Ilztal

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Ilztal
Wappen von Ilztal
Ilztal (Österreich)
Ilztal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Weiz
Kfz-Kennzeichen: WZ
Hauptort: Prebensdorf
Fläche: 15,99 km²
Koordinaten: 47° 8′ N, 15° 47′ O47.13333333333315.783333333333330Koordinaten: 47° 8′ 0″ N, 15° 47′ 0″ O
Höhe: 330 m ü. A.
Einwohner: 1.743 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 109 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8211
Vorwahl: 03112, 03113, 03118
Gemeindekennziffer: 6 17 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Prebensdorf 170
8211 Ilztal
Website: www.ilztal.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Nagel (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
11
3
1
11 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Ilztal im Bezirk Weiz
Albersdorf-Prebuch Anger Arzberg Baierdorf bei Anger Birkfeld Etzersdorf-Rollsdorf Feistritz bei Anger Fischbach (Steiermark) Fladnitz an der Teichalm Floing Gasen Gersdorf an der Feistritz Gleisdorf Gschaid bei Birkfeld Gutenberg an der Raabklamm Markt Hartmannsdorf Haslau bei Birkfeld Hirnsdorf Hofstätten an der Raab Hohenau an der Raab Ilztal Koglhof Krottendorf Kulm bei Weiz Labuch Laßnitzthal Ludersdorf-Wilfersdorf Miesenbach bei Birkfeld Mitterdorf an der Raab Mortantsch Naas Naintsch Neudorf bei Passail Nitscha Oberrettenbach Passail Pischelsdorf in der Steiermark Preßguts Puch bei Weiz Ratten Reichendorf Rettenegg St. Kathrein am Hauenstein Sankt Kathrein am Offenegg St. Margarethen an der Raab Sankt Ruprecht an der Raab Sinabelkirchen Stenzengreith Strallegg Thannhausen Ungerdorf Unterfladnitz Waisenegg Weiz SteiermarkLage der Gemeinde Ilztal im Bezirk Weiz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die Gemeinde Ilztal mit 1743 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) liegt in der Süd-Ost-Steiermark (Österreich). Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie ab 2015 mit der Gemeinde Preßguts zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde wird den Namen Marktgemeinde Ilztal weiterführen. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 20 km östlich von Graz und 10 km süd-östlich der Bezirkshauptstadt Weiz im Tal der Ilz im Oststeirischen Hügelland.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[3]):

  • Großpesendorf (168)
  • Neudorf (420)
  • Nitschaberg (147)
  • Prebensdorf (689)
  • Wolfgruben bei Gleisdorf (308)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Großpesendorf, Neudorf, Nitschaberg, Prebensdorf und Wolfsgruben bei Gleisdorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Ilztal grenzen im Uhrzeigersinn

Geschichte[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
1869 bis 2001
Jahr Bevölkerung Jahr Bevölkerung
1869 1.493 1939 1.614
1880 1.542 1951 1.512
1890 1.602 1961 1.502
1900 1.594 1971 1.629
1910 1.587 1981 1.668
1923 1.530 1991 1.690
1934 1.620 2001 1.770

Durch Funde ist eine Besiedelung schon in römischer Zeit, in der das Gebiet zur Provinz Pannonien gehörte, belegt.

Markant sind vor allem die Schicksalsschläge, die die Orte im Lauf der Jahrhunderte heimsuchten:

So trat im Jahr 1349 zum ersten Mal die Pest auf; auch zwischen 1643 und 1714 kam es zu wiederholten Pestepidemien, an die heute noch so genannte Pestkreuze erinnern, die möglicherweise an der Stelle von Massengräbern errichtet wurden.

1782 gab es eine Heuschreckenplage.

1842 brannte Prebensdorf bis auf drei Häuser ab.

Die heutige Gemeinde entstand am 1. Januar 1968 durch Zusammenlegung der bis dahin selbständigen Gemeinden Großpesendorf, Prebensdorf und Wolfgruben bei Gleisdorf.

1982 verlieh Landeshauptmann Josef Krainer junior der Gemeinde das Gemeindewappen.

Religionen[Bearbeiten]

Der größte Teil der Einwohner, nämlich 95,2%, bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben; 0,6% sind evangelisch, 0,3% Muslime. Ohne religiöses Bekenntnis sind 2,7% der Bevölkerung.

Kapelle Prebensdorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ilztal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Wechsel Straße B54. Außerdem gibt es im benachbarten Sinabelkirchen eine Auffahrt auf die Südautobahn A2 und damit eine hochrangige Verbindung sowohl nach Hartberg und Wien als auch in die Landeshauptstadt Graz. Die Bezirkshauptstadt Weiz ist auf einer Landesstraße durch das Ilztal erreichbar.

Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Gleisdorf, von wo mit der steirischen Ostbahn sowohl die Landeshauptstadt Graz als auch die kleineren Städte Feldbach und Fehring erreichbar sind. Von Gleisdorf führt auch eine Stichbahn nach Weiz (Weizer Bahn).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Wirtschaft ist durch das Überwiegen landwirtschaftlicher Kleinbetriebe, von denen viele im Nebenerwerb bewirtschaftet werden, gekennzeichnet. Gebaut werden Obst und Wein, der teilweise in Buschenschanken selbst vermarktet wird. Daneben gibt es verschiedene gewerbliche Betriebe, z.B. Baugewerbe, Holzhandel, Transportunternehmen, Nahversorger etc.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevorstand[Bearbeiten]

Der Gemeindevorstand besteht aus dem Bürgermeister Andreas Nagl, dem Vizebürgermeister Helmut Erlacher sowie der Kassierin Herta Schnur (alle ÖVP).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit den Gemeinderatswahlen 2010 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:[4]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold ein blauer Pfahl, begleitet von je sechs an den Schildrändern pfahlweise aneinandergereihten roten Kreisen.

Das in der Mitte des Wappens durchgehende blaue Band verkörpert die verbindende Ilz. Die goldigen Flächen zu beiden Seiten bedeuten die Ährenfelder bzw. das fruchtbare Ilztal. Die roten Ballen sind Sinnzeichen für alle Arten von Früchten, die hier gedeihen, und ebenso Sinnzeichen für die Früchte der Hände Fleiß und Früchte geistiger Arbeit.

(Wörtlich zitiert aus der Webseite der Gemeinde.)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die Journalistin Elfriede Hammerl wurde 1945 in Prebensdorf geboren.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ilztal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 11 Z 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 4.
  3. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  4. Bezirk Weiz - endgültiges Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2010 vom 22. Juli 2010. Abgerufen am 14. Juni 2011.