Uesslingen-Buch

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Uesslingen-Buch
Wappen von Uesslingen-Buch
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeld
BFS-Nr.: 4616i1f3f4
Postleitzahl: 8524
UN/LOCODE: CH UGN (Uesslingen)
Koordinaten: 703665 / 271203Koordinaten: 47° 35′ 0″ N, 8° 49′ 0″ O; CH1903: 703665 / 271203
Höhe: 465 m ü. M.
Fläche: 14 km²
Einwohner: 1075 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 77 Einw. pro km²
Website: www.uesslingen-buch.ch
Karte
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Uesslingen-Buch ist eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uesslingen-Buch liegt westlich der Kantonshauptstadt Frauenfeld am Nordufer der Thur. Im Norden der Gemeinde auf der Grenze zu Hüttwilen liegen der Hasensee und der Hüttwilersee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gasthaus Traube, Dietingen, 1844 erbaut

Im Jahre 1094, am 14. März, taucht der Ortsname zum ersten Mal auf einem Schriftstück auf. Diese Tatsache bedeutet nicht, dass das Dorf erst seit diesem Zeitpunkt existiert. Es wird am Fuße des Iselisbergs schon früher eine Ansammlung von Häusern gehabt haben. Diese Annahme lässt sich auch mit Hilfe der Ortsnamenforschung belegen. Ortsnamen mit der Endung «-ingen» werden der ersten Phase der Landnahme durch die Alemannen zugeordnet. Das bedeutet, dass sich ca. 600 n. Chr. Alemannen in dieser Gegend niedergelassen haben. Genaue Daten fehlen, da aus dieser Zeit keine schriftlichen Quellen vorliegen.

Auch im 11. Jahrhundert konnten erst wenige Leute lesen und schreiben. Die Kunst des Schreibens haben die Alemannen, welche zu jener Zeit das ganze schweizerische Mittelland besiedelten, den kirchlichen und klösterlichen Funktionären überlassen. So finden sich im frühen Mittelalter vor allem Urkunden, die in Zusammenhang mit einem Kloster oder einer Kirche stehen. Oft handelt es sich um Schenkungsurkunden, worin jemand dem Kloster seine Güter abtrat. Abgefasst sind einzig die Namen des Schenkers und der anwesenden Zeugen.

Auch beim Schriftstück, in welchem der Name Üsslingen zum ersten Mal auftaucht, handelt es sich um eine solche lateinische Schenkungsurkunde. Ein gewisser Rupert und seine Neffen Erlewin und Eberhard schenken dem Kloster des Heiligen Salvator in Schaffhausen ihren Besitz im Thurgau, der sich in der Region von Matzingen befand. Diese Schenkung war an die Bedingungen geknüpft, dass das Kloster die Erinnerung an die Familie immer hoch halte und dass Eberhard und sein Bruder in das Kloster des Heiligen Salvator aufgenommen würden. Für ihre Mutter mit ihren Mägden sollte in einem Frauenkloster gesorgt werden. Die Richtigkeit dieses Schriftstücks wurde von 18 Personen bezeugt. Darunter ist ein «Rihiwin de Uselinga», quasi «Begründer» der Dorfgeschichte. Die Stammburg dieses Geschlechts soll sich innerhalb des Dorfes Iselisberg befunden haben.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1990 918
2007 1046

45 der insgesamt 1046 Einwohner hatten im Jahre 2007 eine ausländische Staatsbürgerschaft.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Uesslingen bestehen sowohl eine evangelische als auch eine katholische Kirchgemeinde. Die im Jahre 1872 im neuromanischen Stil erbaute Kirche «Peter und Paul» wird von beiden Konfessionen genutzt und getragen. Erstmals wurde sie im Jahre 1938 renoviert. Die letzte Renovation dauerte von 1988 bis 1990.[2] Seither gibt es hier eine Späth-Orgel.[3]

Zur katholischen Kirchgemeinde gehören Uesslingen-Buch, Neunforn sowie Uerschhausen. Es besteht eine Pfarrgemeinschaft mit Gachnang.

Das älteste Gebäude in Buch ist die Sebastianskapelle. 1461 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, ist aber um viele Jahrhunderte älter. Die gotischen Wandmalereien entstanden um 1320 und zeigen verschiedene Bilder der Passion und der Verherrlichung Christi. Diese Fresken wurden bei der Renovation der Kapelle 1938 wiederentdeckt und restauriert. Die Kapelle steht unter eidgenössischem Denkmalschutz.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die St. Sebastianskapelle mit bedeutenden frühgotischen Fresken[4]
  • Der kleine Hasensee befindet sich im Nordwesten der Gemeinde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. Lenz, B. Huber und H. Huber-Stürzinger: Dorfchronik Üsslingen 1094–1994. Frauenfeld 1994.
  • Urs Elsener, Hans Peter Mathis: St. Sebastianskapelle in Buch bei Frauenfeld. Schweizerische Kunstführer GSK, Band 534. Bern 1993, ISBN 3-85782-534-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Uesslingen-Buch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung der Gemeinden (ausgewählte Jahre) und Vorjahresveränderung 2015-2016, Kantonale Bevölkerungserhebung und Bundesamt für Statistik, Eidg. Volkszählung
  2. Kirche Uesslingen auf der Website der Evangelischen Kirchgemeinden Uesslingen und Warth-Weiningen, abgerufen am 15. Oktober 2015.
  3. Uesslingen TG. Paritätische Kirche Peter und Paul. Auf der Website von Späth Orgelbau, abgerufen am 15. Oktober 2015.
  4. Hans Peter Mathis, Urs Elsener: St. Sebastianskapelle in Buch bei Frauenfeld. (= Schweizerische Kunstführer, Nr. 534). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1993, ISBN 978-3-85782-534-7.