz 7
8160 Weiz
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Helmut Kienreich (SPÖ)
Gemeinderat (2005)
(25 Mitglieder)
19 SPÖ, 4 ÖVP, 2 Grüne
Lage der Stadt Weiz
Karte

Weiz ist eine Stadt in der Oststeiermark und die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirkes. Sie gilt auf Grund mehrerer Industrieunternehmen als Industriestadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Weiz liegt am Weizbach, einem Nebenfluss der Raab, wenige Kilometer südlich der Weizklamm und etwa 25 Kilometer nordöstlich von Graz, der Landeshauptstadt der Steiermark.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn von Norden) Thannhausen, Krottendorf, Mitterdorf an der Raab, Mortantsch und Naas.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Gründung der Ortschaft Weiz erfolgte bereits vor dem Jahr 1188; damals wurde der Ort und die Taborkirche erstmals urkundlich als „Vides“ erwähnt.

Auszug aus Meyers Konversations-Lexikon von 1888: „Weitz, Marktflecken in Steiermark, an der Lokalbahn Gleisdorf- W, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine alte Kirche, Fabrikation von Eisen- und Stahlwaren, insbesondere Sicheln, und (1880) 2648 Einw. Dabei eine vom Weitzbach gebildete sehenswerte Klamm.“

1892 gründete der ortsansässige Franz Pichler das Elektromaschinenunternehmen „F. Pichler Werke“, der späteren VA Tech Elin, die 2005 vom Siemens-Konzern übernommen wurde und 2006 an die Andritz AG weiterverkauft wurde. Während des ersten Weltkriegs erhielt die Ortschaft einen eigenen Bahnhof, um den Transport der Rüstungsmaterialen, welche aufgrund des Krieges damals hauptsächlich produziert wurden, zu erleichtern.

Seit 1932 besitzt Weiz das Stadtrecht.

[Bearbeiten] Religionen

Von den Einwohnern sind 81,6 % römisch-katholisch, 3,3 % evangelisch, 2,2 % bekennen sich zum Islam und 1,4 % zur orthodoxen Kirche. 9,9 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Seit den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung kontinuierlich, teilweise sogar rasant (mit Zuwächsen bis zu 30 % von einer Volkszählung zur nächsten, teilweise sogar darüber), um in den 1970er und 1980er Jahren des 20. Jahrhunderts weitgehend zu stagnieren. Erst seit 1999 kam es bis 2001 dank einer positiven Wanderungsbilanz zu einem erneuten Anstieg der Einwohnerzahl um 5,5 %.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Stadtgemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern. Seit der Gemeinderatswahl vom 13. März 2005 besteht folgende Mandatsverteilung:

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kunsthaus Weiz

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Taborkirche: Seit 1188 urkundlich belegt. Chor aus dem 14. Jahrhundert, mit barocken Erweiterungen von 1644. Orgel von Ferdinand Schwarz aus dem Jahr 1769.
  • Marienkirche am Weizberg: An exponierter Stelle nordöstlich der Stadt, diese um etwa 80 m überragend steht diese spätbarocke Wallfahrtskirche. Erstmals erwähnt ist sie bereits 1147; der heutige Bau stammt aus den Jahren 1757/58.
  • Kunsthaus Weiz: Moderner Neubau mit riesigen Glasfronten, 2 Säle: Frank Stronach Saal, Prof. Hannes Schwarz Saal
  • Schloss Thannhausen: Renaissanceschloss in dreigeschossiger Rechtecksform mit Arkadenhof, Ecktürmen und Uhrturm-Dachreiter. Erbaut um 1585 durch Freiherrn von Teufenbach. Das Schloss beherbergt eine Waffen- und Urkundensammlung. Früher Sitz der Freiherren von Thannhausen, 1806 bis 1850 Verwaltungszentrum des Bezirkes Weiz, jetzt im Besitz der Reichsfreiherren von Gudenus. Im Ostflügel befindet sich die 1606 erbaute Kapelle mit einem bemerkenswerten Altarbild (1. Viertel 17. Jh.).
  • Schloss Radmannsdorf: erbaut von Otto und Christoph von Radmannsdorf um 1550. Spätrenaissance-Stil. Renaissancefenster über dem Haupteingang. Einrichtung des Rittersaales befindet sich im Landesmuseum Joanneum Graz. Trotz Umbauten für Amts- und Wohnräume wurde die Hauptfront im wesentlichen bewahrt. Heute Sitz des Bezirksgerichts.
  • Feistritztalbahn: Seit 1911 schnauben Dampfzüge von Weiz durchs enge Feistritztal nach Birkfeld. Auf einer Länge von 25 km fährt die Schmalspurbahn über Viadukte und durch Tunnels vorbei an Feldern, Wäldern und Wiesen.

[Bearbeiten] Ausflugsziele

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Sport

  • Fußballverein SC Weiz
  • Volleyballverein
  • Eishockeyverein EC Weiz
  • Eishockeyverein Eisbären Weiz
  • Eishockeyverein Redbacks Weiz
  • Badminton ATUS Weiz
  • Handballverein HC Weiz

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Jährlich finden in Weiz das Mulbratlfest sowie das Altstadtfest statt.

[Bearbeiten] Kulinarische Spezialitäten

Ein Schweinskarree wird traditionell 3 Wochen mit heimischen Gewürzen gebeizt und über Buchenholz kalt geräuchert. Das Klima des Weizer Berglandes mit den kühlen Almlüftchen vollendet die Reife. Mit dem Weizer Mulbratl hat die steirische Selchkunst ihren Höhepunkt erreicht. Am besten schmeckt es hauchdünn geschnitten und mit geriebenem Kren serviert.

Aus Schlagobers, Honig, Schokolade und Apfelschnaps zubereitetes "Zuckerl" (Bonbon) mit einer Apfelgeschmackfüllung

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Die Geschichte von Weiz als bedeutender Wirtschaftsstandort der Region begann mit der Grundsteinlegung der F. Pichler Werke im Jahre 1892. In der damaligen Zeit war Weiz als Fabriksstandort eigentlich uninteressant, da größere Gewässer zum Antrieb von Wassermühlen, die zur maschinellen Produktion benötigt wurden, fehlten. Doch der Weizer Franz Pichler ging nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Erfinder und Pionier in der elektrischen Stromerzeugung ein, da er auch Wechselstromkraftwerke - die ersten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, konstruierte. Das rasch wachsende Unternehmen wurde zu einem bedeutenden Hersteller von Elektrotechnik, was den Ort als Industriestandort bekannt machte, und weitere Unternehmen anzog. Im Ersten Weltkrieg musste das Unternehmen für die k.u.k. Armee Rüstungsmaterialien herstellen. Um den Transport zu beschleunigen und vereinfachen, wurde daher ein Bahnhof in Weiz errichtet. Dieser stellte als Nebeneffekt sicher, dass Weiz auch in Zukunft ein attraktiver Unternehmensstandort blieb. Aus den F. Pichler Werken ging später die ELIN Aktiengesellschaft für elektrische Industrie hervor, welche seit 2005 als Bestandteil der VA Tech Elin zur Siemens AG gehört. Das Werk in Weiz, welches auch heute noch besteht und rund 1000 Personen beschäftigt, gehört jedoch zur Sparte für Wasserkraftwerksbau, welche Siemens aus kartellrechtlichen Gründen weiterverkaufen musste. Besitzer des Werkes in Weiz ist seit 2006 die Andritz AG.

Mit Stand der Volks- und Arbeitsstättenzählung der Statistik Austria im Mai 2001 waren in den Weizer Unternehmen 8.680 Personen beschäftigt. Dies ist im Vergleich zur in etwa gleich hohen Einwohnerzahl der Kleinstadt eine beträchtliche Anzahl, was die Bedeutung von Weiz als Wirtschaftsstandort unterstreicht.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

  • SIEMENS Transformatoren: Energieanwendungen, Energieversorgung, Transformatoren, aus den hier gegründeten „F. Pichler Werken“ hervorgegangen;
  • diverse Unternehmen aus Maschinen- und Stahlbau
  • Weitzer Parkett: Holzverarbeitung
  • Lieb Unternehmensgruppe: Baumärkte, Sport 2000, Hochbau, Innenausbau, Holzbau, Keramikbau, Generalunternehmmungen….
  • Magna Steyr: Erzeugung diverser Fahrzeugkomponenten
  • Institut für Systempädagogik (Weiz-Gleisdorf) [1]
  • VA Tech Hydro Andritz: Energieanwendungen, Energieversorgung, Generatoren und Motoren, aus den hier gegründeten „F. Pichler Werken“ hervorgegangen;

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Bundesstraßen

Durch Weiz verlaufen die Bundesstraße 64 von Gleisdorf über Weiz nach Frohnleiten und die Bundesstraße 72 von Graz über Weiz nach Krieglach.

[Bearbeiten] Eisenbahn

Personenzüge halten in Weiz an zwei Bahnhöfen: Am Bahnhof "Weiz", der näher dem Stadtzentrum liegt, sowie am größeren "Weiz Bahnhof", an dem neben Personen- auch Güterverkehr abgewickelt wird. Im Bahnhof Weiz trifft die Feistritztalbahn mit der Lokalbahn Weiz-Gleisdorf zusammen. Weiz ist auch in das S-Bahn-Netz Großraum Graz eingegliedert. Als  S31  werden künftig Züge im Taktverkehr geführt. In Gleisdorf erfolgt der Anschluss an die  S3  Richtung Graz bzw. Fehring.

[Bearbeiten] Bildung

In der wichtigsten Schulstadt der Oststeiermark befinden unter anderem folgende schulische Einrichtungen:

  • Volksschule Weiz I
  • Volksschule Weiz II
  • Volksschule Weizberg
  • Allgemeine Sonderschule Weiz
  • Hauptschule Weiz I - Sport
  • Hauptschule Weiz II - Musik
  • Hauptschule Weiz III - Real
  • Polytechnische Schule Weiz
  • Musikschule der Stadt Weiz
  • Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Weiz
  • Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Weiz
  • Höhere Technische Bundeslehranstalt Weiz
  • Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe
  • Internat am Bundesschulzentrum, Kolpinghaus

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Weiz – Bilder, Videos und Audiodateien
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