Hüttwilen

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Hüttwilen
Wappen von Hüttwilen
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeld
BFS-Nr.: 4821i1f3f4
Postleitzahl: 8536
Koordinaten: 707392 / 273123Koordinaten: 47° 36′ 0″ N, 8° 52′ 0″ O; CH1903: 707392 / 273123
Höhe: 455 m ü. M.
Fläche: 17,6 km²
Einwohner: 1701 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 97 Einw. pro km²
Website: www.huettwilen.ch
Karte
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Hüttwilen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hüttwilen liegt im Seebachtal, nördlich von Frauenfeld, und besteht aus den drei früheren Ortsgemeinden Hüttwilen, Nussbaumen und Uerschhausen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Nussbaumen steht das Schloss Steinegg, ein 1866 im Neorenaissancestil erbautes Gebäude. Darin integriert sind Teile einer ursprünglichen Burg aus dem 13. Jahrhundert, welche von den Herren von Steinegg gebaut wurden. Sie brannte 1517 ab. 1583–1798 war sie Sitz des Zürcher Obervogtes. Heute befindet sich das Schloss Steinegg in privatem Besitz. In Uerschhausen befindet sich die Burg Helfenberg.

Oberhalb Hüttwilen wurde im 13. Jahrhundert Zisterzienserinnenkloster Mariazell zu Kalchrain („Unserer Lieben Frauen Zelle zu Kalchrain“) gegründet. Das Kloster überstand mehrere Brandkatastrophen, die Reformation, Erdbeben, bis es 1848 endgültig von der thurgauischen Regierung aufgehoben wurde. In den entleerten Klostergebäuden wurde 1949 eine kantonale Zwangsarbeitanstalt, seit 1942 Arbeitserziehungsanstalt genannt, eingerichtet. 2013 wurde sie in „Massnahmenzentrum Kalchrain“ umbenannt. Es dient heute der Ausbildung von straffälligen jungen männlichen Erwachsenen.[2]

Der Hüttwilersee hat eine Fläche von einem Quadratkilometer und liegt zusammen mit den benachbarten Hasensee und Nussbaumersee in einem Naturschutzgebiet.

Die 1966 eingeweihte katholische Kirche St. Franziskus wurde von Justus Dahinden, einem der wichtigsten Vertreter der Schweizer Nachkriegsarchitektur, errichtet. Bei ihrem Bau wurden erhalten gebliebene Fresken aus der mittelalterlichen Kirche von Hüttwilen, welche 1964 abgetragen wurde, eingebaut. Die 1963 errichtete Evangelische Kirche Hüttwilen wurde nach Plänen des Architekten Adolf Kellermüller erbaut.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfons Raimann, Peter Erni: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Thurgau VI. Der Bezirk Steckborn. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2001 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 98). ISBN 3-906131-02-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hüttwilen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung der Gemeinden (ausgewählte Jahre) und Vorjahresveränderung 2015-2016, Kantonale Bevölkerungserhebung und Bundesamt für Statistik, Eidg. Volkszählung
  2. Kloster Kalchrain