Østfoldbanen

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Oslo–Kornsjö
Bahnhof Moss
Bahnhof Moss
Kursbuchstrecke:NSB 01
Streckenlänge:170 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16⅔ Hz ~
Zweigleisigkeit:Oslo S–Sandbukta, Rygge–Haug
   
Oslotunnel (1980)
Bahnhof, Station
0,27 Oslo S (1854)
   
Grønland, Hovedbanen/Gjøvikbanen
   
Gamlebyen, Nebengleis nach Lodalen
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Minneparken (ca. 230 m)
   
1,08 von Alnabru
Tunnel
Bekkelaget (578m)
   
3,95 Bekkelaget (1879)
A/D: Überleitstelle, CH: Spurwechsel
4,30 Bekkelaget (1988)
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Follobanen
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5,95 Nordstrand (1880)
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7,18 Ljan (1879)
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8,68 Hauketo (1925)
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9,85 Holmlia (1988)
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10,20 Holmlia (1932)
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11,35 Rosenholm (1988)
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12,86 Kolbotn (1895)
BSicon .svgBSicon HST.svgBSicon exLSTR.svg
14,05 Solbråtan (1939)
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15,78 Myrvoll (1919)
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17,36 Greverud (1939)
BSicon .svgBSicon BHF.svgBSicon exLSTR.svg
18,25 Oppegård (1879)
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20,12 Vevelstad (1985)
BSicon .svgBSicon BHF.svgBSicon exLSTR.svg
20,51 Langhus (1989)
BSicon .svgBSicon eBHF.svgBSicon exLSTR.svg
20,82 Langhus (1919)
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Follobanen
Bahnhof, Station
24,29 Ski (1879)
   
Indre Østfoldbanen
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
(ca. 350 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
(ca. 500 m)
Bahnhof, Station
31,00 Ås (1879)
Bahnhof, Station
38,00 Vestby (1879)
   
Hølendalen bruer (1996)
Tunnel
(ca. 850 m)
Haltepunkt, Haltestelle
49,00 Sonsveien
Bahnhof, Station
Kambo (1898)
   
Industriegleis
Tunnel
Mølleåsen (ca. 1700 m)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
58,11 Sandbukta
Bahnhof, Station
60,16 Moss (1879)
   
65,34 Dilling (1879)
Bahnhof, Station
69,28 Rygge (1879)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
74,00 Haug (2002)
Bahnhof, Station
77,01 Råde (1879–1921 Raade)
   
82,21 Ørmen (1914)
   
86,51 Onsøy (1879–1919 Onsø, ehem. Pers.-Halt)
Bahnhof, Station
94,26 Fredrikstad (1879)
Bahnhof ohne Personenverkehr
97,75 Lisleby (1888, ehem. Pers.-Halt)
Bahnhof ohne Personenverkehr
101,01 Rolvsøy (1990)
Bahnhof ohne Personenverkehr
103,17 Greåker (1879–1894 Greaker, 1894–1921 Greaaker, ehem. Pers.-Halt)
   
Industriegleis Alvimveien
Bahnhof ohne Personenverkehr
106,64 Sandesund (1879–1881 Alvim, 1881–1894 Sannesund, ehem. Pers.-Halt)
   
108,38 Valaskjold (1932)
Bahnhof, Station
109,47 Sarpsborg (1879)
   
Industriegleis zu Borregård Fabrikker
   
Glomma
Gleisdreieck – geradeaus, nach links, von links
Indre Østfoldbanen
   
110,96 Hafslund (1926)
   
Hafslundbanen (1973–2001)
Bahnhof ohne Personenverkehr
119,10 Skjeberg (1879, ehem. Pers.-Halt)
Bahnhof ohne Personenverkehr
126,10 Ingedal (1891–1953 Døle, ehem. Pers.-Halt)
Bahnhof ohne Personenverkehr
130,93 Berg (1879, ehem. Pers.-Halt)
Bahnhof, Station
136,64 Halden (1879–1928 Fredrikshald)
   
140,65 Tistedal (1879 als Femsøen, 1882–1921 Tistedalen)
Bahnhof ohne Personenverkehr
150,12 Aspedammen (1879, ehem. Pers.-Halt)
   
154,79 Buer (1916)
   
158,66 Prestebakke (1879–1921 ‘‘Præstebakke‘‘)
   
162,30 Bøen (1933)
   
167,65 Løvmoen (1933)
Bahnhof ohne Personenverkehr
169,12 Kornsjø (1879–1894 Kornsø, ehem. Pers.-Halt)
Grenze
170 Norwegen/Schweden
Strecke – geradeaus
Norgebanan von Göteborg

Die Østfoldbane, ursprünglich Smaalensbanen genannt, ist eine Eisenbahnstrecke in Norwegen, die von Oslo aus östlich des Oslofjords südlich nach Kornsjø i Halden an der Grenze zu Schweden führt. Die Strecke wird in Schweden in Richtung Trollhättan und Göteborg als Dalslandbana bzw. Norgebanan fortgesetzt.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke führt zweigleisig von Oslo S nach Ski. Dort teilt sie sich in eine östliche und westliche Strecke. Die westliche Strecke verläuft zweigleisig weiter nach Moss und von dort eingleisig weiter über Fredrikstad nach Sarpsborg. Die östliche Strecke, die Indre Østfoldbanen führt eingleisig von Ski über Askim und Mysen nach Sarpsborg. Von Sarpsborg führt die Strecke eingleisig über Halden zum Grenzübergang in Kornsjø.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Juni 1873 beschloss das norwegische Parlament den Bau der Smaalensbane. Die Bauarbeiten, für die bis zu 3000 Mann gleichzeitig eingesetzt waren, begannen 1875. Bei einem Besuch von König Oskar II. und Königin Sophia fand im August 1878 eine Probefahrt auf der Strecke zwischen Råde und Hølen statt. Die westliche Strecke wurde am 2. Januar 1879 offiziell eröffnet, die östliche 1882.

In den 1990er Jahren wurde die westliche Strecke bedeutend aufgewertet, indem diese zwischen Ski und Sandbukta bei Moss und zwischen Såstad i Rygge und Haug i Råde zweispurig ausgebaut wurde.

Zwischen Ski und Sarpsborg ist – erstmals in Norwegen – seit August 2015 das Zugsicherungssystem ETCS Level 2 in Betrieb.[1] Als erste Stufe der ETCS-Einführung in Norwegen wurde die Strecke am 31. August 2015 eingeweiht, der Betrieb wurde später aufgenommen. Für ETCS wurden sieben Altstellwerke entlang der Strecke durch ein neues Stellwerk (Bombardier Interflo) ersetzt. Der Betrieb wird aus der Betriebszentrale Oslo gesteuert. Neun Triebzüge der NSB-Type 74 wurden mit ETCS ausgerüstet.[2]

Die Strecke wurde als ETCS-Pilotstrecke ausgewählt, nachdem im Abschnitt zwischen Rakkestad und Sarpsborg kein regelmäßiger Personenverkehr stattfindet. Testfahrten hatten im November 2013 begonnen.[2] Einschließlich einer Modernisierung der Stationen nach S-Bahn-Standard wurden in das Vorhaben 130 Millionen Euro investiert.[3]

Follobanen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte mit der neuen Follobane (rot) und dem alten Streckenverlauf (blau)

In Bau befindet sich eine 22,5 Kilometer lange, zweigleisige Schnellfahrstrecke zwischen Oslo und Ski, die parallel der Østfoldbane verlaufen wird. Die Follobane wird für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ausgelegt werden und keine Haltepunkte zwischen Oslo und Ski besitzen. Überwiegend wird die Strecke in einem einzigen 19 Kilometer langen Tunnel verlaufen, welcher bei Fertigstellung der längste Eisenbahntunnel Norwegens sein wird. Dieser soll den Namen Blixtunnelen nach dem Architekten Peter Andreas Blix (1831–1901) erhalten.[4] Baubeginn war 2014 und voraussichtliche Eröffnung wird im Dezember 2022 sein. Die Neubaustrecke wird die Kapazität von 12 auf 40 Züge pro Stunde erhöhen und die Reisezeit zwischen Oslo und Ski von 22 auf 11 Minuten verkürzen. Die 2014 geschätzten Baukosten betrugen über 26 Milliarden Norwegische Kronen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Januar 2005 führen NSB in enger Zusammenarbeit mit Tågkompaniet (seit 24. April 2019 Vy Tåg) Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Göteborg und Oslo durch. Tågkompaniet ist mit 30 Angestellten Betreiberin des schwedischen Teils der Strecke mit allen Verpflichtungen für den Verkehr zwischen Kornsjö, dem Grenzbahnhof nach Norwegen, und Göteborg, auf der 385.000 Zugkilometer pro Jahr gefahren und 150.000 Personen befördert werden. Dazu gehören die Betriebssteuerung, der Verkehr und die Überwachung und Durchführung aller von den schwedischen Sicherheitsbehörden erteilten Genehmigungen. Der Verkehr wird mit zwei norwegischen Schnelltriebwagen NSB BM73B geführt, dem mit 210 km/h neben dem X 2000 schnellsten Zug im schwedischen Schienennetz. Der Zug wird von norwegischem Personal auf der schwedischen Strecke betrieben.[5] Bis Mai 2025 soll der zweigleisige Ausbau bei Moss abgeschlossen sein.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Østfoldbanen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. National ERTMS roll-out funded. In: railwaygazette.com. 18. Mai 2016, abgerufen am 18. Mai 2016 (englisch).
  2. a b ETCS pilot goes live. In: Railway Gazette International. Band 171, Nr. 10, 2015, ISSN 0373-5346, S. 7 (unter ähnlichem Titel online).
  3. Erste ETCS-Strecke in Norwegen. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 10, 2015, ISSN 1421-2811, S. 512.
  4. Tunnelen skal hete Blixtunnelen. NRK, 28. Dezember 2016, abgerufen am 15. November 2019 (norwegisch).
  5. Göteborg–Oslo. Snabbtågstrafik mellan Göteborg och Oslo i samarbete med NSB. In: tagkompaniet.se. Abgerufen am 10. Dezember 2018 (schwedisch).
  6. Norwegen: Implenia und Acciona bauen Østfoldbane bei Moss zweispurig aus. In: lok-report.de. 2. Juli 2019, abgerufen am 27. Juli 2019.