Ilztal

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Ilztal
Wappen von Ilztal
Ilztal (Österreich)
Ilztal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Weiz
Kfz-Kennzeichen: WZ
Hauptort: Prebensdorf
Fläche: 22,48 km²
Koordinaten: 47° 8′ N, 15° 47′ O47.13333333333315.783333333333330Koordinaten: 47° 8′ 0″ N, 15° 47′ 0″ O
Höhe: 330 m ü. A.
Einwohner: 2.143 (1. Jän. 2015)
Postleitzahl: 8211
Vorwahl: 03112, 03113, 03118
Gemeindekennziffer: 6 17 62
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Prebensdorf 170
8211 Ilztal
Website: www.ilztal.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Nagel (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
11
2
2
11 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Ilztal im Bezirk Weiz
Albersdorf-Prebuch Anger Birkfeld Fischbach (Steiermark) Fladnitz an der Teichalm Floing Gasen Gersdorf an der Feistritz Gleisdorf Gutenberg-Stenzengreith Hofstätten an der Raab Ilztal Ludersdorf-Wilfersdorf Markt Hartmannsdorf Miesenbach bei Birkfeld Mitterdorf an der Raab Mortantsch Naas Passail Pischelsdorf am Kulm Puch bei Weiz Ratten Rettenegg St. Kathrein am Hauenstein Sankt Kathrein am Offenegg St. Margarethen an der Raab Sankt Ruprecht an der Raab Sinabelkirchen Strallegg Thannhausen Weiz SteiermarkLage der Gemeinde Ilztal im Bezirk Weiz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die Gemeinde Ilztal mit 2143 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) liegt in der Süd-Ost-Steiermark (Österreich). Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie ab 2015 mit der Gemeinde Preßguts zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde führt den Namen Marktgemeinde Ilztal weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 20 km östlich von Graz und 10 km süd-östlich der Bezirkshauptstadt Weiz im Tal der Ilz im Oststeirischen Hügelland.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[3]):

  • Großpesendorf (168)
  • Neudorf (420)
  • Nitschaberg (147)
  • Prebensdorf (689)
  • Preßguts (314)
  • Schirnitz (80)
  • Wolfgruben bei Gleisdorf (308)

Die Gemeinde besteht aus den sechs Katastralgemeinden Großpesendorf, Neudorf, Nitschaberg, Prebensdorf, Preßguts und Wolfsgruben bei Gleisdorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Ilztal grenzen im Uhrzeigersinn:

Geschichte[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1869 1880 1890 1900 1910 1923 1934 1939 1951 1961 1971 1981
Einwohner 1.493 1.542 1.602 1.594 1.587 1.530 1.620 1.614 1.512 1.502 1.629 1.668
Jahr 1991 2001 2011 2014
Einwohner *2.069 *2.139 *2.125 *2.148

Quelle:

Statistik Austria (Gebietsstand 2014)
Statistik Steiermark, *Gebietsstand 2015

Durch Funde ist eine Besiedelung schon in römischer Zeit, in der das Gebiet zur Provinz Pannonien gehörte, belegt.

Markant sind vor allem die Schicksalsschläge, die die Orte im Lauf der Jahrhunderte heimsuchten:

So trat im Jahr 1349 zum ersten Mal die Pest auf; auch zwischen 1643 und 1714 kam es zu wiederholten Pestepidemien, an die heute noch so genannte Pestkreuze erinnern, die möglicherweise an der Stelle von Massengräbern errichtet wurden. 1782 gab es eine Heuschreckenplage. 1842 brannte Prebensdorf bis auf drei Häuser ab.

Die heutige Gemeinde entstand am 1. Januar 1968 durch Zusammenlegung der bis dahin selbständigen Gemeinden Großpesendorf, Prebensdorf und Wolfgruben bei Gleisdorf.

Religionen[Bearbeiten]

Der größte Teil der Einwohner, nämlich 95,2 %, bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben; 0,6 % sind evangelisch, 0,3 % Muslime. Ohne religiöses Bekenntnis sind 2,7 % der Bevölkerung.

Kapelle Prebensdorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ilztal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Wechsel Straße B 54. Außerdem gibt es im benachbarten Sinabelkirchen eine Auffahrt auf die Südautobahn A 2 und damit eine hochrangige Verbindung sowohl nach Hartberg und Wien als auch in die Landeshauptstadt Graz. Die Bezirkshauptstadt Weiz ist auf einer Landesstraße durch das Ilztal erreichbar.

Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Gleisdorf, von wo mit der steirischen Ostbahn sowohl die Landeshauptstadt Graz als auch die kleineren Städte Feldbach und Fehring erreichbar sind. Von Gleisdorf führt auch eine Stichbahn nach Weiz (Weizer Bahn).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Wirtschaft ist durch das Überwiegen landwirtschaftlicher Kleinbetriebe, von denen viele im Nebenerwerb bewirtschaftet werden, gekennzeichnet. Gebaut werden Obst und Wein, der teilweise in Buschenschanken selbst vermarktet wird. Daneben gibt es verschiedene gewerbliche Betriebe, z. B. Baugewerbe, Holzhandel, Transportunternehmen, Nahversorger etc.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevorstand[Bearbeiten]

Der Gemeindevorstand besteht aus dem Bürgermeister Andreas Nagl, dem Vizebürgermeister Helmut Erlacher sowie der Kassierin Herta Schnur (alle ÖVP).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit den Gemeinderatswahlen 2015 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

Wappen[Bearbeiten]

AUT Ilztal COA.jpg

1982 verlieh Landeshauptmann Josef Krainer junior der Gemeinde ein Gemeindewappen.
Blasonierung:

„In Gold ein blauer Pfahl, begleitet von je sechs an den Schildrändern pfahlweise aneinandergereihten roten Kreisen.“

Das in der Mitte des Wappens durchgehende blaue Band verkörpert die verbindende Ilz. Die goldigen Flächen zu beiden Seiten bedeuten die Ährenfelder bzw. das fruchtbare Ilztal. Die roten Ballen sind Sinnzeichen für alle Arten von Früchten, die hier gedeihen, und ebenso Sinnzeichen für die Früchte der Hände Fleiß und Früchte geistiger Arbeit. (Wörtlich zitiert aus der Webseite der Gemeinde.)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die Journalistin Elfriede Hammerl wurde 1945 in Prebensdorf geboren.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ilztal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 11 Z 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 4.
  3. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011